Bin ich ein FLT?

Diese Frage habe ich mir heute morgen einmal wieder gestellt. Der Impuls kam aus einer Gruppe bei Facebook. Meine Antwort die ich mir dann schließlich selber gab sieht folgendermaßen aus:

Wird dein Rucksack dir zu schwer
Lohnt es sich doch meistens sehr
Eine Pause einzulegen
Und mal näher hinzusehen
Was du alles mit dir schleppst
Möglich dass du dann  entdeckst
Was du dir hast aufgeladen
Musst du gar nicht alles tragen
Denn es kann sehr schnell geschehen
Fremde Lasten trägst du unbesehen
Was zu dir gehört pack ein
Was nicht dein ist lasse sein!

(C) Beate Neufeld

Ihr könnt euch vielleicht denken, was FLT bedeutet? Fremdelastenträger! Mit dieser neuen Wortschöpfung verabschiede ich mich für diese Woche und wünsche euch ein unbeschwertes Wochenende.

 

 

Gedankenflattern

Als ich heute im Blog von Martina „Buchstabenwiese“ kommentierte, flossen erstaunlich viele Worte aus mir heraus. Mir wurde bewusst, dass ich soeben eine Schreibblockade, wie sie mich in letzter Zeit oft ereilt, überwunden hatte. Während dem Schreiben wurde mir noch einmal deutlich, wie wichtig es für mein seelisches Wohl ist, achtsam mit meinen Gedanken umzugehen. Unzählige Gedanken ganz unterschiedlicher Qualität flattern unablässig in meinem Kopf hin und her, ein und aus. Sie sind zunächst leicht und zart wie Schmetterlingsflügel, erst wenn ich sie festhalte, sozusagen einfange, dann setzten sie sich nieder und nehmen Raum ein und wirken gleichzeitig wie Magnete,die weitere Gedanken gleicher Qualität anziehen. Dieses Wirkungsprinzip  kann mir zur Kraftquelle für ein erfülltes und frohes Leben dienen, ebenso kann es seine Wirkung dahingehend entfalten,  dass ich mich kraftlos und ausgelaugt fühle und ich mich mit bleischweren Schritten durch das Leben quäle.Damit ich die wohltuenden von den belastenden Gedanken besser unterscheiden, also sozusagen die Richtung  ausmachen kann, aus der sie jeweils heranflattern, habe ich ihnen Namen gegeben, die allerdings nicht alle meine eigene Erfindung sind. Vom „Inneren Kritiker“ habe ich in psychologischer Fachliteratur gelesen: Er ist es der seine ganze Energie darauf verwendet, alles was ich tue oder bin zu bewerten, natürlich meist sehr negativ. Der Lastenträger wurde von mir so benannt, weil er sich z.B. ständig damit beschäftigt, sich Problemen aufzuladen, die bei näherem Hinspüren überhaupt nicht in meinen Verantwortungsbereich gehören. Ich habe bei Martina schon geschrieben, dass es mir sehr hilft, wenn sich belastende Gedanken bei mir niedergelassen habe, kreativ zu werden. Da habe ich schon mehr als einmal festgestellt, dass ich plötzlich vor einem Bild saß welches, ohne dass ich darüber nachdachte auf das Papier geflossen ist. Direkt aus dem Herzen  heraus, denn sobald sich der Kopf einschaltet, klappt es nicht, dann ist der Kritiker stärker, der mir weißmachen will, dass ich überhaupt nichts zustande bringe.

 

 

 

 

 

 

 

Dualität

„WER WEIß WOZU DAS GUT WAR“?
Diesen Satz hatte ich aus dem Mund meiner Mutter schon seit meiner Kindheit oft gehört. Sie sprach ihn aus, wenn etwas geschehen war, was man durchaus als Mißgeschick oder Ungemach bezeichnen konnte.
Sein Sinn und die Wahrheit die dahinter steckt hat sich mir im Laufe des Lebens immer mehr erschlossen. Ich habe erfahren, dass sich vermeintliche Unglücksfälle im Rückblick oft als Chance herausgestellt haben. Chance für einen Lernprozess.
Ebenso gebrauchte meine Mutter zuweilen den Satz:
„ALLES HAT ZWEI SEITEN“.
Diese Aussage passt zum Einen auf die oben beschriebenen Situationen aber die Erfahrung hat mir gezeigt, dass sie auch auf mich selbst passt. Nun ja, evtl. muss ich sie nur ein wenig korrigieren, in dem ich sage: Wenn ich mich auf das Leben in all seiner Tiefe einlasse, dann erkenne ich, dass es durch das Raster der „Schwarz-Weiß-Malerei“ durchfällt. Es zeigt sich in zahlreichen Facetten. Nichts ist nur gut oder nur böse!  „ALLES HAT VIELE SEITEN“ , trifft also besser zu.
Wenn ich wirklich ehrlich zu mir selber bin,  dann erkenne ich, dass mein Wesen sowohl mit altruistischen als auch mit egoistischen Zügen ausgestattet ist.
In meiner Seele wohnen Liebe und Hass nebeneinander, auch wenn es nicht angenehm ist der Realität ins Auge zu sehen, aber so ist es nun mal.
Nur in dem Maße, in dem ich bereit bin, mich selber so anzunehmen wie ich bin, kann ich lernen auch meine Mitmenschen so anzunehmen wie sie sind.
Das ist ein lebenslanger Lernprozess, bei dem es immer wieder Rückschläge zu verzeichnen gibt.  Das darf sein,  denn wenn ich viele Seiten habe, dann muss und kann ich nicht perfekt sein. Ich meine, Perfektionismus würde in diesem Zusammenhang gleichbedeutend mit Stagnation sein.

Dualität

Überall auf der Welt leben Menschen die sich für den Frieden einsetzen.
In jedem Land dieser Erde wohnen Menschen die das Leben schützen.
An jedem Ort auf unserem Planeten existieren Menschen, die Grenzen in ihren Herzen überwinden.

Mörder leben in der Nachbarschaft von Pazifisten.
Attentäter wohnen im selben Haus mit Wohltätern.
Hass und Liebe existieren in deiner Seele nebeneinander  und so bist auch du mal Freund,  mal Feind.

(C)Beate Neufeld

 

Wink des Himmels

„Der Mensch denkt – Gott lenkt“.
Die Stimme meiner Mutter mit diesem Satz begleitet mich seit langer Zeit.
Manchmal um meiner Erfahrung von Fügung und Führung Nachdruck zu verleihen oder als Trost und Aufforderung „die Zügel loszulassen“; ich habe nämlich die Neigung alle Lebenssituationen unter Kontrolle haben zu wollen. Gestern dann hielt ich den Brief einer Freundin  in den Händen, in dem sie von der wundersamen Wende einer bis dahin aussichtlosen Situation erzählte, die sie restlos überfordert hatte.
Nachdem ich das Gelesene auf mich wirken ließ wurde mir bewusst, dass auch ich mich gerade wieder in der Position des Reiters befand, die Zügel fest in der Hand haltend und das „störrische Pferd“ in Form von einer Situation, die mich auszubremsen droht, mit verbissener Miene und verkrampfter Haltung mit aller Gewalt lenken zu wollen, aber wohin bloß?
Beim Lesen wurde mir wieder bewusst, dass ich es doch so oft im Leben schon erfahren habe, dass es für Vieles eine Lösung gibt, und dass die Lösung ganz anders aussieht als ich sie mir je vorstellen konnte.
Also vom hohen Ross absteigen, ich kann und muss nicht alles alleine lösen!
Das bedeutet nicht, dass ich die Verantwortung gänzlich abgebe und „den liebe Gott einen guten Mann“ sein lasse. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich oft den „Wald vor lauter Bäumen nicht sehe“, aber wenn ich die Zügel loslasse und im wilden Trab anhalte, dann kann ich plötzlich erkennen was wirklich zu tun ist.
Nichts desto trotz durfte es auch schon oft so sein, dass die Lösung plötzlich fix und fertig vor der Haustür stand, es gab nichts mehr zu tun, ich durfte nur aufmachen, staunen und dankbar entgegennehmen.
Solche Erfahrungen machen mich demütig und schenken mir die Bestätigungen für meinen Glauben an die liebevollen Segnungen des „Himmels“.

Wie dankbar bin ich für diesen “ Wink des Himmels “ in Form eines Briefes, der mich aufrüttelte und mir Erleichterung brachte: „Es wird schon werden!“

Ich denke, dass auch diejenigen unter euch, die nicht an eine „höhere Macht“ oder etwas Ähnliches glauben, schon die Erfahrungen gemacht haben, dass die Lösung nicht immer von uns selber „gemacht“ werden kann .

Gerade in schwierigen Lebenssituationen ist es sehr hilfreich sich daran zurück zu erinnern. Es macht Mut und stärkt.

 

Aus Grau wird Dankbarkeit

Heute morgen hat meine Stimmung im Inneren mit dem Grau in Grau im Äußeren perfekt zusammen gepasst. Ich ging mit Priska zur Hunderunde hinaus und dachte mir noch wie gut, es ist, dass ich „gezwungen“ bin nach draußen zu gehen, ohne Hund hätte ich mich wahrscheinlich den ganzen Tag „vergraben. Unweit von unserem Haus, also gerade um die Ecke steht ein großer Baum auf dem „Schwanenplatz“. Ich habe ihn aber schon lange in Rabenplatz umgetauft. Seht und hört selbst:https://www.youtube.com/watch?v=NkqDi4_M2l4

Es macht Freude, dem munteren Treiben zuzusehen. Zumindest geht es mir so, die Menschen die direkt am Schwanenplatz wohnen, empfinden das vielleicht zuweilen ganz anders, so ist das eben.
Dann ging es weiter durch die Felder und es gab ein wunderbares Vogelkonzert.
Deshalb  dachte ich mir, wenn das Wetter auch nicht so berauschend ist, dann gibt es doch wenigstens Schönes zu hören. Also wieder ein Glücksmoment für meine Sammlung. :;-)

https://www.youtube.com/watch?v=VKW00OL-Uf0

Als ich nach Hause kam durfte ich einen ganz  lieben Brief einer Freundin aus dem Briefkasten holen.Wir kennen uns seit vielen Jahren und sehen uns sehr selten. Aber die Beziehung hält über diese Entfernung hinaus immer noch und das macht mich dankbar.

Habt ihr heute auch schon etwas erlebt, was euch froh und dankbar gemacht hat?

Ich mach‘ das jetzt, trotzdem!


Vielleicht habt Ihr Euch jetzt erst mal die Stirn in Falten legend etwas verwundert am Kopf gekratzt und gefragt: Was will sie uns nun damit sagen?
Ich habe heute an meine Kindheit zurück gedacht, an eine ganz bestimmte Szene. Ein Onkel war zu Besuch. seines Zeichens ein sehr ambitionierter Hobbymaler. Er schaute mir über die Schulter, als ich entspannt und vergnügt ein Bild zu Papier brachte. Ich war vielleicht 8 Jahre alt. Er mäkelte, weil ich ein Lineal gebrauchte, um ein Haus zu zeichnen.
Ich erinnere mich nicht mehr an die Einzelheiten unsere Gespreäches, aber ich weiß, dass dieses Ereignis mich stark geprägt hat und die Auswirkungen bis vor nicht allzulanger Zeit meine Lust am Zeichnen und Malen blockiert hat. Ich hatte diesen Satz in mir: „Du kannst das nicht…!“
Heute ist es mir egal, ob “ ich das kann oder nicht“, ich tue es einfach für mich, weil ich Freude daran habe und nun geht es mir gut damit.
Es gibt so viele Gründe, die mich daran hindern können, etwas zu tun, was ich gerne mache, wozu ich Lust habe, was mir einfach gut tut. Zum Beispiel die Stimme in meinem Kopf die mir sagt: “ Dazu ist jetzt keine Zeit, es gibt so viel zu tun, du musst erst dies und das tun, das Leben ist doch nicht zum Vergnügen da, erst die Arbeit dann das Spiel…“
Heute gelingt es mir immer öfter, diese Stimme in mir zum Schweigen zu bringen und ich mache dann trotzdem genau das, was mir gerade Freude macht, und die Arbeit ist mir noch niemals davon gelaufen. Sie ist ganz geduldig mit mir und wartet, bis ich Zeit für sie habe.
Ich bin davon überzeugt bin, dass jeder Mensch mindestens eine besondere Begabung hat, die es wert ist entdeckt und gelebt zu werden. Begabungen verstehe ich nicht nur im künstlerischen Sinne, sondern es schließt alles ein, was mir Freude bereitet, was mir leicht fällt, zu dem ich mich hingezogen fühle. Vielleicht entdecke ich, dass ich besonders gerne anderen Menschen zuhöre, und ihnen damit eine Freude bereiten kann. Vielleicht macht es mir Spaß zu basteln und ich verschenke ab und zu eines meiner Werke oder ich spende es für einen Basar. Vielleicht wohnt in mir die Gabe, mich an der Natur zu erfreuen und ich gebe mir selber mindestens zweimal in der Woche eine Stunde Urlaub vom Alltag für eine kleine Wanderung.
Alles was ich in diesem Sinne tue wird nicht nur mir selber dienen, es wird als positive Kraft in die Welt hinaus fließen.
Alle Begabungen die wir “ ins Leben rufen“ werden gute Frucht bringen.
Das ist ganz besonders in dieser Zeit wichtig, in der der Fokus so oft auf allen möglichen negativen Ereignissen in der Welt liegt. Ich möchte mich nicht auslaugen und entkräften lassen, ich möchte Licht, Freude, positive Kraft, Mut und Hoffnung tanken und weiter fließen lassen, ganz natürlich und selbstverständlich, wie der Löwenzahn, der seine Schirmchen weiter fliegen lässt.

 

Nichts Weltbewegendes

Ich ertappe mich immer wieder dabei, in eine Schreibblockade zu verfallen, weil ich mir denke, dass es nichts Interessantes zu berichten gibt. Dann stieß ich vorgestern auf einen Artikel bei Facebook. Er handelte vom Zaudern. Darin heißt es unter anderem: “ Pssst, ich verrate Ihnen jetzt das grosse Geheimnis der Schriftstellerei: Die besten Ideen kommen einem beim Schreiben, nicht beim Nachdenken. “ Diese Erkenntnis lässt sich auch auf allgemeine Lebensbereiche übertragen.  Es wurde darin beschrieben, dass das Nachdenken bis zu einem gewissen Grad nützlich ist, aber wenn wir zu lange darin verweilen, wird es zum Grübeln und Zaudern und lässt uns schnell in eine Blockadefalle laufen. Also kurz gesagt: Die Umsetzung einer Idee lässt sich nicht theoretisch in Gedanken vorweg – „leben“, nur im Handeln wird sie lebendig und bietet uns die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, was natürlich die Möglichkeit Fehler zu machen einschließt. Als ich den Artikel las, konnte ich mich in vielen Passagen wiedererkennen. Deshalb habe ich heute beschlossen „einfach drauf los zu schreiben“ und siehe da, es sind schon erstaunlich viele Worte geworden. Also erzähle ich von meinem ganz normalen Leben, nichts Weltbewegendes; aber es gibt ja nun auch zur Zeit, wie ich meine, mehr als genug, was die Welt bewegt und durcheinander rüttelt. Für mich ist es aus diesem Grund ganz besonders wichtig, immer wieder gedanklich zur Ruhe zu kommen. Dabei hilft mir zum Beispiel das Malen und Zeichnen. Ich habe die Zentangle Technik für mich entdeckt und abgewandelt. Mein neues Bild zeigt ein geliebtes Motiv von mir, das ihr ja schon  auf anderen Bildern gesehen habt: Weiterlesen

Stimmungsvoll

Stimmungsvoll habe ich unserem Spaziergang am Ostersonntagabend erlebt. Sobald wir am Ziel angekomnen waren, hat uns der Kukuck begrüßt.

Es war ganz ruhig und sehr wohltuend, die Abendstimmung am und um den See zu genießen. Lasst euch einfach ein Stück mitnehmen.

Diese Kraft wünsche ich euch und mir, möge sie uns auch weit über Ostern hinaus tragen.

 

Die Zeit verfliegt wie im Nu

In diesen Tagen kommt es mir auf jeden Fall so vor. Ich finde es nicht negativ,  nein im Moment sind meine Tage sehr ausgefüllt mit Beschäftigungen die mir gut tun. Deshalb habe ich auch erst heute Eure lieben Kommentare freigeschaltet und beantwortet. Bitte verzeiht, das soll keinesfalls eine Geringschätzung meinerseits zum Ausdruck bringen. Im Gegenteil, ich freue mich über Eure lieben Worte jedes Mal sehr. Gestern habe ich einen Keilrahmen mit einem Bild, dass ich früher mal mit Aquarellstiften darauf gezeichnet hatte mit weißer Acrylfarbe überpinselt und mit einem neuen Bild bemalt. Ich mag die Schnecke als Symbol für Achtsamkeit/Entschleunigung/Leben im Hier und Jetzt, deshalb habe ich sie als Motiv für mein Bild gewählt.

Nachdem ich in der letzten Zeit zweimal einen grippalen Infekt hatte, war ich heute so richtig froh und dankbar, dass meine Kraft zurück gekehrt ist und ich ins Fitnessstudio gehen konnte. Morgen habe ich den letzten (Früh-) Dienst für diesen Monat. Eigentlich würde ich gerne noch ein bissel mehr Stunden an meiner neuen Arbeitsstelle verbringen, aber ich denke, das ist ja ein gutes Zeichen und ich bin froh, dass ich diese Chance bekommen habe.

Seid alle herzlich gegrüßt, ich wünsche Euch eine gute neue Woche.