Ein Ort zum Träumen

Ihr Lieben, die ihr hier noch gelegentlich vorbeischaut, ich habe mich entschlossen, mich (eventuell nur für eine Weile oder eben auch endgültig) vom Bloggen zu verabschieden. Ich habe mich immer riesig über jeden Kommentar von euch gefreut und danke den wenn auch wenigen, treuen Lesern. Es ist mit der Zeit immer ruhiger hier geworden und deshalb habe ich mich in letzter Zeit oft gefragt, mit welcher Motivation ich blogge und ob das überhaupt noch sinnvoll ist. Ich bin kein Mensch dem Smalltalk liegt, es gibt vieles was mir wirklich wichtig ist, was mir am Herzen liegt und was ich hier nicht schreiben kann, denn es ist zu persönlich. Deshalb nehme ich mir die Zeit das Ganze mal mit Abstand zu betrachten und auf mich wirken zu lassen. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute.

„Gansfamiliär“ und noch viel mehr

Zu Pfingsten hatten wir Besuch von meinem Bruder. Das ist so richtig fein wenn Bruder und Schwester familiäre Zeit miteinander verbringen dürfen. Wir nutzten diese am Pfingstmontag, um einen Ausflug in den Wildpark zu unternehmen. Es war sehr vergnüglich, denn wir konnten das Familienleben von verschiedenen Tieren beobachten.

Es gibt aber auch Einzelgänger, die sich durchaus sehr wohl fühlen.

Da hatten wir wirklich großes Glück, dass wir den Luchs aus nächster Nähe beobachten durften, bisher konnte ich ihn immer nur irgendwo ganz versteckt erahnen. Dieses Mal zog er ausgiebige Runden durch sein Revier.

Ich habe mich in letzter Zeit etwas rar gemacht hier im Blog. Demnächst zeige ich euch noch ein paar Bilder von meinen Unternehmungen.

Schnittlauchblumen

Bei mir im Kräuterbeet da blüht es kräftig, der Schnittlauch hat sich prächtig rausgeputzt!

Es ist schon erstaunlich, was man entdecken kann, wenn man näher hinschaut: Da sind lauter winzigkleine Blüten in der Blüte versteckt.

Gestern dachte ich, dass es schlau wäre, gleich in der Frühe loszugehen, um meine Wanderung zu unternehmen, aber die Hitze war dann doch viel schneller als ich laufen konnte. Ich kam ganz ordentlich ins Schwitzen und habe mich schließlich irgendwann auf einen schmalen Streifen Wiese die vor einer Mauer und daher im Schatten lag geflüchtet. Wie köstlich kann Wasser schmecken!

Aber ich wurde belohnt mit dem Blick auf ein Meer aus Mohnblumen, die ich so liebe.

Heute gönnte ich mir mein Naturerlebnis dann mit geringem Kraftaufwand, denn ich war zum Einkauf per Auto unterwegs und machte einen Abstecher zu meinem Weiher, an dem mich die Enten schon am Weg erwarteten. Es war ein richtiges Entengetümmel im See, aber seht selbst in der Galerie.

Der Kuckuck und der kleine blaue Punkt

Ich bin ja nicht so der „Hitzemensch“, wenn ich das mal so ausdrücken will. Also ich mag die Sonne und den Sommer schon sehr, aber wenn die Temperaturen über die 30 Grad Marke steigen, dann lasse ich es lieber alles etwas langsamer angehen und suche mir dann auch gerne ein schattiges Plätzchen. Nun, heute wurde dieser „kritische Temperaturpunkt“ lange nicht erreicht, aber da ich gerne durch die Felder laufe und es da kaum Schatten gibt, wählte ich heute gerne den Abend. Und ich denke, es war eine gute Entscheidung, denn wer weiß ob ich sonst den kleinen blauen Punkt getroffen hätte?

Außerdem gaben ein paar Vögel noch eine Serenade. Der Eintritt war frei und einen Platz habe ich glücklicherweise auch noch bekommen!

Außerdem musste ich heute noch loslaufen, denn wenn ich ein Versprechen abgegeben habe, dann möchte ich es auch einhalten. Ihr fragt euch vielleicht, wem ich den Spaziergang versprochen hatte?

Diesen Beiden, das sind meine neuen Laufschuhe und die haben nun schon ein paar Tage auf die Premiere warten müssen und wurden langsam schon ungeduldig! Aber ich finde, dass sie heute für‘s Erste zufrieden sein können, denn es wurden immerhin 5,4 km.

Schön ist es fern und nah

Letzte Woche war meine ältere Tochter zu Besuch und wir haben die Gelegenheit zu einem Ausflug zur Bundesgartenschau in Heilbronn genutzt. Allzuviele Fotos sind es nicht, ich hatte nur das Handy, aber ein paar Eindrücke findet ihr in der Galerie.

Schön ist es aber auch bei uns in der Nähe. Ich habe gestern eine Wanderung durch unsere Felder zu einem Weiher gemacht, den ich mit Priska als sie noch gesund und munter war öfter zu Fuß besucht habe. Man läuft auf direktem Weg 3,6 Kilometer dort hin und es ist ein richtig kleines Paradies. Gestern war ich zum ersten Mal seit Priska von mir gegangen ist wieder dort und es hat mir sehr gut getan. Ich wurde erfreut von einer Begegnung mit einer Familie der Nilgänse. Hier seht ihr den „Eingang“ vom Feld zum Weiher.

Ich sah von weitem die Gänse am Ufer stehen und überlegte, ob ich überhaupt so nah heran kommen würde, dass ich meinen Platz auf der Bank einnehmen könnte.

Ich ging ganz langsam in Richtung Bank, die Gänsemutter im Blickwinkel, um abzuschätzen , ob sie eventuell ihre Jungen durch mich bedroht sieht. Aber sie war ganz gelassen.

Die ganze Gänsefamilie stolzierte nach einer kurzen Weile direkt auf dem Weg vor mir vorbei, um schließlich an geeigneter Stelle in den See zum Familienbad einzutauchen.

Eine weitere Freude erlebte ich, als ich auf dem Weg zum Weiher ein Feld mit Kornblumen sah. Diese Blumen habe ich hier vorher noch nie gesehen.

Das letzte Foto ist auf dem Rückweg entstanden.

Ein frohes und sonniges Wochenende wünsche ich euch. Für mich wird der Sonntag arbeitsreich, denn ich bin zum ersten Mal als Wahlhelferin aktiv.

Oh wie das duftet!

Ihr seht es schon auf dem Foto, es braute sich bereits etwas zusammen, als ich heute unterwegs war zum Laufen. Ich musste mir dennoch Zeit nehmen, um vor diesem „Blütenmeer“ stehen zu bleiben. Es duftete einfach himmlisch und der Duft stieg nicht nur mir in die Nase. Beim näheren Hinschauen konnte ich „regen Flugverkehr“ beobachten.

Ich kam gerade noch rechtzeitig zu Hause an, ein paar Tropfen fielen bereits auf den letzten Metern.

Alles auf Anfang!

Ich weiß nicht mehr wie alt ich war, aber vermutlich war es während meiner Grundschulzeit, als ein Onkel bei uns zu Besuch war. Ich muss erklärend hinzufügen, dass dieser Onkel ein Hobbykünstler war, er malte sehr ambitioniert. Ich sehe mich am Küchentisch sitzen, vor mir ein Blatt Papier und ich male konzentriert und mit Freude ein Bild, dabei ziehe ich mir mit dem Lineal Linien für die Wände des Hauses. Ich höre die Stimme des Onkels hinter mir, der mir über die Schulter sieht. Seine genaue Wortwahl erinnere ich nicht, aber den Tonfall und die Belehrung, dass zum Malen kein Lineal benutzt wird. In diesem Moment wurde bei mir ein Schalter umgelegt, die Freude am Malen war weg und dafür hatte sich die Gewissheit „eingebrannt“, dass ich nicht malen sollte, weil ich es nicht kann!

Zum Glück besteht die Möglichkeit, den Hebel erneut in Bewegung zu setzten und den Schalter wieder in die ursprüngliche Position zu bringen. Alles auf Anfang sozusagen! Das habe ich irgendwann vor nicht allzu langer Zeit getan und es geht mir sehr gut damit. Es ist eine wahre Befreiung. Und die betrifft nicht nur den Bereich Malen sondern steht stellvertretend für das Perfektionsstreben im Allgemeinen. Wer sagt denn, dass wir perfekt sein müssen? Ist das überhaupt möglich? Für mich selbst habe ich erkannt, dass ich niemals perfekt sein kann und werde, und dass es nur darum geht, es so gut wie es mir möglich ist zu tun.

Spaziergang mit der Freundin

Eine meiner Freundinnen wohnt in Edenkoben, ein sehr schöner Ort an der Südlichen Weinstraße. Wenn ich sie besuche und das Wetter dazu einlädt, dann unternehmen wir gerne einen Spaziergang in den Weinbergen. Beim letzten Mal war das Wetter perfekt und deshalb zeige ich euch die Fotos in einer Galerie.

Die letzten Fotos haben nicht mehr in die Galerie hineingepasst, ich wusste noch gar nicht, dass der Platz dafür beschränkt ist.

Hier seht ihr unseren Blick auf Edenkoben, den wir auf einer Bank genießen konnten, bevor wir den Rückweg angetreten haben.

Ostern auf der Burgruine Limburg

Nach längerer Pause melde ich mich heute mit einem Fotobericht von einem Ausflug zur Burgruine Limburg, oberhalb von Bad-Dürkheim, die ich am Ostersonntag mit einer Tochter und ihrem Freund besucht habe, der beste Ehemann von allen war leider krank und musste zu Hause bleiben.

Hinter der Ruine kann man im Wald spazieren gehen. Ich habe die Stimmung dort an diesem Nachmittag irgendwie märchenhaft empfunden. Wenn ihr noch Lust habt auf weitere Fotos, dann lasst euch mitnehmen zum Waldspaziergang in der Galerie:

So, für heute soll es genug sein, ich habe noch einige Fotos die ich in der letzten Zeit gemacht habe, die zeige ich euch ein anderes Mal. Vielleicht dauert es dieses Mal nicht mehr so lange, bis ich mich hier melde. Macht es gut.

Das Osterlachen

Das Osterlachen

Es war einmal ein sehr sehr kleiner Osterhase. Er war so außergewöhnlich klein, dass er nicht einmal beim Anmalen der Ostereier zu gebrauchen war, denn kein Pinsel passte in seine winzigen Pfoten.Wenn die anderen Osterhasen loszogen um die Eier zu verstecken, musste er zu Hause bleiben, weil er zu schwach war um die Körbe zu tragen.Am Tag vor Ostern holten wie in jedem Jahr in aller Frühe die Hasen die Eier aus dem Hühnerstall damit sie rechtzeitig gekocht waren, denn schließlich brauchten sie genügend Zeit um sie danach anzumalen und in die Körbe zu verteilen.

In diesem Jahr hielt es der kleinste Hase einfach nicht mehr aus und schlich heimlich still und leise hinter den Anderen her und stibitze klammheimlich ein einzelnes Ei. Damit er unentdeckt bliebe, versteckte er sich damit im hohen Gras. Als die Anderen weg waren schleppte er das Ei etappenweise weiter. Er musste immer wieder eine Pause zum Verschnaufen einlegen und so erreichte er schließlich von der Anstrengung schon ziemlich wackelig auf den Beinen die Wiese vor dem Kirchplatz. Dort aber geschah das Missgeschick, denn als er das Ei beherzt ergreifen wollte, um es weiter zu transportieren, kippte er nach hinten und konnte nur noch hilflos zuschauen, wie das Ei auf das Gras kullerte und zerbrach. Der kleine Hase schämte sich so sehr, dass er sich nicht mehr nach Hause traute. Niemand sollte ihn so sehen, denn er war über und über mit Eigelb bekleckert.
Not macht bekanntlich erfinderisch und so setzte er sich in die eine Hälfte der Eierschale und zog die andere Hälfte über seinen winzigen Hasenkopf. So verharrte er und wusste nicht was er nun tun sollte.

Irgendwann musste er vor Erschöpfung eingeschlafen sein und so kam es, dass er am Ostermorgen von einem kleinen Jungen entdeckt wurde, der auf der Suche nach seinem Osternest war. Der kleine Hase bot einen so lustigen Anblick, dass das Kind laut zu lachten begann.
Es kamen nach und nach noch andere Kinder und deren Eltern dazu und sie steckten sich gegenseitig mit ihrem Lachen an

Ein Pfarrer, der unterwegs zur Kirche war, wurde von dem Anblick ebenfalls dermaßen erheitert, dass er das Schmunzeln nicht aus seinem Gesicht bekam.
Selbst als er schließlich zur Kanzel ging um die Osterpredigt zu halten, war es ihm unmöglich ernst zu bleiben und so erzählte er den Gläubigen, von der Begegnung mit dem kleinen Hasen. Bald wurde auch die Kirche mit einem freudigen Lachen erfüllt.
Als die Menschen sich am Ausgang der Kirche vom Pfarrer verabschiedeten, sagten sie, das sie noch niemals zuvor in der Kirche so viel Freude empfunden hatten.
Diese Äußerungen wiederum stimmten den Pfarrer sehr nachdenklich.
Ihm wurde bewusst, dass das Evangelium, welches zu verkünden seine Aufgabe war, seinem Namen „ Die Frohe Botschaft“ bisher wohl keine Ehre gemacht hatte.
Er fragte sich, ob es nicht eigentlich selbstverständlich sein müsse, dass die Menschen die Kirche nach jedem Gottesdienst froher verlassen müssten, als sie gekommen seien?
Ihm war klar, dass es nicht in seiner Macht stand weitreichende Änderungen in die Wege zu leiten, er war schließlich nicht der Papst, aber er beschloss von nun an wenigstens zu jedem Osterfest eine heitere Geschichte von der Kanzel herab zu erzählen.
Es dauerte gar nicht allzu lange bis sich das herum gesprochen hatte und erstaunlicherweise sogar von der Obrigkeit geduldet und als allgemeiner Brauch unter der Bezeichnung „Osterlachen“ eine lange Zeit über gepflegt wurde.


Das Osterlachen gab es tatsächlich in früheren Zeiten und erwacht hoffentlich in heutiger Zeit immer mehr zu neuem Leben.

Ich wünsche euch in diesem Sinne ein freudiges Osterfest.