Warum mache ich das eigentlich

In der letzten Zeit habe ich mir des Öfteren Gedanken darüber gemacht, warum ich eigentlich Zeit investiere zum Bloggen. Was ist für mich die Motivation?
Da ich auch auf Facebook und Instagramm unterwegs bin werde ich ständig mit den Like Buttons konfrontiert. Klar, auf Facebook oder Instagramm benutze ich sie auch. Aber das hat für mich einen anderen „Charakter“, da ist die Reichweite viel größer. Es gibt massenhaft Informationen auf unzähligen Seiten und von den sogenannten Freunden werden doch meist eher kurze Statements abgegeben, oder mal ein Foto eingestellt.
Bloggen ist für mich anders, irgendwie als wenn ich die Tür zu „mein Wohnzimmer“ noch ein Stückchen weiter öffnen könnte, so dass dort Platz wird für die Begegnung mit Menschen, die ich sonst nicht treffen, ja noch nicht einmal kennen würde.
Bloggen ist für mich ein wertvoller Austausch, wie eine Gesprächsrunde bei der Erlebnisse Informationen oder Fotos ausgetauscht werden. Natürlich interessiert sich nicht Jeder für alles oder hat zu jedem Thema etwas zu sagen, aber wenn sich immer nur Einzelne und die Selben in das „Gespräch“ einbringen, dann entbehrt es der Lebendigkeit.
Wenn ich in einem Blog lese, dann sehe ich, dass sich der Blogger viel Mühe gegeben hat, um einen schönen Artikel zusammenzustellen.
Nicht zu jedem Artikel habe ich etwas zu sagen, z.B. weil ich mich mit dem betreffenden Thema noch nicht auseinandergesetzt habe oder weil meine Interessen auf einem anderen Gebiet liegen. Aber in den meisten Fällen nehme ich mir gerne die Zeit, ein paar anerkennende Worte zu schreiben, oder auch manchmal nur einen kleinen Gruß zu hinterlassen.
Ich mag nicht einfach nur auf den Knopf drücken (Like Button), quasi ein Häkchen hinter das von mir Gesehene zu machen und dann flott weiter zum nächsten Blog zu „springen“. Sicher, das wäre zeitsparender, also richtig effektiv, denn dann würde ich viel mehr Blogs mit dem gleichen Zeitaufwand schaffen, aber mit dieser Konsumhaltung würde mir schon bald die Freude verloren gehen.
Weniger ist oft viel mehr, finde ich!
Aus diesem Grund ist es für mich gar nicht schlimm, dass sich hier auf meinem Blog keine Like Buttons einrichten lassen, denn wäre es möglich, hätte ich zwar wahrscheinlich eine leise Ahnung davon, ob da Jemand und wer da draußen mitliest, aber trotzdem würde nicht mehr Menschen zu mir „in meinem Wohnzimmer kommen und sich zu mir an den Tisch setzten“.

So, und nun nehme ich euch mit auf meinen Herbstspaziergang, den ich vorgestern gemacht habe. Es war sozusagen ein Goldener Oktobertag der sich in den November verirrt hat. Wahrscheinlich hatte er getrödelt, sich zu lange verweilt mit Nüssen, Kastanien und Äpfeln ernten und in der Sonne sitzen und sich die Nase wärmen lassen; und so hat er dann den Anschluss verpasst und konnte erst vorgestern hier Einzug nehmen.
Seht selbst, welche Geschenke er mitgebracht hatte.

Machts gut, bis demnächst.

 

Sei nicht so empfindlich

„Was hast du denn jetzt schon wieder, es ist doch alles in Ordnung?
Was willst du denn?
Stell dich nicht so an!
Du hast doch gar keinen Grund zum Traurig Sein, dir geht es doch so gut!
Nimm dir nicht alles so zu Herzen, sei nicht so empfindlich, leg nicht alles auf die Goldwaage!
Was machst du denn, einfach nur da sitzen und nachdenken, man muss doch etwas tun!“
Mir kommen diese Ansprachen sehr bekannt vor, schon als Kind habe ich sie so oder mit ähnlichen Worten oft gehört.
Und heute ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich diese Sätze im Geiste zu mir selber spreche um mich davon abzubringen, so zu sein, wie ich bin.
Um besser in das Bild zu passen, was ich mir von mir selbst gemacht habe und um die Erwartungen, die ich mir selbst auferlege zu erfüllen.
Ich bin empfindsam, dünnhäutig und reflektiere ständig, was ich erlebt habe.
Ich kann einen ständigen Geräuschpegel z.B. durch Radio nur schwer ertragen.
Wenn jemand laut spricht tut es mir in den Ohren weh.
Wenn ich mich in Gesellschaft von vielen Menschen aufhalte, strengt mich das an, weil ich die Stimmungen und Befindlichkeiten der anderen Menschen spüren kann.
Gerüche nehme ich sehr intensiv wahr, manche bereiten mir körperliches Unwohlsein.
Ich habe sozusagen feine Antennen und nehme viele Eindrücke auf, ständig und überall, weil ich sie nicht ausfiltern kann, deshalb brauche ich regelmäßig Ruhezeiten um alles zu verarbeiten.
Heute weiß ich, warum das so ist, dass ich nicht unnormal bin, nicht schlecht oder minderwertig.
Ich bin eine HSP (Highly Sensitiv Person) hochsensibel eben.
Es wird in den letzten Jahren immer häufiger darüber in den Medien berichtet, natürlich auch kontrovers diskutiert. ‚
Seit ich auf diese Thematik gestoßen bin, hat für mich ein neues Leben begonnen. Ich habe mich eingehend damit beschäftigt und habe mich in meinem So Sein wieder gefunden.
Ich mag es nicht, wenn sich Hochsensible als etwas Besonderes darstellen oder die Erwartung haben, dass ihre Umwelt nun auf sie Rücksicht nehmen müsse.
Jeder Mensch hat schließlich seine Eigenarten, seine Begabungen, seine kleinen Macken, besondere Persönlichkeitsmerkmale.
Aber mir hat es sehr geholfen, zu erfahren,dass es nicht nur mir alleine so geht, und dass ich nicht falsch oder krank bin.
Laut den Forschungsergebnissen sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung hochsensibel und nicht jeder Hochsensible Mensch „tickt gleich“, es gibt da ganz unterschiedliche Ausprägungen.
Ich habe gelernt selbstverantwortlich mit mir umzugehen und für mich und meine Bedürfnisse einzustehen. Es ist ein Lernprozess der keineswegs abgeschlossen ist.
Gestern bemerkte ich, dass ich wieder einmal im
„Abwehrmodus“ war und mich selber maßregelte(siehe oben).
Dann besann ich mich darauf, was ich in meiner Weiterbildung zur Entspannungspädagogin gelernt habe und ging in eine Atemmeditation.
Diese Art von Meditation habe ich für mich selbst als äußerst hilfreich und entspannend entdeckt und schreibe öfter Anweisungen zur Meditation für mich selbst auf, damit ich sie mir gelegentlich wieder vergegenwärtigen kann, besonders hilfreich, wenn der Stress sehr groß ist.
Gestern ist diese entstanden:

Atemmeditation: Einatmen auf DA Ausatmen auf SEIN:

DA SEIN
Ich lasse alles
Müssen, Sollen, Wollen
Ich darf mich sein lassen
EINFACH DA SEIN
SO WIE ICH BIN

Grenzenlos

Grenzenlos

Ohne Begrenzungen grenzenlos glücklich?

Das Land der grenzenlosen Möglichkeiten.
Wenn wenn es das wirklich geben würde, wollte ich dort leben?

Während ich nachdenke fällt mir unmittelbar der Wechsel der Jahreszeiten ein.
In diesem Jahr hat es sich zwar geraume Zeit so angefühlt als ob der Sommer nicht enden wolle, aber nun ist er endgültig vorbei!
Es ist keineswegs so, dass ich dem Herbst ausschließlich gute Seiten abgewinnen kann. Die Tatsache, dass das Licht abnimmt und die Welt oft in graues Licht getaucht wird schlägt sich auch bei mir auf die Stimmung nieder, ich werde nachdenklicher, melancholischer, vielleicht sogar empfindsamer. Dennoch möchte ich diese Zeit auf keinen Fall missen, denn ich bin mir sicher, dass mir ohne sie etwas Entscheidendes fehlen würde.Im Herbst, auch gerade im Monat November, der oft als grässlich verschrien ist, habe ich schon unzählige faszinierende Naturstimmungen vorgefunden, die ich versucht habe fotografisch festzuhalten.

Kürzlich habe ich meine Empfindungen bei einem Gespräch über die Jahreszeiten zum Ausdruck gebracht und von den Anderen Beteiligten mehr oder weniger kopfschüttelndes Unverständnis gespürt.
Sie sagten einstimmig, dass sie davon träumen, dauerhaft im Sommer leben zu können, oder allenfalls im Wechsel mit frühlingshafter Witterung.
Warum würde ich mich,falls ich die Wahl hätte, freiwillig dafür entscheiden den Sommer gegen den Herbst und den Herbst gegen den Winter zu tauschen?
Ich glaube, genau deshalb, weil danach wieder der Frühling kommt!
Durch den Wechsel oder die Begrenzung der einzelnen Jahreszeiten erlebe ich ihre Qualität intensiver. Ich koste sie sozusagen aus und vermute, dass ich zum Beispiel das erfrischende Bad in einem See an einem heißen Sommertag oder auch nur ein Fußbad im Schlauchboot(siehe Galerie), niemals so sehr genießen könnte, wenn das alltäglich möglich wäre.

Mir ist das „Spiel der Jahreszeiten „ als Sinnbild des Lebens sehr nah und elementar wichtig!
Das Leben bietet unzählige Begrenzungen die Potential zur Entwicklung bieten.
Manche Begrenzung setzte ich mir selber und kann buchstäblich darüber hinaus wachsen.
Aber da sind auch die Begrenzungen die unumgänglich sind.
Nicht nur die Lebenszeit an sich sondern zum Beispiel auch die Begrenzungen die mir durch meine persönlichen Strukturen gegeben sind. Ich bin nicht grenzenlos begabt, vieles lässt sich lernen, aber bei weitem nicht alles.
Nachdem ich oft mit meinen persönlichen Begrenzungen gehadert habe, weil ich dem Vergleich mit anderen Menschen nicht standhalten konnte („die schafft das doch auch, warum ich nicht?“), weiß ich heute, dass ich durch diese Auseinandersetzung mit mir selber, durch dieses „Zurückgeworfensein“ auf mich mit meinen Begrenzungen, mir selbst näher gekommen bin.
Ich durfte entdecken, was in mir steckt, nämlich all das, was sich im Außen nicht finden lässt.

Manchmal kommt es ganz anders

Die goldene Herbstsonne hat mich heute hinausgelockt und ich hab meinen kleinen Rucksack gepackt und bin zu einem meiner Lieblingsplätze in „unserem Wald „ gewandert. Ja, ihr kennt ihn bereits. Eigentlich hatte ich es mir das ganz anders vorgestellt. Ich wollte hier nur eine kleine Rast einlegen und in der Stille des Waldes Ruhe, Sonne und Kraft tanken. Was bekam ich: Eine Horde Schulkinder samt Lehrer auf Ausflug. Schon von weitem hallten die Kinderstimmen durch den Wald. Ich konnte zum Glück sofort auf positives Denken umschalten und dachte: Wie schön, dass es diese Kinder gibt, dass sie leben dürfen, sie sind die „Gestalter“ der Zukunft. Ich fand dann tatsächlich am Rande einer Bank noch ein Plätzchen zwischen all den Tüten und Rucksäcken und ließ meinen Blick ins Tal schweifen. Habt ihr das schon mal ausprobiert: Die Stille hinter allen Tönen zu hören? Ich hab das „trainiert“, habe den Impuls vor längerer Zeit einmal von Eckart Tolle aufgegriffen und wenn ich einigermaßen gut drauf bin kann ich auf diese Weise die Geräuschkulisse und alles um mich herum ausblenden und auch im Trubel zur Ruhe kommen. Zumindest eine Zeitlang gelingt das. Heute saß ich eine gute Stunde dort und sah die eine Schulklasse von dannen ziehen, eine zweite Schulklasse kommen und bleiben, wieder weiter gehen, sie wurde just abgelöst von einer kleineren Männerwandergruppe mit „interessanten“ Gesprächsthemen. Ja, ich muss zugeben, da habe ich eine kleine Ausblendepause gemacht. Ich erfuhr also so ganz ungewollt und nebenbei, wie man einer Frau, die mehrfach Geld aus dem „Klingelbeutel“ gestohlen hat, das Diebeshandwerk legt und dass das eine gute Tat ist! Nachdem die Männer ihren Weg fortgesetzt hatten kam sogleich ein Ehepaar, Urlauber wohl, die sich aber vergleichsweise leise unterhielten. Dann gesellte sich eine größere Gruppe Menschen verschiedener Nationalitäten zu „uns“ und ich durfte während einer weiteren kurzen Ausblendepause original gepfälzertes Englisch auch Pfänglisch genannt (seit heute meine neue Wortkreation) genießen. Nachdem diese Gruppe auch das Weite gesucht hatte und ich von Ferne wieder Kinderstimmen hörte und gewahrte, dass diese Schulklasse sich offensichtlich genau das von mir geplante Wanderziel auserkoren hatte, beschloss ich es für heute gut sein zu lassen! Ich trat also den Rückweg an und traf noch Karl, den Käfer, der sich wohl wahrscheinlich wegen des munteren Treibens im Walde einen besseren Überblick verschaffen wollte.Aber ich komme wieder !

 

 

 

Ich lasse mir den Spaß nicht verderben…

… und mache einfach weiter!
Danke für eure Rückmeldungen per Kommentar.
Gestern Nachmittag habe ich zum ersten Mal einen ausgiebigen Herbstspaziergang gemacht. Ich mag diese Stimmung sehr, wie ihr wisst. Ich habe es ja oft genug geschrieben.


Das Licht ist ganz anders als im Sommer, eine gewissen Melancholie und Dramatik liegt in der Luft. Manchmal ist es auch einfach Stille.
Plötzlich sah ich von Weitem, was?

Man erkennt es kaum, weil das was mir ins Auge fiel und der Ackerboden ähnliche Farben haben.
Aber wenn man näher kommt, dann sieht das schon ganz anders aus.

Und noch näher dann so:
Bei diesem Anblick kam mir eine Idee für ein Gedicht in den Sinn.

Von Weitem ist´s ein Hügelchen
Von Nahem ist´s ein Berg
Und wenn man wieder sich entfernt
dann wird der Ries zum Zwerg

Wenn ein Problem im Wege steht
ist riesengroß der Schreck
doch wenn ein Jahr ins Lande geht
scheint´s winzig wie ein Fleck

Also, macht´s gut, bis demnächst mal wieder!

 

Lebensschätze

In der Regel leben wir so, als wäre unsere Zeit unbegrenzt.
Natürlich wissen wir, dass wir sterbliche Wesen sind, aber in unserem Kulturkreis ist der Großteil der Menschen zu wahren Meistern der Verdrängung geworden.
Auch ich zähle mich zu ihnen und das, obwohl mein Leben für mich von Kindheit an immer wieder Lektionen bereit gehalten hat, die mir die Endlichkeit des Lebens vor Augen führte, so zum Beispiel im Alter von 8 Jahren, als ein Freund von mir starb.
Ihr könnt diese Episode in meinem Schreibblog Herzensauge lesen.

Im Hinblick auf die Vergänglichkeit kann sich so manches Problem als weniger bedeutungsvoll herausstellen. Wenn ich in einer belastenden Situation feststecke, kann es durchaus hilfreich sein, mir vorzustellen, wie ich in etwa 2 Jahren wohl rückblickend darüber denke.
Oder wenn mir der heutige Tag scheinbar nur Anlass zu Ärger und mieser Laune gegeben hat, dann kann die Frage, wie ich empfinden würde, wenn ich wüsste, dass es der Letzte wäre alles verändern.
Ich habe mir auf diese Weise schon öfter über die meinen Kreislauf belastende Hitze dieses Sommers hinweg geholfen in dem ich mir vorstellte, dass in wenigen Wochen schon Herbst ist und dann die dunklere Jahreszeit beginnt, in dem ich mich manchmal nach Sonnenlicht sehne.

Ich sitze hier am Notebook und tippe
diese Zeilen und denke daran, wie unermesslich viele Stunden mir das
Leben schon geschenkt hat. Einige, wenige sind mir noch in
Erinnerung, meist solche in denen mich „das Leben auf die ein oder
andere Art durchgerüttelt hat“. Sie haben es geschafft, sich einen
Platz in den ungeschriebenen Memoiren meines Lebens zu ergattern.

Aber was ist mit den Sternstunden meines Lebens, sie sind
anscheinend dazu prädestiniert, ein Schattendasein zu
führen?
Kürzlich habe ich mich dazu entschlossen, mich den
Erinnerungen an meine Kindheit zu widmen. Ich habe mich z.B. gefragt,
welche Bilder auftauchen, wenn ich an meine Kindergartenzeit denke,
wie das Außengelände ausgesehen hat, wie es innen aussah, womit ich
gerne gespielt habe, an welche Erlebnisse im Kindergartenalltag ich
mich erinnere. Auf diese Weise ist schon in kurzer Zeit recht Vieles
wieder ins Bewusstsein gerückt, was lange verborgen war.
Zum
Beispiel fielen mir zwei meiner Lieblingslieder ein, die unsere
Kindergartenschwester mit uns gesungen hat und ich konnte nachspüren,
was ich beim Singen empfunden habe, das war so etwas wie Helle,
Heiterkeit, Geborgenheit, tiefes Vertrauen in das Leben. Mir wurde
bewusst, wie wertvoll und wichtig diese Ordensschwester, die meine
Kindergartengruppe geleitet hat, für mein Leben war. Sie hatte mir
einiges mitzugeben, was mich positiv geprägt hat.
Ich habe eine
Ahnung, dass sich noch ganz viele Lebensschätze entdecken lassen,
wenn ich mich dafür öffne.

Schreiben gegen die Sprachlosigkeit

Seit Tagen habe ich den Wunsch hier einen Artikel zu schreiben, aber immer wenn ich darüber nachdenke, was ich euch mitteilen möchte, stoße ich auf gähnende Leere im Schreibstübchen meines Gehirns. Hat sich da etwa ein kleiner Buchstabenfresser eingenistet, der sich heimlich seinen Bauch „vollgeschlagen“  hat? Ich kam zu der Überzeugung, dass ich jetzt nicht länger untätig zusehen möchte, sondern einfach mal ohne nach zu denken drauf los schreibe. 

Das Foto ist heute Abend in unserem „Nochgarten“ entstanden. Da wachsen schon Trauben am Weinstock. Ist schon ein eigenartiges Gefühl, dass da bald „kein Gras mehr wächst“. Es beschäftigt mich Suchdienst Feststellung, dass ich den Aufenthalt dort nie „ungetrübt“ genießen kann. Immerüberkommt mich die Trauerigkeit darüber, dass ich schon bald nicht mehr hier sitzen und das Grün und dieRuhe und das Vogelgezwitscher genießen kann. Dann denke ich jedes Mal, dass ich doch jetzt noch hier sein darf und jetzt noch froh darüber sein könnte. Schon verrückt, dass ich so oft nicht wirklich im Hier und Jetzt lebe sondern irgendwo „zwischen der Zeit festhänge“, in der Vergangenheit oder in dem was ich mir als  Zukunftsszenario vorstelle. Dabei bleibt das wirkliche Leben „auf der Strecke“.

So, nun habe ich dem Buchstabenfresser aber ein Schnippchen geschlagen!😀

Außerdem kann ich auf diese Art auch die Funktion meines neuen Smartphones testen, mit dem alten hatte die WordPress App nicht mehr gut funktioniert. Ich wünsche euch allen einen schönen entspannten Samstagabend und auch einen lebensfrohen Sonntag.

Abendgedanken

20.15 Uhr
Ich sitze in unserem Hof.
Es ist wieder Stille eingekehrt, nachdem in den vergangenen Tagen unsere beiden Kinder zu Besuch bei uns waren.
Ein wenig Wehmut schwingt noch in mir nach.
Mein Blick geht nach oben und ich beobachte das Stück Himmel über mir.
Wolken schweben langsam vorrüber.
Schwalben ziehen munter ihre Kreise.
Ein sanfter Wind streichelt mein Gesicht.
Das Leben fließt unablässig weiter, es gibt keinen Halt und kein Zurück, die Wolken zeigen es mir.
Ich lasse es geschehen.
Mir kommt mein derzeitiges Lieblingslied in den Sinn, in dem es heißt:
„… und ich will vertraun wie ein Vogel im Wind, der niemals fürchtet, dass er fällt…“
Ich summe die Melodie leise vor mich hin.
Die Wehmut ist mit den Wolken fortgezogen.
Meine Gedanken die zuvor noch unruhig hin und her geflattert sind, haben sich beruhigt.
Es fühlt sich an, als wenn ich wieder zu mir selbst nach Hause gekommen bin.

Wie gut es mir immer wieder tut, einfach da zu sitzen und die Wolken zu beobachten.
Das ist eines meiner liebsten Entspannungsrituale.
Vor längerer Zeit habe ich eine Bildkarte gestaltet, die zu meinem heutigen Beitrag passt.
Wenn ihr mal „rüberhüpfen“ mögt, in meinen Schreiblog Herzensauge, dann könnt ihr sie sehen.
Alles Liebe für euch, bis bald.

Vielleicht bist du glücklich und weißt es noch nicht?

In den vergangenen Tagen war das Thema Glück einmal wieder präsent für mich.
Es kam einfach so gänzlich unerwartet daher, es erschien bei einer Übung zum kreativen Schreiben und nahm sich Raum auf dem Papier. Es wollte zum Ausdruck kommen.
Und dann habe ich plötzlich bei meinen Entwürfen den Beginn einer Geschichte gefunden, der genau passte und das Thema Glück hat sich in seiner Nähe sichtlich wohlgefühlt. Deshalb haben sie Freundschaft geschlossen und haben sich zu einer Geschichte zusammengetan.
„ Vielleicht bist du schon glücklich und weißt es noch nicht?“
So könnte man den Grundgedanken dieser Geschichte formulieren.
In meinem Schreibblog Herzensauge könnt ihr die Geschichte lesen.

Schon sehr oft habe ich das Thema Glück in Wort und Bild in Szene gesetzt. Es verfolgt mich eigentlich schon lange Zeit meines Lebens. Vielleicht liegt es daran, dass mein Name Beate “ Die Glückliche “ bedeutet.
Immer wieder habe ich erfahren, dass es gewisse Grundbedingungen für mich gibt, die mich glücklich machen, sozusagen das große Glück des Lebens, eine davon ist zum Beispiel das Geschenk der Freundschaft.
Heute Nachmittag darf ich wieder mit einer lieben Freundin zusammen sein und wir tun einander einfach gut, das macht mich glücklich.
Aber das Glück hat auch ganz viele kleine Ableger, zum Beispiel, wenn ich in der Natur unterwegs bin und mein Herzensauge das Wunder und die Schönheit von ganz unscheinbaren Pflänzchen wahrnimmt.
Ich wünsche euch, dass ihr an jedem Tag einen“ kleinen Ableger des Glückes“ entdecken dürft.

Heute mal ganz anders

Einen Tag für ganz für mich, mit einer ausgewogenen Mischung aus Fitness und Wellness hatte ich mir heute verordnet, und den bekam ich auch, nur ganz anders als geplant.
Mindestens zehntausend Schritte (nö ich besitze keinen Schrittzähler, ist nur so ein Synonym für ambitionierte sportliche Betätigung) wollte ich laufen und mir danach noch ein Wellnesserlebnis in der Sauna gönnen.
Dann fand ich alles was mein Herz begehrte nach vermutlich nur schlappen 1500 Schritten. So kann es gehen, wenn man ganz spontan einen anderen Weg einschlägt, am murmelnden Bächlein entlang, mit zwei kleinen Schneeglöckcheninseln, die aussahen, als ob der Herr Frühling sie selbst mit beschwingtem Pinsel hingetupft hatte  und begleitet vom munteren Zwitschern der Vögel, die offensichtlich genauso begeistert wie ich den ersten Frühlingstag genießen wollten.

Nur wenige Schritte später lockte mich am Feldrand sogar eine Bank aus gesägten Holzstämmen und es kam mir vor, als ob sie extra für mich dort liegen gelassen wurden. Auch gut, das ist Fitness für die Seele, dachte ich mir und ließ mich nur zu gerne vom schmunzelnden Gesicht der Sonne einladen, mich hier niederzulassen und ihre zarte Wärme zu genießen.

Während ich genüsslich mein Gesicht in ihren Strahlen badete, kam mir in den Sinn, dass ich mir heute die Saunakosten ersparen könnte, denn das hier war doch wohl Wellness in Perfektion und dazu noch gratis. Ich verweilte also anstatt zu trimmen und dachte mit Genugtuung an die anderen Saunagäste, die sich mühsam einen Platz auf der Liege erkämpfen mussten, weil ganz nach deutscher Marnier, die Plätze von denen die zuerst kamen mit Handtuch und Decke belegt wurden, so dass für alle Nachzügler ein freier Platz fast wie der Gewinn in einer Lotterie anmutete. Angesichts dieser Erinnerung nahm ich mitleidig lächelnd die nur um wenige Grade niedrigeren Temperaturen in Kauf. Ich bin ja schließlich genügsam, es muss ja nicht immer um die 100 Grad sein, auch ohne zu schwitzen kann der Körper entspannen, dachte ich bei mir.

Zum ersten Mal in diesem Jahr zog mir die Sonne meine Jacke aus und malte für mich mit den Ästen auf dem Baumstamm der neben mir lag ein zartes Schattenmuster.

Lustige Schäfchenwolken schmückten den perfekt blauen Himmel und das beruhigende Gluggern des Bächleins hinter mir bereitete mir ein Fest für die Sinne.
Hier ein kleines Video.
Irgendwann machte ich mich fast beflügelt auf den Rückweg und war vollkommen zufrieden mit mir und der Welt. Als ich schon fast zu Hause war, wurde ich jäh aus meinen beseelten Träumen gerissen, denn ich bemerkte, dass meine Kamera fehlte. Schnell wurde mir klar, dass ich sie in einem Zuge mit meiner Jacke am Baumstamm abgelegt hatte.
Nun kam ich also doch noch so richtig in Schwung, denn ich lief flotten Schrittes in gutem Walkingtempo zurück zum dem Ort an dem ich mich ganz dem Naturerlebnis hingegeben hatte.
Was soll ich sagen, diese fast perfekt anmutende Achtsamkeitsübung hatte ihre kleinen Tücken, denn ich wurde ausgerechnet von ihr dazu verleitet ganz unachtsam meine Kamera zu vergessen.
Nun ja wer will schon vollkommen sein, ist doch langweilig, oder?

Ich kam nun also doch noch, auch ganz ohne Sauna, ordentlich ins Schwitzen und glücklich trug ich meine wiedergefundene Kamera im sportlichen Schritt nach Hause, denn wenn man einmal in Schwung ist, geht es beinahe wie von selbst. So kam es, dass ich sie doch noch erreichte, die ausgewogene Fitness-Wellness Balance.