Die Schönheit der Vergänglichkeit

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir wie ein weißes Blatt. Was werde ich darauf schreiben? Welche Worte werde ich wählen?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Ideen. Was werde ich denken? Welchen Gedanken werden mich leiten?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Stunden. Was werde ich tun? Wo führt mein Weg mich heute hin?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Möglichkeiten. Wie wird meine Wahl ausfallen, worauf lenke ich meine Kraft?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit den ihm eigenen Gegebenheiten. Mal kann ich wählen, mal muss ich hinnehmen. Heute habe ich mich dafür entschieden, die Schönheit in der Vergänglichkeit zu entdecken.

Lebensspuren

Als ich gestern im Feld unterwegs war, fielen mir die vielen Schmetterlinge auf, allesamt von der gleichen Art, ich nehme an es waren Kohlweißlinge. 

Ich staunte nicht schlecht, dass sie noch in so großer Zahl und geschäftig unterwegs waren. 

Ich braucht mehrere Anläufe, bis es mir gelang, einen von ihnen zu fotografieren.

Ein sogenannter „abgeflatterter“ Schmetterling kam mir vor die Linse, das Leben hatte schon deutliche Spuren an seinen Flügeln hinterlassen.

Der Anblick berührt mich in meinem Inneren und ich spüre den Empfindungen nach.

Ich denke darüber nach, welche Spuren das Leben bei mir hinterlassen hat? 

Ich glaube nicht, dass wir als unbeschriebenes Blatt auf diese Welt kommen, aber das ist mein persönlicher Glaube und der ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. 

Ungeachtet dessen kann ich zahlreiche Spuren entdecken, die mein derzeitiges Leben von Kindheit an bis jetzt hinterlassen hat. 

Diese Spuren sind natürlich ähnlich wie bei dem Schmetterling auch äußerlich sichtbar und spürbar. Jedoch bin ich auch innerlich heute eine Andere als die, die vor gut 57 Jahren auf diese Welt kam. 

Manches Blessuren die sich in meine Seele eingegraben haben schmerzen mich noch heute, andere Wunden sind verheilt und nur die Narben sind noch zu erahnen. 

Alles was ich erlebt habe, hat mich zu der gemacht, die ich heute bin. 

Im Laufe der Jahre kann ich immer deutlicher das Lernpotential all dessen was mich geprägt hat erkennen und konnte und kann mich dann auch Stück für Stück mit den Erlebnissen aussöhnen, die mir „die Flügel gestutzt“ haben.

Sterne siehst du nicht nur am Himmel

Manchmal wachsen sie sogar aus dem Boden. 🙂

Jetzt wird es Zeit, dass ich mich mal wieder hier melde, denn die Zeit geht „rum wie nix“ und es sammeln sich die Fotos hier an und ich mag euch sie doch lieber zeigen, wenn sie noch halbwegs frisch sind. Diese hier sind von der letzten Woche. Ich war mal wieder in den Feldern rund um den Wohnort unterwegs. Obwohl ich hier schon etliche Male fotografiert habe wird es zumindest für mich nie langweilig, weil sich die Landschaft je nach Jahreszeit und Stand der Sonne und nicht zuletzt wegen den Wolkenformationen ständig in einem neuen Kleid zeigt.

Zur Zeit wächst der Mais sehr fleißig und auch der neue Wein steht sozusagen bereits in den Startlöchern.

Auch abgeerntete Felder bieten interessante Motive, hier der „Spargelwald“ von oben und von unten..-)

Am vorletzten Wochenende war das Haus voll, wir hatten ein Familientreffen bei uns. Da brachte mir die ältere Tochter ein Mitbringsel aus ihrem Urlaub mit. Die Freude über diese wunderschönen Muscheln von Finiste`re ist sehr groß.

Da kann ich mich jedesmal wenn ich daran vorbei gehe freuen.

Ich sagte bereits, dass der Mais fleißig wächst, also dann wollen wir ihn nicht weiter stören und lassen ihn in Ruhe. Ich sag euch Tschüß, bis bald.

Das Positive wertschätzen

Wenn ich in der Medienlandschaft unterwegs bin muss ich ganz gut auf mich aufpassen, damit ich nicht von dem allgemeinen Wulst an Negativität und Wehklagen überrollt werde. Natürlich habe ich keine rosarote Brille auf, aber ich bin davon überzeugt, dass es in dieser Zeit ganz besonders wichtig ist, den Blick für das Positive nicht zu verlieren. Wo sollen wir denn die Motivation und Kraft zum Leben hernehmen, wenn wir uns immer wieder auf das konzentrieren, was im Argen liegt? Das gilt natürlich nicht nur für den Blick auf unsere Gesellschaft und Politik, sondern auch für das persönliche Umfeld. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich ertappe mich auch oft dabei, mit dem zu hadern, was gerade ist. Wenn es doch nur anders wäre, wenn ich dieses oder Jenes hätte, dann… Kürzlich musste ich mich selbst einmal herzhaft aufrütteln und mir sagen: Hallo, du lebst gerade jetzt, das ist dein Leben, du verplemperst wertvolle Zeit, wenn du immer im Wartemodus bist und diesen Moment nicht auskostest! Deshalb bin ich heute mit meinem Frühstück im Rucksack einfach losgelaufen an einen schönen Platz im Feld und habe ein Picknick gemacht. Ich möchte dankbar dafür sein, dass ich das einfach so machen kann. Kostet ja kein Geld und die Zeit habe ich auch. Wollt ihr mal sehen, wo ich gesessen habe?

So ruhig, nur der Wind, die Vögel und in der Ferne die Kirchenglocken. Einen Hasen habe ich da ich vorbeihoppeln sehen. Nach dem Frühstück wanderte ich noch ein schönes Stückel weiter.

In diesem Jahr fällt mir auf, dass das Bewusstsein für die Natur wieder wächst, es gab rund um unseren Ort mehrer Felder mit Bienenpflanzen und heute als ich das hier sah, hüpfte mein Herz:

Für mich ist der Aufenthalt in der Natur eine unendlich wertvolle Kraftquelle. Ich bin dankbar, dass ich ländlich wohnen darf und nur „ein paar Schritte“ laufen muss um die Landschaft genießen zu können. Die Wegwarten leuchteten heute so schön.

Und die hier wendet sich der Sonne zu, genau wie ich, deshalb schauen wir in die gleiche Richtung.

Das Licht ist immer da, auch wenn manchmal die Wolken davor sind.

Liebe Grüße an euch alle da draußen.

Lebensmomente-Perlen

Ich sitze im Wohnzimmer in meinem Sessel, in den Händen eine Tasse mit Tee. Mein Blick ist auf ein Fenster gerichtet. Ich atme ein und atme aus und mir kommt das Bild einer langen Schnur in den Sinn, auf die ich mit jedem Atemzug eine bunte Perle aufziehe. Wenn jeder Moment eine Perle für mich bereit hält, dann ist die Menge der Perlen, die mir mein bisheriges Leben angeboten hat schon unfassbar groß. Wieviele Perlen werde ich noch erhalten? Aber noch wichtiger scheint mir der nächste Gedanke, der mir in den Sinn kommt: Wieviele von der unermesslich großen Anzahl meiner Lebensmomente- Perlen habe ich aufgefädelt und wieviele habe ich links liegen lassen? Die Lebensmomente-Perlen bergen ein Geheimnis, denn sie lassen sich nur wahrnehmen, wenn ich im jeweiligen Moment wach und bewusst bin, genau in diesem Moment, hier und jetzt! Wenn der Moment vergangen ist, dann lösen sie sich auf in fließen in das Meer der Vergangenheit. 

Mein Blick ist noch immer auf das Fenster gerichtet und ich sehe immer wieder einzelne oder mehrere Vögel ihre Kreise am Himmel ziehen. Dann ein Flugzeug, kurz darauf ein zweites, und während ich da sitze und schaue, es sind insgesamt nur einige Minuten, erscheinen noch zwei  weitere Flugzeuge in meinem Blickfeld. Ich wusste bisher noch gar nicht, wieviele Flugzeuge und Vögel hier tagtäglich vorbeiziehen und sie werden mir zum Sinnbild für bewusst gelebte Zeit, die Momenten in denen ich aufmerksam und wach bin!  

Alles auf Anfang!

Ich weiß nicht mehr wie alt ich war, aber vermutlich war es während meiner Grundschulzeit, als ein Onkel bei uns zu Besuch war. Ich muss erklärend hinzufügen, dass dieser Onkel ein Hobbykünstler war, er malte sehr ambitioniert. Ich sehe mich am Küchentisch sitzen, vor mir ein Blatt Papier und ich male konzentriert und mit Freude ein Bild, dabei ziehe ich mir mit dem Lineal Linien für die Wände des Hauses. Ich höre die Stimme des Onkels hinter mir, der mir über die Schulter sieht. Seine genaue Wortwahl erinnere ich nicht, aber den Tonfall und die Belehrung, dass zum Malen kein Lineal benutzt wird. In diesem Moment wurde bei mir ein Schalter umgelegt, die Freude am Malen war weg und dafür hatte sich die Gewissheit „eingebrannt“, dass ich nicht malen sollte, weil ich es nicht kann!

Zum Glück besteht die Möglichkeit, den Hebel erneut in Bewegung zu setzten und den Schalter wieder in die ursprüngliche Position zu bringen. Alles auf Anfang sozusagen! Das habe ich irgendwann vor nicht allzu langer Zeit getan und es geht mir sehr gut damit. Es ist eine wahre Befreiung. Und die betrifft nicht nur den Bereich Malen sondern steht stellvertretend für das Perfektionsstreben im Allgemeinen. Wer sagt denn, dass wir perfekt sein müssen? Ist das überhaupt möglich? Für mich selbst habe ich erkannt, dass ich niemals perfekt sein kann und werde, und dass es nur darum geht, es so gut wie es mir möglich ist zu tun.

Hallo, wo bist du?

Heute ließen wir uns von wunderbar mildem, vorfrühlingshaften Wetter nach dem Mittagessen zu einem Spaziergang im Wildpark einladen. Die Ziegen begrüßten uns und verbreiteten ansteckende Genießerfreude. Sie lagen total entspannt in ihrem Gehege auf den von der Sonne angenehm gewärmten Steinen. Die Sonne zauberte herrliche Schattenbilder, der Weg wurde mit Streifenmuster dekoriert. Um dem Vorbild der Ziegen zu folgen, lehnte ich mich entspannt an einen Baumstamm und wendete mein Gesicht der Sonne zu, dabei schloss ich die Augen und tankte dankbar die wohltuende Sonnenenergie. Nach einer Weile schaute ich auf und sah eine Menschengruppe den Weg entlang kommen. Der Anblick stimmte mich sehr nachdenklich, denn jeder Einzelne dieser Gruppe starrte beim Laufen unaufhörlich auf sein Smartphone. In mir formte sich die Frage: Wo seid ihr eigentlich?Sie muteten verzaubert an, als ob eine böse Hexe sie dazu verbannt hätte, gefangen in der internetten Welt zu sein. Als ob sie nicht mehr am realen Leben teilnehmen könnten. Ich empfand das Erlebnis in diesem Moment als besonders krass, weil ich so ganz intensiv im Hier und Jetzt gewesen war und es mir so vorkam, als ob diese Menschen nur körperlich anwesend, ihre Seele, ihr Geist aber in andere Dimensionen abgedriftet sei.

Botschaft

Gestern und heute zeigte sich endlich das Wetter von seiner besten Seite. Januartage wie aus dem Bilderbuch: Strahlender Sonnenschein mit angenehm klarer kalter Luft, die für mich belebend und wohltuend wirkt.

Heute ist ein besonderer Jahrestag, vor einem Jahr haben wir von Priska Abschied genommen und sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Es war eine unendlich schwere und schmerzvolle Entscheidung, die bisher schwerste meines Lebens. Ich habe unzählige Tränen vergossen im Laufe des letzten Jahres. Nun ist das sogenannte Trauerjahr vorüber und obwohl es sich nicht in jedem Fall exakt auf eine gewisse Zeitspanne festmachen lässt, für mich scheint es zu passen. Ich hatte für heute eigentlich mit verstärkter Trauer gerechnet und stattdessen fühle ich mich mit einem Gefühl von Neubeginn und freudiger Leichtigkeit beschenkt.
Christine Kempkes-Clüsserath , die ich durch das „Andere Zeiten Fastenforum“ kennenlernen durfte, hat mir mit ihren Beiträgen auf ihrer Seite bei Facebook „Lebens- und Trauerbegleitung“ und über ihren Youtube Kanal „Dienstags um Acht“, wertvolle Unterstüzung geschenkt, für die ich unendlich dankbar bin. Letzten Dienstag sprach sie in einem Beitrag darüber, dass Verstorbene durch ihr Leben eine Botschaft für uns bereit halten. Wenn wir uns dafür öffnen kann diese Botschaft uns stärkend den Weg weisen. Heute an diesem besonderen Tag spürte ich ganz deutlich, was Priska mir mit auf den Weg geben möchte.

Im Eis fand ich am Wegesrand heute Vormittag ein Eisbild.das diese Botschaft verdeutlicht: Ich sehe eine Frau die mit einem Eimer aus der Quelle des Lebens schöpft.

Wenn nichts kommt, dann komme ich!

Kürzlich hörte ich:
„…Jüngere Menschen können das nicht so gut nachvollziehen, wenn man dann so traurig ist. Wenn man älter ist, dann kommt halt nichts mehr Neues.“
Im Gespräch ging es darum, was gefühlsmäßig geschieht, wenn wir Beziehungen zu Menschen loslassen müssen.
Heute habe ich anlässlich des Dreikönigs Tages über diese Äußerung nachgedacht.
Bei der Geschichte der drei Könige geht es schließlich auch um die Motivation, sich auf den Weg zu machen, sich nicht beirren zu lassen und zielstrebig dem Stern zu folgen.

Ich dachte, warum sollte es denn so sein müssen, dass für älterer Menschen nichts Neues mehr kommt? Klar, in jüngeren Jahren geschehen solche Neuerungen fast automatisch: Geburt, aufwachsen und jeden Tag ein Stückchen selbständiger werden, Kindergarten, Schule, Studium, Beruf, gegebenenfalls Gründung einer Familie, Erziehung der Kinder…
Vielleicht findet irgendwann auch noch einmal ein Berufswechsel statt, dann warten auf die Rente und dann? Ende der Fahnenstange?
Jetzt kommt nur noch der Tod?
Unweigerlich habe ich ab einem gewissen Alter gemerkt, dass die körperlichen Kräfte nachlassen. Zunächst wollte ich das nicht wahrhaben, aber es geht halt nicht mehr alles und schon gar nicht so schnell und ausdauernd wie früher. Ja klar, es liegt auch an mir und meiner Bereitschaft etwas für meine Fitness zu tun, dennoch sind mir heute tasächlich Grenzen gesetzt.
Diese Tatsache ist nicht so leicht zu akzeptieren, aber es ist durchaus sinnvoll die Signale des eigenen Körpers ernst zu nehmen und liebevoll mit ihm umzugehen.
Wenn nicht mehr alles geht, dann kann das auch eine Chance sein, zu lernen eine sinnvolle Auswahl zu treffen, den eigenen Weg zu finden, der meinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. Nicht mehr aus irgendwelchen selber auferlegten Zwängen
( „wenn die/der das kann, dann kann/muss ich das auch können“) mich abzumühen und Kräfte zu vergeuden, die ich anderweitig sinnvoll nutzen könnte!
Ich glaube nicht, dass das Alter unweigerlich die Möglichkeiten einschränkt, Neues zu erleben. Das Neue kommt nicht automatisch auf mich zu, d.h., wenn ich nichts unternehme, dann bleibt alles beim Alten ,dann kommt da nichts.

Manchmal kommt etwas auf mich zu, aber es passiert viel mehr, wenn ich nicht passiv abwarte, ob etwas kommt, sondern mich selber auf den Weg mache!


Es braucht meine Bereitschaft, offen zu bleiben die eigenen Begabungen zu entdecken und Neues zu wagen.
Und so frage ich heute am Dreikönigstag:
Welches Ereignis würde mich locken, so dass ich alles stehen und liegen lasse und meine gesamte Energie darauf fokussiere?
Habe ich ein Ziel und wie finde ich den Weg?
Bin ich bereit ausgetretene Pfade zu verlassen?

Ja, ich habe das frisch begonnene Jahr schon genutzt, um mich auf neue berufliche Wege zu machen. Es war an der Zeit, der Stresspegel war zu hoch. Der alte Weg ist noch nicht ganz beendet, aber ich werde nur noch bis Ende März dort arbeiten. Ich bin bereit, das Neue kann kommen, die Weichen sind gestellt, jetzt bleibt mir tatsächlich nur die Möglichkeit abzuwarten. Auf was?Ja, das werde ich euch erzählen, wenn es soweit ist. Nun braucht es Geduld. Aber die Zeit weiß ich durchaus sinnvoll zu nutzen, Langeweile kommt keine auf!

Warum mache ich das eigentlich

In der letzten Zeit habe ich mir des Öfteren Gedanken darüber gemacht, warum ich eigentlich Zeit investiere zum Bloggen. Was ist für mich die Motivation?
Da ich auch auf Facebook und Instagramm unterwegs bin werde ich ständig mit den Like Buttons konfrontiert. Klar, auf Facebook oder Instagramm benutze ich sie auch. Aber das hat für mich einen anderen „Charakter“, da ist die Reichweite viel größer. Es gibt massenhaft Informationen auf unzähligen Seiten und von den sogenannten Freunden werden doch meist eher kurze Statements abgegeben, oder mal ein Foto eingestellt.
Bloggen ist für mich anders, irgendwie als wenn ich die Tür zu „mein Wohnzimmer“ noch ein Stückchen weiter öffnen könnte, so dass dort Platz wird für die Begegnung mit Menschen, die ich sonst nicht treffen, ja noch nicht einmal kennen würde.
Bloggen ist für mich ein wertvoller Austausch, wie eine Gesprächsrunde bei der Erlebnisse Informationen oder Fotos ausgetauscht werden. Natürlich interessiert sich nicht Jeder für alles oder hat zu jedem Thema etwas zu sagen, aber wenn sich immer nur Einzelne und die Selben in das „Gespräch“ einbringen, dann entbehrt es der Lebendigkeit.
Wenn ich in einem Blog lese, dann sehe ich, dass sich der Blogger viel Mühe gegeben hat, um einen schönen Artikel zusammenzustellen.
Nicht zu jedem Artikel habe ich etwas zu sagen, z.B. weil ich mich mit dem betreffenden Thema noch nicht auseinandergesetzt habe oder weil meine Interessen auf einem anderen Gebiet liegen. Aber in den meisten Fällen nehme ich mir gerne die Zeit, ein paar anerkennende Worte zu schreiben, oder auch manchmal nur einen kleinen Gruß zu hinterlassen.
Ich mag nicht einfach nur auf den Knopf drücken (Like Button), quasi ein Häkchen hinter das von mir Gesehene zu machen und dann flott weiter zum nächsten Blog zu „springen“. Sicher, das wäre zeitsparender, also richtig effektiv, denn dann würde ich viel mehr Blogs mit dem gleichen Zeitaufwand schaffen, aber mit dieser Konsumhaltung würde mir schon bald die Freude verloren gehen.
Weniger ist oft viel mehr, finde ich!
Aus diesem Grund ist es für mich gar nicht schlimm, dass sich hier auf meinem Blog keine Like Buttons einrichten lassen, denn wäre es möglich, hätte ich zwar wahrscheinlich eine leise Ahnung davon, ob da Jemand und wer da draußen mitliest, aber trotzdem würde nicht mehr Menschen zu mir „in meinem Wohnzimmer kommen und sich zu mir an den Tisch setzten“.

So, und nun nehme ich euch mit auf meinen Herbstspaziergang, den ich vorgestern gemacht habe. Es war sozusagen ein Goldener Oktobertag der sich in den November verirrt hat. Wahrscheinlich hatte er getrödelt, sich zu lange verweilt mit Nüssen, Kastanien und Äpfeln ernten und in der Sonne sitzen und sich die Nase wärmen lassen; und so hat er dann den Anschluss verpasst und konnte erst vorgestern hier Einzug nehmen.
Seht selbst, welche Geschenke er mitgebracht hatte.

Machts gut, bis demnächst.