Wolkengedanken

Mit der Freude zieht der Schmerz traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste, bange Sorgen, frohe Feste.
Wandeln sich zu Zeiten.
War’s nicht so im alten Jahr? Wird’s im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder, Wolken gehen und kommen wieder
und kein Mensch wird’s wenden.

Johann Peter Hebel

Wie Wolken, die sich am Himmel türmen,
möge dein Vertrauen in die Schöpfung wachsen.
Daraus möge sich das Gelingen für alle deine Pläne
und für alle deine Wege ergiessen.

Irischer Segenswunsch

Sieh doch den Wettersturm am Himmel,
sieh doch die Wolken um die Höhn!
Ich aber sag: das geht vorüber,
und auf den Abend wird es schön.

Cäsar Flaischlen

Der kleine Vogel im Sturm –
nichts vermag ihn zu erschrecken,
weder Wind noch Regen.
Er weiß, dass hinter den Wolken
seine Sonne immer noch scheint.

Theresia von Lisieux

Man soll nur nie, auch unter den schmerzlichsten Lebensverhältnissen an die Unmöglichkeit glauben, daß sie sich jemals wieder heiter gestalten können. Glaube doch niemand, daß die ewigen Sterne selbst ausgelöscht seien. Sie leuchten noch über den Wolken. Und alles Leiden ist nur Gewölk. Es entspinnt sich und zerrinnt.

Heinrich Daniel Zschokke
Wie habe ich es in meiner Kindheit geliebt, auf der Wiese zu liegen und den Wolken am Himmel zuzuschauen.
Ich weiß nicht, wie lange ich so gelegen habe, Zeit und Raum waren völlig belanglos.
Es gab kein Gestern und Morgen. Ich war ganz gegenwärtig.
Unbeschwert und leicht habe ich mich dann gefühlt.

Ich wurde heute von einer Freundin auf das Thema Wolken gestoßen,
weil sie mir den Rat gab, alle Sorgengedanken wie mit den Wolken weiterziehen zu lassen.
Das ist in der Tat hilfreich, weil es mir bewusst macht, dass nichts bleibt, alles kommt und vergeht. Das Leben ist ständige Veränderung.
Sorgen entstehen nur dann, wenn ich nicht gegenwärtig bin.
Wenn ich mich mit belastenden Erlebnissen beschäftige, die doch längst vergangen sind oder mit Befürchtungen über die Zukunft, die doch noch gar nicht existiert.
DAS LEBEN IST JETZT!

In seinem bekannten Lied singt Reinhard Mey darüber, dass die Freiheit über den Wolken wohl grenzenlos sein muss.
Ich habe diesen faszinierenden Ausblick noch immer vor Augen, als ich mit dem Flugzeug über den Wolken flog.
Reinhard Mey singt davon, dass alle Ängste und Sorgen unter den Wolken verborgen blieben.

Das erinnert mich wieder daran, dass es immer auf den Blickwinkel ankommt aus dem ich mein Leben betrachte.

Ich wünsche Euch einen unbeschwerten Sonntag!

0 Gedanken zu „Wolkengedanken

  1. Hallo liebe Beate,
    Deine Wolkenbilder und die dazu passenden Texte sind wunderschön und stimmig!
    Ich liebe es heute noch, den Himmel und die Wolken zu beobachten :-).
    Und das Lied von R.Mey geht mir ganz oft im Kopf herum 🙂

    Du hast recht, das Leben ist jetzt – und wir haben nur dieses eine….

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Katinka

  2. Eine schöne Sammlung hast du zusammengestellt: schöne Bilder und passende Worte. Vieles werde ich jetzt mitnehmen. Es kam gerade Recht. Danke.

    Liebe Grüße von der Gudrun

  3. Als Kind habe ich auch gerne die Wolken beobachtet und dabei immer irgendwelche Figuren in den Wolken erkannt, ich glaube das hat wohl jeder gemacht.
    Deine Wolkenbilder sind wunderschön und die Gedichte dazu auch, doch am allerbesten gefallen mir Deine Worte über die Sorgen. Ich werde versuchen, das zu verinnerlichen, wenn mal wieder eine Sorgenwolke auf mich zu kommt.

    LG Susanne

  4. Liebe Beate,
    das ist ja sicher ein herrrliches Gefühl: oifach in d Himmel nuff gucka uns säh was d Wolga macha…
    Solche Bilder mag ich auch immer wieder. Und immer wieder erscheinen sie deshalb in meinem Blog. Und dabei ist es mir völlig wurscht, welche Formen die Wolken haben. Meistens sind es Blumenkohlwolken. DANKE dir für die tollen Bildle.
    Lieben Gruß in die Vorderpfalz
    Helmut

  5. huhuu beate :))

    du hast ja auch so wunderschöne Wolkenbilder hier ♡ .. leider sind die bei mir (sehr) selten .. also so zarte Gebilde sind selten . Über den bergen entstehen oft nur dicke Quellwolken und die sehen immer gleich aus :)))

    geht es dir gut liebes ? Ich habe meine FerienKidZeit beendet und kann mich wieder etwas ruhiger zurück lehnen .. fast wird mir schon langweilisch .. he he

    dicker knutsch an dich ( und natürlich an priska ) …

  6. Du hast aber viele schöne Sprüche parat zu den Wolkenbildern.
    An die Zeilen von Reinhard Mey musste ich auch beim ersten Flug letztes Jahr denken. Und bald geht es wieder los, ich freu mich schon auf über-den-Wolken.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  7. Schön, deine Wolkenbilder, Gedichte und Gedanken darüber… Ja, es ist immer sehr wichtig, den richtigen Blick für die Dinge nicht zu verlieren…. muss mich auch da immer drum bemühen… glg Brigida

  8. Ich liebe diese Wolkenbilder auch sehr und Deine Gedichte und Zitate sind sehr passend dazu herausgesucht. Das Lied „Über den Wolken…. “ von Reinhard Mey summe ich jedes mal, wenn ich im Flieger sitze und mache mir die veränderte Perspektive zu eigen. Es hilft wirklich!
    Schönen Wochenstart und sorgenfreie Tage, lieben Gruß ♥ moni

  9. Hi Beate,
    das hast du wunderbar bebildert und betextet.
    Zitat: „Sorgen entstehen nur dann, wenn ich nicht gegenwärtig bin.“ – Eine interessante Beobachtung!!
    Einen kleinen Wolken-Gruss von frieda 🙂

  10. Wolkenbilder kann man zur Zeit immer wieder voller Staunen betrachten.
    Tja, die Sorgen, sie begleiten uns. Und wir müssen mit ihnen fertigwerden – irgendwie. Meistens schaffen wir es ja auch. Eben, weils sein muss.
    Und dann ist wieder Sonnenschein. Erledigte Sorgen, Aufgaben geben ein wundervolles Gefühl der Freiheit, der Zufriedenheit, der Freude.
    Dir auch einen guten Sonntag ♥

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