Abendgedanken

20.15 Uhr
Ich sitze in unserem Hof.
Es ist wieder Stille eingekehrt, nachdem in den vergangenen Tagen unsere beiden Kinder zu Besuch bei uns waren.
Ein wenig Wehmut schwingt noch in mir nach.
Mein Blick geht nach oben und ich beobachte das Stück Himmel über mir.
Wolken schweben langsam vorrüber.
Schwalben ziehen munter ihre Kreise.
Ein sanfter Wind streichelt mein Gesicht.
Das Leben fließt unablässig weiter, es gibt keinen Halt und kein Zurück, die Wolken zeigen es mir.
Ich lasse es geschehen.
Mir kommt mein derzeitiges Lieblingslied in den Sinn, in dem es heißt:
„… und ich will vertraun wie ein Vogel im Wind, der niemals fürchtet, dass er fällt…“
Ich summe die Melodie leise vor mich hin.
Die Wehmut ist mit den Wolken fortgezogen.
Meine Gedanken die zuvor noch unruhig hin und her geflattert sind, haben sich beruhigt.
Es fühlt sich an, als wenn ich wieder zu mir selbst nach Hause gekommen bin.

Wie gut es mir immer wieder tut, einfach da zu sitzen und die Wolken zu beobachten.
Das ist eines meiner liebsten Entspannungsrituale.
Vor längerer Zeit habe ich eine Bildkarte gestaltet, die zu meinem heutigen Beitrag passt.
Wenn ihr mal „rüberhüpfen“ mögt, in meinen Schreiblog Herzensauge, dann könnt ihr sie sehen.
Alles Liebe für euch, bis bald.

Eins folgt dem Anderen auf dem Fuß

Heute ist der Gutschein samt Verpackung, den ich euch gestern unbemalt gezeigt hatte,fertig geworden. Morgen wird er dann verschenkt.


Der beste Ehemann von allen sah die Bastelei und gab gleich noch eine Gutscheinverpackung bei mir in Auftrag.
Ich will jetzt mal nicht weiter verraten für wen.

Diese Bastelei ist einfach und sehr schnell fertiggestellt. Man braucht nur ein mehr oder weniger großes Stück Wellpappe oder Tonkarton o.ä. Wie das Ganze übereinander gefaltet ist und mit Klettband/-punkten beklebt wird, seht Ihr auf den Fotos.



Vielleicht habt Ihr ja auch irgendwann Lust einen Gutschein auf  diese Art zu verschenken.

Stress und was man dagegen tun kann

Heute morgen hatte ich Frühdienst und kam um 14.30 Uhr ziemlich“ platt“ nach Hause. Es war ein ziemlich stressiger Arbeitstag, aber das ist nicht die Regel, zum Glück!
Das schwüle schweißtreibende Wetter tut sein Übriges. Aber nachdem ich es mir seither gemütlich gemacht hatte, zunächst im Hof in der Hängematte, dann im Sessel mit meiner derzeitigen Lektüre, habe ich nun sogar meiner Kreativität freien Lauf gelassen und habe einen Konzertgutschein gebastelt, der morgen noch Farbe bekommt.
Ich wollte heute noch einen Bericht hier schreiben, weil mein Bruder meinen Blog auf einen neuen Server umgezogen hat, und ein Test erforderlich ist.
Deshalb nutze ich die Gelegenheit und zeige euch schon mal die Rohform:

Nun wünsche ich euch einen schönen Sonntagabend und sage Tschüß bis demnächst.
Ich bin nun völlig entspannt, so als wäre nix gewesen.;-)

Bootsfahrt in Leipzig

Weiter geht es mit meinem Reisebericht aus Leipzig. Am zweiten Tag war ich mit der Gudrun am Kulkwitzer See. Nähere Informationen findet Ihr z.B.  bei Wikipedia.

Es war ein richtig hochsommerlich anmutender Tag Mitte Mai. Es waren sogar schon einige mutige Menschen im See schwimmen, obwohl das Wasser sicher trotz der hohen Außentemperaturen noch sehr kalt war.
Am nächsten Tag haben Gudrun und ich eine Bootstour unternommen.
Wir hatten das Glück, die einzigen Mitfahrer zu sein, so dass wir eine Privatführung  bekamen. Interessante, abenteurliche und auch malerische Eindrücke konnten wir genießen. Wir fuhren unter zahlreichen Brücken hindurch, eine war so niedrig, dass wir uns mit dem Kopf auf den Tisch legen mussten um unbeschadet darunter hindurch zu fahren. Ihr seht in der Galerie die Fotos. Zur Erklärung: Das Gebäude Mey und Edlich war früher eine Textilfabrik, das erste Versandhaus in Leipzig. Die Gebäude der alten Kammgarnspinnerei erinnern an die Speicherstadt in Hamburg, ein riesiger Gebäudekomplex. Sowohl die Gebäude von Mey und Edlich als auch die der alten Kammgarnspinnerei dienen heute als Wohnungen.

Es fühlt sich gut an

„Alles neu macht der Mai „, heißt es in dem bekannten Sprichwort. Das hat für mich in diesem Jahr tatsächlich zugetroffen, wie ich schon im vorangegangenen Beitrag erzählt hatte. Nun bin ich also ab diesem Monat in meinen neuen Arbeitsrhythmus gestartet und es fühlt sich gut an.
Gestern habe ich eine  ausgiebige Tour durch unsere Felder gemacht. Einen weiten Weg, den ich wahrscheinlich im Jahre 2016 zuletzt gelaufen war, weil Priska ab 2017 zu kränklich war, um solche weiten Wege zu schaffen.

Das war ein Gesummsel und Gebrummsel und überall Vogelgesang: Herrlich!
Ich mag es, wenn sich das frische Weinlaub so elegant der Sonne entgegenreckt.
Und diese Weizenfelder, die fast schon silbrig glänzen mit roten Mohntupfen: Ich liebe diesen Anblick!

Der beste aller Ehemänner hat mir auf meinen Wunsch hin ein Gestell zum Aufhängen der Hängematte gewerkelt.

Das ist so herrlich entspannend, wenn ich dabei den Himmel beobachten kann, die Vögel, die vorbeifliegen und die Wolkengemälde am Himmel.
Demnächst zeige ich euch noch ein paar Fotos von Leipzig. Die laufen zum Glück ja nicht weg.
Bis bald und liebe Grüße an euch alle.

Neue Aufgaben

Der Mai neigt sich seinem Ende zu. Hier bei uns mutet das Wetter sommerlich an. In mir kribbelt es vor freudiger Aufregung. Es kommt etwas Neues auf mich zu.
Als Priska von uns gegangen war, wusste ich, dass ich mit der nun frei gewordenen Zeit unbedingt etwas Sinnvolles anfangen wollte. Ich bekam dann die Idee, mich ehrenamtlich bei der Offenen Hilfe einzubringen. Die Offene Hilfe ist einTeil der Lebenshilfe die den Freizeitbereich der Menschen mit Einschränkungen begleitet.
Gesagt getan, bewarb ich mich mit einem Angebot zur Klangentspannung und am nächsten Dienstag findet eine Schnupperstunde statt, zu der sich 5 Menschen angemeldet haben. Ich habe bisher im Bereich der Entspannung mit erwachsenen Menschen bei verschiedenen Volkshochschulen gearbeitet.
Dieses Angebot ist völlig anders, ganz neu, es ist ein Experiment, ein Abenteuer. Einen festgelegten Plan zur Gestaltung der Stunde kann ich mir nicht machen, denn der Umgang mit Menschen mit geistigen und körperlichen Einschränkungen verlangt Einfühlungsvermögen und Flexibilität.
Ein bischen was überlegt habe ich mir trotzdem und wir werden sehen…
Eine Phantasiereise soll es sein, die mit den Klängen der Klangschalen begleitet wird.
Das Thema ist ein sonniges Gartenerlebnis.
Dazu habe ich ein Bild gemalt, welches sich jede/r Teilnehmer/in als Erinnerung mitnehmen darf.

Gestern kam dann ein Anruf vom Chef, der mir anbot, meine Arbeitsstundenzahl als Betreuerin im Wohnheim der Lebenshilfe zu erhöhen.
Bisher war es ja nur ein sogenannter Minijob.
Ihr seht, es fügt sich alles zu einem sinnvollen Gesamtbild.
Ich bin dankbar und freue mich.

Herrlich ist es jetzt im Feld spazieren zu gehen. Überall blüht es.
Letzte Woche war ich mal wieder an einem meiner Lieblingsplätze, bei der Schaukelbank.

Von dort hat man einen schönen Ausblick auf ein kleines Biotop mit Benjeshecke und Insektenhotel. Ein Ort um die „Seele baumeln zu lassen“.

Euch allen wünsche ich ein entspanntes Wochenende.
Für mich diesmal arbeitsfrei und deshalb ebenfalls mit viel Zeit zur Entspannung.

Besuch bei den Schafen

Am zweiten Tag meines Besuches in Leipzig sind wir in ein kleines Dorf am Rande von Leipzig gefahren. Dort hat der Nabu Leineschafe, oder besser gesagt eine Nachzüchtung dieser seltenen Schafrasse. Gudrun durfte sich dort vom geschorenen Schaffell etwas mitnehmen. Die Elke hat sich schon Sorgen gemacht, weil ich das Wort „Fell“ benutzt habe. Ich möchte deshalb hier noch einmal betonen, dass alle Schafe noch lebendig sind und sich des Lebens erfreuen!
Bevor wir zum Gelände der Nabu kamen, sahen wir noch einige andere Schafe, der Name der Rasse ist mir entfallen:

Die Leineschafe waren nicht auf der Weide sondern im Stall, denn sie hatten noch Junge.

Zuhause angekommen zeiget Gudrun mir, wie aus dem Schaffell Wolle entsteht. Das war sehr spannend anzuschauen. Das ist natürlich ein aufwendige Prozedur und ist nicht an einem Tag zu bewerkstelligen. Das Schaffell wurde zunächst von groben „Schmutz“ befreit,d. h, von dem was sich so im Schaffell sammelt. Hier ein Blick in den Sack, in dem wir das Fell mitgenommen hatten.
Dann wurde es in warmem Wasser und ein wenig Seife eingeweicht und gewaschen und schließlich zum Trocknen aufgehängt.
Am nächsten Tag wurde das getrocknete Fell nochmal ein wenig auseinandergezogen und dabei lösten sich noch einige Schmutzpartikelchen, wie Strohreste, etc. Dann wurde es in die Kardiermaschiene gelegt, sie hat zwei Walzen, die mit kleinen Nägeln gespickt sind und die sich in entgegengesetzter Richtung gegeneinander drehen.
Dabei ensteht das Wollflies. Aus diesem Flies wir dann die Wolle gesponnen.
Diese wird nochmal gewaschen und hier seht ihr, wie die fertige Wolle zum Trocknen aufgehängt wurde. Sie war wunderbar weich und duftete nach meinem Empfinden sehr angenehm ganz leicht nach Schaf.

Ich habe noch ein bischen was zu erzählen und zu zeigen von meinem Besuch in Leipzig. Demnächst also mehr.

Ich bin wieder zurück

Hallo ihr Lieben.
Ich bin am Donnerstag erst kurz vor Mitternacht hier wieder zu Hause angekommen.
Die Tage in Leipzig bei der lieben Gudrun haben mir sehr gut getan.
Wenn ich daran zurückdenke, dann umgibt mich ein warmes wohliges Gefühl.
Im September 2016 hatte ich Gudrun zum ersten Mal besucht und obwohl wir uns nur vom Bloggen kannten waren wir uns vom ersten Augenblick an überhaupt nicht fremd. Es war so, als wenn wie uns schon sehr lange kennen.
Damals war ich schon so sehr berührt von ihrer Gastfreundschaft und sie hat mich auch dieses Mal wieder so liebevoll aufgenommen. Ich bin sehr dankbar für unsere Freundschaft.

Am ersten  Tag kam ich am späten Vormittag an und wir sind nach dem Mittagessen gleich losgezogen. Unter anderem haben wir einen schönen Spaziergang in dem Park gemacht, den man von Gudruns Küchenfenster aus sehen kann.


Das Wetter war schon  richtig sommerlich und so haben wir lange auf einer Bank gesessen und die schöne Natur genießen können.

Die Penny hatte sich sogleich die Papiertragetasche, die ich mitgebracht hatte, auserkoren und für die nächsten Tage ihr Lieblingsdomizil auf dem Wohnzimmertisch eingerichtet.

Auch die Penny und ich hatten gleich bei meinem ersten Besuch Freundschaft geschlossen, die nun natürlich wieder neu belebt wurde. Am ersten Tag nahm sie zunächst zögerlich am Abend neben mir auf dem Sofa Platz und ließ sich ausgiebig kraulen.


Erst am dritten Tag nahm sie auch auf meinem Schoß Platz. Beim ersten Besuch machte sie das sofort und bei jeder Gelegenheit. Gudrun meinte spaßeshalber, sie habe mir es evtl. verübelt, dass ich sie wieder verlassen hatte.
So, das soll für heute reichen.
Beim nächsten Mal erzähle ich euch von unserem Besuch bei den Leine Schafen.
Ich danke euch für die lieben Kommentare, die ich heute erst entdeckt und freigeschaltet habe. Ich freue mich über jedes liebe Wort hier von euch.
Bis zum Wiederlesen lasst es euch gut gehen.

Wirrwarr im Kopf

Ach ihr Lieben, ich danke euch von Herzen, die ihr hier bei mir so liebe Kommentare hinterlassen habt. Ich habe einige Tage nicht nachgeschaut. Irgendwie war in meinem Kopf ein Wirrwarr, ich wollte gerne schreiben aber ich habe nicht gewusst worüber.
Das ist wie wenn ein penetranter Nörgler sich auf meinen Kopf setzt und mir ins Ohr raunt: „Lass es doch, es interessiert doch niemanden, alles total überflüssig…“
Ich habe zur Zeit auch wenig Fotos, weil ich einfach viel zu wenig hinaus gehe in die Natur. Seit Priska nicht mehr bei mir ist, gelingt es mir nur selten, mich alleine auf den Weg zu machen. Mir ist irgendwie die Freude daran abhanden gekommen.
Natürlich weiß ich, dass es mir gut tun würde, Bewegung, frische Luft sind nicht nur der Gesundheit sonder auch der guten Laune dienlich.
Ab Sonntag aber wird das alles viel besser, da gehe ich nämlich auf Reisen zu einer ganz lieben internetten Freundin nach Leipzig. Ja genau, ich besuche die Gudrun und freue mich riesig darauf.
Ich werde meinen Fotoapparat mitnehmen und wahrscheinlich ganz viele Fotos mitbringen.
Ach da fällt mir ein, eines hab ich noch: Mein Abschiedsfoto vom Moselufer.
Bis zum Wiederlesen lasst es euch gut gehen.

Aus Bäumen lesen

Am ersten Mai haben wir die Burg Guttenberg am Neckar besucht.
Dort ist die deutsche Greifenwarte beheimatet. Leider kamen wir wegen einer Straßensperrung zu spät zur Greifvogelflugschau aber diese hatte ich früher schon einmal erlebt.
Wir besuchten zuerst das Museum. Dort hat mich am meisten die Holzbibliothek beeindruckt.
Diese Sammlung, die wie Bücher aussieht, besteht aus 93 hölzernen Kästchen, die jeweils eine Baum- oder Strauchart beschreiben, aus deren Holz das jeweilige Kästchen gefertigt ist. Der Buchrücken ist aus der betreffenden Rinde gefertigt.
Innen sieht man Zweige, Blüten, Blätter, Früchte und Sämlinge.Die Wurzeln sind zu einem Kranz geflochten, man findet einen Querschnitt und einen Radialschnitt durch einen Ast, ein Stückchen Holzkohle und einen Würfel definierten Volumens zur Bestimmung der Holzdichte. In einer kleinen Schatulle befindet sich der Blütenstaub zur Pollenanalyse. Neuere Forschungen haben ergeben, dass diese Sammlung vor etwa 200 Jahren hergestellt wurde.

In der folgenden Galerie könnt ihr unseren Rundgang durch die Burg, den Ausblick von der Burg und wenige Greifvögel sehen.

So, ich hoffe ich habe euch nicht überfordert, mit den vielen Fotos.
Seid mir herzlich gegrüßt.