Besuch bei den Schafen

Am zweiten Tag meines Besuches in Leipzig sind wir in ein kleines Dorf am Rande von Leipzig gefahren. Dort hat der Nabu Leineschafe, oder besser gesagt eine Nachzüchtung dieser seltenen Schafrasse. Gudrun durfte sich dort vom geschorenen Schaffell etwas mitnehmen. Die Elke hat sich schon Sorgen gemacht, weil ich das Wort „Fell“ benutzt habe. Ich möchte deshalb hier noch einmal betonen, dass alle Schafe noch lebendig sind und sich des Lebens erfreuen!
Bevor wir zum Gelände der Nabu kamen, sahen wir noch einige andere Schafe, der Name der Rasse ist mir entfallen:

Die Leineschafe waren nicht auf der Weide sondern im Stall, denn sie hatten noch Junge.

Zuhause angekommen zeiget Gudrun mir, wie aus dem Schaffell Wolle entsteht. Das war sehr spannend anzuschauen. Das ist natürlich ein aufwendige Prozedur und ist nicht an einem Tag zu bewerkstelligen. Das Schaffell wurde zunächst von groben „Schmutz“ befreit,d. h, von dem was sich so im Schaffell sammelt. Hier ein Blick in den Sack, in dem wir das Fell mitgenommen hatten.
Dann wurde es in warmem Wasser und ein wenig Seife eingeweicht und gewaschen und schließlich zum Trocknen aufgehängt.
Am nächsten Tag wurde das getrocknete Fell nochmal ein wenig auseinandergezogen und dabei lösten sich noch einige Schmutzpartikelchen, wie Strohreste, etc. Dann wurde es in die Kardiermaschiene gelegt, sie hat zwei Walzen, die mit kleinen Nägeln gespickt sind und die sich in entgegengesetzter Richtung gegeneinander drehen.
Dabei ensteht das Wollflies. Aus diesem Flies wir dann die Wolle gesponnen.
Diese wird nochmal gewaschen und hier seht ihr, wie die fertige Wolle zum Trocknen aufgehängt wurde. Sie war wunderbar weich und duftete nach meinem Empfinden sehr angenehm ganz leicht nach Schaf.

Ich habe noch ein bischen was zu erzählen und zu zeigen von meinem Besuch in Leipzig. Demnächst also mehr.

8 Gedanken zu „Besuch bei den Schafen

  1. Ach wie niedlich, die Schafe haben derzeit alle Kleine, obwohl manche doch schon größer sind.
    Im Urlaub an der Nordsee habe ich so viele Schafe gesehen wie noch nie und musste dabei an Gudrun denken.
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

  2. Huhu, liebe Beate.
    Mein Wäscheständer ist immer noch ständig ausgelastet. Die Leineschafwolle ist. so herrlich weiß und weich. Leider legt keiner mehr Wert auf die Wolle und so hat man sich keine große Mühe bei der Schur gegeben. Aus der Wolle, die ich säubern konnte, muss wieder etwas Besonderes werden. Mal sehen.
    Die braunen Schafe sind Kamerunschafe. Sie müssen nicht geschoren werden, verlieren ihr Winterfell alleine.
    Herzliche Grüße schicke ich dir.

    • Aah Kamerunschafe, ja der Name war mir tatsächlich entfallen. Oh was, die verlieren ihr Winterfell. Das ist ja interessant, wusste ich auch noch nicht, dass es Schafe gibt, die nicht geschoren werden müssen.
      Wunderbar weiß und weich. Ja ich konnte mich selbst davon überzeugen.
      Und dieser herrliche Duft, mmmh!

  3. Liebe Beate,
    du schreibst immer vom „Fell“. Ich denke doch, dass für die Wolle keines der Schafe sein Leben lassen musste. Also eigentlich ist es – hoffentlich – nur die Schafswolle. Das Spinnen ist bestimmt ein interessanter Vorgang. Ich finde so etwas handwerkliches immer faszinierend. Wie heißt denn das Dorf bei Leipzig? Verrätst du es mir?
    Herzliche Grüße – Elke

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