Nachlese des Sommers

Nun hab ich ‚nen Ohrwurm, denn als ich mich besonnen habe, was ich heute schreiben möchte, fiel mir ein munteres Kinderlied ein, dass ich früher sehr gerne mit meinen Kindergartenkindern gesungen habe: „Der Herbst, der Herbst , der Herbst ist da, er bringt uns Wind, heihussassa. Schüttelt ab die Blätter, bringt uns Regenwetter, heißahussassa, der Herbst ist da! Wahrscheinlich habe ich das hier schon mal erzählt, aber egal. Außerdem wiederhole ich mich sicher, wenn ich betone, dass ich den Herbst sehr liebe. Aber davon genug, denn ich bin eigentlich total vom Thema abgeschweift, möchte ich euch doch noch die letzten Fotos vom nun vergangenen Sommer zeigen. Wenn ich ein Motto wählen wollte, dann würde es lauten: „ Sonne tanken“.

In diesem Sommer habe ich mir sehr oft Zeit genommen, um in der Natur zu verweilen und Sonne zu tanken, so dass ich jetzt das Gefühl habe, dass ich mit meinen „Sonnenvorräten“ gut über die dunklere Jahreszeit kommen werde.

Diejenigen die mich hier öfter besuchen, kennen ihn inzwischen fast genauso gut wie ich: Den Schwanenweiher. Er heißt so, obwohl ich hier schon ewig keinen Schwan mehr gesichtet habe, zumindest keinen echten!

Aber dieser hier ist einer von Zweien, die die Umrandung einer Bank bilden, die am Ufer zum Verweilen einlädt. Oft genug habe ich hier gesessen, um mich in Gedanken jederzeit an diesen Ort zurück spüren zu können. Ich mache das gerne mal zur Entspannung. Das wirkt Wunder: Einfach bequem hinsetzen oder legen, Augen schließen und mit den inneren Augen diesen Ort aufsuchen. Ich kann dann auch die Sonne auf der Haut spüren, den Geruch wahrnehmen, die Geräusche hören. Es ist wie ein kleiner Miniurlaub für die Seele.

Die Kanadagänse haben hier wohl auch noch einmal ausgiebig Kraft getankt für ihren weiten Flug. Beim nächsten Besuch des Weihers in der vergangenen Woche waren sie schon ausgeflogen. Eine sonderbare Ruhe lag über dem Wasser.

Jetzt kann ich sogar schmunzeln, wenn ich dieses Bild anschaue, aber beim ersten Mal, nachdem ich vom Ausflug zum Weiher nach Hause kam und sah, dass ich die zweite Sonnenblume „ abgeschnitten“ hatte, da habe ich mich richtig geärgert. Meine Enttäuschung war sogar so groß, dass ich am nächsten Tag bei der Einkaufsfahrt noch einen kleinen Umweg in Kauf nahm, um noch einmal mit „besserer Kamera“ ein Fotosession im Sonnenblumenfeld abzuhalten. Was soll ich euch sagen: Danach war die Enttäuschung noch größer, denn diese Fotos waren überhaupt nicht gelungen. Ach was soll’s, ich zeig es trotzdem, denn mir gefällt die stattliche und vor Leben strotzende Sonnenblume vor dem sattblauen Augusthimmel so gut. Sonnenblumen zeigen es uns ganz deutlich, wie es funktioniert, mit dem Sonnetanken.

Eine kleine „Welt“ für sich bilden die den Weiher umgrenzenden Bäume. Mich beeindruckt es immer, wenn ich daran denke, wie lange Zeit sie hier schon leben. Sie scheinen sich im Wasserspiegel zuzunicken und zu raunen: „Ja, nun ist er bald da, der Bruder Herbst und wird uns ordentlich rütteln und zausen. Aber das macht uns nichts, wir lassen es geduldig und ohne Angst geschehen, weil wir um das Wunder des ewigen Kreislaufes wissen: Während der Ruhepause im Winter reift schon neues Leben in uns heran, dass nur darauf wartet im Frühling den Weg ans Licht zu finden.“

Beinahe hätte ich noch zwei Videos, die ich auf YouTube hochgeladen habe, hier zu zeigen. Das erste zeigt einen Rundumblick mitten im Feld. Ich liebe meine zweite Heimat!

Beim zweiten Video nehme ich euch mit durch die Wingertzeile (Weinreben) vom oberen zum unteren Ende. Ihr werdet merken, dass so eine Zeile ganz schön lang sein kann. 😉

8 Gedanken zu „Nachlese des Sommers

  1. Wie herrlich sind deine Bilder und Gedanken zum vergangenen Sommer…..fein, dass du deine schönen Erlebnisse abgespeichert hast und somit immer wieder aufrufen kannst!
    Auch ich mag den Herbst mit seinen Farben und wunderbaren Lichtstimmungen sehr!

    Schönen Sonntag und lieb e Grüße
    Eva

  2. Hallo Beate,

    ich mag den Herbst auch sehr gerne. Oft gibt es noch angenehme Temperaturen die einen schönen Spaziergang oder eine schöne Wanderung erlauben. Natürlich mag ich auch die herrlichen Farben die die Natur in ihrer Vergänglichkeit zu Tage bringt.

    In Kürze soll es ja einen Altweibersommer geben. Lassen wir uns mal überraschen.

    Liebe Grüße
    Harald

  3. Wie schön, liebe Beate,
    dass Du die Zeit genutzt hast, um ausreichend Sonne für die trüben Tage zu tanken. Das sind „gefühlte“ Erinnerungen, die man jederzeit wieder wach rufen kann, gell.
    Hab einen feinen Wochenstart,
    liebe Grüße
    moni

  4. Im Sommer war ich nicht viel draußen.
    Es war sogar für mich zu heiß. Immer mal kurz auf die Terrasse und den Blumen Wasser geben, das war es schon. Dabei liebe ich Wärme und den Sommer. Kann mich auch mit einem bunten Herbst arrangieren. Winter mag ich gar nicht
    Das Sonnenblumenbild gefällt mir sehr gut.
    Alles Liebe wünsche ich dir liebe Beate
    LG Mathilda ❤ ❤❤

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.