Normalität?

Bei all den Forderungen nach Rückkehr in die Normalität frage ich mich, was Normalität bedeutet? Wenn damit der Zustand unserer Welt vor der Coronakrise gemeint ist, dann bin ich mir im Klaren darüber, dass ich das nicht mehr will!

Ich hatte in den vergangenen Wochen genügend Motivation mein bisheriges Leben einmal viel intensiver und aus völlig neuen Blickwinkeln heraus zu reflektieren.
Mir wurden in mancherlei Hinsicht „die Augen geöffnet“.

Ich denke es ist gut, wenn ich meinen Fokus vom „So nicht mehr!“ auf das „Wie möchte ich fortan leben?“ richte.

Da mag schon mancher Pessimist munkeln: „Warte du mal ab, das dauert gar nicht lange und schon sind alle guten Vorsätze vergessen, so ist der Mensch nun einmal. Er ist ein „Gewohnheitstier“ (was für ein seltsamer Ausdruck!) und von Natur aus sich selbst der Nächste! 

Ich möchte mich fokussieren auf das was meiner Seele gut tut, auf die Lichtblicke meines Lebens, denn das gibt mir die Kraft und Zuversicht weiter zu gehen, im Vertrauen darauf, dass jeder Schritt, und sei er noch so klein, mich meinem Ziel näher bringt. 

Ich möchte mutig und geduldig sein, denn es kommt nicht darauf an keine Fehler zu machen! 

Auf was kommt es denn dann an? Allgemeingültig kann ich diese Frage nicht beantworten,  sondern nur für mich selbst.
Mir hilft es sehr, wenn ich meine Erkenntnisse in Gedichtform niederschreibe. Ich habe das bisher in diesem Blog nicht so oft „gezeigt“, es gab dafür meinen Schreibblog Herzensauge. Der ist momentan auch noch online, aber ich tendiere dazu, mich nicht mehr „aufzuteilen“. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich daran arbeiten möchte, die Berwertungen ( auch über mich selbst ) loszulassen und mich ungefiltert so sein lassen möchte, wie ich bin. Es muss ja nicht jedem gefallen, es muss nicht jeder etwas mit meinem Geschreibles anfangen können. Jeder ist frei, hier im Blog zu lesen, zu überlesen oder auch nicht zu lesen…
Daher heute ein Gedicht, was kürzlich aus meiner Feder geflossen ist und zu meinen heutigen Gedankengängen passt:

das pure leben genügt

dein leben wird 
nicht besser
nicht schöner
nicht sinnvoller
nicht erfüllter
wenn du es
noch so sehr willst

dein leben ist
gut
schön
sinnvoll
erfüllt
wenn du
es nicht mehr willst

das pure leben genügt

Nun grüße ich euch recht herzlich und wünsche euch eine gute Zeit bis zum Wiederlesen.

12 Gedanken zu „Normalität?

  1. Liebe Beate. Uns alle hat die Krise zum Nachdenken gebracht. Doch so viel wird sich nachher nicht ändern, wir werden nur dankbarer sein. Reisen war so selbstverständlich, jetzt freuen wir uns über kleine Ausflüge.
    Das Miteinander fehlte, es fehlt noch und wird auch noch dauern. Unsere Freunde haben wir seit Monaten nicht gesehen, du deine Töchter nicht. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.
    Einkaufen, bummeln gehen, Einrichtungen besuchen – auch das werden wir nachher viel mehr schätzen.
    Gehen wir kleine Schritte und freuen uns über jeden Fortschritt. Wir werden sehen, was die Zeit bringt und was uns das Geschehene lehren wird.
    Liebe Grüße von Kerstin – schöne Fotos zeigst du uns!

  2. ich versteh sehr gut was du da ansprichst. also zuerst mal den blog nicht zu „teilen“. mir gehts auch grad so, allerdings mit instagram und dem blog – dass diese zwei identitäten voneinander getrennt sind war mir mal sehr wichtig, aber mit zunehmender zeit frag ich mich, ob das so gut ist und ob ich das noch so will oder wie ich damit umgehe.

    auch was die „normalität“ angeht. so viel hat sich ganz anders angefühlt, vieles schwingt langsam wieder zurück, aber einiges soll so nicht mehr werden. wir werden sehen, welche spuren diese monate letztendlich an unseren leben hinterlassen haben werden.

  3. Unsere Gedanken sind ähnlich, liebe Beate.
    Normalität – ja, das ist ein Begriff, den jeder für sich selbst definieren und nach Möglichkeit auch realisieren muss.
    Zeit zum Nachdenken und Abwägen und zur Neuorientierung haben wir ja nun, und auch wenn Corona unser Leben sehr bestimmt, liegt es an uns, unseren eigenen Weg zu suchen und zufinden.
    Positive Entwicklungen dieser Krise möchte ich auch beibehalten, sei es im menschlichen Miteinander, Erholung für Natur, Umwelt und Klima und neue Formen, die sich jetzt zwangsläufig ergeben (z.B. home office) kann für viele auch ein Modell der Zukunft werden …

    Ja, die Gedanken lassen sich fortspinnen…
    Ich wünsche dir, dass du deine Gedanken und Vorhaben für dich umsetzen kannst.

    Herzlich,
    Anna-Lena

    • Ja liebe Anna-Lena, genau diese positiven Entwicklungen in den Bereichen die du beschreibst, die habe ich auch bedacht. Ich glaube es lohnt sich, da dran zu bleiben. Auch kleine Schritte, die jeder von uns tut, führen zum Ziel.
      Alle guten Wünsche für dich, liebe Anna-Lena.

  4. Liebe Beate,
    da sich für mich während der letzten Wochen eigentlich gar nicht so viel verändert hat, wird es vermutlich auch ’normal‘ weitergehen. Die Dinge, die ich wirklich gut finde, die kann ich nicht beeinflussen (kein Fluglärm über unserem Haus, weniger Autos unterwegs …) Ich bin dafür anzunehmen, was kommt oder wenn möglich, die Dinge zu verändern, die ich nicht will, sofern das in meiner Hand liegt.
    Dein Gedicht habe ich aufmerksam gelesen und denke, ich verstehe es richtig. Kritisch betrachtet könnte man allerdings herauslesen, dass dein Leben erst gut ist, wenn du ihm ein Ende setzt (… wenn du es nicht mehr willst). Das hast du aber sicher nicht gemeint.
    Herzliche Grüße – Elke

  5. Hallo Beate,

    du fragst nach dem Begriff „Normalität“. Ja, was ist „normal“? Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ich gehe aber davon aus, dass wir den Zustand vor „Corona“ nicht mehr bekommen werden. Dafür ist durch diesen Virus zu viel passiert. Es wird eine neue Normalität geben, wie immer die auch aussehen wird.

    Corona hat sich so langsam aber sicher zu einem Alltagsthema entwickelt und wir wissen nicht wie lange wir noch mit diesem Feind zu tun haben werden. Den HIV-Erreger gibt es ja auch schon seit 1983 und es gibt ihn noch immer.

    Ich bin mal gespannt wo dein neuer Weg hingeht und was sich in deinem neuen Alltag ändert.

    Übrigens: Schöne Bilder hast du mitgebracht. Trotz aller Widrigkeiten zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite.

    Liebe Grüße
    Harald

    • Lieber Harald,
      ich kann es mir auch nicht vorstellen, dass es noch einmal genau so wie vor Corona sein wird. Ja ich bin auch gespannt, wo mein Weg mich noch hinführt. Ja so empfinde ich es auch, die Natur scheint unberührt von allen Widrigkeiten.
      Liebe Grüße zu dir.

  6. Liebe Beate,
    ich denke mal mit der Normalität ist es ähnlich wie mit der Wahrheit. Es gibt keine Definition für alle auf dieser Welt.
    Deine wunderschönen Fotos haben wir ein paar feine Momente geschenkt, Danke Dir♥
    Liebe Grüße und bleib weiterhin gesund
    herzlichst moni

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