Worauf richte ich meine Aufmerksamkeit?

Der Pessimist findet überall Beweise dafür, dass die Welt schlecht ist und der Optimist lässt sich jeden Tag aufs Neue davon überzeugen, dass der Pessimist auf einem Auge blind ist.

Während meiner Weiterbildung zur Lehrerin für Stressprävention haben wir uns mit diversen Untersuchungen zur sogenannten „Unaufmerksamkeitsblindheit“ beschäftigt. Wer daran Interesse hat, kann hier und hier Informationen dazu finden. Mir ist dieses Thema heute in den Sinn gekommen, als ich den neuen Beitrag von Ruthie anschaute. „I see faces“ gibt es ja nun schon sehr lange Zeit und ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass Ruthie immer neue Gesichter entdeckt. Ich habe dann meine Aufmerksamkeit heute mal auf Entdeckungsreise geschickt und ,siehe da, es haben mich gleich zwei Gesichter angeschaut:

Ich habe mir bewusst keine Vorsätze für das neue Jahr gemacht, denn ich glaube daran, dass jeder Tag, jede Minute oder sogar Sekunde die Möglichkeit zum Neubeginn bietet. Nicht erst seit heute anlässlich des Jahreswechsels übe ich mich also in der Gelassenheit. „Die Köllner“ (zu denen ich mich auch zählen darf) drücken es wie folgt aus: „Et ess wie et ess und et kütt wie et kütt“. Will heißen: „ Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt.“

Mir ist ein gewisser Hang zur Kontrolle eigen, deshalb stellt mich mein „Naturell“ diesbezüglich immer wieder vor Herausforderungen. Annehmen was ist, bedeutet also auch, sich unangenehmen Gefühlen zu stellen, sich nicht gegen das was nicht zu ändern ist zur Wehr zu setzten und dabei unnötige Energien zu verschwenden.
Aber es soll auch nicht in eine resignierte Passivität oder Opferhaltung münden, daher gilt es zu erkennen wo Potential zur Veränderung ist. Und da sind wir wieder beim Thema „Unaufmerksamkeitsblindheit“. Ich möchte mich ganz bewusst auf die positiven Ereignisse des Lebens fokussieren, denn das weckt ungeahnte Kräfte die sich sinnvoll nutzen lassen, um nicht nur mir selbst das Leben sinnvoller und angenehmer zu gestalten. Ich werde sehen, welche Möglichkeiten sich auftun: Heute, morgen und an jedem neuen Tag.

17 Gedanken zu „Worauf richte ich meine Aufmerksamkeit?

  1. Ich wünsche dir ein Jahr ganz nach deinen Wünschen. Möge dir jedes Jahr ein Gesicht begegnen, dass dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

    Herzlich,
    Anna-Lena,
    auch vorsatzfrei!

  2. Das ist ein schöner Text! Und wie wunderbar, dass du dadurch so viele Gesichter gefunden hast – das freut mich natürlich besonders!

    Ich wünsche dir, dass du im neuen Jahr das Gute und Positive für dich sehen kannst!
    Liebe Grüße von Ruthie

  3. Liebe Beate. So ist es richtig: keine Vorsätze planen, die man dann am Ende vielleicht sowieso nicht schafft. Jeden Tag aufs Neue einfach alles auf sich zukommen lassen. Man kann ja auch von Tag zu Tag planen und sich was vornehmen.
    Komm gut durch das erste Wochenende des neuen Jahres.
    Herzliche Grüße von Kerstin.

  4. ei, jetzt ist mein kommentar weg. ich wollte sagen: das ist ein schöner text, dem ich total zustimmen kann und muss. dieses thema, man sieht die welt nicht wie sie ist, sondern wie man selbst ist, finde ich sehr spannend.

    ich hab ja schon länger keine „vorsätze“ mehr fürs neue jahr, sondern ein wort, das mich begleitet. das funktioniert irgendwie super, weil es für mich einen gewissen fokus bietet. letztes jahr zum beispiel hat sich das aber eben innerhalb des jahres auch geändert. man muss einfach flexibel bleiben und auf sein inneres hören.

    • Danke dir liebe Paleica, dein erster Kommentar war auch nicht im spam.
      Ich hatte mir auch zu Anfang eines Jahres einmal ein Wort erkoren, allerdings habe ich mich dann doch „ablenken“ lassen und habe es nicht weiter verfolgt.
      Deine Haltung, dennoch flexibel zu bleiben und es gegebenfalls zu ändern finde ich wichtig.
      Liebe Grüße zu dir.

      • ich versteh das, manchmal ändert sich einfach die perspektive im laufe des jahres und es bringt auhc nichts, krampfhaft dran festzuhalten, wenn es nicht mehr passt. ich tendiere dazu – aber ich lerne zum glück dazu 🙂
        alles liebe für dich!

  5. Ich sehe so vieles, kann es nicht ändern und werde nicht müde, es immer wieder zu versuchen. Das kostet Kraft, ja, aber die Schultern zucken und wegsehen kann ich nicht. Würde ich das tun, könnte ich auch anderes Schöne, was mich umgibt, nicht mehr wahr nehmen. Es lässt sich eine Ballance finden.
    Liebe Grüße an dich und ganz viel Erfolg bei all deinen Vorhaben.

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