Weggeschichten

Heute kann ich euch das Ergebnis meines neuesten Bastelprojektes zeigen.

Als ich einer meiner Töchter das Foto geschickt hatte war ihr Kommentar: Das waren doch nur 3 Könige! 🙂
Wenn ich schon mal am Basteln bin, dann bremst mich fast nix. Nein jetzt mal im Ernst: Wenn ich etwas für mich bastele, dann gibt es meist noch “ Ableger“ als Geschenkevorrat. Ihr werdet euch wundern, aber ich habe gestern ganz spontan schon
3 Könige an eine Freundin verschenkt,der es nicht so gut ging, als Trostpflaster sozusagen.
Deshalb ist auch das Gedicht entstanden, was ich gestern für meine Freundin geschrieben habe. Ihr könnt es in meinem Schreibblog Herzensauge nachlesen.
Ich bin nach dem Telefongespräch zu ihr gefahren und habe ihr die Könige und das Gedicht gebracht. Wir sind dann später noch bei wunderschönem Sonnschein mit Priska spazieren gegangen und die Feldblumen blühten fast sommerlich.

Das Gedicht erzählt von dem Weg der 3 Könige und auch in den Märchen werden immer wieder Weggeschichten erzählt. So eine Weggeschichte begegnete uns auch in dem Märchen, welches das Thema der Märchenbetrachtung am vergangenen Montag Abend war. Ich hatte euch versprochen, davon zu bereichten, wenn es mir gefallen hat.
Es war ein sehr anregender und guter Abend und ich werde auch künftig, so wie es mir möglich ist an diesen Abenden, die einmal im Monat stattfinden teilnehmen. Es wird über die Märchensymbolik gesprochen und über das was uns die Märchen mit auf unseren Lebensweg geben können.
Wer sich gerne mit Märchen beschäftigt, der kann hier eine etwas andere Fassung des Märchens: „Feuer im Herzen und Verstand im Kopf“, welches am Montag besprochen wurde, nachlesen.
Seid herzlich gegrüßt.

Hinter den Wolken wohnt die Sonne

„Ich hoffe, Sie konnten sich trotzdem ein bischen erholen, trotz des schlechten Wetters? “ , sagte die Vermieterin unserer Ferienwohnung im Wangerland in Ostfriesland zu uns beim Abschied. Ich antwortete ihr, dass mir der Urlaub gut gefallen habe, weil wir das Glück hatten, dass die Regenpausen lang genug waren, um einige schöne Unternehmungen zu machen.
Als ich vorhin  den gestrigen Besuch bei einer Freundin und  unsere Gespräche in mir nachklingen ließ, blieb ich beim Thema : „Perfektionismus“ hängen.
Mir ist  im Laufe des Lebens mein Streben nach Perfektion bewusst geworden und in den unterschiedlichsten Situationen begegnet. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass ich niemals perfekt sein werde, ja dass es meiner Erfahrung nach das Perfekte gar nicht gibt. „Es gibt immer was, was den Himmel hebt“, lautet ein Sprichwort, was ich hier in meiner zweiten Heimat, der Pfalz kennengelernt habe.
Diese Aussage bringt es genau auf den Punkt: Es ist nie gut genug, weder mein Mitmensch, noch ich selbst, nicht mal mein gestriger Tag oder  eben der letzte Urlaub. Es gibt doch immer etwas auszusetzen, so viele Gründe die gegen die Zufriedenheit sprechen. Manchmal geht es sogar noch viel weiter,  und wir werden Zeit unseres Lebens von Schuldgefühlen geplagt, weil wir uns selber unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten nicht verzeihen können. Warum? Weil wir uns unsere eigenen Begrenzungen nicht eingestehen geschweige denn erlauben wollen. Das ist  äußerst tragisch, denn wir scheitern praktisch ständig an unseren eigenen perfektionistischen Ansprüchen. Wann haben wir das letzte Mal erlebt, dass wir vollkommen zufrieden mit einem Ergebnis, einem Erlebnis, einer Begegnung waren?
Ab dem Punkt in meinem Leben an dem wir klar wurde, dass ich niemals ausgelernt haben werde, dass das Leben ständige Entwicklung und Veränderung ist, konnte ich im Rückblick auf verschiedene Lebenssituationen einen anderen Blickwinkel einnehmen. Ich erkannte, dass ich aus dem Stand meiner derzeitigen Erfahrung und Entwicklung vieles heute anders machen würde, aber dass ich es in der jeweiligen vergangenen Lebenssituation nicht anders „gekonnt“ habe. Ich habe mein Bestes gegeben, aber das Beste geben bedeutet eben nicht, dass ich keine Fehler machen darf, sondern nur, dass ich mein Möglichkeiten ausgeschöpft habe.
Mit diesem Blickwinkel der die Möglichkeiten ins Visir nimmt und nicht nur die Begrenzungen,  werden wir in nahezu jeder Situation etwas Gutes oder Wertvolles finden und wir werden mit uns selbst und dann auch mit  unseren Mitmenschen weniger oft ins Gericht gehen und Milde walten lassen.
Selbst mitten im friesischen Schietwetter gibt es immer wieder bezaubernde Lichtblicke, die uns zeigen, dass hinter den Wolken die Sonne wohnt. Es folgen ein paar Handyfotos von verschiedenen Unternehmungen. Ich habe noch viele Fotos die ich mit meiner kleinen Kamera gemacht habe auf der Festplatte. Davon werde ich euch auch noch im Laufe der Zeit das ein oder andere zeigen.

Hundestrand-Schillig

Wilhelmshaven

Besuch bei den Schafen auf dem Deich

Blick auf das Haus in dem unsere Ferienwohnung war (am Ende der Straße, rechts).

Wangermeer

Blick auf das „Zwischenahner Meer“.

Für heute soll es genügen. Ich habe außer Fotos noch ein paar kleine Filmchen gemacht. Liebe Grüße und bis bald.

 

 

 

Bin ich ein FLT?

Diese Frage habe ich mir heute morgen einmal wieder gestellt. Der Impuls kam aus einer Gruppe bei Facebook. Meine Antwort die ich mir dann schließlich selber gab sieht folgendermaßen aus:

Wird dein Rucksack dir zu schwer
Lohnt es sich doch meistens sehr
Eine Pause einzulegen
Und mal näher hinzusehen
Was du alles mit dir schleppst
Möglich dass du dann  entdeckst
Was du dir hast aufgeladen
Musst du gar nicht alles tragen
Denn es kann sehr schnell geschehen
Fremde Lasten trägst du unbesehen
Was zu dir gehört pack ein
Was nicht dein ist lasse sein!

(C) Beate Neufeld

Ihr könnt euch vielleicht denken, was FLT bedeutet? Fremdelastenträger! Mit dieser neuen Wortschöpfung verabschiede ich mich für diese Woche und wünsche euch ein unbeschwertes Wochenende.

 

 

Gedankenflattern

Als ich heute im Blog von Martina „Buchstabenwiese“ kommentierte, flossen erstaunlich viele Worte aus mir heraus. Mir wurde bewusst, dass ich soeben eine Schreibblockade, wie sie mich in letzter Zeit oft ereilt, überwunden hatte. Während dem Schreiben wurde mir noch einmal deutlich, wie wichtig es für mein seelisches Wohl ist, achtsam mit meinen Gedanken umzugehen. Unzählige Gedanken ganz unterschiedlicher Qualität flattern unablässig in meinem Kopf hin und her, ein und aus. Sie sind zunächst leicht und zart wie Schmetterlingsflügel, erst wenn ich sie festhalte, sozusagen einfange, dann setzten sie sich nieder und nehmen Raum ein und wirken gleichzeitig wie Magnete,die weitere Gedanken gleicher Qualität anziehen. Dieses Wirkungsprinzip  kann mir zur Kraftquelle für ein erfülltes und frohes Leben dienen, ebenso kann es seine Wirkung dahingehend entfalten,  dass ich mich kraftlos und ausgelaugt fühle und ich mich mit bleischweren Schritten durch das Leben quäle.Damit ich die wohltuenden von den belastenden Gedanken besser unterscheiden, also sozusagen die Richtung  ausmachen kann, aus der sie jeweils heranflattern, habe ich ihnen Namen gegeben, die allerdings nicht alle meine eigene Erfindung sind. Vom „Inneren Kritiker“ habe ich in psychologischer Fachliteratur gelesen: Er ist es der seine ganze Energie darauf verwendet, alles was ich tue oder bin zu bewerten, natürlich meist sehr negativ. Der Lastenträger wurde von mir so benannt, weil er sich z.B. ständig damit beschäftigt, sich Problemen aufzuladen, die bei näherem Hinspüren überhaupt nicht in meinen Verantwortungsbereich gehören. Ich habe bei Martina schon geschrieben, dass es mir sehr hilft, wenn sich belastende Gedanken bei mir niedergelassen habe, kreativ zu werden. Da habe ich schon mehr als einmal festgestellt, dass ich plötzlich vor einem Bild saß welches, ohne dass ich darüber nachdachte auf das Papier geflossen ist. Direkt aus dem Herzen  heraus, denn sobald sich der Kopf einschaltet, klappt es nicht, dann ist der Kritiker stärker, der mir weißmachen will, dass ich überhaupt nichts zustande bringe.

 

 

 

 

 

 

 

Dualität

„WER WEIß WOZU DAS GUT WAR“?
Diesen Satz hatte ich aus dem Mund meiner Mutter schon seit meiner Kindheit oft gehört. Sie sprach ihn aus, wenn etwas geschehen war, was man durchaus als Mißgeschick oder Ungemach bezeichnen konnte.
Sein Sinn und die Wahrheit die dahinter steckt hat sich mir im Laufe des Lebens immer mehr erschlossen. Ich habe erfahren, dass sich vermeintliche Unglücksfälle im Rückblick oft als Chance herausgestellt haben. Chance für einen Lernprozess.
Ebenso gebrauchte meine Mutter zuweilen den Satz:
„ALLES HAT ZWEI SEITEN“.
Diese Aussage passt zum Einen auf die oben beschriebenen Situationen aber die Erfahrung hat mir gezeigt, dass sie auch auf mich selbst passt. Nun ja, evtl. muss ich sie nur ein wenig korrigieren, in dem ich sage: Wenn ich mich auf das Leben in all seiner Tiefe einlasse, dann erkenne ich, dass es durch das Raster der „Schwarz-Weiß-Malerei“ durchfällt. Es zeigt sich in zahlreichen Facetten. Nichts ist nur gut oder nur böse!  „ALLES HAT VIELE SEITEN“ , trifft also besser zu.
Wenn ich wirklich ehrlich zu mir selber bin,  dann erkenne ich, dass mein Wesen sowohl mit altruistischen als auch mit egoistischen Zügen ausgestattet ist.
In meiner Seele wohnen Liebe und Hass nebeneinander, auch wenn es nicht angenehm ist der Realität ins Auge zu sehen, aber so ist es nun mal.
Nur in dem Maße, in dem ich bereit bin, mich selber so anzunehmen wie ich bin, kann ich lernen auch meine Mitmenschen so anzunehmen wie sie sind.
Das ist ein lebenslanger Lernprozess, bei dem es immer wieder Rückschläge zu verzeichnen gibt.  Das darf sein,  denn wenn ich viele Seiten habe, dann muss und kann ich nicht perfekt sein. Ich meine, Perfektionismus würde in diesem Zusammenhang gleichbedeutend mit Stagnation sein.

Dualität

Überall auf der Welt leben Menschen die sich für den Frieden einsetzen.
In jedem Land dieser Erde wohnen Menschen die das Leben schützen.
An jedem Ort auf unserem Planeten existieren Menschen, die Grenzen in ihren Herzen überwinden.

Mörder leben in der Nachbarschaft von Pazifisten.
Attentäter wohnen im selben Haus mit Wohltätern.
Hass und Liebe existieren in deiner Seele nebeneinander  und so bist auch du mal Freund,  mal Feind.

(C)Beate Neufeld

 

Wink des Himmels

„Der Mensch denkt – Gott lenkt“.
Die Stimme meiner Mutter mit diesem Satz begleitet mich seit langer Zeit.
Manchmal um meiner Erfahrung von Fügung und Führung Nachdruck zu verleihen oder als Trost und Aufforderung „die Zügel loszulassen“; ich habe nämlich die Neigung alle Lebenssituationen unter Kontrolle haben zu wollen. Gestern dann hielt ich den Brief einer Freundin  in den Händen, in dem sie von der wundersamen Wende einer bis dahin aussichtlosen Situation erzählte, die sie restlos überfordert hatte.
Nachdem ich das Gelesene auf mich wirken ließ wurde mir bewusst, dass auch ich mich gerade wieder in der Position des Reiters befand, die Zügel fest in der Hand haltend und das „störrische Pferd“ in Form von einer Situation, die mich auszubremsen droht, mit verbissener Miene und verkrampfter Haltung mit aller Gewalt lenken zu wollen, aber wohin bloß?
Beim Lesen wurde mir wieder bewusst, dass ich es doch so oft im Leben schon erfahren habe, dass es für Vieles eine Lösung gibt, und dass die Lösung ganz anders aussieht als ich sie mir je vorstellen konnte.
Also vom hohen Ross absteigen, ich kann und muss nicht alles alleine lösen!
Das bedeutet nicht, dass ich die Verantwortung gänzlich abgebe und „den liebe Gott einen guten Mann“ sein lasse. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich oft den „Wald vor lauter Bäumen nicht sehe“, aber wenn ich die Zügel loslasse und im wilden Trab anhalte, dann kann ich plötzlich erkennen was wirklich zu tun ist.
Nichts desto trotz durfte es auch schon oft so sein, dass die Lösung plötzlich fix und fertig vor der Haustür stand, es gab nichts mehr zu tun, ich durfte nur aufmachen, staunen und dankbar entgegennehmen.
Solche Erfahrungen machen mich demütig und schenken mir die Bestätigungen für meinen Glauben an die liebevollen Segnungen des „Himmels“.

Wie dankbar bin ich für diesen “ Wink des Himmels “ in Form eines Briefes, der mich aufrüttelte und mir Erleichterung brachte: „Es wird schon werden!“

Ich denke, dass auch diejenigen unter euch, die nicht an eine „höhere Macht“ oder etwas Ähnliches glauben, schon die Erfahrungen gemacht haben, dass die Lösung nicht immer von uns selber „gemacht“ werden kann .

Gerade in schwierigen Lebenssituationen ist es sehr hilfreich sich daran zurück zu erinnern. Es macht Mut und stärkt.

 

Aus Grau wird Dankbarkeit

Heute morgen hat meine Stimmung im Inneren mit dem Grau in Grau im Äußeren perfekt zusammen gepasst. Ich ging mit Priska zur Hunderunde hinaus und dachte mir noch wie gut, es ist, dass ich „gezwungen“ bin nach draußen zu gehen, ohne Hund hätte ich mich wahrscheinlich den ganzen Tag „vergraben. Unweit von unserem Haus, also gerade um die Ecke steht ein großer Baum auf dem „Schwanenplatz“. Ich habe ihn aber schon lange in Rabenplatz umgetauft. Seht und hört selbst:https://www.youtube.com/watch?v=NkqDi4_M2l4

Es macht Freude, dem munteren Treiben zuzusehen. Zumindest geht es mir so, die Menschen die direkt am Schwanenplatz wohnen, empfinden das vielleicht zuweilen ganz anders, so ist das eben.
Dann ging es weiter durch die Felder und es gab ein wunderbares Vogelkonzert.
Deshalb  dachte ich mir, wenn das Wetter auch nicht so berauschend ist, dann gibt es doch wenigstens Schönes zu hören. Also wieder ein Glücksmoment für meine Sammlung. :;-)

https://www.youtube.com/watch?v=VKW00OL-Uf0

Als ich nach Hause kam durfte ich einen ganz  lieben Brief einer Freundin aus dem Briefkasten holen.Wir kennen uns seit vielen Jahren und sehen uns sehr selten. Aber die Beziehung hält über diese Entfernung hinaus immer noch und das macht mich dankbar.

Habt ihr heute auch schon etwas erlebt, was euch froh und dankbar gemacht hat?

Ich mach‘ das jetzt, trotzdem!


Vielleicht habt Ihr Euch jetzt erst mal die Stirn in Falten legend etwas verwundert am Kopf gekratzt und gefragt: Was will sie uns nun damit sagen?
Ich habe heute an meine Kindheit zurück gedacht, an eine ganz bestimmte Szene. Ein Onkel war zu Besuch. seines Zeichens ein sehr ambitionierter Hobbymaler. Er schaute mir über die Schulter, als ich entspannt und vergnügt ein Bild zu Papier brachte. Ich war vielleicht 8 Jahre alt. Er mäkelte, weil ich ein Lineal gebrauchte, um ein Haus zu zeichnen.
Ich erinnere mich nicht mehr an die Einzelheiten unsere Gespreäches, aber ich weiß, dass dieses Ereignis mich stark geprägt hat und die Auswirkungen bis vor nicht allzulanger Zeit meine Lust am Zeichnen und Malen blockiert hat. Ich hatte diesen Satz in mir: „Du kannst das nicht…!“
Heute ist es mir egal, ob “ ich das kann oder nicht“, ich tue es einfach für mich, weil ich Freude daran habe und nun geht es mir gut damit.
Es gibt so viele Gründe, die mich daran hindern können, etwas zu tun, was ich gerne mache, wozu ich Lust habe, was mir einfach gut tut. Zum Beispiel die Stimme in meinem Kopf die mir sagt: “ Dazu ist jetzt keine Zeit, es gibt so viel zu tun, du musst erst dies und das tun, das Leben ist doch nicht zum Vergnügen da, erst die Arbeit dann das Spiel…“
Heute gelingt es mir immer öfter, diese Stimme in mir zum Schweigen zu bringen und ich mache dann trotzdem genau das, was mir gerade Freude macht, und die Arbeit ist mir noch niemals davon gelaufen. Sie ist ganz geduldig mit mir und wartet, bis ich Zeit für sie habe.
Ich bin davon überzeugt bin, dass jeder Mensch mindestens eine besondere Begabung hat, die es wert ist entdeckt und gelebt zu werden. Begabungen verstehe ich nicht nur im künstlerischen Sinne, sondern es schließt alles ein, was mir Freude bereitet, was mir leicht fällt, zu dem ich mich hingezogen fühle. Vielleicht entdecke ich, dass ich besonders gerne anderen Menschen zuhöre, und ihnen damit eine Freude bereiten kann. Vielleicht macht es mir Spaß zu basteln und ich verschenke ab und zu eines meiner Werke oder ich spende es für einen Basar. Vielleicht wohnt in mir die Gabe, mich an der Natur zu erfreuen und ich gebe mir selber mindestens zweimal in der Woche eine Stunde Urlaub vom Alltag für eine kleine Wanderung.
Alles was ich in diesem Sinne tue wird nicht nur mir selber dienen, es wird als positive Kraft in die Welt hinaus fließen.
Alle Begabungen die wir “ ins Leben rufen“ werden gute Frucht bringen.
Das ist ganz besonders in dieser Zeit wichtig, in der der Fokus so oft auf allen möglichen negativen Ereignissen in der Welt liegt. Ich möchte mich nicht auslaugen und entkräften lassen, ich möchte Licht, Freude, positive Kraft, Mut und Hoffnung tanken und weiter fließen lassen, ganz natürlich und selbstverständlich, wie der Löwenzahn, der seine Schirmchen weiter fliegen lässt.

 

Nichts Weltbewegendes

Ich ertappe mich immer wieder dabei, in eine Schreibblockade zu verfallen, weil ich mir denke, dass es nichts Interessantes zu berichten gibt. Dann stieß ich vorgestern auf einen Artikel bei Facebook. Er handelte vom Zaudern. Darin heißt es unter anderem: “ Pssst, ich verrate Ihnen jetzt das grosse Geheimnis der Schriftstellerei: Die besten Ideen kommen einem beim Schreiben, nicht beim Nachdenken. “ Diese Erkenntnis lässt sich auch auf allgemeine Lebensbereiche übertragen.  Es wurde darin beschrieben, dass das Nachdenken bis zu einem gewissen Grad nützlich ist, aber wenn wir zu lange darin verweilen, wird es zum Grübeln und Zaudern und lässt uns schnell in eine Blockadefalle laufen. Also kurz gesagt: Die Umsetzung einer Idee lässt sich nicht theoretisch in Gedanken vorweg – „leben“, nur im Handeln wird sie lebendig und bietet uns die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, was natürlich die Möglichkeit Fehler zu machen einschließt. Als ich den Artikel las, konnte ich mich in vielen Passagen wiedererkennen. Deshalb habe ich heute beschlossen „einfach drauf los zu schreiben“ und siehe da, es sind schon erstaunlich viele Worte geworden. Also erzähle ich von meinem ganz normalen Leben, nichts Weltbewegendes; aber es gibt ja nun auch zur Zeit, wie ich meine, mehr als genug, was die Welt bewegt und durcheinander rüttelt. Für mich ist es aus diesem Grund ganz besonders wichtig, immer wieder gedanklich zur Ruhe zu kommen. Dabei hilft mir zum Beispiel das Malen und Zeichnen. Ich habe die Zentangle Technik für mich entdeckt und abgewandelt. Mein neues Bild zeigt ein geliebtes Motiv von mir, das ihr ja schon  auf anderen Bildern gesehen habt: Weiterlesen