Chillen üben

Heute Vormittag traf ich eine Freundin, die mir eine Begebenheit erzählte, die ich dann in folgende kleine Geschichte „verpackt„ habe:

Lina sah etwas besorgt in das erschöpfte Gesicht von ihrer Großmutter und sagte:
„Oma, du musst unbedingt mal Chillen!“
„Chillen, wie geht das denn?“, fragte diese verwundert.
Lina nahm ihre Oma einfach bei der Hand und zog sie mit nach draußen auf die Wiese. „Komm mit, ich zeige es dir!“
Sie ließ sich mit ausgebreiteten Armen auf der Wiese nieder und klopfte mit einer Hand neben sich: „Komm Oma, leg dich neben mich!“ 

Oma nimmt verdutzt aber ohne Widerspruch Platz und fragt: „Und jetzt?“
Lina erklärt: „ Ja da hast du jetzt verschiedene Möglichkeiten: Manche Menschen schauen einfach mal, was es um sie herum zu sehen gibt, andere schließen die Augen  und wieder andere schauen auf ihr Handy, aber ich empfehle dir, schau doch einfach mal in den Himmel und auf der Wiese herum.“
Nach kurzer Zeit sagt die Oma: „Puuh, das ist gar nicht so einfach!“ 
Da erwidert Lina in aufmunterndem aber leicht energischem Tonfall: „Oma, das musst du üben! Das schaffst du schon! Immer wieder üben!“

2 Gedanken zu „Chillen üben

  1. Für altere Leute ist diese Art von Beschäftigung schwer. In früheren Generationen waren die Alten immer am Arbeiten obwohl von 5-Tage-Woche und 8-Stunden-Tag noch keine Rede war.

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