Raum für neues Leben


So einfach ist das nicht mit dem Loslassen.
Manchmal fällt es mir ganz schön schwer,
zu akzeptieren, dass sich Vieles
meiner Kontrolle entzieht,
dass ich nichts festhalten kann
und in der Vergänglichkeit lebe,
ob mir das gefällt oder nicht.

Aber andererseits habe ich auch schon oft erfahren,
wie segensreich es sein kann,
wenn es ganz anders kommt,
als ich mir das vorgestellt oder gewünscht habe. . .

Der November ist der Monat,
der uns das Wesen
der Vergänglichkeit näher bringt.

Wenn ich die Vorgänge in der Natur
auf mein Leben übertrage,
kann mir das Trost und Zuversicht geben:
Neues Leben findet sich.

0 Gedanken zu „Raum für neues Leben

  1. Hallo Beate,
    das hast du sehr schön beschrieben.
    Ja, eigentlich ist es immer und überall so, dass ständig alles im Wandel ist, der Kalender, das Rad sich immer weiter dreht. So gibt es auch nichts Abgestandenes oder Mumifiziertes, sondern es ist alles immer lebend, frisch, neu, authentisch. Gleichzeitig tut es auch oft trotzdem irgendwie weh, wenn sich was ändert, manchmal wünscht man sich „Sicherheit“ durch „Beständigkeit“, wenn die Seele bisschen überlastet ist mit dem Verabeiten von ständigem Wandel.
    Wahrscheinlich alles Training, aber muss man erstmal hinkriegen.
    Lieben Gruss von frieda

  2. Sehr einfühlsame Worte, die ich sehr gut nachvollziehen kann, fällt es auch mir oft schwer, die Vergangenheit loszulassen. Deine Worte sind Balsam für die Seele. Einfach klasse.

    Ich wünsche Dir einen schönen 1. Advent,
    LG Susanne

  3. Die Jahreszeit und die Monate in der wir heuer leben werden von vielen Menschen nicht geliebt.Darüber habe ich mir schon oft nachgedacht. Ist es deshalb so, weil wir in dieserZeit an unsere Endlichkeit erinnert werden?
    Nicht nur das Laub an den Bäumen und Weinreben wird welk und fällt zu Boden, auch das Samenkorn das in den Ackerboden fällt stirbt ab. Daraus entwickelt sich neues Leben (Getreide etc.). Das ist der Lauf der Dinge.
    Ichdanke dir ganz herzlich für diesen sehr nachdenklichen Eintrag.
    Grüße in die Vorderpfalz
    Helmut

  4. Liebe Beate,

    dein Text macht Mut .. sehr schön geschrieben 🙂 Gerade die Vergänglichkeit ist so schwierig für mich ..damit umzugehen, Geliebtes loslassen .. Bei Dingen fällt es mir nicht so schwer, aber bei lebenden Wesen .. Ich denke, viele Menschen haben damit Probleme. Neues Leben, ja ..es ist ein Kreislauf ..

    Ich wünsch dir einen schönen ersten Advent und schicke dir liebe Grüße 🙂 Ocean

  5. Bei Goethes Faust heißt es im 2. Teil: Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis –
    das ganze Leben besteht aus Werden und Vergehen. das Werden wird nur als ein erfreulicheres Ereignis angesehen. Das Vergehen gehört zum Gleichgewicht, wir können es nur nicht direkt beeinflussen. das lässt uns ängstlich werden in einer Gesellschaft, in der fast alles beeinflusst werden kann. Gott sei Dank nur fast.
    LG, Chrsitiane

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