Gedanken zum Jahreswechsel

Je länger ich hier auf dieser Erde lebe, desto weniger bedeutend erscheint mir das Silvester Fest. Früher war ich da emotional sehr beteiligt und ich verband mit diesem Ereignis viele Hoffnungen und je nach seelischer Verfassung vielleicht auch Befürchtungen.
Inzwischen ist mir bewusst, dass es eigentlich nur die Erinnerung daran ist, dass wir im Fluss des Lebens mit schwimmen. Es lässt sich nichts festhalten! Wenn ich es dennoch krampfhaft versuche, füge ich mir im Grunde selber Verletzungen und damit auch Schmerzen zu.
Das was wir an Silvester erleben geschieht Tag für Tag, Minute für Minute und Sekunde für Sekunde: Übergang.
Jeder Augenblick ist so gesehen wie ein neues Leben.
Diese Erkenntnis kann sehr tröstlich sein, denn ich habe jeden Moment die Möglichkeit meinem Leben einen neuen Anstrich zu geben, es ist nie zu spät!

Also denn: AUF ZU NEUEN UFERN !

Siegel der Liebe

0 Gedanken zu „Gedanken zum Jahreswechsel

  1. Liebe Beate, das sind wundervolle Worte und Gedanken… Ich habe schon lange mit Silvestervorsätzen aufgehört – jeder Tag ist gut, eine Veränderung zu beginnen, wenn man sie denn beginnen möchte. Trotzdem empfinde ich den Silvesterabend und Mitternacht immer als etwas ganz Besonders; es ist eine ganz besondere Stimmung und alle Menschen erleben das irgendwie gemeinsam… Wenn dann noch ein schönes Feuerwerk mich jedes Jahr wieder zum Staunen und Bewundern bringt und ich im Kreise lieber Menschen bin, dann tanke ich viel positive Energie auf… Alles LIebe für Dich, für jeden neuen Tag, herzlichst Andrea

  2. Liebe Beate,
    ähnliche Gedanken zu Silvester teile ich gern mit dir. Für uns ist es seit 6 Jahren ein Absitzen zu Hause, denn unsere Dackel leiden unter der Knallerei und es kostet alle Mühe, sie zu beruhigen.
    Ich bin immer heilfroh, wenn der ganze Zauber vorbei ist und man einen Schlussstrich darunter setzen kann.

    Also, schwimmen wir zu neuen Ufern.
    Einen lieben Gruß,
    Anna-Lena

  3. ich hatte eine ähnliche erkenntnis am flug meines letzten urlaubs nachhause, als ich (zum 1. mal) urlaubstagebuch geschrieben hab. das morgen ist ungeschrieben. lebenszeit. nichts festhalten können. ja diese dinge beschäftigen mich auch immer wieder.

    ich habe begonnen deinen neuesten artikel zu lesen und bin dann hier heruntergekommen. mir gefallen deine worte auf dem bild. und ich bin zwar denke ich noch etwas jünger als du, aber es geht mir mit dieser feierlichkeit bereits ähnlich.

  4. Liebe Beate,

    natürlich ist es so, dass Silvester nichts anderes ist, als jeder andere Tag auch. Man kann jederzeit neu anfangen, was vergangen ist, ist vergangen. Immer und zu jeder Zeit.
    Mit dem Geburtstag ist es ja auch nichts anderes. Man wird nicht ein Jahr älter, sondern so wie jeden Tag, nur einen Tag älter. 🙂
    Dennoch, für mich ist es so, dass es mir ein gutes Gefühl gibt, einen festen Tag zu haben, an dem ich noch mal einen Blick auf das Vergangene werfe und es so besser loslassen kann. Eine Tradition sozusagen. Einen Schlussstrich ziehen und neu anfangen. Man kann das natürlich auch an jedem anderen Tag, auch mehrmals im Jahr, oder auch täglich tun. Ich tue das in der Regel am Jahresende, weil es für mich so passt.
    Man kann ja trotzdem noch jederzeit loslassen und neu beginnen. 🙂

    Schöner Text.

    Liebe Grüße,
    Martina

  5. Deine Gedanken finde ich so zutreffend und wahr, dass ich gar nichts anfügen will. Der Silvester hat auch für mich und meine Frau schon seit langer Zeit keine Bedeutung mehr, wir verbringen ihn wie jeden anderen Abend auch. Da wir immer bei offener Balkontür schlafen, mögen wir die Knallerei vor und nach Mitternacht auch nicht besonders gut und die Luft schmeckt nach dem Feuerwerk auch nicht besonders frisch.

  6. Liebe Beate,

    das hast du wunderbar ausgedruckt ..ja, der Fluß des Lebens ..und jede Sekunde bietet eine neue Chance, das ist ein ungemein tröstlicher Gedanke.

    Wir haben Silvester gefeiert, weil die Feier in unserem Urlaubspaket mit inbegriffen war, und es war wirklich klasse – aber genau zum Jahreswechsel haben wir die Feier verlassen (gegen 20 vor 12 bis halb eins – und auch vorher haben wir immer wieder geschaut) und waren bei Lisa im Apartment, wegen des Feuerwerk-Krachs. Zum Glück war es dort vergleichsweise ruhiger, als zuhause, und das war ja auch der Hintergrund, warum wir an die Ostsee gefahren sind, weil wir es dort ruhiger vermutet haben. Diese Böllerei muß ich nicht haben …

    Loslassen, was man liebt ..es ist so schwer. Ich hab Schwierigkeiten damit, neige dazu, festhalten zu wollen, wider besseres Wissen. Das werd ich auch noch lernen müssen…

    Liebe Grüße und alles Gute für dich,
    Ocean

  7. ich war an silvester ganz alleine .. in eine warme decke gekuschelt meine beiden katzen auf den beinen 😀 habe ich einen film geschaut der bewusst von ca 23.30 – 01.30 lief . Ich brauche silvester nicht. Ich mag keine pläne und wünsche und vorsätze für das neue jahr. Die kann ich wie du schon schreibst jeden tag haben:)

    ich bin einfach nur dankbar für alles was ich habe tagtäglich .. ich bin dankbar das meine lieben bei mir sind – auch wenn sie biz verteilt wohnen – man sollte über jeden tag glücklich sein. Wie oft schon ging ein mensch aus dem haus und kam nicht mehr zurück! Das leben und das glück sind so unendlich kostbar .. es kann jederzeit zerbrechen .

  8. Liebe Beate,
    da hegen wir ja die gleichen Gedanken und ähnliches schrieb ich auch im Sylvesterpost.
    Aber so völlig unaufgeregt bin ich deshalb trotzdem nicht, auch wenn ich nicht mehr feiere. Die Vorfreude auf jeden dieser einzelnen 365 kommenden Tage bleibt, auch wenn das Datum letztendlich unerheblich ist. Im Nachhinein erinnern wir uns an die Jahre oder nur an ganz besondere einzelne Tage.
    Dir wünsche ich jedenfalls noch ein ganz besonderes neues Jahr für Dich und dass Du jeden Tag genießen magst
    Herzliche Grüße Joona

  9. Wir haben mit Gänsewein angestoßen. Dabei sind mir echt Tränen hochgekommen. Das ist ein inniger, emotionaler Moment, wenn dann die Glocken vom Kölner Dom läuten (per Fernsehen).
    Denn unsere Glocken sind bei dem Getöse leider nicht zu hören.
    Aber schnell danach war wieder Alltag. Wir planen auch nichts, hoffen halt auf Gesundheit, Und wissen, dass in diesem Jahr Änderungen auf uns zukommen werden.
    Heute hat die weihnachtliche Zeit durch das Weihnachtskonzert aller unserer musikalischen Gruppen eigentlich schon ihr Ende erlebt. Obwohl sie noch eine Woche bleibt.
    Dir alles Liebe
    Bärbel

  10. Sehr gute Zeilen liebe Beate, so habe ich Silvester auch erlebt und dann geben wir dem neuen Jahr, den Anstrich, den es eventuell braucht.
    Dir alles Gute für das neue Jahr und ja,….viele schöne Glücksmomente.

    LG Mathilda ♥

  11. Liebe Beate,

    ich hatte zum Jahreswechsel ähnliche Gedanken. Was dieser Tag früher für mich bedeutete, hat sich, seit mein Mann nicht mehr lebt, total verändert. Es ist kein Schlusspunkt, Wendepunkt, Neubeginn oder was auch immer. Es ist ein Tag, an dem der alte Kalender durch einen neuen ersetzt wird und sich schreibkrammäßig etc. wieder etwas ändert. Zudem vergeht eh alles im Eiltempo. Was ist eine Woche, ein Monat, ein Jahr? Imgrunde nichts mehr im Vergleich zu früher. Insofern spürte ich auch keinerlei veränderte Emotionen an Silvester. Ein Tag wie jeder andere … das Leben geht weiter … und morgen ist schon wieder der 7. Januar.
    Für die, die das anders sehen und empfinden, freut es mich. Jeder, wie er mag. Es gab auch für mich eine Zeit, an der ich um Mitternacht mit Sekt auf das neue Jahr anstieß, Wünsche und Pläne äußerte und dabei ein paar Tränen der Rührung vergoss. Aber für mich hat Silvester keinerlei Bedeutung mehr. Wünsche, Hoffnungen, Ängste … sind auch nach Silvester die gleichen. Vielleicht liegt es ja wirklich am Alter, ich weiß es nicht.

    Lieben Dank für deinen Besuch und die freundlichen Gedanken, über die ich mich sehr gefreut habe.

    Ich wünsch dir eine gute Woche,
    liebe Grüße, die Waldameise

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