Das Osterlachen

Das Osterlachen

Es war einmal ein sehr sehr kleiner Osterhase. Er war so außergewöhnlich klein, dass er nicht einmal beim Anmalen der Ostereier zu gebrauchen war, denn kein Pinsel passte in seine winzigen Pfoten.Wenn die anderen Osterhasen loszogen um die Eier zu verstecken, musste er zu Hause bleiben, weil er zu schwach war um die Körbe zu tragen.Am Tag vor Ostern holten wie in jedem Jahr in aller Frühe die Hasen die Eier aus dem Hühnerstall damit sie rechtzeitig gekocht waren, denn schließlich brauchten sie genügend Zeit um sie danach anzumalen und in die Körbe zu verteilen.

In diesem Jahr hielt es der kleinste Hase einfach nicht mehr aus und schlich heimlich still und leise hinter den Anderen her und stibitze klammheimlich ein einzelnes Ei. Damit er unentdeckt bliebe, versteckte er sich damit im hohen Gras. Als die Anderen weg waren schleppte er das Ei etappenweise weiter. Er musste immer wieder eine Pause zum Verschnaufen einlegen und so erreichte er schließlich von der Anstrengung schon ziemlich wackelig auf den Beinen die Wiese vor dem Kirchplatz. Dort aber geschah das Missgeschick, denn als er das Ei beherzt ergreifen wollte, um es weiter zu transportieren, kippte er nach hinten und konnte nur noch hilflos zuschauen, wie das Ei auf das Gras kullerte und zerbrach. Der kleine Hase schämte sich so sehr, dass er sich nicht mehr nach Hause traute. Niemand sollte ihn so sehen, denn er war über und über mit Eigelb bekleckert.
Not macht bekanntlich erfinderisch und so setzte er sich in die eine Hälfte der Eierschale und zog die andere Hälfte über seinen winzigen Hasenkopf. So verharrte er und wusste nicht was er nun tun sollte.

Irgendwann musste er vor Erschöpfung eingeschlafen sein und so kam es, dass er am Ostermorgen von einem kleinen Jungen entdeckt wurde, der auf der Suche nach seinem Osternest war. Der kleine Hase bot einen so lustigen Anblick, dass das Kind laut zu lachten begann.
Es kamen nach und nach noch andere Kinder und deren Eltern dazu und sie steckten sich gegenseitig mit ihrem Lachen an

Ein Pfarrer, der unterwegs zur Kirche war, wurde von dem Anblick ebenfalls dermaßen erheitert, dass er das Schmunzeln nicht aus seinem Gesicht bekam.
Selbst als er schließlich zur Kanzel ging um die Osterpredigt zu halten, war es ihm unmöglich ernst zu bleiben und so erzählte er den Gläubigen, von der Begegnung mit dem kleinen Hasen. Bald wurde auch die Kirche mit einem freudigen Lachen erfüllt.
Als die Menschen sich am Ausgang der Kirche vom Pfarrer verabschiedeten, sagten sie, das sie noch niemals zuvor in der Kirche so viel Freude empfunden hatten.
Diese Äußerungen wiederum stimmten den Pfarrer sehr nachdenklich.
Ihm wurde bewusst, dass das Evangelium, welches zu verkünden seine Aufgabe war, seinem Namen „ Die Frohe Botschaft“ bisher wohl keine Ehre gemacht hatte.
Er fragte sich, ob es nicht eigentlich selbstverständlich sein müsse, dass die Menschen die Kirche nach jedem Gottesdienst froher verlassen müssten, als sie gekommen seien?
Ihm war klar, dass es nicht in seiner Macht stand weitreichende Änderungen in die Wege zu leiten, er war schließlich nicht der Papst, aber er beschloss von nun an wenigstens zu jedem Osterfest eine heitere Geschichte von der Kanzel herab zu erzählen.
Es dauerte gar nicht allzu lange bis sich das herum gesprochen hatte und erstaunlicherweise sogar von der Obrigkeit geduldet und als allgemeiner Brauch unter der Bezeichnung „Osterlachen“ eine lange Zeit über gepflegt wurde.


Das Osterlachen gab es tatsächlich in früheren Zeiten und erwacht hoffentlich in heutiger Zeit immer mehr zu neuem Leben.

Ich wünsche euch in diesem Sinne ein freudiges Osterfest.






Das Osterhuhn

Das Osterhuhn
Im Garten hinter dem Apfelbaum wohnte in einem verfallenen Schuppen eine Familie Hühner.
Sie lebten schon lange in beschaulicher Eintracht dort und waren eine eingeschworene Gemeinschaft. Der Friede sollte eines Tages gestört werden, als von den Menschen unwillkürlich ein neues Huhn einquartiert wurde. Alle waren sich sofort darüber einig, dass dieser unliebsame Eindringling nur Scherereien mit sich bringen würde, der Platz würde weniger und die Körnerportion würde kleiner werden, das lag doch auf der (Hand) Kralle.
So würdigten sie Aurelia keines Blickes mehr und ließen es nur sehr ungern zu, dass sie auf der Hühnerstange Platz nahm.
Gemeinschaftlich verbündeten sie sich gegen den unliebsamen Gast indem sie alle enger zusammen und insgesamt ein Stück weiter nach rechts rückten, Aurelia ließen sie dabei einfach links (liegen) sitzen.
Seit ihrem Einzug waren nun gerade mal zwei Tage vergangen und das Osterfest stand vor der Tür, als in die eingefleischte Hühnergesellschaft eine gewaltige Bewegung kam.
Henriette,das älteste Huhn, hatte das Wunder als Erste entdeckt.
Fassungslos blieb sie wie angewurzelt stehen, als sie das Ei erblickte, welches Aurelia gelegt hatte.
Es war und blieb auch bei genauerem Hinsehen tatsächlich grün.
Das hatte es noch nie gegeben, alle Eier die Henriette je zu Gesicht bekommen hatte waren makellos weiß, mit Ausnahme der Ostereier.
Diese wurden allerdings eigenhändig von den Menschen jedes Jahr gefärbt und in die Osternester gelegt, die sie für die Kinder im Garten versteckten.
Als Henriette sich aus ihrer Schockstarre lösen konnte, verfiel sie sofort in ein aufgeregtes Geschnatter und lockte damit alle Mitglieder der Hühnerfamilie herbei. Diese stimmten augenblicklich in das Geschnatter mit ein.
Es dauerte auch nicht lange bis die Stalltür sich öffnete und ein Mensch in den Stall hereinschaute, um den Grund des Tumultes auszumachen.
Auch er staunte nicht schlecht und rief erfreut: „Das ist ja phantastisch, da brauchen wir nun gar nicht mehr alle Eier selber färben, unser neues Huhn hilft uns dabei!“
Nun war es offensichtlich, es lag ganz klar auf der Hand, dass Aurelia ein ganz besonderes Huhn war und sie verschaffte sich mit ihrer außerordentlichen Begabung gehörigen Respekt bei den anderen Hühnern.
Sie wurde nun keinesfalls mehr gemieden sondern fast ehrfürchtig in der Mitte der Sitzstange platziert und jedes Huhn bestand darauf, auch einmal direkt neben Aurelia zu sitzen, deshalb wechselten sie sich nun tagtäglich damit ab.
Von den Menschen wurde Aurelia fortan nur noch.“Unser Osterhuhn“ genannt.

(C)Beate Neufeld

Im Fluss

Heute Nachmittag hab ich einen kleinen Spaziergang durch den Kurpark gemacht, bevor ich einen Besuch bei meiner ehemaligen Arbeitsstelle gemacht habe. Es ist mir nicht leicht gefallen, denn ich habe diese Menschen in der Wohngruppe des Wohnheimes sehr in mein Herz geschlossen und sie also heute nach 2 1/2 Monaten zum ersten Mal wieder gesehen. Ich hatte für jeden ein kleines Ostergeschenk eingepackt und die Freude war groß! Das Leben ist im Fluss, wenn etwas endet wird Platz für Neues. Ich weiß noch nicht genau wie es beruflich weiter geht, ich bin und bleibe offen und bin gespannt was die Zukunft bringen wird. Euch wünsche ich ein frohes Osterfest mit viel Licht im Herzen. Das folgende Foto mit dem kleinen Entenküken habe ich letzte Woche im Wald am Weiher fotografiert, da hatte ich mit einer Tochter eine kleine Wanderung unternommen.

Schwupp simmer im April

Schwupp simmer im April und den Rückblick auf den März hab ich glatt verpasst. Ich bin nicht mehr im Stress, genieße meine Zeit, denn ich habe der alten Arbeitsstelle endlich den Rücken kehren dürfen und bin offen für Neues.
Schauen wir mal, was da kommt.

Ich denke eine kleine Galerie mit Bildern vom März kann dennoch nicht schaden:

Nun sind wir also im April gelandet, mein Geburtstag samt Feierlichkeiten ist vorrüber und ich hab noch die ganze Freude „im Bauch“. Was ist das schön, wenn man mit dem Ehemann und Töchtern den Tag gemeinsam erleben darf.
Wir waren im Senckenbergmuseum in Frankfurt und haben abends in einem unserer Lieblingslokale in Neustadt an der Weinstraße gespeist. In dieser Woche folgte noch ein Brunch mit einigen meiner Freundinnen.



Mit diesen sonnigen Fotos wünsche ich ein frohes Wochenende, und wenn es auch wieder etwas frischer geworden ist, mancherorts wie ich gelesen habe sogar mit Schnee, sollten wir nicht verzagen und uns in Erinnerung rufen, dass der April schon immer gemacht hat was er will. 😉

Außenküche

Ich hab ja in diversen Fernsehsendungen schon wahre Prachtstücke von Küchen gesehen, die sich Menschen mit einem Faible für das Leben im Freien sich für teures Geld installiert haben. Unsere lässt sich damit nun wirklich nicht vergleichen. Es ist nämlich keine Küche sondern nur ein Herd, aber dafür von meinem Ehemann komplett eigenständig gewerkelt aus Material, welches seine Fundgrube hergegeben hat. Mein Liebster hat eine Vorliebe für Werkstücke aus gebrauchten Materialien, inbesondere das, was andere auf den Müll entsorgen und sich durch seine Arbeit einem neuen Zweck zuführen lässt.
Der kleine Herd ist aus einer leeren Gasflasche entstanden, die einst vielen bunten Luftballons den Aufstieg in ungeahnte Höhen ermöglicht hat. Er verbrennt Sägemehl, noch so ein Abfallmaterial, was sonst wohl kaum Jemand mehr gebrauchen kann. In der Galerie zeige ich euch, wie er funktioniert.

Rückblick auf den Februar

Meine Zeit ist im Moment sehr intensiv, so möchte ich es einmal ausdrücken. Viele Eindrücke gibt es zu verarbeiten, Langeweile ist ein Fremdwort, es ist gut so wie es ist. Wenn mich so Vieles beschäftigt, dann brauche ich immer Zeit es zu verarbeiten und deshalb kann und möchte ich dann auch nicht im Blog schreiben. Aber heute abend ist eine gute Zeit,um mich mal wieder bei euch zu melden. Ich habe einen Auswahl von den Fotos aus dem Februar zusammengestellt, die ich euch noch nicht gezeigt habe und erzähle euch stichwortartig von einigen schönen Erlebnissen, Highlights sozusagen. Das Wetter war ja nun wirklich traumhaft schön, daher habe ich auch relative viel Zeit draußen verbracht. Schaut selber in der Galerie.

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit bis zum nächsten Beitrag.

Hallo, wo bist du?

Heute ließen wir uns von wunderbar mildem, vorfrühlingshaften Wetter nach dem Mittagessen zu einem Spaziergang im Wildpark einladen. Die Ziegen begrüßten uns und verbreiteten ansteckende Genießerfreude. Sie lagen total entspannt in ihrem Gehege auf den von der Sonne angenehm gewärmten Steinen. Die Sonne zauberte herrliche Schattenbilder, der Weg wurde mit Streifenmuster dekoriert. Um dem Vorbild der Ziegen zu folgen, lehnte ich mich entspannt an einen Baumstamm und wendete mein Gesicht der Sonne zu, dabei schloss ich die Augen und tankte dankbar die wohltuende Sonnenenergie. Nach einer Weile schaute ich auf und sah eine Menschengruppe den Weg entlang kommen. Der Anblick stimmte mich sehr nachdenklich, denn jeder Einzelne dieser Gruppe starrte beim Laufen unaufhörlich auf sein Smartphone. In mir formte sich die Frage: Wo seid ihr eigentlich?Sie muteten verzaubert an, als ob eine böse Hexe sie dazu verbannt hätte, gefangen in der internetten Welt zu sein. Als ob sie nicht mehr am realen Leben teilnehmen könnten. Ich empfand das Erlebnis in diesem Moment als besonders krass, weil ich so ganz intensiv im Hier und Jetzt gewesen war und es mir so vorkam, als ob diese Menschen nur körperlich anwesend, ihre Seele, ihr Geist aber in andere Dimensionen abgedriftet sei.

Lichterzauber

Am vergangenen Wochenende habe ich mit meinem Mann einen Ausflug in den Luisenpark gemacht, es gab eine ganz besondere Veranstaltung: „Winterlichter“. Ab 18 Uhr ist ein Teil des Parks in zauberhaftes Licht getaucht. Da erscheinen die Bäume in leuchtend bunten Kleidern, allerhand Lichtspiele , Projektionen und beleuchtete Figuren entführen die Besucher in eine magische Lichtzauberwelt. Ich nehm euch mal ein Stückelmit, schaut in der Galerie. Die Bilder lassen sich durch Anklicken größer darstellen.


Ich hoffe ihr habt alle den Weg mit mir wieder hinaus gefunden! :-O


Was für eine schöne Idee

Letzte Woche hatten zwei Freundinnen und ich uns nach längerer Zeit mal wieder zu dritt getroffen. Das ist für uns immer ein Festtag! Wir feiern unsere Freundschaft, die uns sehr wichtig und wertvoll ist. Lange Jahre dürfen wir uns schon auf unserem Weg begleiten. Die Freundin bei der das Treffen stattfand hatte eine richtig nette und originelle Idee. An unserem Platz stand ein Teelicht, das eine wunderbare Überraschung zunächst noch verbarg, aber seht selbst

Bei uns zeigt sich der Winter ja nur sehr selten von seiner „weißen Seite“, also mit richtigem Schnee. Aber auch so ein schönes bizzares „Eiskleid“ hat seinen Reiz.

Die Felder zeigen sich dann eher in einem schokoladigem Braun, ich wähle diese Bezeichnung, weil die Elke (Mainzauber) auf Facebook das nachfolgende Foto von mir gesehen und mit dem Kommentar: „Blockschokolade“ versehen hatte, darüber habe ich mich amüsiert!

In diesem Monat hatte ich relativ viel Zeit, weil einige Überstunden abgebaut wurden, da habe ich es mir öfter mal mit einer kreativen Tätigkeit gut gehen lassen. Ich brauche immer mal wieder Abwechslung und nachdem ich einige Schnüffelteppiche für den Tierschutz fertig gestellt hatte, war es mir nach Malen mit Wasserfarben. Das Bunt tut mir in dieser eher tristen Jahreszeit sehr gut.