Still

Dieser Begriff ist als Wochenthema für Paleicas Magic Monday vorgegeben.
Ich habe das Thema in Wort und Bild umgesetzt.Das Foto ist in den letzten Tagen des alten Jahres entstanden.

2013-12Stille ist für mich in zunehmendem Maße zum Lebenselexier geworden.
Seit einigen Jahren genieße ich die Stille um mich herum, wenn ich tagsüber alleine zu Hause bin.
Ganz selten läuft da mal das Radio oder der Fernseher.
Stille hat sicher nicht nur mit den Geräuschen im Außen zu tun, sie ist eine innere Haltung.
Wenn ich nicht gut bei mir bin, dann kann Stille unangenehm sein, eher ein Gefühl von quälender Leere.
Bin ich ganz bei mir bin, dann ist es wohltuend still, ein Zustand in dem ich mich als in mir ruhend empfinde.
Damit es wohltuend still in mir wird, ist es unerlässlich, dass ich auch und gerade die unangenehmen Gefühle annehme, zulasse, sie ohne Abwehr durchfühle und damit verwandele. Wenn ich sie ablehne, loswerden will, dann verstärken sie sich und brodeln in mir. Ich bin dann aufgewühlt un kann nicht zur Ruhe kommen.

Ein Baum ist da für mich ein wunderbarer Lehrmeister. Er lehrt mich, wie ich aus der Tiefe schöpfen kann und kraftvoll ins Licht meiner Bestimmung entgegenwachsen kann.
Er lehrt mich die Hingabe an das Leben, verwurzelt in der Tiefe hält er den Stürmen des Lebens stand. Selbst wenn er beschnitten wird oder ein Sturm ihm Äste entreist, sammelt er neue Energie und wächst immer wieder aufs Neue.

In diesem Sinne wünsche ich mir und Euch allen, dass wir in diesem Jahr immer wieder  der Stille in uns Raum geben.

 

 

0 Gedanken zu „Still

  1. Ich mag Stille sehr, wenn ich schreibe oder lese oder blogge. Ich habe ganz ganz selten Musik an. OHne kann ich mich besser konzentrieren. Hier auf dem Land habe ich auch von draußen nur wenig Geräusche. Ich bin ja meistens auch den ganzen Tag mit Pepper allein. Aber inzwischen genieße ich das sehr.
    Fernseh gucke ich trotzdem gern. 🙂 Ohne das geht gar nicht. Dafür liebe ich Filme zu sehr. Beim Bügeln z.B., da wäre es mir sonst zu langweilig, ich bügle auch nicht gern und da lasse ich mich gerne vom Fernsehen ablenken. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

  2. Liebe Beate,

    ein wundervoller Text über die Stille und das bewußte Annehmen, Durchleben und auch Verwandeln negativer Gefühle – der Teil berührt mich besonders, weil ich damit Probleme habe ..mit dem Annehmen. Ich arbeite daran ..

    Stille brauche ich manchmal auch, ganz bewußt, daheim .. Im Auto höre ich allerdings meistens Musik. Sehr genieße ich die Stille im Wald …

    Ganz liebe Grüße und Wünsche schickt dir
    Ocean

  3. Stille ist auch für mich ganz wichtig geworden. Das brauche ich als Ausgleich zum Dauerlärmpegel in der Schule oder auch als Gegenpol des alltäglichen, oft hektischen Lebens.

    LG Anna-Lena

    • Das kann ich sehr gut nachvollziehen! Ich habe ja bevor meine Töchter zur Welt kamen im Kindergarten gearbeitet. Als meine Jüngste dann auch in den Kindergarten ging, wurde mir klar, dass ich schon allein wegen dem Geräuschpegel nicht mehr im Kiga arbeiten wollte.

  4. Also seit ich für mich lebe, habe ich KEINE Glotze, ganz absichtlich nicht. Denn warum soll ich dafür, dass ich angelogen werde auch noch Geld bezahlen. Oft lasse ich die Stille auf mich wirken, denn es gibt auch keinen Radio in der Wohnung. Wenn ich Musik haben möchte, dann ist das eine ganz bewußte Sache: hingehen eine CD auswählen und abspielen lassen. Im Polo gibt es auch keinen Radio, denn meine Tante wollte es damals eben so. Es macht mir überhaupt nichts aus die Stille zu geniessen. Wer heute eine Auto kauft, der wird automatisch mit Musik berieselt, schon beim Umdrehen des Zündschlüssels fängt das Gedudel an. Ich habe 6 Monate Stille im Auto und das finde ich gut.
    Eine gute woche für dich.
    Salut
    Helmut

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