Botschaft

Gestern und heute zeigte sich endlich das Wetter von seiner besten Seite. Januartage wie aus dem Bilderbuch: Strahlender Sonnenschein mit angenehm klarer kalter Luft, die für mich belebend und wohltuend wirkt.

Heute ist ein besonderer Jahrestag, vor einem Jahr haben wir von Priska Abschied genommen und sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Es war eine unendlich schwere und schmerzvolle Entscheidung, die bisher schwerste meines Lebens. Ich habe unzählige Tränen vergossen im Laufe des letzten Jahres. Nun ist das sogenannte Trauerjahr vorüber und obwohl es sich nicht in jedem Fall exakt auf eine gewisse Zeitspanne festmachen lässt, für mich scheint es zu passen. Ich hatte für heute eigentlich mit verstärkter Trauer gerechnet und stattdessen fühle ich mich mit einem Gefühl von Neubeginn und freudiger Leichtigkeit beschenkt.
Christine Kempkes-Clüsserath , die ich durch das „Andere Zeiten Fastenforum“ kennenlernen durfte, hat mir mit ihren Beiträgen auf ihrer Seite bei Facebook „Lebens- und Trauerbegleitung“ und über ihren Youtube Kanal „Dienstags um Acht“, wertvolle Unterstüzung geschenkt, für die ich unendlich dankbar bin. Letzten Dienstag sprach sie in einem Beitrag darüber, dass Verstorbene durch ihr Leben eine Botschaft für uns bereit halten. Wenn wir uns dafür öffnen kann diese Botschaft uns stärkend den Weg weisen. Heute an diesem besonderen Tag spürte ich ganz deutlich, was Priska mir mit auf den Weg geben möchte.

Im Eis fand ich am Wegesrand heute Vormittag ein Eisbild.das diese Botschaft verdeutlicht: Ich sehe eine Frau die mit einem Eimer aus der Quelle des Lebens schöpft.

Na bitte, geht doch!

Nach einer halben Stunde Indoor-Jogging steige ich gut durchblutet von meinem Trampolin und denke: Eigentlich mache ich das viel zu selten, ich müsste öfter ran! Mitten im Gedankengang halte ich inne und denke: Ne, so nicht!
Also nochmal von Vorne.
Ich steige gut durchblutet von meinem Trampolin und denke: Wie schön, dass ich mich heute zum Sport motivieren konnte!
Schon besser, schließlich hatte ich mir vorgenommen an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten und da ist es mir zuträglicher wenn ich positiv und selbstversöhnlich mit mir umgehe und mich nicht ständig aus Gewohnheit maßregele und negativ bewerte.
Nach dem Duschen sitze ich dann angenehm müde in meinem Sessel und trinke genüsslich einen großen Schluck Mineralwasser. Ich denke mir: Auch heute habe ich wie so oft viel zu wenig getrunken!
Ne, so wird das nichts! Also alles auf Anfang!
Nach dem Duschen sitze ich angenehm müde in meinem Sessel und trinke genüsslich einen großen Schluck Mineralwasser. Ich denke mir: Super, dass du deine drei Tassen Kaffee nun nachträglich mit einem Spritzer Wasser verdünnt hast!
Na bitte, geht doch!

Unverhoffter Besuch

Die Sonne hat mich heute besucht. Zum Glück war ich zu Hause! Sie hat nicht lange gefackelt, kam direkt durch das Fenster. Ich setzte mich ihr gegenüber und nahm mir gerne Zeit. Sie sprühte vor Freude und zauberte auch mir ein Strahlen auf das mein Gesicht. Leider konnte sie nicht lange bleiben, hatte noch einen Termin auf der anderen Seite, wo sie schon bald erwartet wird.

Wenn nichts kommt, dann komme ich!

Kürzlich hörte ich:
„…Jüngere Menschen können das nicht so gut nachvollziehen, wenn man dann so traurig ist. Wenn man älter ist, dann kommt halt nichts mehr Neues.“
Im Gespräch ging es darum, was gefühlsmäßig geschieht, wenn wir Beziehungen zu Menschen loslassen müssen.
Heute habe ich anlässlich des Dreikönigs Tages über diese Äußerung nachgedacht.
Bei der Geschichte der drei Könige geht es schließlich auch um die Motivation, sich auf den Weg zu machen, sich nicht beirren zu lassen und zielstrebig dem Stern zu folgen.

Ich dachte, warum sollte es denn so sein müssen, dass für älterer Menschen nichts Neues mehr kommt? Klar, in jüngeren Jahren geschehen solche Neuerungen fast automatisch: Geburt, aufwachsen und jeden Tag ein Stückchen selbständiger werden, Kindergarten, Schule, Studium, Beruf, gegebenenfalls Gründung einer Familie, Erziehung der Kinder…
Vielleicht findet irgendwann auch noch einmal ein Berufswechsel statt, dann warten auf die Rente und dann? Ende der Fahnenstange?
Jetzt kommt nur noch der Tod?
Unweigerlich habe ich ab einem gewissen Alter gemerkt, dass die körperlichen Kräfte nachlassen. Zunächst wollte ich das nicht wahrhaben, aber es geht halt nicht mehr alles und schon gar nicht so schnell und ausdauernd wie früher. Ja klar, es liegt auch an mir und meiner Bereitschaft etwas für meine Fitness zu tun, dennoch sind mir heute tasächlich Grenzen gesetzt.
Diese Tatsache ist nicht so leicht zu akzeptieren, aber es ist durchaus sinnvoll die Signale des eigenen Körpers ernst zu nehmen und liebevoll mit ihm umzugehen.
Wenn nicht mehr alles geht, dann kann das auch eine Chance sein, zu lernen eine sinnvolle Auswahl zu treffen, den eigenen Weg zu finden, der meinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. Nicht mehr aus irgendwelchen selber auferlegten Zwängen
( „wenn die/der das kann, dann kann/muss ich das auch können“) mich abzumühen und Kräfte zu vergeuden, die ich anderweitig sinnvoll nutzen könnte!
Ich glaube nicht, dass das Alter unweigerlich die Möglichkeiten einschränkt, Neues zu erleben. Das Neue kommt nicht automatisch auf mich zu, d.h., wenn ich nichts unternehme, dann bleibt alles beim Alten ,dann kommt da nichts.

Manchmal kommt etwas auf mich zu, aber es passiert viel mehr, wenn ich nicht passiv abwarte, ob etwas kommt, sondern mich selber auf den Weg mache!


Es braucht meine Bereitschaft, offen zu bleiben die eigenen Begabungen zu entdecken und Neues zu wagen.
Und so frage ich heute am Dreikönigstag:
Welches Ereignis würde mich locken, so dass ich alles stehen und liegen lasse und meine gesamte Energie darauf fokussiere?
Habe ich ein Ziel und wie finde ich den Weg?
Bin ich bereit ausgetretene Pfade zu verlassen?

Ja, ich habe das frisch begonnene Jahr schon genutzt, um mich auf neue berufliche Wege zu machen. Es war an der Zeit, der Stresspegel war zu hoch. Der alte Weg ist noch nicht ganz beendet, aber ich werde nur noch bis Ende März dort arbeiten. Ich bin bereit, das Neue kann kommen, die Weichen sind gestellt, jetzt bleibt mir tatsächlich nur die Möglichkeit abzuwarten. Auf was?Ja, das werde ich euch erzählen, wenn es soweit ist. Nun braucht es Geduld. Aber die Zeit weiß ich durchaus sinnvoll zu nutzen, Langeweile kommt keine auf!

Werkelnd in das neue Jahr

Hallo, da bin ich wieder. Seid ihr alle gut hinüber gekommen in das neue Jahr? Bei uns ist alles im grünen Bereich, ich freue mich. Zur Zeit hab ich ein neues Werkelprojekt am Start, diesmal als Beitrag zum Tierschutz. Ich produziere Hundespielzeug. Der Reinerlös des Verkaufs geht an die Sammelstelle für Tiere in Not e.V. Diese Arbeit ist ein guter Ausgleich und entspannend, weil ich nicht unter Zeitdruck stehe, irgendwann wird es fertig und das ist dann früh genug. Morgen treffe ich mich erst mal mit einer Freundin, wir essen zusammen zu Mittag und dann fahren wir ins Bastelparadies. Ne, das heißt nicht wirklich so, aber es ist eine Bastelgroßhandlung, die ein Outlet hat. Bei mir sind es nicht Schuhe oder Taschen, die mich zum Kauf verführen, ich fühle mich zu Büchern und Bastelutensilien hingezogen. Schaun mer mal, gell?

Gute Wünsche

Nun ist der Heilige Abend gekommen, langsam kehrt die Stille ein im Haus und hoffentlich auch im Herzen. Noch klingen die beschwerlichen Wochen in mir nach, die hinter mir liegen. Mein größter Wunsch ist, dass ich sie auch da liegen lassen kann und mit neuem Mut und frischer Kraft vorausschauen darf.

Viele liebevolle Weihnachtskarten haben mich erreicht, die meine Seele aufleuchten lassen. Ein wertvolles Geschenk, wenn wir von lieben Menschen solch eine Wertschätzung entgegengebracht bekommen.

Es sind auch Karten von Blogfreunden darunter. Sie sind ein frohmachendes Zeichen der Verbundenheit, ich sage den Schreibern dieser Karten, aber ebenso allen lieben Besuchern meiner Plauderpause und dem Schreibblog Herzensauge ganz herzlichen Dank. Besonders über die vielen anteilnehmenden und wertschätzenden Kommentare freue ich mich immer wieder und sie sind über das Jahr ein Licht auf meinem Weg.

Mögen wir, du und ich, zwischen neben, unter, über, hinter all den Lichterketten und Kerzen das Licht wahrnehmen, das in unserem Herzen wohnt. Mögen wir still werden und zwischen den hektischen und lauten Begebenheiten unseres Lebens immer auch die schönen und frohmachenden Begegnungen wahrnehmen, die unsere Lebensfreude nähren. Mögen wir in Dankbarkeit das segnende Licht der Menschen empfangen, die neben uns an unserer Seite durch das Leben gehen. Mögen wir unter unseren Füßen den kraftspendenden Halt und die Verbundenheit unserer Wurzeln spüren, die uns mit dem Licht verbinden, das uns Leben spendet. Mögen wir mit unseren Blick über unseren kleinen und begrenzten Horizont hinaus schauen und das Licht der Hoffnung erblicken. Möge uns hinter allen Sorgen, Ängsten, Zweifeln und Nöten immer wieder das Licht der Erneuerung aufstrahlen.

Ich bin in Dankbarkeit und mit den besten Wünschen mit euch verbunden und freue mich auf unsere Begegnungen hier in der „internetten Welt“.

Sternstunden

„Ich würde so gerne mal wieder…, aber ich habe keine Zeit!“ Dieser Satz gehört vermutlich zu den meist gesprochenen. Es scheint so, als ob es eine Zeitverwaltungsbehörde gibt, deren Mitarbeiter diese willkürlich und vollkommen ungerecht aufteilen, so dass die meisten Menschen einfach immer „in die Röhre gucken“ und niemals genug davon abbekommen, während einige wenige Privilegierte immer wieder eine Extraportion „ in den Rachen geworfen bekommen.“

Und dabei hat jeder Tag 24 Stunden und selbst für Diejenigen, deren Arbeitswoche weit mehr als 40 Stunden hat, bleibt an jedem Tag mindestens eine geschenkte Stunde Zeit zur ganz persönlichen Verfügung, wenn wir bereit sind sie anzunehmen. Mit dem Annehmen ist das so eine Sache. Nicht wenige Menschen haben Probleme damit, Geschenke anzunehmen ohne gleich „wieder etwas gut machen“  zu können. Auch mit dem Annehmen von Lob oder Komplimenten tun sich Viele schwer, sie reagieren dann mit einem beschämten Unwohlsein. Ich vermute, dass letztendlich ein und derselbe Satz über diesem Phänomen steht. „ Ich bin es nicht wert!“

Wir orientieren uns oft unbewusst an unseren Mitmenschen und streben danach, es ihnen gleich zu tun, um nicht aus der Rolle zu fallen, um Anerkennung zu bekommen und uns aufzuwerten. „ Ich kann doch nicht…, was sollen dann die Anderen denken? Wenn die/der das schafft, dann muss ich doch auch“, usw.

Gestern als ich über all das nachdachte, kam mir die Idee für das Geschenk als „Mitbringsel“, wenn ich mich morgen mit meinen zwei liebsten Freundinnen treffe.

Ich wünsche dir und mir und uns allen an jedem Tag unseres Lebens eine Sternstunde, die wir gerne annehmen!

Vielleicht habt ihr Freude daran, in meinem Blog Herzensauge nachzuschauen, da gibt es ein Gedicht zum heutigen Thema.

Lichtblicke

Nicht nur in dieser Jahreszeit, in der die Sonnenstunden täglich kürzer werden und in der auch sonst der Tag von grauen Wolken verhangen ist, auch in Phasen des Lebens, in denen es etwas beschwerlich wird, sind Lichtblicke ganz besonders wertvoll. 

Ich saß gestern ziemlich müde und ausgelaugt im Sessel und da kam plötzlich die Sonne hinter den Wolken hervor,  um durch das Fenster zu mir zu Besuch zu kommen. Wie eine liebe Freundin, die es gut mit mir meint,  hüllte sie mich mit liebevoller Wärme und Licht ein. Ich schloss meine Augen und tankte dankbar auf. Ich war in letzter Zeit nicht oft im Internet, deshalb habe ich eure lieben Kommentare, die ebenfalls ein Lichtblick für mich sind, erst heute entdeckt und beantwortet. Dieses Erlebnis spiegelt meine derzeitige Lebenssituation wieder, in der nun endlich nach längerer schwieriger Entscheidungsphase wieder Licht am Horizont zu sehen ist. Seid herzlich gegrüßt und passt gut auf euch auf!

Schrottwichteln

Kennt ihr das Schrottwichteln?
Es ist eine Variante des Wichtelns, ein schöner Brauch in der Vorweihnachtszeit.
Das Schrottwichteln wird etwa bei einer Weihnachtsfeier veranstaltet zu der jeder Teilnehmende einen Gegenstand aus seinem Fundus als Geschenk verpackt mitbringt.
Es soll kein Abfall sein, aber es sind in der Regel irgendwelche Dinge, die man irgendwann von irgendwem selber geschenkt bekam und für die man keine Verwendung gefunden hat, sei es, weil sie den persönlichen Geschmack nicht getroffen haben oder weil man den Sinn und Zweck nicht erkennen kann.
Alle Geschenkpäckchen werden mit einer Nummer versehen und jeder Teilnehmer zieht aus einem Lostopf eine entsprechende Zahl, die darüber entscheidet, welches Geschenk im zuteil wird, natürlich sollte dabei vermieden werden, dass jemand sein eigenes Geschenk zurück bekommt.
Bei dieser Gelegenheit wechseln also lauter unliebsame Dinge, sozusagen „Geschenke- Stiefkinder“ ihren Besitzer und es ist nicht ausgeschlossen, dass die neuen Besitzer sich über das Geschenk sogar freuen. Da kann es schon mal passieren, dass eine begeisterte Stimme zu vernehmen ist. „ Mensch klasse diese alte Suppenschüssel, darin kann ich prima meine Sukkulenten einpflanzen, das ist total dekorativ!“ und dem Schenker wird schlagartig klar, dass er einen verborgenen Schatz aus den Händen gegeben hat.


Heute kam mir in den Sinn, das es mir schon mehr als einmal so vorgekommen ist, als ob das Leben mit mir Schrottwichteln spielt. Nicht, dass ich dabei gefragt wurde, ob ich mitspielen möchte! Nein, einfach so, ganz spontan liegt da plötzlich ein Päckchen , manchmal auch ein richtig schweres Packet vor mir, dessen Inhalt mich, gelinde gesagt, wenig erfreut. Aber eine gewisse Magie liegt über dem Geschehen, denn es kann passieren, dass ich den Sinn und Zweck einige Zeit später erkennen kann, sozusagen mit Abstand und aus einer anderen Perspektive betrachtet. Meine Mutter sagte oft, wenn „ es unverhofft kam“: „ Wer weiß wozu das gut ist!“
Vielleicht hat diese Aussage, die eine gewisse Lebenshaltung widerspiegelt, mich dafür sensibilisiert, das Leben als Chance zum Lernen zu begreifen.
Lernen kann Spaß machen, muss aber nicht! Aber wenn ich etwas gelernt habe, was mir zunächst gar nicht so leicht fiel, erfüllt mich das mit Freude und ich weiß dann, dass es mich ein gutes Stück weiter gebracht hat.

Unverhofft kommt oft


Unverhofft kommt oft


Gestern bekam ich Besuch
ganz plötzlich und unverhofft
ohne Voranmeldung
haben sie bei mir angeklopft


Hätten sie mich gefragt
ich hätte es nicht gewollt
aber das taten sie nicht
der Karsten und der Leopold


In dreister Manier standen sie vor meiner Tür
ahnungslos konnten sie mich überrumpeln
und hielten forsch Einzug
mitsamt ihren Kumpeln


Ja ihr hört ganz recht
es ist ein Graus
ich bin ganz wehrlos
und voll ist mein Haus


Mit lauter lästigen üblen Gesellen
ich fürchte ich werd sie so schnell nicht los
sie machen sich hier breit
und ihre Freude ist groß


Meine Begeisterung hält sich in Grenzen
wehrlos schau ich zu ihrem Tanz
sie treiben es zügellos wild
der Leopold, der Karsten, der Kurt und der Franz


Ihr grübelt schon ob euch wohl einer bekannt
Ich warn euch kommt ja nicht zu nahe heran
sie nutzen das skrupellos aus
und zieh’n euch in ihren Bann  


Deshalb nehmt meine Warnung ernst 
Ihr sollt nicht länger ratlos sein
ich mein es nur gut
und weihe euch ein


Die Übeltäter sind euch längst bekannt
ihr kennt jeden Einzelnen von den Vieren
jeden hinterlistigen erbarmungslosen Wicht
sie lassen euch grüßen die Grippeviren

Es dauert wohl noch ein Weilchen und deshalb sage ich mir: Lachen ist die beste Medizin!