Nichts Weltbewegendes

Ich ertappe mich immer wieder dabei, in eine Schreibblockade zu verfallen, weil ich mir denke, dass es nichts Interessantes zu berichten gibt. Dann stieß ich vorgestern auf einen Artikel bei Facebook. Er handelte vom Zaudern. Darin heißt es unter anderem: “ Pssst, ich verrate Ihnen jetzt das grosse Geheimnis der Schriftstellerei: Die besten Ideen kommen einem beim Schreiben, nicht beim Nachdenken. “ Diese Erkenntnis lässt sich auch auf allgemeine Lebensbereiche übertragen.  Es wurde darin beschrieben, dass das Nachdenken bis zu einem gewissen Grad nützlich ist, aber wenn wir zu lange darin verweilen, wird es zum Grübeln und Zaudern und lässt uns schnell in eine Blockadefalle laufen. Also kurz gesagt: Die Umsetzung einer Idee lässt sich nicht theoretisch in Gedanken vorweg – „leben“, nur im Handeln wird sie lebendig und bietet uns die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, was natürlich die Möglichkeit Fehler zu machen einschließt. Als ich den Artikel las, konnte ich mich in vielen Passagen wiedererkennen. Deshalb habe ich heute beschlossen „einfach drauf los zu schreiben“ und siehe da, es sind schon erstaunlich viele Worte geworden. Also erzähle ich von meinem ganz normalen Leben, nichts Weltbewegendes; aber es gibt ja nun auch zur Zeit, wie ich meine, mehr als genug, was die Welt bewegt und durcheinander rüttelt. Für mich ist es aus diesem Grund ganz besonders wichtig, immer wieder gedanklich zur Ruhe zu kommen. Dabei hilft mir zum Beispiel das Malen und Zeichnen. Ich habe die Zentangle Technik für mich entdeckt und abgewandelt. Mein neues Bild zeigt ein geliebtes Motiv von mir, das ihr ja schon  auf anderen Bildern gesehen habt:

Heute habe ich ein Gericht aus meiner Kindheit in etwas veränderter Form nachgekocht: Salzkartoffeln die grob zerstampft werden und mit einem Eisbergsalat samt Salatsauce vermischt werden. Ich habe  dazu Eier gegessen, früher gab es immer Wienerwürstchen dazu. Wahrscheinlich klingt die Beschreibung für die meisten von euch gar nicht so lecker. So ist das nun mal, es gibt solche Gerichte die nur der mag, der sie als Kind schon kennengelernt hat. Gibt es für euch auch solche?

Priska ist inzwischen eine richtig alte Dame, die es gerne besonders kuschlig und bequem hat. Da habe ich ihr eine seniorengerechte Schlafstatt hergerichtet. Ein Schafsfell als Deckenunterlage. Dann noch zwei Kopfkissen, weil Priska es angenehm findet, sich manchmal auf das Kissen zu legen und dann wieder gerne ganz flach liegt.

Ich mag es, beim Spaziergang am Wegesrand kleine Schönheiten zu entdecken, die nicht auf den  ersten Blick auffallen. Am Sonntag waren es diese Gänseblümchen, deren Rosafärbung ich ganz bezaubernd fand.

Die Unterseite zeigte ein kräftiges Pink.

Mit meinem letzten Fotomotiv vom vergangenen Sonntag verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal.ü

12 Gedanken zu „Nichts Weltbewegendes

  1. Gerade diese nicht weltbewegende Beiträge mag ich am liebsten. Priska ist wie unserere Tapsy jetzt eine ältere Dame (Tapsy ist jetzt 13 und entwickelt immer mehr Eigenheiten, die wir aber an ihr lieben). Dein Gericht kenne ich nicht, würde ich aber sofort essen. Ich bin in meiner Kindheit mit einem Möhreneintopf groß geworden (Möhren und Kartoffeln durcheinander gekocht und grob zerstampft). Den koche ich auch heute immer mal wieder….. zum Leidwesen meiner Familie (die ihn aber trotz Murren isst), doch ich esse ihn immer wieder gerne 😉
    Die kleinen Naturschönheiten wie Gänseblümchen erfreuen mich auch immer am meisten und Dein letztes Foto erinnert mich an ein Foto vom Rhein, welches ich bei einem Ausflug Anfang April gemacht habe.
    Deine Schnecke finde ich total schön. Mit der Zentangle-Technik habe ich auch schon geliebäugelt (ich stelle mir das sehr entspannend vor), aber ich habe zu viel andere Dinge, die ich machen möchte (nähen, lesen, fotografieren), so dass ich das Malen erst einmal aufs Eis gelegt habe. ALLES geht einfach nicht.
    LG Susanne

  2. Bei mir ist das auch so, die besten Ideen kommen beim Schreiben. 🙂 Wenn ich einfach irgendwas schreibe, kommt oftmals meine Muse Mirabella. 😉 Sie mag es gar nicht, wenn ich ohne sie schreibe. 🙂
    Leider komme ich seit Felix viel zu wenig zum Schreiben, und somit habe ich auch weniger Ideen. Ich hoffe, dass sich das im Laufe der Zeit wieder ändert.
    Liebe Grüße,
    Martina

  3. Ein wunderbarer Post hast Du geschrieben. Du sprichst mir aus dem Herzen. Zaudern ist auch bei mir ein Thema, merke, aber-wie Du in Deinem Post geschrieben hast- dass Gedanken fließen, wenn man anfängt zu schreiben.
    Ein großes Bussel an Priska.
    Viele Grüße an Dich
    Priska

  4. Liebe Beate,
    dies ist ein sehr, sehr schöner, anregender Post. Das Essen mache ich nach. Habe ich noch nie so gelesen.
    Über das Zaudern könnte ich auch eine Menge erzählen. Es gibt nicht immer etwas spannendes zu erzählen. Aber man freut sich doch immer, wenn man etwas lesen kann.
    Eine schönen Resttag wünscht dir
    Irmi

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