Naturverbundenheit


In diesen Zeiten der Pandemie und den sich häufenden Naturkatastrophen ist der Warnruf unserer  Erde eigentlich unüberhörbar, aber wie viele Menschen sind bereit hinzuhören? Werden wir endlich die not-wendigen Konsequenzen ziehen? 

Ich konzentriere mich heute bewusst auf das, was jeder einzelne Mensch jetzt sofort tun kann, um eine Veränderung in Gang zu setzen und bin überzeugt davon, dass es nur so gehen wird, wenn jeder bei sich selber beginnt! Da ist jeder noch so kleine und  vermeintlich unbedeutende Schritt wichtig! Wenn wir unseren Blick anstatt immer wieder fassungslos und anklagend nach „oben oder außen“ auf diejenigen die das politische Geschick unserer Welt lenken, zu wenden, einmal bei uns bleiben, dann können wir aus der Opferrolle heraus treten und spüren, dass wir ganz und gar nicht machtlos sind. 

Natürlich ist es gerade im Hinblick auf  die kommende Bundestagswahl essentiell wichtig, sich die Wahlprogramme der einzelnen Parteien genauer anzuschauen und verantwortungsvoll eine Wahl zu treffen. 
Aber heute möchte ich einmal einen ganz anderen Ansatz wählen. 
Das Wort Naturschutz ist in aller Munde. Aber wie wollen wir unseren Natur schützen, wenn wir den Bezug zu ihr fast gänzlich verloren haben?
Wieviel Zeit verbringen wir denn noch in der Natur?

Anstatt eine Naturdokumentation im Fernsehen anzuschauen wäre ein Ausflug in den Wald vielleicht ein guter Einstieg. Womöglich denkt der ein oder andere von euch, dass wenn überhaupt schon einmal das Interesse für eine solche Dokumentation geweckt ist, wir dann schon einen großen Schritt weiter sind als diejenigen, die ihre Zeit mit Computerspielen totschlagen? Ich denke es macht keinen allzu großen Unterschied, denn eine Beziehung lebt von der lebendigen Begegnung von Angesicht zu Angesicht. 

Deshalb finde ich, dass der erste Schritt damit beginnt, dass wir die Verbindung zur Natur wieder bewusst aufnehmen: Naturverbundenheit!
Wie kann diese Verbindung wachsen?
Indem ich mir die Zeit nehme die Natur mit allen Sinnen zu erleben!
Die Rinde des Baumes oder den Wind auf meiner Haut fühlen.
Den Duft des Waldes oder der Blumen riechen.
Das Plätschern des Baches oder die Stimme des Vogels hören.
Die Farben der Äcker oder die Wolkenbilder am Himmel sehen. 
Das heimische Obst in seiner Vielfalt oder die Süße des Honigs schmecken.

Ich möchte hier besonders auf die „Schatztruhe des Waldes“ hinweisen.
Wer in den Wald eintritt, dem eröffnet sich eine ganze Welt. 
Wenn wir uns ganz und gar  auf dieses Erlebnis einlassen, können wir aus seinem  Reichtum schöpfen.
Wer mehr dazu lesen möchte folgt dem Link.

Hinter den zarten Geräuschen lässt sich die Stille zunächst vielleicht nur ahnen, aber wenn wir beharrlich und aufmerksam bleiben, dann lässt sie sich erlauschen.
Welch eine Wohltat, die Seele darf aufatmen!
Der holzig herbe Duft des Waldes entspannt die Nerven. 
Die vielfältigen Grüntöne wirken gleichzeitig belebend und auch beruhigend.
Dein Tastsinn freut sich Über die Weichheit des Moses oder die Zartheit der Blätter, die Rauigkeit des Baumrinde oder die erfrischende Kühle des Wassers im Bach. 
Wann hast du dir zuletzt dieses Erlebnis gegönnt: Nur im Hier und Jetzt da- sein, nichts anderes tun als hören, fühlen, schmecken, tasten?

4 Gedanken zu „Naturverbundenheit

  1. Ja, ich liebe es auch, in der Natur zu sein,liebe Beate. In der „Kathedrale Wald“ zu sein,- heilt. Wir können, jeder für sich, viel für unsere Umwelt,die Tiere und unsere Mitmenschen tun.Jeder gute Gedanke, jedes gute Wort und helfende Tat bewegt etwas, wie ein Stein der in den See fällt, breiten sie sich wie Wellen aus und verändern Leben.
    Du hast das hier so wunderbar beschtieben liebe Beate, danke. Ich danke dir auch für die herrlichen Naturbilder,sie sind ein Augenschmaus.♡
    Alles Liebe.
    Helga

  2. Ich brauche das liebe Beate. Draußen sein. Riechen, Sehen, Hören, Fühlen. Zu meinem Mann sage ich immer im Spaß: Wenn ich mal im Rollstuhl sitzen sollte, dann fahrt mich morgens raus und holt mich abends wieder rein. Nur nicht im Kämmerlein sitzen, abschotten, verkümmern. Ich muss raus.
    Nur bei der Hitze der letzten Woche war ich nicht weiter wie bis im Garten. Heute regnet es und ich wünsche mir kühlere Tage, an denen ich wieder meine Walkingrunden drehen kann.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Ja, so geht es mir auch: Die Vorstellung nicht mehr hinaus zu können finde ich grauenhaft! Hier ist es zur Zeit recht kühl, für die Jahreszeit, allerdings die hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht so wohltuend. Ich grüße dich und wünsche dir einen frohen Sonntagabend. Für mich ist gerade Sauna-Zeit.

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