Ein neuer Lebensabschnitt

Gestern habe ich fast den ganzen Tag nur geweint. Ich bin dann um 23 Uhr total platt ins Bett gefallen und heute morgen bin ich aufgewacht und alles fühlte sich irgendwie anders an, leichter, so wenn ein Riesenstein von der Seele genommen wurde. Ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt wirklich bereit bin mein Leben ohne Priska an meiner Seite zu akzeptieren. Die Sonne schien seit Tagen wieder und das passte zu meinem positiven Gefühl. So machte ich mich auf zu meiner ersten Hunderunde ohne Hund.
Zuvor dachte ich, dass das sicher schwer und schmerzlich werden würde, aber das war es gar nicht. Ich war selber sehr erstaunt darüber.
Gestern hatte ich noch gedacht,dass ich meine Verabredung zum Konzert mit Freunden für heute abend bestimmt absagen müsse, wegen meiner Tränen.
Aber es kam ganz anders. Gerade bin ich wieder zu Hause und es war ein richtig schöner Abend. Ob meine Stimmung so bleibt weiß ich nicht, ich werde es nehmen wie es kommt, ich wehre mich nicht gegen Traurigkeit und Tränen. Alles darf sein wie es ist.
Einen schönen Abend und eine guten Start in die neue Woche wünsche ich euch.

Ein ganzes Leben

Unsere liebe alte und kranke Hundedame haben wir gestern erlösen lassen.
Priska hatte Ende letzten Jahres, so um Weihnachten rum eine schwere Blasenentzündung, die auch immer wieder aufgeflammt ist. Zuletzt hatte sie immer noch etwas Eiweiß im Urin. Dazu kam dann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, die Behandlung hatte nur sehr kurzfristig, also am Tag selber, wenn sie die Medikamente und Aufbauspritze bekommen hatte bewirkt, dass sie wieder fressen wollte, aber sie konnte es einfach nicht mehr verdauen. Selbst die Kleinstmengen Schonkost, die ich ihr gekocht habe nicht. Es war also so, dass sie immer weniger gefressen hat und das immer kürzer bei sich behalten hat. Alles kam schließlich unverdaut wieder raus. In den letzten Tagen wollte sie gar nichts mehr fressen. Ach ich konnte es nicht mehr mit ansehen.
Es ist gut so wie es ist, die Zeit war gekommen. Ich bin innerlich ruhig, aber auch einfach sehr müde, weil mich die Betreuung in letzter Zeit unglaublich viel Kraft gekostet hat. Die Trauer ist sehr schmerzhaft und darf es auch sein.
Die Erinnerung an Priska habe ich ganz tief in meinem Herzen und da bleibt sie auch.
Sie war ein Geschenk des Himmels für mich, deshalb habe ich sie auch oft meinen Hundeengel genannt. Sie hat mir so unendlich viel gegeben an Liebe und Kraft und Freude. Ich bin zutiefst dankbar, dass ich sie bei mir haben durfte.

Die Collagezeigt eines der ersten Fotos von Prika, im Alter von 5 Monaten, als sie zu uns kam und eines der letzten Fotos, an ihrem 15. Geburtsag, der letzte Tag an dem es ihr noch einmal recht gut ging und sie freudig ihr Leckerlie-Geschenk ausgepackt hat.

 

Jahresausklang


Nun ist er ins Land gezogen, der letzte Tag des Jahres. Er nimmt sich ganz schön wichtig. Davon erzählt meine Geschichte, die ihr in meinem Blog Herzensauge lesen könnt.
Eigentlich ist jeder Tag, jede Sekunde ein Übergang und eine Chance für einen  Neubeginn. Aber es ist gut, wenn wir im Gewühl der Zeit solche Haltepunkte finden, die uns dazu anregen, spürsam zu sein und im Rückblick hoffentlich auch viel Positives sehen zu können, das uns Motivation und Kraft auf unserem Weg geben kann.
Ich habe auf meiner Festplatte mal wieder nach einem Foto für jeden Monat des vergangenen Jahres gesucht und dabei kam bei mir zunächst viel Schwermut auf, denn es war für Priska und für mich kein leichtes Jahr. Sie hatte besonders in der ersten Jahreshälfte viele gesundheitliche Probleme und ich leide einfach mit, wenn es meiner alten Dame nicht gut geht. Ich habe oft in diesem Jahr gedacht, dass der Abschied kurz bevor steht und nun ist der letzte Tag des Jahres gekommen und sie ist noch bei mir, mein kleines Goldstück und es geht ihr in Anbetracht ihres Alters recht gut. Ich darf dankbar sein!
Anfang diesen Jahres habe ich beruflich einen Neubeginn gewagt und die Arbeit hat mir viele Herausforderungen aber auch viel Freude und persönliche Entwicklungschancen gebracht. Auch dafür bin ich dankbar.
Ich denke auch an Bärbel, eine liebenswürdige Blogfreundin, die im Februar diesen Jahres verstorben ist. Es war wohl eine Erlösung für sie von ihrer schweren Krankheit, die sie mit soviel Geduld und Demut getragen hat. Was sie gegeben hat mit ihrer liebevollen und humorvollen Art klingt in mir nach und bleibt in meinem Herzen.
Das Jahr ist noch nicht zu Ende, viele Sekunden warten darauf gelebt zu werden und eine jede ist so wertvoll wie die andere.
Wir lesen uns wieder im neuen Jahr.
Ich danke euch an dieser Stelle für all eure Besuche und liebenswerte Anteilnahme und aufmerksamen Kommentare.
Es ist schön und wertvoll, dass es euch gibt!

Große Freude

Gerade hat es an der Tür geklingelt und die Postbotin hat mir ein Päckchen überreicht.
Hach, ich liebe Überraschungen und ich hatte gar nicht mehr daran gedacht.
Kürzlich hat Susanne in ihrem Blog ein Rätsel gestellt und da es keine richtigen Antworten gab, hatte ich das große Glück, dass das Los auf mich fiel.
Ach wie freue ich mich, so ein schöne Päckchen und so viel liebe Sachen darin. Ich bin überwältigt, wirklich!
Ich werde mir jeden Tag im Advent eine Tasse Tee aus dem Tee-Adventkalender kochen und dazu eine Geschichte aus diesem Buch lesen, dass in 24 Kapitel eingeteilt ist. Die Inhaltsbeschreibung klingt sehr vielversprechend!
Liebe Susanne,ganz herzlichen Dank für diese so liebevolle Überraschung, du hast mir eine große Freude bereitet.

Dies und das

Nun hat der November schon begonnen und mir ist irgendwie die Zeit weggelaufen und es wird Zeit mich mal wieder zu melden.
Gut, es ging mir nicht so besonders in letzter Zeit, weil ich wochenlang an einer hartnäckigen Blasenentzündung herumlaboriert habe. Heute gab es dann endlich Grünes Licht.
Ich hab noch ein Sammelsuriem von ein paar Fotos von unseren Spaziergängen.

Wir wurden doch wirklich total von der Sonne verwöhnt in diesem Herbst und es dauert noch an. Ich genieße diese sonnigen Tage sehr.
Weil ich nicht so fit war und um meiner Seele etwas Gutes zu tun habe ich viel gebastelt.

In diesem Monat stehen viele erfreuliche Termine in meinem Kalender. Los geht es morgen Abend mit einem Fußtheater. Ich bin sehr gespannt. 🙂
Am Samstag bin ich bei einem Tanztag.
Sonntag arbeite ich dann endlich einmal wieder, auch darauf freue ich mich sehr.
Was ich sonst noch erleben darf, davon werde ich euch erzählen.
Lasst es euch gut gehen.

Hubschrauberlandeplatz

Heute morgen war es grau in grau hier, aber heute Nachmittag kam danndie Sonne raus und hat uns noch einmal richtig verwöhnt. Da bin ich mit Priska zu einem meiner Lieblingsorte hier in der Nähe gegangen. Der Rohrlachweiher ist wie eine kleine Oase.

Ich finde ihn zu jeder Jahreszeit sehr anziehend, aber vielleicht im Herbst am liebsten?
Die herabgefallenen Blätter sind überall präsent und zaubern spielerisch eine lebendiges Muster auf das Wasser.
Dieses Blatt sieht fast aus wie ein Bild auf einer Staffelei.
Auf der anderen Seite des Weihers spielte das Sonnenlicht mit dem Wasser.

Und Priskas Rücken wurde zum „Hubschrauberlandeplatz“. 🙂

Ich kann mich niemals sattsehen an diesem Licht-  und Farbenspiel.


Ein letzter Blick über die Felder in Richtung unseres Dorfes.

Ein wunderschönerHerbsttag geht zu Ende.
Lasst es euch gut gehen. Ich trink jetzt noch einen Tee.

Wink des Himmels

„Der Mensch denkt – Gott lenkt“.
Die Stimme meiner Mutter mit diesem Satz begleitet mich seit langer Zeit.
Manchmal um meiner Erfahrung von Fügung und Führung Nachdruck zu verleihen oder als Trost und Aufforderung „die Zügel loszulassen“; ich habe nämlich die Neigung alle Lebenssituationen unter Kontrolle haben zu wollen. Gestern dann hielt ich den Brief einer Freundin  in den Händen, in dem sie von der wundersamen Wende einer bis dahin aussichtlosen Situation erzählte, die sie restlos überfordert hatte.
Nachdem ich das Gelesene auf mich wirken ließ wurde mir bewusst, dass auch ich mich gerade wieder in der Position des Reiters befand, die Zügel fest in der Hand haltend und das „störrische Pferd“ in Form von einer Situation, die mich auszubremsen droht, mit verbissener Miene und verkrampfter Haltung mit aller Gewalt lenken zu wollen, aber wohin bloß?
Beim Lesen wurde mir wieder bewusst, dass ich es doch so oft im Leben schon erfahren habe, dass es für Vieles eine Lösung gibt, und dass die Lösung ganz anders aussieht als ich sie mir je vorstellen konnte.
Also vom hohen Ross absteigen, ich kann und muss nicht alles alleine lösen!
Das bedeutet nicht, dass ich die Verantwortung gänzlich abgebe und „den liebe Gott einen guten Mann“ sein lasse. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich oft den „Wald vor lauter Bäumen nicht sehe“, aber wenn ich die Zügel loslasse und im wilden Trab anhalte, dann kann ich plötzlich erkennen was wirklich zu tun ist.
Nichts desto trotz durfte es auch schon oft so sein, dass die Lösung plötzlich fix und fertig vor der Haustür stand, es gab nichts mehr zu tun, ich durfte nur aufmachen, staunen und dankbar entgegennehmen.
Solche Erfahrungen machen mich demütig und schenken mir die Bestätigungen für meinen Glauben an die liebevollen Segnungen des „Himmels“.

Wie dankbar bin ich für diesen “ Wink des Himmels “ in Form eines Briefes, der mich aufrüttelte und mir Erleichterung brachte: „Es wird schon werden!“

Ich denke, dass auch diejenigen unter euch, die nicht an eine „höhere Macht“ oder etwas Ähnliches glauben, schon die Erfahrungen gemacht haben, dass die Lösung nicht immer von uns selber „gemacht“ werden kann .

Gerade in schwierigen Lebenssituationen ist es sehr hilfreich sich daran zurück zu erinnern. Es macht Mut und stärkt.

 

Aus Grau wird Dankbarkeit

Heute morgen hat meine Stimmung im Inneren mit dem Grau in Grau im Äußeren perfekt zusammen gepasst. Ich ging mit Priska zur Hunderunde hinaus und dachte mir noch wie gut, es ist, dass ich „gezwungen“ bin nach draußen zu gehen, ohne Hund hätte ich mich wahrscheinlich den ganzen Tag „vergraben. Unweit von unserem Haus, also gerade um die Ecke steht ein großer Baum auf dem „Schwanenplatz“. Ich habe ihn aber schon lange in Rabenplatz umgetauft. Seht und hört selbst:https://www.youtube.com/watch?v=NkqDi4_M2l4

Es macht Freude, dem munteren Treiben zuzusehen. Zumindest geht es mir so, die Menschen die direkt am Schwanenplatz wohnen, empfinden das vielleicht zuweilen ganz anders, so ist das eben.
Dann ging es weiter durch die Felder und es gab ein wunderbares Vogelkonzert.
Deshalb  dachte ich mir, wenn das Wetter auch nicht so berauschend ist, dann gibt es doch wenigstens Schönes zu hören. Also wieder ein Glücksmoment für meine Sammlung. :;-)

https://www.youtube.com/watch?v=VKW00OL-Uf0

Als ich nach Hause kam durfte ich einen ganz  lieben Brief einer Freundin aus dem Briefkasten holen.Wir kennen uns seit vielen Jahren und sehen uns sehr selten. Aber die Beziehung hält über diese Entfernung hinaus immer noch und das macht mich dankbar.

Habt ihr heute auch schon etwas erlebt, was euch froh und dankbar gemacht hat?

Ein schöner Tag

Ich sitze nun zufrieden und entspannt in meinem Sessel und lasse die Seele baumeln. Es war ein rundum schöner Tag. Er begann mit einem gemütlichen Frühstück mit dem besten Ehemann von allen. Dabei fühlte ich mich reich beschenkt durch allerlei Überraschungen die per Post zu mir kamen.

Danach bekam ich kurz Besuch von einer Freundin hier aus dem Ort, die mir einen Blumenstrauß mitbrachte. Dann rief unsere jüngere Tochter an, um mir zu gratulieren, denn sie kommmt erst an Ostern wieder zu Besuch. Wir holten gegen Mittag unsere ältere Tochter ab und fuhren durch landschaftlich schöne Ausblicke in ein kleines gemütliches Dörfchen im Leiniger-Land zum Mittagessen. 

Die Beiden „warteten auf uns“, als wir nach dem Essen aus der Gaststätte kamen. Eigentlich war eine kleine Wanderung im Wald geplant, aber da unsere Tochter wegen einer Erkältung nicht fitt war und es doch trotz Sonnenschein recht frisch dort war, entschlossen wir uns gleich zu uns nach Hause zu fahren. Es war ein geruhsamer Nachmittag. Ein Fest gibt es erst nächste Woche, da kommen fast alle meine Freundinnen und das Haus wird erfüllt sein mit „Frauenpower“.

Da fällr mir ein, auf dem ersten Bild könnt ihr bei genauerem Hinschauen erkennen, womit Kerstin (Träumerle)  mir heute eine ganz besondere Freude bereitet hat. Sie hat erst kürzlich einen solchen selbstgefertigten, wunderschön kunstvoll verzierten Kugelschreibern in ihrem Blog gezeigt.

Gestern war ich mal wieder an meinem kleinen See.  Wir werden zur Zeit mit wunderbarem Frühlingswetter verwöhnt. Ein paar Impressionen habe ich euch mitgebracht.



Liebe Grüße und lasst es euch gut gehen.