Die Schönheit der Vergänglichkeit

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir wie ein weißes Blatt. Was werde ich darauf schreiben? Welche Worte werde ich wählen?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Ideen. Was werde ich denken? Welchen Gedanken werden mich leiten?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Stunden. Was werde ich tun? Wo führt mein Weg mich heute hin?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Möglichkeiten. Wie wird meine Wahl ausfallen, worauf lenke ich meine Kraft?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit den ihm eigenen Gegebenheiten. Mal kann ich wählen, mal muss ich hinnehmen. Heute habe ich mich dafür entschieden, die Schönheit in der Vergänglichkeit zu entdecken.

Farben für die Seele

Wenn es draußen immer früher dunkel wird und die Natur sich langsam zurück zieht, dann genieße ich diese besondere Stimmung. Heute als wir am späten Vormittag im Auto unterwegs waren, wanderte mein Blick über das Haardt-Gebirge, über dem die Regenwolken beinah wie eine dicke flauschige Decke hingen. Die Weinfelder zeigen noch die schönen warmen Herbstfarben in Gelb, Orange, Rot und Braun mit wenigen grünen Tupfen. Ich mag es, wenn der Nebel über die Landschaft zieht und ihr eine mystische Stimmung verleiht. Ich habe davon leider kein Foto für euch (warum denke ich jetzt bloß an Heidi Klum?) Aber auch mich überfällt manchmal eine Art Herbstblues und dann „male ich mir die Seele wieder bunt“.

Abends leuchten meine Teelichter oder Kerzen und auch der Tee schmeckt wieder so richtig gut! Am Feiertag habe ich mich mit zwei Freundinnen getroffen. Eine der Beiden hatte uns zum späten Frühstück eingeladen und wir hatten eine so schöne Zeit miteinander. Wisst ihr was, ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt oder besser gesagt, den einen Hund auf den Schoß) gepackt. Auch das war ein wunderbares Gefühl, das meine Seele gestreichelt hat. Ich habe dieses Gefühl eines warmen, weichen Hundekörpers so nah bei mir sehr genossen. Die Bailey habe ich für euch fotografiert, als sie später auf dem Sofa lag.

Die ist so knuffig, diese Kleine. Und wisst ihr was, als ich beim Fotografieren war, stellte sich Pedro, der andere Familienhund, mit leicht vorwurfsvollem Blick neben dem Sofa in Position, als wolle er mir sagen:“ He du, schau mal, ich bin auch ein nicht zu verachtendes Fotomodell!“ Ich habe ihn sogleich mal beim „Wort“ genommen.

Wenn das Wetter es erlaubt, laufe ich gerne eine Runde an der frischen Luft. Am Wegesrand ließen sich zumindest in der letzten Woche als die folgenden Fotos entstanden sind noch kleine Schönheiten entdecken.

Ich habe sogar schon Sterne gebastelt. Dafür habe ich außer ein bisschen Klebstoff und ein paar Geschenkbändern nichts gekauft, sie sind aus Katalogpapier entstanden. Ich habe eine ganze Menge hergestellt, die werden auf dem Adventsbasar mit Erlös für den Tierschutz verkauft.

So, das war das Neueste von mir, ich grüße euch. Kommt gut in die neue Woche! Wer Lust hat kann im Blog Herzensauge meinen neuen Textlesen. Bis demnächst.

Hubert badet in der Herbstsonne

Gestern hatte Hubert noch ganz entspannt und in der ihm eigenen legeren Haltung, die eine gewisse unaufdringliche Eleganz nicht vermissen lässt, in der goldenen Oktobersonne gebadet. Er hatte dabei seinen Blick gelegentlich gehoben und mitleidig die Löcher in den Feigenblättern gezählt.

Diese Aktion zeigte eine ganz ähnliche Wirkung, als wenn er imaginäre Schäfchen gezählt hätte und machte ihn daher so schläfrig, dass er es nicht schaffte, die genaue Zahl der Löcher auszumachen. Jedesmal wenn er es fast geschafft hatte, fielen ihm seine Augen zu und er dämmerte mit einem leicht dümmlichen aber sehr zufriedenen Lächeln um die Mundwinkel ein Weilchen vor sich hin.

Heute hingegen sieht seineWelt ganz anders aus. Die Sonne hat sich in ihr Versteck hinter die graue Wolkendecke verzogen und an ein genüssliches Nickerchen ist nicht zu denken, stat dessen hat Hubert alle Mühe damit, seine Füße durch eifriges Bewegen der Zehen einigermaßen warm zu halten. Zum Glück kann er sich zu denjenigen zählen, die mit einem gesunden und tiefen Schlaf gesegneten sind, und so erwachte er heute Morgen erst, als die Spuren des nächtlichen Regengusses schon fast wieder verschwunden waren und er schon fast wieder getrocknet war.

Nun geht auch der Oktober seinem Ende zu und deshalb nutze ich heute die Gelegenheit, euch eine kleine Sammlung von noch nicht gezeigten Fotos in die Galerie zu stellen.

Ich bin schon voller Vorfreude, denn heute Abend darf ich gemeinsam mit meiner Freundin Silvia einen meditativen Abend mit Märchen und Klangschalenmeditation halten. Ich finde, dass heute das Wetter perfekt zum Anlass passt.
Seid herzlich gegrüßt und lasst es euch gut gehen. Ich mach mir für heute Abend auf jeden Fall einen guten heißen Tee zum Mitnehmen und für Kerzenschein ist auch gesorgt.

Herbstfreude

Heute Nachmittag hat mich die Herbstsonne, als sie sich schließlich doch noch aus ihrem Versteck getraut hat, hinaus ins Feld gelockt. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr hinaus, aber dann war ich richtig froh, dass ich die Gunst der Stunde genutzt hatte. Ein Weilchen habe ich auf einer schönen Bank unter einem Birkenbaum gesessen und habe dem Rasseln und Rauschen der Blätter gelauscht. Ein Gedicht ist entstanden, dass ihr im Blog Herzensauge lesen könnt.


Eine besondere Stimmung liegt über der Landschaft, Abschied liegt in der Luft, aber kein trauriger, sondern einer der von der Vorfreude auf das Wiedersehen erzählt. Vorgestern war ich noch einmal am Weiher und habe auch dort und auf dem Weg das Herbstkleid bestaunt, dass sich über die Natur gelegt hat.

Lebensspuren

Als ich gestern im Feld unterwegs war, fielen mir die vielen Schmetterlinge auf, allesamt von der gleichen Art, ich nehme an es waren Kohlweißlinge. 

Ich staunte nicht schlecht, dass sie noch in so großer Zahl und geschäftig unterwegs waren. 

Ich braucht mehrere Anläufe, bis es mir gelang, einen von ihnen zu fotografieren.

Ein sogenannter „abgeflatterter“ Schmetterling kam mir vor die Linse, das Leben hatte schon deutliche Spuren an seinen Flügeln hinterlassen.

Der Anblick berührt mich in meinem Inneren und ich spüre den Empfindungen nach.

Ich denke darüber nach, welche Spuren das Leben bei mir hinterlassen hat? 

Ich glaube nicht, dass wir als unbeschriebenes Blatt auf diese Welt kommen, aber das ist mein persönlicher Glaube und der ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. 

Ungeachtet dessen kann ich zahlreiche Spuren entdecken, die mein derzeitiges Leben von Kindheit an bis jetzt hinterlassen hat. 

Diese Spuren sind natürlich ähnlich wie bei dem Schmetterling auch äußerlich sichtbar und spürbar. Jedoch bin ich auch innerlich heute eine Andere als die, die vor gut 57 Jahren auf diese Welt kam. 

Manches Blessuren die sich in meine Seele eingegraben haben schmerzen mich noch heute, andere Wunden sind verheilt und nur die Narben sind noch zu erahnen. 

Alles was ich erlebt habe, hat mich zu der gemacht, die ich heute bin. 

Im Laufe der Jahre kann ich immer deutlicher das Lernpotential all dessen was mich geprägt hat erkennen und konnte und kann mich dann auch Stück für Stück mit den Erlebnissen aussöhnen, die mir „die Flügel gestutzt“ haben.

Eine herzige Begegnung

Ganz zeitig bin ich heute früh losgezogen zu „meinem Weiher“. Die Morgenstimmung wollte ich dort genießen. Und das war wirklich eine gute Idee an diesem wundervollen Herbsttag.

Auf dem Weg zum Weiher komme ich an einer Pferdekoppel vorbei. Als ich auf dem Hinweg daran vorbei lief und die Pferde eigentlich nicht beachtete, bemerkte ich plötzlich, dass ein Pferd ganz nahe am Zaun neben mir herlief. Es war der wunderschöne Hengst. Etwas erstaunt registrierte ich das Verhalten und sagte ihm, dass er ein sehr schönes Pferd ist. Später auf dem Rückweg sah ich schon von Weitem, dass er mich bemerkte und mir entgegen lief. Diesmal fotografierte ich ihn. Er blieb nahe am Zaun bei mir stehen und schaute mich mit seinen lieben Augen an. Wieder sprach ich mit ihm und sagte, dass ich mich sehr darüber freue, dass er zu mir kommt. Dann setzte ich meinen Rückweg fort. Als ich mich kurz vor dem Ende der Koppel noch einmal umdrehte, sah ich, dass er hinter mir her lief. Er blieb am Ende der Koppel bei mir stehen. Als ich mich noch einmal von ihm verabschiedet hatte, schaute er mir noch eine Weile nach. Diese Begegnung hat mich heute sehr berührt, für mich ist so etwas nicht selbstverständlich, ich betrachte das als Geschenk!

Opel – Zoo

Am Sonntag waren wir im Opel – Zoo Kronberg im Taunus. Bisher kannte ich diesen Zoo nur aus dem Fernsehen. Die Anfahrt von ca. 11/2 Stunden hat sich mehr als gelohnt, denn uns erwartete ein Zoo mit ausgesprochen liebenswert, zumeist sehr weitläufig und ansehnlich gestalteten Gehegen. Wir hatten wirklich Glück, denn wir konnten den großen Rundgang noch trockenen Fußes beenden, es zog sich gegen Ende immer mehr zu. Ich hatte nur das Smartphone zu. fotografieren, leider, denn sonst hätte ich euch auch die derzeitige Attraktion des Zoos, die auch uns an diesem Tage dort hingelockt hatte, zeigen können: Die im Juni geborenen Gepardenbabys. Aber die lagen an ihre Mutter gekuschelt im hintersten Eck des Geheges und waren daher nicht sehr gut zu sehen. Ich zeige euch ein paar Eindrücke in der Galerie.

Sterne siehst du nicht nur am Himmel

Manchmal wachsen sie sogar aus dem Boden. 🙂

Jetzt wird es Zeit, dass ich mich mal wieder hier melde, denn die Zeit geht „rum wie nix“ und es sammeln sich die Fotos hier an und ich mag euch sie doch lieber zeigen, wenn sie noch halbwegs frisch sind. Diese hier sind von der letzten Woche. Ich war mal wieder in den Feldern rund um den Wohnort unterwegs. Obwohl ich hier schon etliche Male fotografiert habe wird es zumindest für mich nie langweilig, weil sich die Landschaft je nach Jahreszeit und Stand der Sonne und nicht zuletzt wegen den Wolkenformationen ständig in einem neuen Kleid zeigt.

Zur Zeit wächst der Mais sehr fleißig und auch der neue Wein steht sozusagen bereits in den Startlöchern.

Auch abgeerntete Felder bieten interessante Motive, hier der „Spargelwald“ von oben und von unten..-)

Am vorletzten Wochenende war das Haus voll, wir hatten ein Familientreffen bei uns. Da brachte mir die ältere Tochter ein Mitbringsel aus ihrem Urlaub mit. Die Freude über diese wunderschönen Muscheln von Finiste`re ist sehr groß.

Da kann ich mich jedesmal wenn ich daran vorbei gehe freuen.

Ich sagte bereits, dass der Mais fleißig wächst, also dann wollen wir ihn nicht weiter stören und lassen ihn in Ruhe. Ich sag euch Tschüß, bis bald.

Einfach mal drauflos erzählt

Wenn ich angestrengt nach einem Thema suche, über das es sich nach meiner Meinung hier zu schreiben lohnt, dann entsteht im Kopf nicht selten ein Gedankenknäuel, das sich irgendwann verheddert und meinen Schreibfluss lahm legt. Deshalb habe ich heute beschlossen einfach mal drauf los zu schreiben, mal sehen welche Worte und Sätze sich hier zeigen wollen. „Muss ja nicht immer alles durchgeplant werden, kann ja auch mal spontan sein, oder?“, flötet mein inneres Kind. „Na ja, aber ist das dann auch sinnvoll, will das Einer lesen?“, meldet sich der innere Kritiker zu Wort.
Ach wisst ihr was ihr Beiden, ich lass euch jetzt mal alleine diskutieren und zeige derweil ein paar Fotos die sich auf dem Smartphone in den letzten Wochen angesammelt haben und plaudere ein bissel dazu.


Die beiden Fotos sind bei einem Spaziergang entstanden, den ich mit einer Freundin in den Weinbergen in Neustadt an der Weinstraße gemacht habe, als ich sie kürzlich besuchte. Das erste Foto zeigt im Hintergrund die Kirche von Hambach, ein Stadtteil von Neustadt und auf dem zweiten könnt ihr mit etwas Mühe das Hambacher Schloss erkennen. Ich genieße die Abwechslung, wenn ich mal woanders als im Umkreis unseres Dorfes laufen kann. So bin ich in der letzten Woche an einem Nachmittag spontan an das Rheinufer bei Frankenthal gefahren, dass ist nicht sehr weit weg von meinem Wohnort. Da kann man sowohl ausgiebig laufen, als auch ganz entspannt am Ufer sitzen und die Seele baumeln lassen.

Und wenn man ganz großes Glück hat, dann bekommt man spontanen Besuch von einem schwarzen Pudel im Gegenlicht. Als ich da am Ufer saß hab ich auch mal den Blick nach rückwärts gewendet, denn das lohnt sich tatsächlich manchmal, obwohl ein kluger Spruch besagt, man solle nie zurück sondern immer vorwärts schauen.Also ich habe nämlich im Rückwärtsschauen Blümchen entdeckt, die ich dann fotografisch „gepflückt“ und einem Geburtstagskind per Karte geschickt habe.

Aber auch bei uns in den Feldern rund um das Dorf gibt es immer wieder Neues zu entdecken, schon alleine deshalb, weil die Landschaft sich im Jahreslauf stetig verändert. Bei einem meiner letzten Spatziergänge leuchteten die Getreidefelder so wundervoll golden.

Ganz besonders gerne mag ich solche kleinen Schönheiten, die sich dem Auge des Betrachters nur dann offenbaren, wenn er näher hinschaut. In diesem Sinne wünsche ich euch, dass auch ihr viele kleine Schönheiten entdecken werdet, bis wir uns hier wiederlesen.

Das Positive wertschätzen

Wenn ich in der Medienlandschaft unterwegs bin muss ich ganz gut auf mich aufpassen, damit ich nicht von dem allgemeinen Wulst an Negativität und Wehklagen überrollt werde. Natürlich habe ich keine rosarote Brille auf, aber ich bin davon überzeugt, dass es in dieser Zeit ganz besonders wichtig ist, den Blick für das Positive nicht zu verlieren. Wo sollen wir denn die Motivation und Kraft zum Leben hernehmen, wenn wir uns immer wieder auf das konzentrieren, was im Argen liegt? Das gilt natürlich nicht nur für den Blick auf unsere Gesellschaft und Politik, sondern auch für das persönliche Umfeld. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich ertappe mich auch oft dabei, mit dem zu hadern, was gerade ist. Wenn es doch nur anders wäre, wenn ich dieses oder Jenes hätte, dann… Kürzlich musste ich mich selbst einmal herzhaft aufrütteln und mir sagen: Hallo, du lebst gerade jetzt, das ist dein Leben, du verplemperst wertvolle Zeit, wenn du immer im Wartemodus bist und diesen Moment nicht auskostest! Deshalb bin ich heute mit meinem Frühstück im Rucksack einfach losgelaufen an einen schönen Platz im Feld und habe ein Picknick gemacht. Ich möchte dankbar dafür sein, dass ich das einfach so machen kann. Kostet ja kein Geld und die Zeit habe ich auch. Wollt ihr mal sehen, wo ich gesessen habe?

So ruhig, nur der Wind, die Vögel und in der Ferne die Kirchenglocken. Einen Hasen habe ich da ich vorbeihoppeln sehen. Nach dem Frühstück wanderte ich noch ein schönes Stückel weiter.

In diesem Jahr fällt mir auf, dass das Bewusstsein für die Natur wieder wächst, es gab rund um unseren Ort mehrer Felder mit Bienenpflanzen und heute als ich das hier sah, hüpfte mein Herz:

Für mich ist der Aufenthalt in der Natur eine unendlich wertvolle Kraftquelle. Ich bin dankbar, dass ich ländlich wohnen darf und nur „ein paar Schritte“ laufen muss um die Landschaft genießen zu können. Die Wegwarten leuchteten heute so schön.

Und die hier wendet sich der Sonne zu, genau wie ich, deshalb schauen wir in die gleiche Richtung.

Das Licht ist immer da, auch wenn manchmal die Wolken davor sind.

Liebe Grüße an euch alle da draußen.