Was das Schneckenhaus zu erzählen hat

In unserem Garten fand ich ein leeres Schneckenhaus.

Seine einstige Bewohnerin hatte im Laufe der Zeit viele Eier gelegt aus denen zahlreiche Schnecken ins Leben geschlüpft sind.

Einst wurde auch sie genau wie jede ihrer Nachkommen mit einem winzigen Schneckenhaus geboren, das im Laufe des Lebens mit ihr gewachsen und als kleine Spitze erkennbar bleibt.

Mein Finger zeichnet die Windungen der Rillen von der Spitze bis zum Rand nach.

Während ich das Schneckenhaus in meiner Hand halte lausche ich seinen Erzählungen vom Werden und Vergehen, von Geburt und Tod und der Kraft des Leben die alles durchdringt.

Mir wird bewusst, dass in Allem was lebt bereits ein Hauch von Abschied spürbar ist. Anfang und Ende sind miteinander verwoben.

6 Gedanken zu „Was das Schneckenhaus zu erzählen hat

  1. Sehr einfühlsam sind deine Gedanken. Je älter wir werden, desto mehr kreisen die Gedanken um Anfang und Ende und setzen beide Fixpunkte mehr in Beziehung zueinander.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.