Sonne und Mond

Gestern lockte mich die Sonne erneut zu einer Wanderung hinaus ins Feld. Sie tauchte die Landschaft und ein wunderbar freundlich strahlendes Kleid. Auch der Mond wurde von ihrem hellen Schein in Szene gesetzt.

So begleiteten mich beide auf meinem Weg.

Es ist doch immer wieder faszinierend anzuschauen, wie die Natur im Fokus des Sonnenlichtes zu neuem Glanz erstrahlt. Hier ein Blick über die Friedhofsmauer.

Letztes Jahr wurde hier der Bachlauf renaturiert und bietet nun ein malerisches Bild.

Und der nähere Blick auf die Mauer zeigt das in der Sonne leuchtende Moos.

Als ich nach Hause kam bereitete ich mir eine meiner Lieblingsspeisen: „Grüne Quiche“, so wurde sie von einer Bekannten genannt, von der ich das Rezept bekommen habe. Äußerlich betrachtet passt dieser Name nicht so gut zu ihr, aber wenn man auf die „inneren Werte“ schaut, dann rechtfertigt der Anteil an Grünkernmehl diesen Namen. Sie ist vegetarisch und mit frisch gemahlenen Getreidekörnern (Dinkel und Grünkern) zubereitet. Wie mir auch schon einige meiner Freundinnen bestätigt haben schmeckt sie köstlich: Heiß und kalt.

Grauselig ungemütlich und flauschelig gemütlich

Das ist durchaus kein Widerspruch, denn wenn das Wetter genau so ist wie es heute nun mal so ist,dann kann es drinnen umso gemütlicher sein.

Heute musste ich nicht lange überlegen, was ich koche, als ich zum Fenster herausschaute wusste ich es. Mein Vater nannte solches Wetter „Reibekuchenwetter“, weil er von Kindheit an erlebt hatte, dass wenn die Feldarbeit aufgrund des Wetters ruhen musste, Zeit war um dieses etwas aufwändigere Gericht zuzubereiten. Nö, eben nicht die Packung aufreißen und den fertigen Reibekuchenteig in die Pfanne hauen, sondern die Kartoffeln frisch und mit der Hand reiben. Also konnte ich heute nicht anders, ist halt genetisch bedingt ! 😉 Also wurden Kartoffeln gerieben und Äpfel gestückelt und schließlich bruzelte es in den Pfannen und duftete verführerisch süß-würzig nach Apfelbrei.

Und was nun? Ich sitze in eine Decke gemummelt auf dem Sofa und werkele.

Was wird denn das? Ach, ich spanne euch nicht länger auf die Folter und zeige es euch.

Und am Fenster leuchtet es.

Ich wünsche euch auch einen flauschelig gemütlichen Sonntagabend.

Tomatenrudel

Als ich heute mit der Gießkanne zu meiner Tomatenecke kam staunte ich nicht schlecht. Fast alle Exemplare ob dick rot und rund oder zierlich grün oval, wollten nicht länger hängen bleiben sondern von mir abgeflückt werden.
Da kam mir unverzüglich das Lied:
„TOmatensalat, TomaTENsalat, TomatenSAlad, TOMATENSALAT.“
in den Sinn und ich dachte bei mir:
Tomaten sind keine Einzelkämpfer.
Sie erteilen eine Lektion in Teamgeist und Zusammenhalt.
Nicht nur die Rispentomaten sind enge Freunde,  auch die dicken roten Tomaten und die zierlicheren grünen reifen nicht gerne allein sondern lassen sich vorzugsweise im Rudel ernten um dann gemeinsam in die Küchenschlacht zu ziehen und todesmutig im Suppentopf oder Salatschüssel als Helden in die Kochgeschichte einzugehen.