Die Datenschutzverordnung als Spaßbremse

In der zweiten Urlaubswoche habe ich so viel Schönes und Interessantes gesehen und erlebt, aber beim Durchsehen der Fotos habe ich festgestellt, dass ich keine wirklich eindrucksvollen Berichte erstellen kann, weil auf sehr vielen Fotos Menschen zu sehen sind, meist zwar weit weg, aber die neuen Datenschutzrichtlinien lassen mich davon absehen sie zu zeigen und der Spaß am Bloggen wird schon sehr davon beeinträchtigt.
Wir haben zwei Freilichtmuseen besucht, die beide auf ihre Weise sehenswert sind.
In dem Freilichtmuseen, das wir gestern besucht haben fand ein Thementag statt.
Es ging um die Zeit direkt nach Ende des zweiten Weltkrieges, die Zeit der Besatzung durch Amerika. „Living History nannte sich dieses Event, an zwei Tagen wurden den ganzen Tag über verschiedene Szenen, z.B. Schwarzmarkt, Typhusimpfung, usw. nachgestellt. Das Museum war die gesamte Zeit über belebt, d.h., in den Häusern und auf den Straßen spielten Menschen in der Zeit entsprechender Kleidung den damaligen Alltag nach. Es wurde in den Häusern gekocht, gebacken, gespielt, genäht… und, und und. Haushaltgegenstände, Kleidung, Spielzeug, alles Originale aus der Zeit.
Ein total faszinierendes Erlebnis war das für mich und ich kam mir vor, als sei ich in diese Zeit gereist.
Ein anderes Thema ist die Frage nach dem Sinn des Bloggens.
Diese stelle ich mir schon eine ganze Weile und bin noch zu keinem endgültigen Schluss gekommen.
Wer liest hier eigentlich, einige wenige treue Leser, die ihre Kommentare hinterlassen, aber ob und wer hier sonst noch liest weiß ich nicht?
Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar von euch und ich glaube für mich ist ein wichtiger Punkt warum ich blogge der Austausch den ich wertvoll finde.

12 Gedanken zu „Die Datenschutzverordnung als Spaßbremse

  1. Das Museum, in welchem das Leben im nach dem zweiten Weltkrieg nachgespielt wurde, hätte mich sehr interessiert, schade, dass Du die Bilder nicht zeigen konntest.
    Ich versuche auch keine Fotos mit Menschen zu zeigen und wenn wirklich mal Menschen drauf sind, dann pixel ich die Gesichter weg…..nun lese ich hier bei Dir, dass man sie evtl. wieder kenntlich machen kann. Ohgott, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht…..was für ein Mist. Vielleicht solltest Du Deinen Blog auch auf privat umstellen….., allerdings gehen Dir dann auch Leser „flöten“.

    Die Frage nach dem Bloggen stelle ich mir auch des öfteren…, denn auch bei mir werden die Kommentare weniger, wahrscheinlich weil ich aus Zeitmangel nur wenig blogge und neue Kommentare kommen nicht dazu, da ich privat bin.

    Aber die wenigen, die noch vorbeischauen, die liegen mir auch am Herzen und wenn man ganz mit dem Bloggen aufhört, verschwinden diese Kontakte auch…., also machen wir doch weiter, oder????

    • Liebe Susanne,
      das mit dem Verpixeln hatte ich vor den Neuerungen des Datenschutzes auch so gehandhabt und habe jetzt im Zusammenhang mit den Neuereungen gelesen, dass das keine Potion ist, aus besagten Gründen. Ich finde das Ganze eigentlich auch ziemlich überzogen, aber für Einzelfälle ist es wahrscheinlich wichtig, dass es solche Bestimmungen gibt.
      Ich mache weiter mit dem Bloggen ,genau aus dem gleichen Grund wie du. Ich grüße dich herzlich:
      Beate

  2. Hallo Beate,
    jetzt bin ich gerade ein bisschen erschrocken. Der letzte Kommentar hier ist von Mathilda und zwar vom 16.September um kurz vor Mitternacht. Wie kann das sein? Ihr Tod macht mich sehr traurig.
    Mit der Datenschutzverordnung hast du natürlich recht. Es ist kompletter Mist – wie so vieles. Ich selbst blogge auch nicht mehr so häufig. Irgendwie wurde alles schon mal gesagt und fotografiert. Und es kostet viel Zeit. Ich hatte dir ja schon auf Facebook geschrieben, dass mir die Kurzmeldungen dort fast lieber sind. Ich weiß, dass du anderer Meinung bist. Aber auf Facebook habe ich inzwischen mehr Feedback als über über die Blogs. Es ist nicht die schiere Anzahl, die mir wichtig ist, aber die Leute melden sich eher mal überhaupt. Vermutlich werde ich das Bloggen immer weiter reduzieren. Es gibt so viel anderes, was man machen kann.
    Liebe Grüße – Elke

  3. Mit den Fotos ist das so eine Sache, ich versuche immer, keine Menschen mit drauf zu haben oder ich stelle die Bilder erst gar nicht ein, aus bekannten Gründen.
    Auch, wenn nicht alle kommentieren, bin ich sicher, dass du eine große Zahl Leser hast. Bleib bitte dabei, liebe Beate, denn in erster Linie schreibt man doch für sich selbst, weil es Spaß macht und weil man eine Möglichkeit hat, seine Gedanken und Bilder „zu parken“ . Und glaube mir, wie auf einem richtigen Parkplatz halten immer wieder Leute an, steigen aus, schauen und fahren weiter…

    LG Anna-Lena

  4. Hallo Beate,

    Wegen den Menschen die zufällig auf den Fotos erscheinen mache ich mir keine großen Gedanken. Die die groß im Vordergrund erscheinen werden verspielt. Die im Hintergrund betrachte ich als “Beiwerk“.

    Dass Du dich mit dem Gedanken trägst das Bloggen einzustellen finde ich schade. Natürlich Leben unsere Blogs von den Stammlesern. Trotzdem stelle ich in letzter Zeit fest, dass auch immer wieder neue Leser hinzustoßen. Wie Du weißt habe ich ja meine Blogs aufgeteilt. Die Blogs neben meinem Hauptblog werden Recht sparsam besucht. Jedes mal darauf hinzuweisen, dass es neue Beiträge gibt ist auch blöd. Ich überlege mir deshalb. meine Blogs zusammen zu legen. Mal sehen.

    Ich hoffe Du bleibst uns treu.

    Liebe Grüße
    Harald

    • Danke für deinen Kommentar. Eine Frage, was meinst du mit „verspielt“? Ich weiß nicht, ob ich das zu eng sehe, übervorsichtig bin? Ich habe mal gelesen, dass selbst Gesichter zu verpixeln, wie es früher erlaubt war, nun auch nicht mehr anerkannt wird. Also habe ich gefolgert, dass die Gesichter von Menschen, die auf dem Foto in „normaler“ Ansicht nur ganz winzig im Hintergrund zu sehen sind beim Heranzoomen ja durchaus zu erkennen sind und deshalb das Foto nicht gezeigt werden darf.

  5. Bei einzelnen Personen im Hintergrund pixel ich die Gesichter weg, aber bei großen Menschenmassen ist das schwierig.
    Man weiß nie wer alles mitliest. Unseren großen Sohn haben sogar schon Freunde angesprochen, die meinen Blog lesen. Da war er verdattert, schaut er doch selbst kaum mal rein 🙂
    Liebe Grüße in den Nachmittag von Kerstin.

    • Ja aber gerade was das Verpixeln angeht, diesbezüglich habe ich mal irgendwo gelesen, dass das „nicht genügt“, da das mit entsprechender Kenntnis wieder rückgängig gemacht werden kann.
      Ach es ist alles so undurchsichtig und kompliziert.

  6. Ja, es ist schon ziemlich kompliziert, obwohl ich sehr viele Blogs besuche, die Menschen ganz nah und auch von vorne zeigen.
    Selber habe ich jetzt aber dabei keine Kümmernisse, denn ich frage die Menschen, ob ich sie fotografieren darf, habe sogar Visitenkarten, die ich dann ausgebe.Fast jeder freut sich, fotografiert zu werden und ist nicht gegen die Veröffentlichung.
    Mit dem Bloggen ist es bei mir auch so, zumal es viel Zeit kostet.
    Konsequente Blogrunden mache ich auch schon lange nicht mehr, nur mal ab und zu.
    Alles Liebe von Mathilda ♥

    • Liebe Mathilda, das Problem sind nicht Menschen, die ich bewusst fotografieren würde sondern die, die so mit drauf kommen. Als ich zum Beispiel in dem ersten Museum den sehr beeindruckend großen Marktplatz fotografierte, da saßen ganz hintem im Eck Leute draußen am Kaffee, die erkennt man natürlich nicht auf dem Foto, aber wenn man es zoomt. Es ist halt schwierig.

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