Das Positive wertschätzen

Wenn ich in der Medienlandschaft unterwegs bin muss ich ganz gut auf mich aufpassen, damit ich nicht von dem allgemeinen Wulst an Negativität und Wehklagen überrollt werde. Natürlich habe ich keine rosarote Brille auf, aber ich bin davon überzeugt, dass es in dieser Zeit ganz besonders wichtig ist, den Blick für das Positive nicht zu verlieren. Wo sollen wir denn die Motivation und Kraft zum Leben hernehmen, wenn wir uns immer wieder auf das konzentrieren, was im Argen liegt? Das gilt natürlich nicht nur für den Blick auf unsere Gesellschaft und Politik, sondern auch für das persönliche Umfeld. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich ertappe mich auch oft dabei, mit dem zu hadern, was gerade ist. Wenn es doch nur anders wäre, wenn ich dieses oder Jenes hätte, dann… Kürzlich musste ich mich selbst einmal herzhaft aufrütteln und mir sagen: Hallo, du lebst gerade jetzt, das ist dein Leben, du verplemperst wertvolle Zeit, wenn du immer im Wartemodus bist und diesen Moment nicht auskostest! Deshalb bin ich heute mit meinem Frühstück im Rucksack einfach losgelaufen an einen schönen Platz im Feld und habe ein Picknick gemacht. Ich möchte dankbar dafür sein, dass ich das einfach so machen kann. Kostet ja kein Geld und die Zeit habe ich auch. Wollt ihr mal sehen, wo ich gesessen habe?

So ruhig, nur der Wind, die Vögel und in der Ferne die Kirchenglocken. Einen Hasen habe ich da ich vorbeihoppeln sehen. Nach dem Frühstück wanderte ich noch ein schönes Stückel weiter.

In diesem Jahr fällt mir auf, dass das Bewusstsein für die Natur wieder wächst, es gab rund um unseren Ort mehrer Felder mit Bienenpflanzen und heute als ich das hier sah, hüpfte mein Herz:

Für mich ist der Aufenthalt in der Natur eine unendlich wertvolle Kraftquelle. Ich bin dankbar, dass ich ländlich wohnen darf und nur „ein paar Schritte“ laufen muss um die Landschaft genießen zu können. Die Wegwarten leuchteten heute so schön.

Und die hier wendet sich der Sonne zu, genau wie ich, deshalb schauen wir in die gleiche Richtung.

Das Licht ist immer da, auch wenn manchmal die Wolken davor sind.

Liebe Grüße an euch alle da draußen.

Lebensmomente-Perlen

Ich sitze im Wohnzimmer in meinem Sessel, in den Händen eine Tasse mit Tee. Mein Blick ist auf ein Fenster gerichtet. Ich atme ein und atme aus und mir kommt das Bild einer langen Schnur in den Sinn, auf die ich mit jedem Atemzug eine bunte Perle aufziehe. Wenn jeder Moment eine Perle für mich bereit hält, dann ist die Menge der Perlen, die mir mein bisheriges Leben angeboten hat schon unfassbar groß. Wieviele Perlen werde ich noch erhalten? Aber noch wichtiger scheint mir der nächste Gedanke, der mir in den Sinn kommt: Wieviele von der unermesslich großen Anzahl meiner Lebensmomente- Perlen habe ich aufgefädelt und wieviele habe ich links liegen lassen? Die Lebensmomente-Perlen bergen ein Geheimnis, denn sie lassen sich nur wahrnehmen, wenn ich im jeweiligen Moment wach und bewusst bin, genau in diesem Moment, hier und jetzt! Wenn der Moment vergangen ist, dann lösen sie sich auf in fließen in das Meer der Vergangenheit. 

Mein Blick ist noch immer auf das Fenster gerichtet und ich sehe immer wieder einzelne oder mehrere Vögel ihre Kreise am Himmel ziehen. Dann ein Flugzeug, kurz darauf ein zweites, und während ich da sitze und schaue, es sind insgesamt nur einige Minuten, erscheinen noch zwei  weitere Flugzeuge in meinem Blickfeld. Ich wusste bisher noch gar nicht, wieviele Flugzeuge und Vögel hier tagtäglich vorbeiziehen und sie werden mir zum Sinnbild für bewusst gelebte Zeit, die Momenten in denen ich aufmerksam und wach bin!  

Oh wie das duftet!

Ihr seht es schon auf dem Foto, es braute sich bereits etwas zusammen, als ich heute unterwegs war zum Laufen. Ich musste mir dennoch Zeit nehmen, um vor diesem „Blütenmeer“ stehen zu bleiben. Es duftete einfach himmlisch und der Duft stieg nicht nur mir in die Nase. Beim näheren Hinschauen konnte ich „regen Flugverkehr“ beobachten.

Ich kam gerade noch rechtzeitig zu Hause an, ein paar Tropfen fielen bereits auf den letzten Metern.

Hallo, wo bist du?

Heute ließen wir uns von wunderbar mildem, vorfrühlingshaften Wetter nach dem Mittagessen zu einem Spaziergang im Wildpark einladen. Die Ziegen begrüßten uns und verbreiteten ansteckende Genießerfreude. Sie lagen total entspannt in ihrem Gehege auf den von der Sonne angenehm gewärmten Steinen. Die Sonne zauberte herrliche Schattenbilder, der Weg wurde mit Streifenmuster dekoriert. Um dem Vorbild der Ziegen zu folgen, lehnte ich mich entspannt an einen Baumstamm und wendete mein Gesicht der Sonne zu, dabei schloss ich die Augen und tankte dankbar die wohltuende Sonnenenergie. Nach einer Weile schaute ich auf und sah eine Menschengruppe den Weg entlang kommen. Der Anblick stimmte mich sehr nachdenklich, denn jeder Einzelne dieser Gruppe starrte beim Laufen unaufhörlich auf sein Smartphone. In mir formte sich die Frage: Wo seid ihr eigentlich?Sie muteten verzaubert an, als ob eine böse Hexe sie dazu verbannt hätte, gefangen in der internetten Welt zu sein. Als ob sie nicht mehr am realen Leben teilnehmen könnten. Ich empfand das Erlebnis in diesem Moment als besonders krass, weil ich so ganz intensiv im Hier und Jetzt gewesen war und es mir so vorkam, als ob diese Menschen nur körperlich anwesend, ihre Seele, ihr Geist aber in andere Dimensionen abgedriftet sei.

Botschaft

Gestern und heute zeigte sich endlich das Wetter von seiner besten Seite. Januartage wie aus dem Bilderbuch: Strahlender Sonnenschein mit angenehm klarer kalter Luft, die für mich belebend und wohltuend wirkt.

Heute ist ein besonderer Jahrestag, vor einem Jahr haben wir von Priska Abschied genommen und sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Es war eine unendlich schwere und schmerzvolle Entscheidung, die bisher schwerste meines Lebens. Ich habe unzählige Tränen vergossen im Laufe des letzten Jahres. Nun ist das sogenannte Trauerjahr vorüber und obwohl es sich nicht in jedem Fall exakt auf eine gewisse Zeitspanne festmachen lässt, für mich scheint es zu passen. Ich hatte für heute eigentlich mit verstärkter Trauer gerechnet und stattdessen fühle ich mich mit einem Gefühl von Neubeginn und freudiger Leichtigkeit beschenkt.
Christine Kempkes-Clüsserath , die ich durch das „Andere Zeiten Fastenforum“ kennenlernen durfte, hat mir mit ihren Beiträgen auf ihrer Seite bei Facebook „Lebens- und Trauerbegleitung“ und über ihren Youtube Kanal „Dienstags um Acht“, wertvolle Unterstüzung geschenkt, für die ich unendlich dankbar bin. Letzten Dienstag sprach sie in einem Beitrag darüber, dass Verstorbene durch ihr Leben eine Botschaft für uns bereit halten. Wenn wir uns dafür öffnen kann diese Botschaft uns stärkend den Weg weisen. Heute an diesem besonderen Tag spürte ich ganz deutlich, was Priska mir mit auf den Weg geben möchte.

Im Eis fand ich am Wegesrand heute Vormittag ein Eisbild.das diese Botschaft verdeutlicht: Ich sehe eine Frau die mit einem Eimer aus der Quelle des Lebens schöpft.

Na bitte, geht doch!

Nach einer halben Stunde Indoor-Jogging steige ich gut durchblutet von meinem Trampolin und denke: Eigentlich mache ich das viel zu selten, ich müsste öfter ran! Mitten im Gedankengang halte ich inne und denke: Ne, so nicht!
Also nochmal von Vorne.
Ich steige gut durchblutet von meinem Trampolin und denke: Wie schön, dass ich mich heute zum Sport motivieren konnte!
Schon besser, schließlich hatte ich mir vorgenommen an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten und da ist es mir zuträglicher wenn ich positiv und selbstversöhnlich mit mir umgehe und mich nicht ständig aus Gewohnheit maßregele und negativ bewerte.
Nach dem Duschen sitze ich dann angenehm müde in meinem Sessel und trinke genüsslich einen großen Schluck Mineralwasser. Ich denke mir: Auch heute habe ich wie so oft viel zu wenig getrunken!
Ne, so wird das nichts! Also alles auf Anfang!
Nach dem Duschen sitze ich angenehm müde in meinem Sessel und trinke genüsslich einen großen Schluck Mineralwasser. Ich denke mir: Super, dass du deine drei Tassen Kaffee nun nachträglich mit einem Spritzer Wasser verdünnt hast!
Na bitte, geht doch!

Wenn nichts kommt, dann komme ich!

Kürzlich hörte ich:
„…Jüngere Menschen können das nicht so gut nachvollziehen, wenn man dann so traurig ist. Wenn man älter ist, dann kommt halt nichts mehr Neues.“
Im Gespräch ging es darum, was gefühlsmäßig geschieht, wenn wir Beziehungen zu Menschen loslassen müssen.
Heute habe ich anlässlich des Dreikönigs Tages über diese Äußerung nachgedacht.
Bei der Geschichte der drei Könige geht es schließlich auch um die Motivation, sich auf den Weg zu machen, sich nicht beirren zu lassen und zielstrebig dem Stern zu folgen.

Ich dachte, warum sollte es denn so sein müssen, dass für älterer Menschen nichts Neues mehr kommt? Klar, in jüngeren Jahren geschehen solche Neuerungen fast automatisch: Geburt, aufwachsen und jeden Tag ein Stückchen selbständiger werden, Kindergarten, Schule, Studium, Beruf, gegebenenfalls Gründung einer Familie, Erziehung der Kinder…
Vielleicht findet irgendwann auch noch einmal ein Berufswechsel statt, dann warten auf die Rente und dann? Ende der Fahnenstange?
Jetzt kommt nur noch der Tod?
Unweigerlich habe ich ab einem gewissen Alter gemerkt, dass die körperlichen Kräfte nachlassen. Zunächst wollte ich das nicht wahrhaben, aber es geht halt nicht mehr alles und schon gar nicht so schnell und ausdauernd wie früher. Ja klar, es liegt auch an mir und meiner Bereitschaft etwas für meine Fitness zu tun, dennoch sind mir heute tasächlich Grenzen gesetzt.
Diese Tatsache ist nicht so leicht zu akzeptieren, aber es ist durchaus sinnvoll die Signale des eigenen Körpers ernst zu nehmen und liebevoll mit ihm umzugehen.
Wenn nicht mehr alles geht, dann kann das auch eine Chance sein, zu lernen eine sinnvolle Auswahl zu treffen, den eigenen Weg zu finden, der meinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. Nicht mehr aus irgendwelchen selber auferlegten Zwängen
( „wenn die/der das kann, dann kann/muss ich das auch können“) mich abzumühen und Kräfte zu vergeuden, die ich anderweitig sinnvoll nutzen könnte!
Ich glaube nicht, dass das Alter unweigerlich die Möglichkeiten einschränkt, Neues zu erleben. Das Neue kommt nicht automatisch auf mich zu, d.h., wenn ich nichts unternehme, dann bleibt alles beim Alten ,dann kommt da nichts.

Manchmal kommt etwas auf mich zu, aber es passiert viel mehr, wenn ich nicht passiv abwarte, ob etwas kommt, sondern mich selber auf den Weg mache!


Es braucht meine Bereitschaft, offen zu bleiben die eigenen Begabungen zu entdecken und Neues zu wagen.
Und so frage ich heute am Dreikönigstag:
Welches Ereignis würde mich locken, so dass ich alles stehen und liegen lasse und meine gesamte Energie darauf fokussiere?
Habe ich ein Ziel und wie finde ich den Weg?
Bin ich bereit ausgetretene Pfade zu verlassen?

Ja, ich habe das frisch begonnene Jahr schon genutzt, um mich auf neue berufliche Wege zu machen. Es war an der Zeit, der Stresspegel war zu hoch. Der alte Weg ist noch nicht ganz beendet, aber ich werde nur noch bis Ende März dort arbeiten. Ich bin bereit, das Neue kann kommen, die Weichen sind gestellt, jetzt bleibt mir tatsächlich nur die Möglichkeit abzuwarten. Auf was?Ja, das werde ich euch erzählen, wenn es soweit ist. Nun braucht es Geduld. Aber die Zeit weiß ich durchaus sinnvoll zu nutzen, Langeweile kommt keine auf!

Gute Wünsche

Nun ist der Heilige Abend gekommen, langsam kehrt die Stille ein im Haus und hoffentlich auch im Herzen. Noch klingen die beschwerlichen Wochen in mir nach, die hinter mir liegen. Mein größter Wunsch ist, dass ich sie auch da liegen lassen kann und mit neuem Mut und frischer Kraft vorausschauen darf.

Viele liebevolle Weihnachtskarten haben mich erreicht, die meine Seele aufleuchten lassen. Ein wertvolles Geschenk, wenn wir von lieben Menschen solch eine Wertschätzung entgegengebracht bekommen.

Es sind auch Karten von Blogfreunden darunter. Sie sind ein frohmachendes Zeichen der Verbundenheit, ich sage den Schreibern dieser Karten, aber ebenso allen lieben Besuchern meiner Plauderpause und dem Schreibblog Herzensauge ganz herzlichen Dank. Besonders über die vielen anteilnehmenden und wertschätzenden Kommentare freue ich mich immer wieder und sie sind über das Jahr ein Licht auf meinem Weg.

Mögen wir, du und ich, zwischen neben, unter, über, hinter all den Lichterketten und Kerzen das Licht wahrnehmen, das in unserem Herzen wohnt. Mögen wir still werden und zwischen den hektischen und lauten Begebenheiten unseres Lebens immer auch die schönen und frohmachenden Begegnungen wahrnehmen, die unsere Lebensfreude nähren. Mögen wir in Dankbarkeit das segnende Licht der Menschen empfangen, die neben uns an unserer Seite durch das Leben gehen. Mögen wir unter unseren Füßen den kraftspendenden Halt und die Verbundenheit unserer Wurzeln spüren, die uns mit dem Licht verbinden, das uns Leben spendet. Mögen wir mit unseren Blick über unseren kleinen und begrenzten Horizont hinaus schauen und das Licht der Hoffnung erblicken. Möge uns hinter allen Sorgen, Ängsten, Zweifeln und Nöten immer wieder das Licht der Erneuerung aufstrahlen.

Ich bin in Dankbarkeit und mit den besten Wünschen mit euch verbunden und freue mich auf unsere Begegnungen hier in der „internetten Welt“.

Sternstunden

„Ich würde so gerne mal wieder…, aber ich habe keine Zeit!“ Dieser Satz gehört vermutlich zu den meist gesprochenen. Es scheint so, als ob es eine Zeitverwaltungsbehörde gibt, deren Mitarbeiter diese willkürlich und vollkommen ungerecht aufteilen, so dass die meisten Menschen einfach immer „in die Röhre gucken“ und niemals genug davon abbekommen, während einige wenige Privilegierte immer wieder eine Extraportion „ in den Rachen geworfen bekommen.“

Und dabei hat jeder Tag 24 Stunden und selbst für Diejenigen, deren Arbeitswoche weit mehr als 40 Stunden hat, bleibt an jedem Tag mindestens eine geschenkte Stunde Zeit zur ganz persönlichen Verfügung, wenn wir bereit sind sie anzunehmen. Mit dem Annehmen ist das so eine Sache. Nicht wenige Menschen haben Probleme damit, Geschenke anzunehmen ohne gleich „wieder etwas gut machen“  zu können. Auch mit dem Annehmen von Lob oder Komplimenten tun sich Viele schwer, sie reagieren dann mit einem beschämten Unwohlsein. Ich vermute, dass letztendlich ein und derselbe Satz über diesem Phänomen steht. „ Ich bin es nicht wert!“

Wir orientieren uns oft unbewusst an unseren Mitmenschen und streben danach, es ihnen gleich zu tun, um nicht aus der Rolle zu fallen, um Anerkennung zu bekommen und uns aufzuwerten. „ Ich kann doch nicht…, was sollen dann die Anderen denken? Wenn die/der das schafft, dann muss ich doch auch“, usw.

Gestern als ich über all das nachdachte, kam mir die Idee für das Geschenk als „Mitbringsel“, wenn ich mich morgen mit meinen zwei liebsten Freundinnen treffe.

Ich wünsche dir und mir und uns allen an jedem Tag unseres Lebens eine Sternstunde, die wir gerne annehmen!

Vielleicht habt ihr Freude daran, in meinem Blog Herzensauge nachzuschauen, da gibt es ein Gedicht zum heutigen Thema.

Schrottwichteln

Kennt ihr das Schrottwichteln?
Es ist eine Variante des Wichtelns, ein schöner Brauch in der Vorweihnachtszeit.
Das Schrottwichteln wird etwa bei einer Weihnachtsfeier veranstaltet zu der jeder Teilnehmende einen Gegenstand aus seinem Fundus als Geschenk verpackt mitbringt.
Es soll kein Abfall sein, aber es sind in der Regel irgendwelche Dinge, die man irgendwann von irgendwem selber geschenkt bekam und für die man keine Verwendung gefunden hat, sei es, weil sie den persönlichen Geschmack nicht getroffen haben oder weil man den Sinn und Zweck nicht erkennen kann.
Alle Geschenkpäckchen werden mit einer Nummer versehen und jeder Teilnehmer zieht aus einem Lostopf eine entsprechende Zahl, die darüber entscheidet, welches Geschenk im zuteil wird, natürlich sollte dabei vermieden werden, dass jemand sein eigenes Geschenk zurück bekommt.
Bei dieser Gelegenheit wechseln also lauter unliebsame Dinge, sozusagen „Geschenke- Stiefkinder“ ihren Besitzer und es ist nicht ausgeschlossen, dass die neuen Besitzer sich über das Geschenk sogar freuen. Da kann es schon mal passieren, dass eine begeisterte Stimme zu vernehmen ist. „ Mensch klasse diese alte Suppenschüssel, darin kann ich prima meine Sukkulenten einpflanzen, das ist total dekorativ!“ und dem Schenker wird schlagartig klar, dass er einen verborgenen Schatz aus den Händen gegeben hat.


Heute kam mir in den Sinn, das es mir schon mehr als einmal so vorgekommen ist, als ob das Leben mit mir Schrottwichteln spielt. Nicht, dass ich dabei gefragt wurde, ob ich mitspielen möchte! Nein, einfach so, ganz spontan liegt da plötzlich ein Päckchen , manchmal auch ein richtig schweres Packet vor mir, dessen Inhalt mich, gelinde gesagt, wenig erfreut. Aber eine gewisse Magie liegt über dem Geschehen, denn es kann passieren, dass ich den Sinn und Zweck einige Zeit später erkennen kann, sozusagen mit Abstand und aus einer anderen Perspektive betrachtet. Meine Mutter sagte oft, wenn „ es unverhofft kam“: „ Wer weiß wozu das gut ist!“
Vielleicht hat diese Aussage, die eine gewisse Lebenshaltung widerspiegelt, mich dafür sensibilisiert, das Leben als Chance zum Lernen zu begreifen.
Lernen kann Spaß machen, muss aber nicht! Aber wenn ich etwas gelernt habe, was mir zunächst gar nicht so leicht fiel, erfüllt mich das mit Freude und ich weiß dann, dass es mich ein gutes Stück weiter gebracht hat.