Mein innerer Schweinehund heißt Harry

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Bildquelle: (c) phoddoschopp/pixelio.de

Darf ich vorstellen: Das ist Harry, mein innerer Schweinehund.
Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass ich mit ihm Bekanntschaft machte, und dass ist sehr verwunderlich, denn ich weiß heute, dass er praktisch schon immer bei mir war.
Früher habe ich mich selbst dafür verantwortlich gemacht, wenn ich keine Lust hatte und unangenehmen Betätigungen aus dem Weg gegangen bin.
Dann fühlte ich mich schlecht und schimpfte mich selber faul.
Heute weiß ich ganz genau wer so einen schlechten Einfluss auf mich hat und mich zu solch liderlichem Verhalten anstifteten will.
Er ist der Übeltäter, mich trifft keine Schuld!
Aber seit ich ihn enttarnt habe, hat sich einiges in meinem Leben verändert.
ICH LASS MIR DOCH VON DEM NICHT IN MEINE ANGELEGENHEITEN HINEINFUSCHEN!
Zunächst habe ich viel Energie darauf verschwendet, seine penetrant aufdringliche Stimme zu ignorieren. Aber das ist mir nur ganz selten gelungen.
Neuerdings habe ich eine sehr wirksame Strategie entdeckt:
Ich lasse mich jetzt auf einen Dialog mit ihm ein.
Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich bin wirklich so verrückt und spreche mit ihm.
Das hat einen entsprechenden Vorteil, ich habe die Chance ihn im Gespräch mit meinen Gegenargumenten zu überzeugen.
Ich gebe ja zu, dass ich diese Strategie nicht immer anwende, denn es kann schon ein wenig anstrengend sein, mit ihm zu diskutieren. Aber ich weiß, dass er letztendlich schnell aufgibt, wenn ich ein Thema mit ihm einmal ordentlich „durchgeackert“ habe.
Also zum Beispiel das Thema Training im Fitness – Studio.
Da hat er mich auf folgende Weise mit seiner nervigen Art belästigt:
“ Neee, du kannst heute nicht da hingehen, dein Kreislauf ist nicht in Schuss, du hast doch eh schon leichte Kopfschmerzen, das tut dir nicht gut, die werden nur schlimmer vom Training! “
Da habe ich ihm aber ein Schnippchen geschlagen, in dem ich argumentierte:
“ Weißt du was, das kannst du ja gar nicht wissen, ich werde es einfach ausprobieren. Ich geh jetzt hin, und wenn es wirklich nicht gut tut, dann kann ich immer noch heimgehen! “
Und was soll ich Euch sagen: Er hatte mich angeflunkert, wollte nur nicht alleine daheim auf der Couch liegen, er hat es nämlich viel lieber, wenn ich mich daneben lege und ihm den Bauch kraule!
Aber damit ist jetzt Schluss!
Na ja, ab und zu braucht er ja auch seine Streicheleinheiten, soll ja schließlich auch “ nicht leben wie ein Hund „, aber nicht immer und zu jeder Zeit und nur dann, wenn ich auch will! 😉

Und wie heißt Euer innerer Schweinehund, falls Ihr einen habt?

13 Gedanken zu „Mein innerer Schweinehund heißt Harry

  1. Ich glaube, ich sollte meinem auch einen Namen geben, er setzt sich immer auf die Türschwelle, wenn ich laufen gehen will und lässt mich bei schlechtem Wetter einfach nicht raus. Wenn er einen Namen hat, dann könnte ich ja auch mit ihm diskutieren……
    Jetzt hab ich mir erst einmal für „nasses Wetter“ neue Laufklamotten gekauft und hoffe, dass diese den Schweinehund aus dem Weg treiben…..

    Irgendwie bekommen wir das schon hin, habe mir fest vorgenommen im Herbst neu durchzustarten, denn wer rastet, der rostet.
    LG und Danke für diesen aufmunternden Blogbeitrag
    Susanne

  2. So was von witzig geschrieben,liebe Beate, ich bekomm das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.Meine Erfahrung mit Tieren,- ich verlier oft gegen ihren beharrlichen Willen.
    Mein innerer Schweinehund ist ein Vielfraß, weil das die einzige Tierart ist,die ich nicht mag und bei der ich nicht so schnell weich werde.Sein Name ist „Fatz ab!“

  3. Hi hi, klasse, liebe Beate. 🙂
    Meiner hat gar keinen Namen. 🙂 Aber er ist dick und fett, und wenn ich mich neben ihn auf die Couch setze, dann rutsche ich sozusagen runter, direkt an seine Seite und komme nicht mehr hoch. 🙂

    Herzliche Grüße,
    Martina, die sich vielleicht mal eine Diät für den Schweinehund überlegen sollte 😀

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