Loslassen

Ich weiß schon gar nicht mehr, wie es sich anfühlt unbeschwert zu sein. Wenn ich aufwache spüre ich schon dieses angespannte Grummeln im Solarplexus was  mir das Durchatmen erschwert.
Ich will sie weghaben die unangenehmen Gefühle, die auf meiner Seele lasten. Tagein, tagsaus frage ich mich, wie ich bloß den Knopf zum Abschalten finden kann. Ich  bin so damit beschäftigt loslassen zu wollen, dass ich gar nicht mehr registriere, dass Loslassen das Gegenteil von Aktion ist. Ich aber bin in Aktion, betreibe Hochleistungssport um mich gegen das zu wehren was mich belastet, weil ich endlich meine Ruhe haben will und wieder mit  Leichtigkeit und Freude, Lebenslust und Kraft durch das Leben gehen möchte.
Vor ein paar Tagen wurde mir bewusst, dass ich mein Ziel nur dann erreiche, wenn ich bereit bin, den Weg zu gehen, durchzugehen, mich nicht länger daran vorbei zu mogeln. Der Weg führt durch diese unangenehmen Gefühle hindurch, sie wollen gesehen und beachtet werden. Nun übe ich mich darin, sie jeden Morgen zu begrüßen, sie „an die Hand zu nehmen“ und zu sagen:  “ Schaun wir mal, was wir heute miteinander erleben. “

Vielleicht fragt ihr euch, was mich belastet. Nur soviel: Es hat mir Priskas sehr wechselhaftem Gesundheitszustand zu tun und damit, dass ich mich mit dem Gedanken anfreunden muss,  irgendwann über kurz oder lang eine Entscheidung treffen zu müssen, die ich niemals treffen wollte. Ich weiß nicht wie es kommt und wann es kommt und was richtig ist weiß ich schon gar nicht.
LOSLASSEN, ZULASSEN, SEINLASSEN.

Heute geht es ihr gut, meiner kleinen Herzenshündin.

12 Gedanken zu „Loslassen

  1. Mein Herz krampft sich wieder zusammen bei deinen Worten. Keiner, der sich einen kleinen Welpen ins Haus holt, will an spätere Entscheidungen denken. Nein, nicht mein Hund … Ich kenne diese Gefühle und wenn Johnny auch nur mal komisch läuft oder schaut, dann bekomme ich schon Panik.
    Ich hoffe und wünsche, dass Priska noch ein Weilchen bleiben kann. Ohne Schmerzen, ohne Sorgen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  2. Oh je, das hört sich nicht gut an 🙁 Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Unserem kleinen Racker merkt man auch das Alter immer mehr an. Das macht mir auch sehr viel Angst.
    Ich drücke Dich!
    Liebe Grüße
    Angela

  3. Liebe Beate, wie sehr fühle ich mich angesprochen, ja angerührt von deinem Text…..auch ich kenne dieses unangenehme Gefühl – Grummeln im Sonnengeflecht, Luftanhalten usw. ……und es hilft nur eins, wie von dir erkannt, anzunehmen, zulassen, loslassen, seinlassen……bei mir hängt es mit dem Tod meines ältesten Sohnes zusammen und letztendlich auch mit Emma, die Epilepsie hat.

    • Liebe Gisela, deine Zeilen berühren mich und machen mich betroffen. Du weißt wovon du sprichst. Ich wünsche auch dir ganz viel Kraft und Segen und für Emma einen lieben Krauler.❤

Ich freue mich über deinen Kommentar.