Gedankenwolken

Gedankenwolken

Stetig baue ich an meinem Gedankengerüst,
das mir festen Halt bietet.
Mein Horizont ist überschaubar
und ich wähne mich in Sicherheit.
Ich habe mich eingerichtet,
so wunderbar leicht und luftig,
eingehüllt in meine Gewohnheiten.
Im selbst erbauten Käfig sitzend
zieht das Leben an mir vorbei.
Mal wolkig, mal heiter.

(C) Beate Neufeld

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Viele Menschen, die in meine Entspannungskurse kommen, klagen über das ständige Gedanken- Karussell, das in ihrem Kopf fast unaufhörlich rotiert.
Auch mir ist das nicht fremd. Im Laufe meiner Entwicklung habe ich gelernt, damit umzugehen. Es gelingt mir mal mehr mal weniger gut, daraus auszusteigen.
Trotz wiederkehrender „Rückschläge“ konnte ich immer wieder erfahren, dass das „wahre Leben“
hinter oder zwischen den Gedanken wohnt.
Ein innerer Kraftraum eröffnet sich mir, wenn ich den Zugang dazu finde.
Wo ist dieser Zugang, wirst Du vielleicht fragen.
Überall, wo ich ganz bei mir bin.
Es bringt gar nicht, dies ständig kreisenden Gedanken abzulehnen oder sie bekämpfen zu wollen.
Je mehr ich mich gegen sie zu wehren versuche, desto stärker werden sie.
Wenn ich aber die Position des Beobachters einnehme, wenn ich mich in die Stille begebe und mir solche Fragen stelle wie z.B.:
“ Welcher Gedanke taucht wohl als nächster auf? “
“ Welche Farbe hat mein nächster Gedanke ? “
“ Aus welcher Richtung kommt mein nächster Gedanke? „,
dann kann ich beim aufmerksamen Beobachten feststellen, dass es immer wieder Lücken zwischen den Gedanken gibt. Dieser raum der Stille birgt das, was ich hier “ das wahre Leben “ nenne.
Ich kann diesen Raum auch betreten, wenn ich mich auf die Stille konzentriere, die hinter allen Geräuschen wohnt. Mittlerweile kann ich diesen Raum auch wahrnehmen, wenn es noch so geschäftig um mich herum ist. Einfacher ist es zugegebenermaßen, wenn ich mich in einem ungestörten Raum alleine befinde. In dieser Form habe ich zu üben begonnen.
Immer öfter gelingt es mir nun, auch im Trubel diesen Raum zu „betreten“.
Das Wunderbare ist, dass ich ihn immer bei mir habe, ich muss ihn also nicht lange suchen.
Der Schlüssel liegt im Einlassen auf das oder auch im Loslassen von dem was mich „gefangen“ hält.
Diese Erkenntnisse sind natürlich nicht “ auf meinem Mist “ gewachsen. Frank Kinslow mit seiner “ Quantenheilung“ ,aber auch vor allem Eckart Tolle mit seinem Buch: “ Jetzt – Die Kraft der Gegenwart “ sind mir sehr wichtige Wegweiser.

Euch allen wünsche ich immer wieder kraftvolle und heilsame Momente.

7 Gedanken zu „Gedankenwolken

  1. Mir gefallen Deine Gedanken zum Gedankengerüst. Wir sind oftmals gefangen in unseren Gedanken, glauben keinen Ausweg zu finden und kommen aus diesem Sog nicht heraus.
    Den Kopf frei zu bekommen ist wichtig. Das ist leichter gesagt als getan, viele Menschen können das nicht.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Liebe Kerstin, ja genau so wie Du es beschreibst, als Sog, habe ich es auch schon oft erlebt. Der reißt einenit und umso anstrengender scheint es da raus zu kommen. Dabei ist oft der Weg da hinaus nicht im Kämpfen sondern im Los- und Zulassen zu finden.

Ich freue mich über deinen Kommentar.