Ein Tag im Freilichtmuseum Wackershofen

Heute nehme ich euch mit auf unseren Rundgang durch das Freilichtmuseum Wackershofen  (bei Schwäbisch Hall), den wir im September in unserem Urlaub machten.
Uns erwartete dort eine schöne Überraschung, denn wir kamen mitten in ein Event von dem wir nichts wussten. Bisher hatten wir eine Veranstaltung solcher Art noch nie miterlebt. Unter dem Motto: Living History wurde das Museum an diesem Wochenende im wahrsten Sinne des Worteszum Leben erweckt. Das Thema war die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, die Besatzung durch die Amerikaner. Ihr seht das Faltblatt in der Galerie. Es waren einegroße Anzahl an Menschen, die sich originalgetreu gekleidet hatten. Viele Häusern waren originalgetreu eingerichtet, Militärfahrzeuge fuhren durch das Museum, die Darsteller bewegten sich innen und außen und spielten das damalige Leben nach. Sogar in dem alten Gasthaus, in dem wir zu Mittag aßen, kam plötzlich ein Ehepaar in „Verkleidung“ und setzte sich an den Nachbartisch, die Frau hatte in einem Leinentuch ein Brot eingepackt.
Es fanden zu verschiedenen Zeiten Veranstaltungen wie z.B. ein Schwarzmarkt statt und man konnte beobachten, wie die Bevölkerung von den Soldaten kontrolliert wurde.
Alles sehr lebendig und beeindruckend, ich fühlte mich tatsächlich in diese Zeit hinein versetzt. Mit einer Frau die mitmachte habe ich mich unterhalten und erfuhr, dass die ganze Veranstaltung von vielen einzelnen Gruppierungen insziniert wurde, und dass das alles ehrenamtliches Engagement ist. Sie sagte, dass es für sie ein Urlaub vom Alltagsleben sei, sie genieße es, einmal ohne Smartphone zu sein.
Man konnte Frauen und Männer bei handwerklichen Tätigkeiten beobachten. In einem Zimmer mit Spielsachen saß ein kleines Mädchen am Boden und spielte mit Glasmurmeln, Musik erklang, es roch nach frisch aufgebrühtem Kaffe und gebackenem Brot. Der Ofen war noch warm.
Ich kann natürlich wegen der Datenschutzbestimmungen längst nicht alles zeigen, aber ich denke es sind doch genügend Fotos übrig geblieben, die einen ganz guten Eindruck vermitteln können.

 

10 Gedanken zu „Ein Tag im Freilichtmuseum Wackershofen

  1. Danke fürs Mitnehmen, ich habe mir alles zweimal angesehen, denn die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg interessiert mich immer sehr.
    Wie unterschiedlich doch die Zimmer bzw. Häuser auch damals waren, anfangs zeigst Du ein Schlafzimmer mit unverputzten Wänden und später das Zimmer von dem kleinen Mädchen schon recht vornehm mit Tapete und Kindermöbeln.

    Hat mir richtig gut gefallen.
    LG Susanne

  2. Ich finde die ganz troll eine solche Veranstaltung durchzuführen. Das kann der Nachkriegsgeneration einen kleinen Eindruck von dem Leben damals geben. Natürlich kann das nur mit Einschränkungen geschehen. Ich gehe davon aus, dass auch die Darsteller erst nach Kriegsende geboren sind. Danke für den interessanten Bericht.
    Einen schönen Abend für Dich.
    Liebe Grüße
    Harald

    • Ja, die Darsteller entsprangen natürlich nicht dieser Generation. Aber ich denke, dass sie sich schon intensiv mit dem ganzen Geschehen auseinander gesetzt haben.
      Einen schönen Abend auch für dich.

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