Machen wir das Beste daraus

Heute sagte ich zu dem besten aller Ehemänner: „ Wenn ich derzeit so durch die Natur spaziere und diese friedliche Landschaft auf mich wirken lasse, diese Lebenskraft und Fülle, dann komme ich mir vor, als hätte ich eine Parallelwelt betreten“.

Das hier ist der Blick auf das Haardt-Gebirge von unserer Lieblingsbank aus, die (und noch einige andere) mein Mann selbst gebaut hat. Er ist der Bankier des Ortes sozusagen. :-0

Hier seht ihr den Weg wo die Bank steht. Wie gerne sitze ich hier und lasse die Seele baumeln! Kürzlich haben wir einen Rucksack auf unsere kleine Wanderung durch die Felder mitgenommen und hier ein Picknick gemacht. Ja,warum denn nicht, wir machen das Beste aus der derzeitigen Situation und wissen das, was uns das Leben an Schönem bietet, dankbar zu genießen. Es muss ja nicht immer ein Ausflug mit dem Auto zu einem unbekannten und verhältnismäßig weit gelegenen Ausflugsziel sein: Es tut auch die Bank am Ortsrand!

Eigentlich war ich mir schon immer darüber bewusst, wie gut es mit tut, auf dem Land zu wohnen, aber derzeit bekommt das Alles noch einmal einen ganz besonderen Stellenwert. Wir sind mit ein paar Schritten in der Natur und das ist wahrer Seelenbalsam.

Natürlich ist nicht ein Tag wie der Andere, es gibt auch bei mir Höhen und Tiefen und dann schlägt das Stimmungsbarometer auch mal Purzelbäume. So ging es mir kürzlich an meinem Geburtstag, als ich daran dachte, dass eigentlich mein Geburtstagswunsch nach schönem Wetter in Erfüllung gegangen ist, ohne dass ich dieses nun für die geplante Geburtstagsfeier im Hof mit 20 Gästen nutzen konnte. Außerdem fehlten mir insbesondere meine beiden Mädels sehr! Da flossen die Tränen und auch der nächste Tag war noch wie nebelverhangen. Aber das ist doch normal und darf auch so sein, nur nicht verdrängen, einfach rauslassen und sein lassen. Dann verfliegt die Trübsal und es ist wieder Platz für Sonnenschein.

Heute war ein ganz besonders schöner Tag.
Ich hatte in der Nachbarschaftsgruppe auf Facebook gelesen, dass eine Frau aus dem Nachbarort Minze, die sie aus ihrem Garten ausgegraben hat, zum Verschenken vor das Gartentor stellt. Da bin ich hingefahren und habe mir welche geholt. Die werde ich morgen gleich mal einpflanzen. Ein paar Ostereier habe ich gefärbt, dann waren Robert und ich auf unserer Runde. Danach haben wir im Hof gesessen und gelesen, gegrillt und ich bekam die Idee, eine kleine Osterüberraschung für eine liebe Freundin zu basteln. Gesagt, getan. Diese habe ich ihr dann heute Abend heimlich an die Haustüre gehängt.

Der kleine Bach, der durch unsere Felder läuft. Hier hat Priska sehr gerne gebadet.

So, nun grüße ich euch alle und proste euch zu mit meiner Lieblingstasse. Lasst es euch gut gehen und lasst die Osterfreude in euer Herz!

12 Gedanken zu „Machen wir das Beste daraus

  1. Liebe Beate, wunderbare Landschaften zeigst du hier. Danke. Wir wohnen nicht ganz so auf dem Land, aber sind auch schnell im Grünen. Es tut jedes Mal gut, wenn ich draußen bin, sei es mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
    Auf und Abs, ja, das verstehe ich und die Kinder nicht sehen zu können, muss sehr schwer sein. Das tut mir leid.
    Euer Bänkchen ist allerliebst und einladend.
    Ganz liebe Grüße, Priska

  2. Liebe Beate. Es hat sein Gutes, auf dem Land zu wohnen. Ab vor die Tür und schon können wir abschalten, entspannen, dem Trubel des Alltags entfliehen.
    Das ist ja schön, dass dein Mann diese Bänke baut. Da sitzt man sicher besonders gern und stolz darauf.
    Die Tasse ist zum Schmunzeln.
    Liebe Grüße von Kerstin, bei der es gerade anfängt zu nieseln.

    • Ich bin schon stolz auf meinen Mann, er ist ein total begabter „fast Alleskönner“. Diese Tasse verbreitet wirklich gute Laune. Kennst du diese lustigen Tassen Clips? Auf YouTube sind sie zu sehen.

  3. Hallo Beate,

    wo hast du denn die Tasse her? Das bestimmt ein seltenes Stück.

    Wir machen das Beste daraus. Was bleibt uns auch anderes übrig. Trotzdem gibt es Dinge dabei die einen traurig machen wie z.B. dein Geburtstag. Meine Frau musste ganz alleine feiern. Die Kinder wohnen auswärts und ich war im Krankenhaus. Wir haben dann wenigstens eine Videokonferenz gemacht bei der wir uns alle getroffen haben.

    Die Zeit muss man genießen. Ich habe das Gefühl alles ist viel ruhiger und entschleunigt. Der Anlass ist nicht angenehm.

    In der Zeit nach Corona wird es nach meiner Meinung viele Deutsche geben, die Deutschland neu entdecken, weil die ausländischen Urlaubsziele nicht zur verfügen stehen.

    Vielleicht haben wir dann auch neue Werte in der Gesellschaft wie z.B.

    Hilfsbereitschaft gegenüber Nachbarn und Alte oder auch im sonstigen täglichen Leben,
    Achtsamkeit auf Andere,
    Dankbarkeit an alle Personen, die in diesem schweren Zeiten sich für die Gemeinschaft aufgeopfert haben.

    In der jetztigen Situation merken wir erst wie viel wir täglich als gegeben voraussetzen und vergessen darüber die Leute die „den Wagen am Laufen“
    halten.

    Hab ein friedliches und schönes Osterfest.

    Liebe Grüße
    Harald

    Bleib gesund!

    • Lieber Harald, diese neuen Werte zu entdecken ist eines der ganz wichtigen und positiven Chancen durch diese Krise. Ich wünsche und hoffe auch sehr, dass das bleibt! Die Tassehabe ich vor Jahren mal geschenkt bekommen, weil ich die lustigen Clips mit den Tasse so sehr mag, man findet sie auf YouTube.
      Bleib du auch gesund.

  4. Liebe Beate,
    wer die Natur „vor der Haustür“ hat, ist jetzt natürlich reich beschenkt. Wie schön, dass ihr so feine Spaziergänge machen könnt. Bei uns sind sogar die Bänke abgesperrt!!!
    Gerade in dieser schwierigen Zeit kommt es auf die vielen kleinen Glücksmomente an, die wir geschenkt bekommen aber die wir auch verschenken, gell.
    Habt ein fröhliches und gesundes Osterfest,
    #herzlichst Grüße
    moni

    • Oh, die Bänke sind abgesperrt, das ist keine schöne Nachricht. Lebst du in einer Stadt? Ja die vielen kleinen Glücksmomente sollten wir nichtachtlos an uns vorbei ziehen lassen!
      Ganz liebe Grüße zu dir und bleib auch du gesund, liebe Moni.

  5. Du und die Tasse, ihr habt fast das gleiche Lächeln.
    Ja, liebe Beate, man darf auch mal schlechte Tage haben. Nach einem Regentag scheint die Sonne umso schöner. ❤

    Ich bin auch froh, auf dem Land zu leben. Besonders in dieser schwierigen Zeit. Ich kann jederzeit in den Garten und habe die Möglichkeit jederzeit mit Abstand spazieren zu gehen. Ich fühle mich nicht eingesperrt. Wie muss es Menschen gehen, die in der Stadt in einer kleinen Wohnung ohne Balkon leben. Da geht es uns wirklich gut.

    Alles Liebe für dich. ❤

    • Ja das ist wahr, uns geht es so gut und das sollten wir zu schätzen wissen! Ich denke auch öfter an die Menschen die in der Stadt, womöglich noch in Hochhäusern leben.
      Alles Liebe auch für dich.

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