Schatzkiste

Okay ich zeig Euch jetzt mal ein paar Bildchen, die ich in den letzten Tagen fotografiert habe, um ein wenig Farbe in den grauen Tag zu bringen:

 Ich hatte mich auf die Suche nach Farbtupfern und kleinen Schönheiten am Wegesrand begeben, die der Herbst zu bieten hat:

Wenn die Landschaft um mich herum langsam karger wird, bemerke ich, dass ich meinen Blick bewusster fokussiere und dadurch noch intensiver „Kleinigkeiten“ wahrnehme, die in der Fülle des Sommers unbeachtet bleiben würden.

Wie in einer Schatzkiste habe ich meine Entdeckungen in mein Herz aufgenommen.  Es kam mir wieder einmal die Geschichte von Frederick in den Sinn:

Frederick ist eine Feldmaus, die nicht wie die anderen Mitglieder der Mäusefamilie die üblichen Vorräte, wie zum Beispiel Nüsse sammelt, sondern Frederick sammelt Sonnenstrahlen und Farben und wird zunächst argwöhnisch und unverständlich von den anderen Mäusen als Faulpelz angesehen. Erst als die Feldmäuse im tiefsten Winter all ihre Vorräte aufgebraucht haben, sind sie offen für das, was Frederick ihnen zu geben hat: Er erzählt so lebendig von den Farben und den Sonnenstrahlen, dass es den Mäusen ganz warm ums Herz wird. Das ist so eine rührend schöne Geschichte in einem wundervoll illustrieren Bilderbuch, die ich meinen Kindergartenkindern und auch später meinen Töchtern immer wieder gerne vorgelesen habe.

Euch allen wünsche ich einen frohen Sonntag, auch oder gerade dann, wenn er nach außen hin grau erscheint! Vielleicht habt ihr ja Lust dazu, Eure innere Schatzkiste zu öffnen und darin ein wenig zu stöbern. 😉

 

 

 

0 Gedanken zu „Schatzkiste

  1. Wundervolle Naturbilder hast Du wieder gefunden und fotografiert, liebe Beate. Und deine Gedanken dazu sind ebenfalls immer sehr passend und regen meine Gefühle an. Speziell gut gefallen mir die Hagebutten, die Ackerwindenblüten in der Hundsrose, der Samenstand der Schafgarbe und die Ligusterfrüchte. Ich finde, diese Motive verkörpern den Herbst auf wunderbare Weise. Liebe Grüsse. Ernst

  2. Liebe Beate,

    du hast so herrliche Momente „eingefangen“ auf deinen Bildern..tut richtig gut, das anzuschauen! und eine tolle Geschichte ist das 😉

    Stimmt..mir geht’s auch so – weil die Natur karger wird, schau ich auf die kleinen großen Schönheiten und Farbtupfer noch genauer hin, und es macht riesig Spass, mit der Kamera auf die „Pirsch“ zu gehen nach diesen Schätzen.

    Ich wünsch dir ein sonnig-frohes Wochenende und schicke dir liebe Grüße 🙂
    Ocean

  3. Die Maus, die Farben für den Winter sammelt, kannte ich durch einen Künstler, der mal ein Lied darüber geschrieben hat. Aber erst als ich Jugendlicher, bzw. Erwachsener war. Ich fürchte, als Kind hätte ich diese Geschichte gar nicht verstanden. Ich war da mangels Übung und vernünftigem feedback immer zu blöd 😉 . Bei uns gab es sowas auch nicht, meine Eltern waren da recht „karg“, alles nur immer stur geradeaus, es gab nur „richtig“ und „falsch“, ja und nein, schwarz und weiß… oder gar nichts… oder maßlos Übertrieben-Unpassendes…. Eben „unbeseelt“, kalt, leer, trocken, es zählte nur das Materielle, Zeitpläne, Rituale, ……. 🙁 Inzwischen denk ich gar, dass es nicht mal ihr „schlechter Charakter“ war, sondern irgendwie sowas wie Asperger Autismus im Spiel gewesen sein muss und sie nicht anders konnten…. (Problem: Ich habe trotzdem gelitten, auch wenn sie nix dafür können).

    Im Deutschunterricht hab ich immer wie Ochs vorm Berge gestanden, wenn diese dämliche Text-Interpretiererei wieder losging. Hab so übertragene Dinger aus oben genannten Gründen erst spät angefangen zu schnallen (dafür jetzt umso intensiver 😉 ), musste mir alles selbst erarbeiten sozusagen.

    Na, hättest du gedacht, dass dein Blogeintrag mich zu so weltumspannenden, tiefschürfenden Erkenntnissen führen würde 😆 …..

    Deine Rundum-Bilderreihen find ich übrigens wirklich cool.

    Grüssle, frieda

    • Liebe Frieda,
      das Lied “ Ich sammle Farben für den Winter “ kenne ich auch 😉
      Es ist zwar nicht schön, was Du als Kind erlebt hast, aber wie wunderbar, wichtig und gut , dass Du es jetzt noch gelernt hast und intensiv genießen kannst.
      Alles Liebe ♥

  4. Eine wunderschöne zauberhafte Schatzkiste, liebe Beate. ♥
    Mir geht es übrigens genau so mit dem „intensiver Kleinigkeiten wahrnehmen“. Da es hier auf dem Land nicht immer so viel zu sehen gibt, das gleich ins Auge fällt, habe ich auch durch das Motivsuchen fürs Fotografieren immer intensiver geguckt. 🙂

    Herzliche ♥ Grüße,
    Martina

  5. ich erfreue mich an deinen wunderschoenen fotos. danke fuer’s zeigen liebe Beate. magst du mir eine kurze mail schicken, dann teile ich dir das password fuer meine geschuetzten eintraege mit, wenn du es haben moechtest.

    lg
    Sammy

  6. Wunderschön geschrieben und sehr, sehr schöne Fotos dazu. Da kann ich Dir nur zustimmen, je mehr sich das Jahr dem Ende zu neigt um so mehr, nehme ich die letzten blühenden Blumen wahr und erfreue mich daran wesentlich mehr als zu Sommerzeiten. Die Geschichte mit Frederik der Maus, die kannte ich noch gar nicht. Das scheint wirklich eine wunderbare Geschichte zu sein.
    LG Susanne

  7. Frederick kannte ich noch nicht und es muss eine wahrhaft herzerwärmende Geschichte sein. Schön, was Du in Deiner Schatzkiste hast und tatsächlich suchen im Herbst die Augen fast hungrig nach den Resten des Sommers.
    Ich wünsche Dir einen farbenprächtigen Herbst!
    Steinreiche Grüße
    Helga

  8. Liebe Beate, das sind wunderbare sonnige Fotos… Ich hab mittlerweile schon ein bisschen mehr orange und rot in meinen Blickwinkel gemischt und geniesse das Bunte in der Natur :-)… Die Geschichte hört sich sehr schön an, wie heisst denn das Buch? Das ist doch nicht nur für Kinder, denke ich:-)… Liebe Herbstgrüsse zu Dir, Andrea

  9. Hallo Beate,
    waren das noch Zeiten mit Frederic. Die habe ich vor einem Vierteljahrhundert auch schon meinen Töchtern vorgelesen und soo gern gemocht.
    Wir sind wohl letzte Woche mit den gleichen Augen in der Natur losgezogen.Schöne Aufnahmen hast Du gemacht. Ich habe mich so darüber gefreut, was es alles noch an kleinen Schätzen zu entdecken gab. Augenblicke für die Seele, gespeichert und aufgetankt für andere Zeiten.Damit lässt es sich so manchen grauen Tag überstehen.
    Herzliche Grüße zu Dir und noch einen schönen restlichen Sonntag wünscht Dir
    Joona

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