Es gibt immer einen Weg

Es war einmal ein kleines Mädchen, das lebte schon Zeit ihres Lebens in einem kleinen Dorf. Sie wuchs behütet und gut umsorgt auf und war glücklich und zufrieden, denn sie hatte alles was sie brauchte. So wuchs sie heran und wurde immer mutiger und selbstständiger. Mit der Zeit hatte sie das Gefühl, dass sie nicht nur ihren Kinderkleidern entwachsen war, sondern sie fühlte, dass ihr auch das Heimat-Dorf zu eng geworden war. Also verspürte sie den Wunsch, hinaus zu gehen und die Welt zu erkunden. Als sie davon ihren Eltern erzählte wurde deren Miene sehr ernst und sie sprachen, dass ihr Wunsch sich niemals erfüllen könnte, denn es wäre unmöglich, zu einem anderen Ort zu gelangen. Der einzige Weg der aus dem Dorf hinaus führte, wäre von einem Baum versperrt, der mitten darauf gewachsen war. Dieser Baum sei schon uralt und stände dort schon seit sie denken konnten und schon dass ihre Eltern hätten von deren Vorfahren erfahren, dass es Gottes Wille sei, dass diese Grenze nicht überschritten wird, denn sonst hätte er dort keinen Baum wachsen lassen.

Als die Neugier und der Drang nach Freiheit in ihr weiter gewachsen war, machte sie sich eines Tages heimlich auf den Weg hinaus aus dem Dorf. Sie konnte schon von Weitem den Baum erblicken, der in der Ferne seine mächtige Krone mitten über dem Weg ausgebreitet hatte. Sie dachte bei sich, dass es schließlich nicht verboten sei, bis an den Baum heran zu gehen und ließ sich nicht aufhalten. Sie lief einfach weiter, Schritt für Schritt und als sie eine kleine Weile unterwegs war, traute sie zunächst ihren Augen nicht. Was geschah hier, der Baum schien sich mit ihr zu bewegen, denn je näher sie kam, desto mehr schob er sich zur Seite. Offensichtlich gab er den Weg Stück um Stück frei. Ihre Schritte wurden leichter und schneller und schließlich verschwanden alle Grenzen und ihr eröffnete sich eine völlig neue Welt. 

(C) Beate Neufeld

6 Gedanken zu „Es gibt immer einen Weg

  1. Deine Fotos passen wunderbar zu der schönen Geschichte. Worte und Bild habe ich jetzt gerne aufgenommen.
    Liebe Grüße an dich.

  2. Eine sher schöne Geschichte. Bei seinen Entscheidungen sollte man nicht auf andere hören, sondern selber deren Richtigkeit prüfen.

    Liebe Grüße
    Harald

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