Abendgedanken

20.15 Uhr
Ich sitze in unserem Hof.
Es ist wieder Stille eingekehrt, nachdem in den vergangenen Tagen unsere beiden Kinder zu Besuch bei uns waren.
Ein wenig Wehmut schwingt noch in mir nach.
Mein Blick geht nach oben und ich beobachte das Stück Himmel über mir.
Wolken schweben langsam vorrüber.
Schwalben ziehen munter ihre Kreise.
Ein sanfter Wind streichelt mein Gesicht.
Das Leben fließt unablässig weiter, es gibt keinen Halt und kein Zurück, die Wolken zeigen es mir.
Ich lasse es geschehen.
Mir kommt mein derzeitiges Lieblingslied in den Sinn, in dem es heißt:
„… und ich will vertraun wie ein Vogel im Wind, der niemals fürchtet, dass er fällt…“
Ich summe die Melodie leise vor mich hin.
Die Wehmut ist mit den Wolken fortgezogen.
Meine Gedanken die zuvor noch unruhig hin und her geflattert sind, haben sich beruhigt.
Es fühlt sich an, als wenn ich wieder zu mir selbst nach Hause gekommen bin.

Wie gut es mir immer wieder tut, einfach da zu sitzen und die Wolken zu beobachten.
Das ist eines meiner liebsten Entspannungsrituale.
Vor längerer Zeit habe ich eine Bildkarte gestaltet, die zu meinem heutigen Beitrag passt.
Wenn ihr mal „rüberhüpfen“ mögt, in meinen Schreiblog Herzensauge, dann könnt ihr sie sehen.
Alles Liebe für euch, bis bald.

Vielleicht bist du glücklich und weißt es noch nicht?

In den vergangenen Tagen war das Thema Glück einmal wieder präsent für mich.
Es kam einfach so gänzlich unerwartet daher, es erschien bei einer Übung zum kreativen Schreiben und nahm sich Raum auf dem Papier. Es wollte zum Ausdruck kommen.
Und dann habe ich plötzlich bei meinen Entwürfen den Beginn einer Geschichte gefunden, der genau passte und das Thema Glück hat sich in seiner Nähe sichtlich wohlgefühlt. Deshalb haben sie Freundschaft geschlossen und haben sich zu einer Geschichte zusammengetan.
„ Vielleicht bist du schon glücklich und weißt es noch nicht?“
So könnte man den Grundgedanken dieser Geschichte formulieren.
In meinem Schreibblog Herzensauge könnt ihr die Geschichte lesen.

Schon sehr oft habe ich das Thema Glück in Wort und Bild in Szene gesetzt. Es verfolgt mich eigentlich schon lange Zeit meines Lebens. Vielleicht liegt es daran, dass mein Name Beate “ Die Glückliche “ bedeutet.
Immer wieder habe ich erfahren, dass es gewisse Grundbedingungen für mich gibt, die mich glücklich machen, sozusagen das große Glück des Lebens, eine davon ist zum Beispiel das Geschenk der Freundschaft.
Heute Nachmittag darf ich wieder mit einer lieben Freundin zusammen sein und wir tun einander einfach gut, das macht mich glücklich.
Aber das Glück hat auch ganz viele kleine Ableger, zum Beispiel, wenn ich in der Natur unterwegs bin und mein Herzensauge das Wunder und die Schönheit von ganz unscheinbaren Pflänzchen wahrnimmt.
Ich wünsche euch, dass ihr an jedem Tag einen“ kleinen Ableger des Glückes“ entdecken dürft.

Heute mal ganz anders

Einen Tag für ganz für mich, mit einer ausgewogenen Mischung aus Fitness und Wellness hatte ich mir heute verordnet, und den bekam ich auch, nur ganz anders als geplant.
Mindestens zehntausend Schritte (nö ich besitze keinen Schrittzähler, ist nur so ein Synonym für ambitionierte sportliche Betätigung) wollte ich laufen und mir danach noch ein Wellnesserlebnis in der Sauna gönnen.
Dann fand ich alles was mein Herz begehrte nach vermutlich nur schlappen 1500 Schritten. So kann es gehen, wenn man ganz spontan einen anderen Weg einschlägt, am murmelnden Bächlein entlang, mit zwei kleinen Schneeglöckcheninseln, die aussahen, als ob der Herr Frühling sie selbst mit beschwingtem Pinsel hingetupft hatte  und begleitet vom munteren Zwitschern der Vögel, die offensichtlich genauso begeistert wie ich den ersten Frühlingstag genießen wollten.

Nur wenige Schritte später lockte mich am Feldrand sogar eine Bank aus gesägten Holzstämmen und es kam mir vor, als ob sie extra für mich dort liegen gelassen wurden. Auch gut, das ist Fitness für die Seele, dachte ich mir und ließ mich nur zu gerne vom schmunzelnden Gesicht der Sonne einladen, mich hier niederzulassen und ihre zarte Wärme zu genießen.

Während ich genüsslich mein Gesicht in ihren Strahlen badete, kam mir in den Sinn, dass ich mir heute die Saunakosten ersparen könnte, denn das hier war doch wohl Wellness in Perfektion und dazu noch gratis. Ich verweilte also anstatt zu trimmen und dachte mit Genugtuung an die anderen Saunagäste, die sich mühsam einen Platz auf der Liege erkämpfen mussten, weil ganz nach deutscher Marnier, die Plätze von denen die zuerst kamen mit Handtuch und Decke belegt wurden, so dass für alle Nachzügler ein freier Platz fast wie der Gewinn in einer Lotterie anmutete. Angesichts dieser Erinnerung nahm ich mitleidig lächelnd die nur um wenige Grade niedrigeren Temperaturen in Kauf. Ich bin ja schließlich genügsam, es muss ja nicht immer um die 100 Grad sein, auch ohne zu schwitzen kann der Körper entspannen, dachte ich bei mir.

Zum ersten Mal in diesem Jahr zog mir die Sonne meine Jacke aus und malte für mich mit den Ästen auf dem Baumstamm der neben mir lag ein zartes Schattenmuster.

Lustige Schäfchenwolken schmückten den perfekt blauen Himmel und das beruhigende Gluggern des Bächleins hinter mir bereitete mir ein Fest für die Sinne.
Hier ein kleines Video.
Irgendwann machte ich mich fast beflügelt auf den Rückweg und war vollkommen zufrieden mit mir und der Welt. Als ich schon fast zu Hause war, wurde ich jäh aus meinen beseelten Träumen gerissen, denn ich bemerkte, dass meine Kamera fehlte. Schnell wurde mir klar, dass ich sie in einem Zuge mit meiner Jacke am Baumstamm abgelegt hatte.
Nun kam ich also doch noch so richtig in Schwung, denn ich lief flotten Schrittes in gutem Walkingtempo zurück zum dem Ort an dem ich mich ganz dem Naturerlebnis hingegeben hatte.
Was soll ich sagen, diese fast perfekt anmutende Achtsamkeitsübung hatte ihre kleinen Tücken, denn ich wurde ausgerechnet von ihr dazu verleitet ganz unachtsam meine Kamera zu vergessen.
Nun ja wer will schon vollkommen sein, ist doch langweilig, oder?

Ich kam nun also doch noch, auch ganz ohne Sauna, ordentlich ins Schwitzen und glücklich trug ich meine wiedergefundene Kamera im sportlichen Schritt nach Hause, denn wenn man einmal in Schwung ist, geht es beinahe wie von selbst. So kam es, dass ich sie doch noch erreichte, die ausgewogene Fitness-Wellness Balance.

Da bricht etwas auf

Seht mal, bei den Narzissen auf Priskas Grab tut sich was!
Und wisst ihr was, bei mir ist es genauso!

Ich habe es in meinem Leben immer wieder erfahren, dass alles miteinander verbunden ist und dass alles „zusammen passt“, vergleichbar mit einem Puzzle, was sich Stück für Stück zusammen fügt.
So ist kein Erlebnis, auch wenn es schmerzhaft ist, sinnlos.
Jede Veränderung im Leben birgt Chancen in sich.
Alles braucht seine Zeit und kommt zur richtigen Zeit „ans Licht“.

Ich habe 4 intensive Tage hinter mir. Ein grippaler Infekt hatte mich sozusagen auf mich selbst zurück geworfen. Intensive schmerzhafte Trauer, wichtige, wegweisende Erkenntnisse und ein Motivationsschub in Form einiger Impulse, die genau zur richtigen Zeit, nämlich gestern Abend, von meiner älteren Tochter kamen entfalteten in ihrem zeitlich perfekten Zusammenspiel ihre heilsame Wirkung.
Nun bricht auch in mir etwas auf und beginnt ganz zart seine Blüten zu entfalten.
Mir wurde bewusst, dass die Zeit, die ich nun nicht mehr mit Priska teilen kann, wertvoll ist und ich sie nun für neue Aufgaben nutzen darf!
Was das genau sein wird, das darf sich langsam entwickeln.
Zu gegebener Zeit werde ich es euch wissen lassen.

Wolkenfenster und ein neuer Rahmen

Als ich heute im Wohnzimmer in meinem Sessel saß und aus dem Fenster schaute, blieb mein Blick an den vorbeiziehenden Wolken hängen, schon als Kind habe ich das sehr gerne getan, im Sommer auf dem Rücken in der Wiese liegend.
Diese Beschäftigung empfinde ich als total entspannend. Dieses Wolkenspiel ist für mich ein Sinnbild des Lebens. Das Leben ist ja auch ein stetiger Wandel, was manchmal sehr tröstlich sein kann, manchmal auch sehr schmerzlich, je nach Situation und Blickwinkel.

Heute habe ich diesen Anblick dazu genutzt, mich im Annehmen oder Loslassen zu üben, je nachdem wie man es betrachten will. Schon seltsam, dass zwei auf den ersten Blick total gegensätzliche Begriffe ein und den selben Prozess beschreiben können.
Bei mir ist es der Trauerprozess.
„Lolassen bedeutet nicht Loswerden“, das habe ich im letzten Jahr einmal irgendwo gelesen und es hat mir sehr geholfen, den Prozess des Loslassen besser zu verstehen und auch leichter in mein Leben zu integrieren. Bis dato hatte ich immer Probleme, wenn jemand sagte: “ Das musst du annehmen!“  In mir rebellierte es dann.
„Ich will das doch nicht annemen, ich will das doch so gar nicht wie das ist.“
Diese Aussage die ich las, machte mir deutlich, dass es notwendig ( im wahrsten Sinne des Wortes –  Not-wendig) ist, das Unabänderliche anzunehmen, d,h, mich gegen die unangenehmen Gefühle, mich gegen den Schmerz der Trauer nicht zur  Wehr zu setzten sondern ihn zuzulassen.“ Durch die Trauer hindurch gehen“ ist wahrscheinlich eine gute Beschreibung, es heißt ja auch: „da muss ich jetzt durch“.
Das gilt ja keineswegs nur für Trauersituationen, es gibt ja immer wieder im Leben Gegebenheiten, die wir als lästig, unpassend, hinderlich usw, erleben.
Sicher, nicht immer ist dann das Hinnehmen die beste Lösung! Es gilt herauszufinden, ob es gut und möglich ist, an der betreffenden Situation etwas aktiv zu verändern.
Aber wenn wir uns dazu nicht in der Lage sehen, dann ist es hilfreich, sie anzunehmen.
Jetzt aber genug der Philosophie!

Ich möchte noch einen ganz praktischen Tip weitergeben, der eigentlich wie ich gerade bemerke, die praktische Umsetzung des oben Beschriebenen ist, was die Gegebenheiten betrifft, die man ändern kann!
Ich bekam gestern ein kleines Bild geschenkt, das eine Freundin für mich bei einer Ausstellung gekauft hatte und dann selber eingerahmt hatte. Das Bild gefällt mir sehr gut, aber die Einrahmung dazu gefiel mir gar nicht.
Der Hintergrund war leuchtend orange und der Rahmen glänzend silbern.
Früher hätte ich dann das Bild irgendwo so wie es war im Schrank verschwinden lassen, um es irgendwann zu entsorgen.
Heute dachte ich, nein, ich kann es doch verändern!
Dann nahm ich es aus dem Rahmen, malte den Rahmen mit Acrylfarben an und es kam dann auf einen für mich farbig passenden Hintergrund.
Ist ja alles Geschmacksache!
So sieht es jetzt aus:
Und das Schöne ist, ich habe es meiner Freundin geschrieben und ihr dieses Foto auch geschickt, weil ich beschlossen hatte, ehrlich zu sein und dachte, es ist besser ich lasse sie es sofort wissen, bevor sie es irgendwann in unserer Wohnung entdeckt.
Sie hat sehr positiv darauf reagiert. Sie freute sich, dass ich soviel Freude an dem Bild habe und wir haben beschlossen im Frühjahr einmal die Ausstellung des Künstlers zu besuchen, der ganz in ihrer Nähe wohnt.
Euch allen einen schönen Montag Abend.

 

Zeichen des Lebens

Seit Tagen trage ich mich mit dem Gedanken, dass ich schon lange nichts mehr hier geschrieben habe, es kostet mich auch jetzt Überwindung. Aber darin bin ich mittlerweile schon geübt, denn ich bin damit beschäftigt gut auf mich aufzupassen und mich in meiner Trauer immer wieder auszubalancieren.
Einerseits ist es wichtig, die „dunklen“ Gefühle zuzulassen, andererseits ist es gut achtsam zu sein, um nicht darin zu „versinken“.
Im Moment habe ich das Empfinden, dass es Tag für Tag schwerer wird, dass Priska mir jeden Tag ein wenig mehr fehlt. Morgen werden es erst 3 Wochen seit ich sie habe gehen lassen. Mir kommt die Zeit sehr viel länger vor, sie zieht sich wie Kaugummi.
Ich möchte mir die Zeit lassen die ich brauche und mich so annehmen wie ich bin.
Das fällt mir nicht leicht. Immer wieder macht sich da der innere Kritiker stark und möchte mir weismachen, dass ich kein Recht habe so zu trauern, dass ich mich nicht so hängen lassen soll, …
Aber das wird schon, ich darf mich in Geduld üben.
Gestern habe ich mich dann aufgerafft und bin in die Sauna gefahren, was eine wirklich gute Entscheidung war.
Und heute schien wieder so wohltuend die Sonne zum Fenster herein. Auf Priskas Platz im Wohnzimmer steht nun eine Palme, weil ein Zeichen des Lebens ihren Platz einnehmen sollte.

Zwischendurch habe ich mal Pause gemacht und mir ein  Pfannengericht zubereitet : Weißkohl in Zwiebeln und Knoblauch angebraten, mit wenig Wasser gedünstet, noch Birnenscheibchen und eine Hand voll geröstete Erdnüsse dazu und fertig ist der Gaumenschmaus.
Es tut mir auch gut, wenn ich mich dazu motivieren konnte, etwasGesundes und Leckeres für mich zu kochen, dazu fehlte mir in der letzten Zeit oft die Energie.
Nun  wünsche ich euch eine gute Zeit bis zum Wiederlesen.

Momente zwischen Raum und Zeit

Es gibt Momente, in denen die Welt plötzlich still zu stehen scheint, wie wenn ich unvermittelt in ein Netz zwischen Raum und Zeit falle.
In diesen Augenblicken bin ich hellwach, vollkommen präsent.
Da ist nichts was mich ablenkt, kein Gedanke an Vergangenheit oder Zukunft, nur das pure Sein.
Ich kann mich nicht entziehen, ich bin gefesselt und losgelöst zugleich.
Einen solchen Moment erlebte ich kürzlich, als ich von einer Freundin eine unendlich traurige Nachricht erhielt.
Wie vom Donner gerührt war ich.
Ich habe dieses Erlebnis in der Gestaltung eines Bildes und im Schreiben eines Gedichtes verarbeitet.
Ihr könnt beides in meinem Schreibblog Herzensauge sehen.
Heute Abend dachte ich darüber nach, wann ich solch einen Moment zum ersten Mal erlebt habe.
Soweit ich mich erinnere war es der Moment, in dem ich vom Unfalltod meines Schulkameraden und Freundes im Alter von 8 Jahren erfuhr.
Ich erinnere mich an zahlreiche solcher Momente, aber es waren nicht nur schmerzliche – sondern ebenso Augenblicke tiefster Freude oder wundersamer Führungen und himmlischer Hilfen.
Wenn ich im Nachspüren solcher besonderen Augenblicken mein Leben Revue passieren lasse, fühlt es sich plötzlich gar nicht mehr so schnellebig an und ich habe dann nicht mehr das Empfinden, dass meine Lebenszeit wie ein Schnellzug an mir vorbeigerast sei. Vielmehr ist es so, dass sich mit  jedem Augenblick, den ich mir in Erinnerung  rufe eine neue Tür meines Bewusstseins öffnet für den Reichtum meiner Erfahrungen.
Ein solcher Moment war für mich im letzten Jahr in unserem Urlaub, als ich diesem Schaf auf dem Deich begegnete, dass ganz nah zu mir kam, meine Schuhe beschnupperte und mir in die Augen schaute.

Nun werde ich eure lieben Kommentare, die sich hier angesammelt haben lesen und beantworten. Ich komme erst heute dazu.

 

Nun ist sie fertig

In den vergangenen Tagen habe ich immer wieder an meiner Collage gearbeitet und nun ist sie gerade fertig geworden.
Diese Betätigung hat mir viel Freude gemacht und mir über die grauen Tage hinweg geholfen.
Priska geht es im Moment gesundheitlich nicht sehr gut und da muss ich besonders auf mich achten, damit ich nicht zu sehr aus der Balance komme und mich beizeiten wieder „einpendele“:

Es ist gar nicht so einfach so ein Bild zu fotografieren. Die Farben kommen nicht so gut rüber und die Schrift erscheint recht unklar. Aber wer es näher betrachten möchte, kann es heranzoomen, dann müsste es gehen.
Ich habe die „schlauen Sprüche“ aus einem Kalender der  mich im vergangenen Jahr begleitet hat herausgeschnippselt. Ist ja nicht so, dass das alles total neue Erkenntnisse sind. Nein im Gegenteil, eigentlich habe ich das alles schon hundertmal gelesen, gehört und gedacht ich hätte es längst in mein Leben integriert. Aber immer wieder darf ich feststellen, dass es gut ist, an das Ein oder Andere gelegentlich erinnert zu werden.
Ich werde mir die Collage an geeigneter Stelle aufhängen und dann schaun wir mal.

Willkommen im neuen Jahr

Der Silvester Abend wurde in diesem Jahr ein sehr ruhiger und beschaulicher. Es ergab sich, dass mein Mann und ich mit unserem Hund, dass wir es uns in trauter Dreisamkeit zu Hause gemütlich machten, denn alle geladenen Gäste waren wegen Krankheit oder anderer Gründe verhindert.
So hatte ich Gelegenheit mein inneres Kind nach Herzenslust spielen zu lassen.
Es hatte Lust auf eine Collage für das neue Jahr. Sie ist noch am Werden, aber ich zeige euch schon mal wie sie jetzt aussieht. Es ist der Garten meines neuen Jahres.

Als ich das vorläufige Ergebnis auf mich wirken ließ, entstand ein Gedicht, das ihr im Blog Herzensauge lesen könnt.

Wer braucht schon ein Arbeitszimmer?

Seit unsere Mädels aus dem Haus sind haben wir den Luxus jeder für sich ein eigenes Zimmer als Arbeitszimmer nutzen zu können. Meines ist gleichzeitig auch noch Gästezimmer.
Aber wie sieht es schon seit Wochen fast ununterbrochen in unserem Wohnzimmer aus?
Seht selbst:

Den Grund für diese „merkwürdige Angewohnheit“ findet ihr, wenn ihr unter den Tisch schaut. 🙂
Das Arbeitszimmer ist nur über eine Raumspartreppe zu erreichen, sie ist also somit steiler als gewöhnliche Treppen sind. Da kommt unsere alte Dame nicht mehr hinauf und so müsste ich sie immer hin und her tragen. Aber da sie ununterbrochen an meiner Seite sein möchte, wäre der häufigeTransport eine sehr mühsame Angelegenheit.
Zum Glück ist im Wohnzimmer auch genügend Platz um meinem Hobby dem Basteln zu frönen.
Ich habe lange nichts gebloggt. Irgendwie rast die Zeit vorbei. Der Oktober hat sich schon längst verabschiedet. Eigentlich wollte ich zum Ende dieses Monats eine Rückschau halten, aber die meisten Fotos habe ich euch schon hier gezeigt.
Einige wenige noch nicht.
Dieses hier zeigt den Monat Oktober wie er uns hier an den meisten seiner Tage verwöhnt hat. Er hat seinem Namen “ Goldener Oktober“ alle Ehre gemacht.

Am letzen Tag des Oktobers war ich in meinem Lieblingsort hier in der Vorderpfalz, dem Ort meiner zweiten Heimat: Deidesheim.Da haben wir das Grab meiner Eltern besucht und für Allerheiligen ein Grabgesteck und eine Kerze hingebracht.
Mit Priska machten wir einen kleinen Spaziergang oberhalb des Friedhofes in den Weinbergen:

Von hier aus hat man einen schönen Blick auf Deidesheim.
Gestern war das Fest des St. Martin. Ich habe mich an meine Kindheit erinnert.
Wie gerne bin ich mit meiner Laterne am Abend mit dem Martinsumzug mitgelaufen. Hinterher haben wir Kinder an einigen Türen geklingelt, unser Martinslied vorgesungen und dafür Süßigkeiten bekommen.
Einmal hatte ich eine besonders schöne Laterne aus schwarzem Tonkarton mit vielen Märchenmotiven, die mit bunten Transparentpapier hinterlegt waren. Nein, selber gemacht war sie nicht, meine Eltern verkauften in unserem Geschäft verschiedene Laternen und diese hatte ich mir wahrscheinlich im Großhandel beim Einkauf ausgesucht. Denn sie war schon etwas Besonders, ich erinnere mich, dass es meistens solche Monde und Sonnen zum Auffalten gab.
Ich hatte hier so wie ich mich erinnere schon einmal davon erzählt, dass ausgerechnet diese Laterne in Flammen aufging und ich wie ihr euch denken könnt untröstlich war.
Davon hatte ich auch meiner größeren Tochter einmal erzählt und was soll ich sagen:  Sie hat mich rückwirkend noch wunderbar getröstet und hat mir eine winzige wunderschöne Laterne gebastelt, an der ich mich nun in jedem Jahr erfreue:
Sehr ihr, sie hat auch ein Märchenmotiv. Ich glaube es ist sehr gut zu erkennen, um welches Märchen es sich handelt. 🙂
Letztes Wochenende war ich bei einem Tanztag im nahegelegenen Bildungshaus eines Klosters. Dort findet in jedem Herbst jeweils ein Tanztag statt, der von zwei ganz lieben Frauen auf ihre so einzigartige wohltuende liebevolle Art gestaltet wird. Jeder dieser Tage steht unter einem Thema um welches sich die meditativen Tänze und Impulse ranken.
In diesem Jahr war das Thema: „Achtsam leben“.
Dabei ging es auch um das Thema Dankbarkeit:
Gerne nutze ich diese Jahreszeit in der es draußen dunkler und karger wird und die uns auf ihre Art nach Innen führen möchte, wenn wir es zulassen. Es gehört für mich dazu, dass manchmal die Stimmung auch etwas “ verhangen“ wird.
Es ist auch so, dass bei mir viele Erinnerungen wach werden in dieser Zeit. Die Türe zur Vergangenheit und auch zu den Menschen, die schon „voraus gegangen sind“ scheint weiter geöffnet zu sein.
In mir schwingt dann auch immer viel Dankbarkeit für all das Gute was ich erleben durfte.
Auf meinem Blog Herzensauge habe ich eine Karte und ein Gedicht gepostet, welche ich einmal zu diesem Thema gestaltet und geschrieben habe, weil sie im Moment so gut passen.