Der Glückspilz steht auf dem dritten Platz

Wir neigen dazu uns mit anderen Menschen zu vergleichen und das hat Einfluss auf unsere Befindlichkeit.
Vergleiche können aufbauend sein, wenn wir nach unserem Ermessen besser dabei weg kommen als der Andere oder zumindest  nicht schlechter.
Wenn wir den Anderen im Vorteil wägen, haben wir immerhin noch die Möglichkeit ihm sein Glück zu gönnen und das fällt verhältnismäßig leicht, wenn wir unser Leben rückblickend betrachten können und in unserer Erinnerung auf bereits erlebte Sonnenseiten stoßen. Oder wenn wir positiv und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen können, nach dem Motto: „Man kann  ja nicht immer Glück haben, aber das wird schon wieder! “
Ich habe gerade die Lektüre des Buches: „Glück kommt selten allein “ von Dr. med. Eckart von Hirschhausen abgeschlossen.
Dieses Buch bot mir viele anregende, nachdenkenswerte und inspirierende Impulse. Oft habe ich geschmunzelt und manchmal laut gelacht.
Ich stimme nicht in allem aber in vielem mit ihm überein und kann das Buch weiterempfehlen.
Nachdem ihr meine Sätze gelesen habt, könnt ihr den Zusammenhang der Überschrift in Bezug auf das Thema Glück wahrscheinlich deuten.
Herr von Hirschhausen beschreibt es  etwa folgendermaßen :
Den ersten Platz bei einem Wettbewerb  zu belegen macht kurzfristig glücklich, aber das Glücksgefühl ist nicht von Dauer, weil es nun keine Steigerung mehr gibt, besser geht nicht mehr!
Der zweite Platz bietet Potenzial für große Unzufriedenheit, denn wir waren doch so kurz vor dem Ziel, nur noch ein kleines Quäntchen Glück hat gefehlt.
Der dritte Platz hingegen lässt nach hinten viel Spielraum, wir können uns glücklich schätzen noch mit auf der Siegertreppe zu stehen und können all die vielen Mitstreiter bedauern die es nicht mehr geschafft haben, besonders die auf dem vierten Platz.
Herr von Hirschhausen hat einen speziellen Humor,  naja das ist auch schon wieder ein Vergleich, genau genommen hat jeder Mensch einen individuellen Humor oder eben auch nicht.
Wie dem auch sei, zum Schluss noch ein wie ich finde sehr wichtiger Satz aus dem Buch:
“ Liebe dich selbst, dann können die anderen dich gernhaben. “
Ach da fällt mir noch etwas ein. Ich bin vor ein paar Tagen durch eine Facebookfreundin auf ein Live Video aufmerksam geworden, in dem eine Mutter über die Fragen ihrer Kinder erzählt. “ Mama was bedeutet hässlich? “
Sie antwortet darauf: „Hässlich gibt es gar nicht, hässlich ist nur ein unfreundliches Wort! „

 

 

 

 

7 Gedanken zu „Der Glückspilz steht auf dem dritten Platz

  1. Liebe Beate, ich mag Dr. med. Eckart von Hirschhausen sehr. Schon vor Jahren habe ich ihn live erleben dürfen. Das war super. Inzwischen habe ich seine Bücher alle (glaube ich) als Hörbücher gehört. Es lohnt sich. Ich bin schon mein halbes Leben oder mehr immer wieder damit beschäftigt, meine alten, negativen Glaubenssätze zu überwinden. Das ist verdammt schwer. Aber es lohnt sich, dran zu bleiben. Selbst wenn man schon über Sechzig ist. Auch mein Bullet Journal hilft mir dabei und so manche Videos von anderen Bullet Journalists (meistens englische), die sich ebenfalls darüber Gedanken machen. Oh, ich könnte dazu jetzt noch sooooooooo viel schreiben :-))
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,
      ich denke es ist eine Lebensaufgabe, alte eingefahrene Muster und Glaubenssätze Stück für Stück durch neue zu ersetzen. Aber ich sehe es wie du, es lohnt sich zu jeder Zeit!
      Schöne Grüße zum Wochenende.

  2. Was für ein feiner Artikel, liebe Beate,
    meiner Meinung macht es sich der liebe Doktor Hirschhausen ein wenig zu leicht, aber das liegt sicher nicht nur an ihm, sondern vor allem am Them,a und natürlich am Sendeformat.
    Der Satz über das Hässlichsein, den finde ich einfach nur toll!
    Lieben Gruß
    moni

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