Der will einfach nicht spielen!

Vorgestern hatte ich zu einem Freundinnenfest eingeladen. Eine der Frauen brachte ihren Hund mit, der nun zum ersten Mal seit Priskas Tod hier zu Besuch war. Mozart aber war fassungslos, als er das Wiedersehen mit seiner altbekannten Freundin feiern wollte und sie ihn gänzlich ignorierte. Sie wollte einfach nicht mit ihm spielen!

Die Schönheit der Vergänglichkeit

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir wie ein weißes Blatt. Was werde ich darauf schreiben? Welche Worte werde ich wählen?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Ideen. Was werde ich denken? Welchen Gedanken werden mich leiten?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Stunden. Was werde ich tun? Wo führt mein Weg mich heute hin?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Möglichkeiten. Wie wird meine Wahl ausfallen, worauf lenke ich meine Kraft?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit den ihm eigenen Gegebenheiten. Mal kann ich wählen, mal muss ich hinnehmen. Heute habe ich mich dafür entschieden, die Schönheit in der Vergänglichkeit zu entdecken.

Farben für die Seele

Wenn es draußen immer früher dunkel wird und die Natur sich langsam zurück zieht, dann genieße ich diese besondere Stimmung. Heute als wir am späten Vormittag im Auto unterwegs waren, wanderte mein Blick über das Haardt-Gebirge, über dem die Regenwolken beinah wie eine dicke flauschige Decke hingen. Die Weinfelder zeigen noch die schönen warmen Herbstfarben in Gelb, Orange, Rot und Braun mit wenigen grünen Tupfen. Ich mag es, wenn der Nebel über die Landschaft zieht und ihr eine mystische Stimmung verleiht. Ich habe davon leider kein Foto für euch (warum denke ich jetzt bloß an Heidi Klum?) Aber auch mich überfällt manchmal eine Art Herbstblues und dann „male ich mir die Seele wieder bunt“.

Abends leuchten meine Teelichter oder Kerzen und auch der Tee schmeckt wieder so richtig gut! Am Feiertag habe ich mich mit zwei Freundinnen getroffen. Eine der Beiden hatte uns zum späten Frühstück eingeladen und wir hatten eine so schöne Zeit miteinander. Wisst ihr was, ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt oder besser gesagt, den einen Hund auf den Schoß) gepackt. Auch das war ein wunderbares Gefühl, das meine Seele gestreichelt hat. Ich habe dieses Gefühl eines warmen, weichen Hundekörpers so nah bei mir sehr genossen. Die Bailey habe ich für euch fotografiert, als sie später auf dem Sofa lag.

Die ist so knuffig, diese Kleine. Und wisst ihr was, als ich beim Fotografieren war, stellte sich Pedro, der andere Familienhund, mit leicht vorwurfsvollem Blick neben dem Sofa in Position, als wolle er mir sagen:“ He du, schau mal, ich bin auch ein nicht zu verachtendes Fotomodell!“ Ich habe ihn sogleich mal beim „Wort“ genommen.

Wenn das Wetter es erlaubt, laufe ich gerne eine Runde an der frischen Luft. Am Wegesrand ließen sich zumindest in der letzten Woche als die folgenden Fotos entstanden sind noch kleine Schönheiten entdecken.

Ich habe sogar schon Sterne gebastelt. Dafür habe ich außer ein bisschen Klebstoff und ein paar Geschenkbändern nichts gekauft, sie sind aus Katalogpapier entstanden. Ich habe eine ganze Menge hergestellt, die werden auf dem Adventsbasar mit Erlös für den Tierschutz verkauft.

So, das war das Neueste von mir, ich grüße euch. Kommt gut in die neue Woche! Wer Lust hat kann im Blog Herzensauge meinen neuen Textlesen. Bis demnächst.

Hubert badet in der Herbstsonne

Gestern hatte Hubert noch ganz entspannt und in der ihm eigenen legeren Haltung, die eine gewisse unaufdringliche Eleganz nicht vermissen lässt, in der goldenen Oktobersonne gebadet. Er hatte dabei seinen Blick gelegentlich gehoben und mitleidig die Löcher in den Feigenblättern gezählt.

Diese Aktion zeigte eine ganz ähnliche Wirkung, als wenn er imaginäre Schäfchen gezählt hätte und machte ihn daher so schläfrig, dass er es nicht schaffte, die genaue Zahl der Löcher auszumachen. Jedesmal wenn er es fast geschafft hatte, fielen ihm seine Augen zu und er dämmerte mit einem leicht dümmlichen aber sehr zufriedenen Lächeln um die Mundwinkel ein Weilchen vor sich hin.

Heute hingegen sieht seineWelt ganz anders aus. Die Sonne hat sich in ihr Versteck hinter die graue Wolkendecke verzogen und an ein genüssliches Nickerchen ist nicht zu denken, stat dessen hat Hubert alle Mühe damit, seine Füße durch eifriges Bewegen der Zehen einigermaßen warm zu halten. Zum Glück kann er sich zu denjenigen zählen, die mit einem gesunden und tiefen Schlaf gesegneten sind, und so erwachte er heute Morgen erst, als die Spuren des nächtlichen Regengusses schon fast wieder verschwunden waren und er schon fast wieder getrocknet war.

Nun geht auch der Oktober seinem Ende zu und deshalb nutze ich heute die Gelegenheit, euch eine kleine Sammlung von noch nicht gezeigten Fotos in die Galerie zu stellen.

Ich bin schon voller Vorfreude, denn heute Abend darf ich gemeinsam mit meiner Freundin Silvia einen meditativen Abend mit Märchen und Klangschalenmeditation halten. Ich finde, dass heute das Wetter perfekt zum Anlass passt.
Seid herzlich gegrüßt und lasst es euch gut gehen. Ich mach mir für heute Abend auf jeden Fall einen guten heißen Tee zum Mitnehmen und für Kerzenschein ist auch gesorgt.

Herbstfreude

Heute Nachmittag hat mich die Herbstsonne, als sie sich schließlich doch noch aus ihrem Versteck getraut hat, hinaus ins Feld gelockt. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr hinaus, aber dann war ich richtig froh, dass ich die Gunst der Stunde genutzt hatte. Ein Weilchen habe ich auf einer schönen Bank unter einem Birkenbaum gesessen und habe dem Rasseln und Rauschen der Blätter gelauscht. Ein Gedicht ist entstanden, dass ihr im Blog Herzensauge lesen könnt.


Eine besondere Stimmung liegt über der Landschaft, Abschied liegt in der Luft, aber kein trauriger, sondern einer der von der Vorfreude auf das Wiedersehen erzählt. Vorgestern war ich noch einmal am Weiher und habe auch dort und auf dem Weg das Herbstkleid bestaunt, dass sich über die Natur gelegt hat.

Aus der Bastelecke

Die Susanne hat hier geschrieben, dass sie gerne die beiden anderen Fensterbilder auch sehen möchte, deshalb zeige ich sie in einer Galerie zusammen mit meinen Tischlaternen und der Weihnachtskarte, die ich zum Verkauf mit Erlös für den Tierschutz gebastelt habe.

Lebensspuren

Als ich gestern im Feld unterwegs war, fielen mir die vielen Schmetterlinge auf, allesamt von der gleichen Art, ich nehme an es waren Kohlweißlinge. 

Ich staunte nicht schlecht, dass sie noch in so großer Zahl und geschäftig unterwegs waren. 

Ich braucht mehrere Anläufe, bis es mir gelang, einen von ihnen zu fotografieren.

Ein sogenannter „abgeflatterter“ Schmetterling kam mir vor die Linse, das Leben hatte schon deutliche Spuren an seinen Flügeln hinterlassen.

Der Anblick berührt mich in meinem Inneren und ich spüre den Empfindungen nach.

Ich denke darüber nach, welche Spuren das Leben bei mir hinterlassen hat? 

Ich glaube nicht, dass wir als unbeschriebenes Blatt auf diese Welt kommen, aber das ist mein persönlicher Glaube und der ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. 

Ungeachtet dessen kann ich zahlreiche Spuren entdecken, die mein derzeitiges Leben von Kindheit an bis jetzt hinterlassen hat. 

Diese Spuren sind natürlich ähnlich wie bei dem Schmetterling auch äußerlich sichtbar und spürbar. Jedoch bin ich auch innerlich heute eine Andere als die, die vor gut 57 Jahren auf diese Welt kam. 

Manches Blessuren die sich in meine Seele eingegraben haben schmerzen mich noch heute, andere Wunden sind verheilt und nur die Narben sind noch zu erahnen. 

Alles was ich erlebt habe, hat mich zu der gemacht, die ich heute bin. 

Im Laufe der Jahre kann ich immer deutlicher das Lernpotential all dessen was mich geprägt hat erkennen und konnte und kann mich dann auch Stück für Stück mit den Erlebnissen aussöhnen, die mir „die Flügel gestutzt“ haben.

Ruhig

Ruhig ist es geworden hier im Blog. Heute dachte ich dann, wird es mal wieder Zeit mich zu melden. Die Bastel- und Werkelsaison ist eröffnet, ich habe zur Zeit mehrere Projekte am Start, für mich und für den Tierschutz. Meinen Kalender für 2020, den ich in jedem Jahr für meine Freunde als Weihnachtsgeschenk gestalte, habe ich fertiggestellt. Wenn ihr neugierig seid, könnt ihr in meinem Blog: Herzensauge dem Link oben zum Kalender folgen und die einzelnen Kalenderblätter anschauen.
Gestern wurde das erste der drei Motive mit Window-Colour für meine Fenster im Wohnzimmer fertig. Manchmal brauche ich da einfach mal was Neues. Ich wähle gerne Motive aus, die nicht an bestimmte Jahreszeiten gebunden sind, damit sie länger hängen bleiben können.

„Das Leben ist bunt“, so könnte das Motto lauten. Aber so ist es ja auch tatsächlich: Alle Farben gehören dazu, ob dunkel oder hell. Es bietet immer wieder Überraschungen und es ist gut, wenn man flexibel sein kann. Ich bin das heute auch, denn obwohl der goldene Oktober sich endlich mal aus seinem Versteck getraut hat, hüten der Ehemann und ich das Haus. Geplant war ein schöner Ausflug, aber das Befinden lässt heute bei uns beiden zu wünschen übrig. Zum Glück aber kein Grund zur Sorge, nichts Dramatisches! Ich setzte mich dann gleich mal wieder an den Tisch und bereite das letzte der drei Motive vor, während die Umrandung des zweiten, ihr seht es im ersten Foto, noch trocknet. Euch allen wünsche ich einen goldigen Oktobersonntag.

Eine herzige Begegnung

Ganz zeitig bin ich heute früh losgezogen zu „meinem Weiher“. Die Morgenstimmung wollte ich dort genießen. Und das war wirklich eine gute Idee an diesem wundervollen Herbsttag.

Auf dem Weg zum Weiher komme ich an einer Pferdekoppel vorbei. Als ich auf dem Hinweg daran vorbei lief und die Pferde eigentlich nicht beachtete, bemerkte ich plötzlich, dass ein Pferd ganz nahe am Zaun neben mir herlief. Es war der wunderschöne Hengst. Etwas erstaunt registrierte ich das Verhalten und sagte ihm, dass er ein sehr schönes Pferd ist. Später auf dem Rückweg sah ich schon von Weitem, dass er mich bemerkte und mir entgegen lief. Diesmal fotografierte ich ihn. Er blieb nahe am Zaun bei mir stehen und schaute mich mit seinen lieben Augen an. Wieder sprach ich mit ihm und sagte, dass ich mich sehr darüber freue, dass er zu mir kommt. Dann setzte ich meinen Rückweg fort. Als ich mich kurz vor dem Ende der Koppel noch einmal umdrehte, sah ich, dass er hinter mir her lief. Er blieb am Ende der Koppel bei mir stehen. Als ich mich noch einmal von ihm verabschiedet hatte, schaute er mir noch eine Weile nach. Diese Begegnung hat mich heute sehr berührt, für mich ist so etwas nicht selbstverständlich, ich betrachte das als Geschenk!

Nachlese des Sommers

Nun hab ich ‚nen Ohrwurm, denn als ich mich besonnen habe, was ich heute schreiben möchte, fiel mir ein munteres Kinderlied ein, dass ich früher sehr gerne mit meinen Kindergartenkindern gesungen habe: „Der Herbst, der Herbst , der Herbst ist da, er bringt uns Wind, heihussassa. Schüttelt ab die Blätter, bringt uns Regenwetter, heißahussassa, der Herbst ist da! Wahrscheinlich habe ich das hier schon mal erzählt, aber egal. Außerdem wiederhole ich mich sicher, wenn ich betone, dass ich den Herbst sehr liebe. Aber davon genug, denn ich bin eigentlich total vom Thema abgeschweift, möchte ich euch doch noch die letzten Fotos vom nun vergangenen Sommer zeigen. Wenn ich ein Motto wählen wollte, dann würde es lauten: „ Sonne tanken“.

In diesem Sommer habe ich mir sehr oft Zeit genommen, um in der Natur zu verweilen und Sonne zu tanken, so dass ich jetzt das Gefühl habe, dass ich mit meinen „Sonnenvorräten“ gut über die dunklere Jahreszeit kommen werde.

Diejenigen die mich hier öfter besuchen, kennen ihn inzwischen fast genauso gut wie ich: Den Schwanenweiher. Er heißt so, obwohl ich hier schon ewig keinen Schwan mehr gesichtet habe, zumindest keinen echten!

Aber dieser hier ist einer von Zweien, die die Umrandung einer Bank bilden, die am Ufer zum Verweilen einlädt. Oft genug habe ich hier gesessen, um mich in Gedanken jederzeit an diesen Ort zurück spüren zu können. Ich mache das gerne mal zur Entspannung. Das wirkt Wunder: Einfach bequem hinsetzen oder legen, Augen schließen und mit den inneren Augen diesen Ort aufsuchen. Ich kann dann auch die Sonne auf der Haut spüren, den Geruch wahrnehmen, die Geräusche hören. Es ist wie ein kleiner Miniurlaub für die Seele.

Die Kanadagänse haben hier wohl auch noch einmal ausgiebig Kraft getankt für ihren weiten Flug. Beim nächsten Besuch des Weihers in der vergangenen Woche waren sie schon ausgeflogen. Eine sonderbare Ruhe lag über dem Wasser.

Jetzt kann ich sogar schmunzeln, wenn ich dieses Bild anschaue, aber beim ersten Mal, nachdem ich vom Ausflug zum Weiher nach Hause kam und sah, dass ich die zweite Sonnenblume „ abgeschnitten“ hatte, da habe ich mich richtig geärgert. Meine Enttäuschung war sogar so groß, dass ich am nächsten Tag bei der Einkaufsfahrt noch einen kleinen Umweg in Kauf nahm, um noch einmal mit „besserer Kamera“ ein Fotosession im Sonnenblumenfeld abzuhalten. Was soll ich euch sagen: Danach war die Enttäuschung noch größer, denn diese Fotos waren überhaupt nicht gelungen. Ach was soll’s, ich zeig es trotzdem, denn mir gefällt die stattliche und vor Leben strotzende Sonnenblume vor dem sattblauen Augusthimmel so gut. Sonnenblumen zeigen es uns ganz deutlich, wie es funktioniert, mit dem Sonnetanken.

Eine kleine „Welt“ für sich bilden die den Weiher umgrenzenden Bäume. Mich beeindruckt es immer, wenn ich daran denke, wie lange Zeit sie hier schon leben. Sie scheinen sich im Wasserspiegel zuzunicken und zu raunen: „Ja, nun ist er bald da, der Bruder Herbst und wird uns ordentlich rütteln und zausen. Aber das macht uns nichts, wir lassen es geduldig und ohne Angst geschehen, weil wir um das Wunder des ewigen Kreislaufes wissen: Während der Ruhepause im Winter reift schon neues Leben in uns heran, dass nur darauf wartet im Frühling den Weg ans Licht zu finden.“

Beinahe hätte ich noch zwei Videos, die ich auf YouTube hochgeladen habe, hier zu zeigen. Das erste zeigt einen Rundumblick mitten im Feld. Ich liebe meine zweite Heimat!

Beim zweiten Video nehme ich euch mit durch die Wingertzeile (Weinreben) vom oberen zum unteren Ende. Ihr werdet merken, dass so eine Zeile ganz schön lang sein kann. 😉