Schätzen und Schützen

Heute kam ich wieder an der Stelle vorbei, an der ich „meine Schnecke“ gestern traf. Heute war sie wieder da. Ob sie es wirklich war oder eine ihrer Artgenossen, die im Grünstreifen zahlreich wohnen, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall hatte diese Schnecke heute eine weitere Lektion für mich bereit. Zunächst sah es so aus als ob sie da hinunter wollte, aber dann überlegte sie es sich anders.

Sie zog sich zurück. Da dachte ich mir: Schnecken haben ihren individuellen Rückzugsort, immer dabei. Sie haben die Fähigkeit, gut auf sich zu achten und diese Fähigkeit ist sicher insbesondere bei Schnecken sehr ausgeprägt, denn durch ihre Langsamkeit haben sie ja keine Chance zu flüchten. Dann wurde mir bewusst, dass ich im Laufe meines Lebens immer mehr gelernt habe, mich zu schützen, Verantwortung für mich, für mein Wohlergehen zu übernehmen. Dazu gehören z.B. : Nein sagen, mich aus einer Situation heraus nehmen, mich nicht mit Anderen vergleichen, usw. Die Zeit der Pandemie hat bei mir die Selbstwahrnehmung enorm verstärkt. Ich habe mich viel besser kennengelernt und spüre noch deutlicher, was mir gut tut und was nicht. Ich habe durch die Herausforderungen dieser Zeit gelernt, besser auf mich aufzupassen, mich selber mehr zu schätzen und ernst zu nehmen. Da fällt mir auf, dass die Wörter „schätzen und schützen „ fast identisch sind.
Nur wenn ich mich schätze kann ich mich schützen! Ich habe den Werbeslogan „weil ich es mir wert bin“, in der letzten Zeit öfter gebraucht.

Ja und da schließt sich der Kreis, es passte heute mal wieder alles zusammen: Ich sah beim Vorbeigehen am Kohlfeld diesen Herztropfen. Was er mir wohl sagen möchte?

Lebe Liebe Jetzt

Ein Raum in dir 
bleibt ewig
unberührt 
und heil
bietet dir Zuflucht
mitten im Lärm der Welt
und 
lichtdurchflutet
wärmend umhüllt
getränkt mit Liebe
durchfließt dich
in seinem Schutz
unbändige Lebenskraft

(c) Beate Neufeld

Ihr Lieben, ich habe eine längere Pause eingelegt und habe euch in euren Blogs nicht besucht. Ich brauche manchmal den Abstand, aber ich werde euch bald nach und nach besuchen, versprochen!

Fotosammlung vom März

Heute lasse ich den März fotografisch Revue passieren, obwohl er noch ein paar Tage bereit hält. Ich beginne mit dem 3. März. An diesem Tag war ich zu Besuch bei einer Freundin in Edenkoben. Wenn das Wetter es erlaubt, nutzen wir den Nachmittag immer für einen Spaziergang in den Weinbergen. Der Krokus war einer der ersten seiner Art und hat uns eine freudige Überraschung bereitet.

In der Galerie zeige ich Fotos vom 7. März, da war ich mit dem besten aller Ehemänner am Rhein bei Worms. Es war richtiges Bilderbuchwetter.

Am 10. März erstaunte mich während meiner Laufrunde rund um meinen Wohnort die Ordnung auf dem Feld.

Am 14. März fotografierte ich auf dem Weg ins Feld den Rabenbaum bei uns im Dorf.

Zuletzt eine Galerie wie zu Beginn mit Fotos vom 25. März aus Edenkoben mit Bilderbuchwetter und frühlingshafter Landidylle.

Von meinem Kraftort und dem Wert des Zuhörens

Wenn ich das, was ich als Mangel empfinde loslassen kann,
werde ich frei um Fülle zu erleben.
Dann brauche ich keinen Urlaub in fernen Ländern,
es entfaltet sich hier an diesem Platz eine wunderbare Welt,
in die ich eintauche wie in ein unbekanntes Meer.
Dann öffnen sich die Augen des Herzens und empfangen
losgelöst von allen Erwartungen die Gaben des Augenblickes,
voller Staunen und Dankbarkeit.
Wenn ich den Blick abwende von dem, was mich scheinbar einschränkt,
erlebe ich eine Freiheit, die unantastbar hinter allen Grenzen wohnt.
(C) Beate Neufeld

Die Bilder in der Galerie zeigen meinen persönlichen Kraft-Ort, an dem ich mich ganz hineinfallen lassen kann in den Augenblick. Dann spielt alles was „im Außen ist“ keine Rolle. Ich fühle mich frei und voller Freude und Kraft und die pack ich mir dann ein und nehme sie mit.


Vor ein paar Tagen hörte ich einen Vortrag, in dem ein Mann von seinem Vorfahren sprach und wie sie sein Leben geprägt haben.
Es ging um eine Geschichte, die aus Urzeiten stammt und von Generation zu Generation weiter erzählt wird und die er von seiner Großmutter von Kindheit an unzählige Male, gehört hatte.
Eine wesentliche Botschaft hatte diese Großmutter zu vermitteln, nämlich die von der elementaren Wichtigkeit des Zuhörens.
Er berichtete, dass er außer den Büchern, die er für Schule und Studium lesen musste, niemals ein Buch gelesen habe. Er wollte nicht, dass diese Geschichte die seine Großmutter erzählt hatte in ihm „verblasste“, und dass sie untergeht im Überfluss der Informationen, die tagtäglich auf uns Menschen einströmen. Er führte weiter aus, dass er von seiner Familie, die ursprünglich und abgeschieden lebte, dazu bestimmt wurde, ein „Läufer“ zu sein. Ein Läufer hat die Aufgabe, wenn er von seinen Reisen zurück zur Familie kommt, alles zu berichten, was er gesehen und gehört hat und welche Menschen er getroffen hat. Er ist aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit sehr viel in der Welt herum gekommen. Ich glaube, dass die Schulung des Zuhörens ihn für seine besondere Aufgabe als Läufer vorbereitet hat und ihm einen sehr aufmerksamen und wachen „Blick“ eröffnet hat, mit dem er die „Melodie des Lebens“ mit allen Sinnen aufgenommen und sie zu seiner Familie gebracht hat.
Er berichtete, dass er einmal, als er nach längerer Zeit zurück kehrte einen Ort besuchte, von dem er wusste, dass eine seiner Ururgroßmütter dort gelebt und Zeremonien abgehalten hatte. Er schilderte, wie er durch dieses „Gelände“ ging, an dem es keine Überreste mehr gab, an dem nichts mehr darauf hindeutete, dass hier Jemand gelebt hatte. Es zog ihn schließlich an eine Stelle hin und er verweilte und spürte, dass genau hier seine Ahnin gelebt hatte. Und weil diese Frau zu Lebzeiten gesagt hatte, dass dieser Ort erhalten bleiben soll, dass er niemals bebaut werden dürfe, hat er sich dafür eingesetzt, dass diese Land nun unter Schutz steht.
Diese Lebensgeschichte hat etwas in mir berührt.

Gesammelte Sonnenstrahlen

Allzu schnell geschieht es, dass ich mich wie in einem Netz aus alltagsgrauen Gedanken einfangen lasse und mit dem was ist und wie es ist hadere. Aber wenn ich mich besinne, meine Augen nach innen lenke, dann kann ich sie sehen und spüren, die gesammelten Sonnenstrahlen.

Ich habe da noch ein paar Bilder für euch. Sie sind im September aufgenommen und erinnern an wohltuende Sonnenstunden in der Natur.

Und jetzt nehm ich den Pinsel zur Hand und male die Pilzköpfe an, die ich vor Tagen aus Salzteig geformt habe. Was daraus wird? Wenn es gelingt dann zeige ich es euch, versprochen!

Ach es gibt noch etwas für mich Erfreuliches zu berichten. In diesem am 13. Oktober erschienenen Sammelband mit Weihnachtsgeschichten ist auch eine Geschichte „aus meiner Feder“ abgedruckt.

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Wann beginnt der Herbst?

Der Herbst ist ein rauer Geselle, er kündigt sich nicht an. Eine Einladung braucht er nicht, weil er  kommt, wann er will. 
Da gibt es keine Entschuldigung, er ist einfach da. 
Schon ist der Sommer ohne Zögern zur Seite gesprungen und hat dem Herbst bereitwillig Platz gemacht. 
Es scheint eine geheime Absprache zwischen den Jahreszeiten zu geben, sie haben die Rangordnung festgelegt und halten sich an die Regeln. 
Wir hingegen haben oft Mühe und hinken der Realität hinterher. 
Während unser Verstand noch halten will, was längst vergangen ist, öffnen sich  unsere Sinne und vernehmen den erdig herben Duft, spüren die frisch klare Luft, sehen das mild goldene Licht und fühlen eine bitter süße Melancholie, die sich mit Nebelschleiern über die Landschaft legt. 
Unweigerlich hat der Herbst mit seinem unwiderstehlichen wildem Charme unser Herz erobert und lockt uns mit den fallenden Blättern zu tanzen. 

In dieser Woche habe ich mal wieder eine Route gewählt die vom Hauptweg querfeldein führt. Es kamen viele Erinnerungen hoch, denn das letzte Mal als ich dort gelaufen bin war Priska noch dabei. Es ist schon ein paar Jahre her. In der nachfolgenden Galerie seht ihr einen Wegstein, der im Feld steht. Dort hatte ich für Priska gerne Leckerlies draufgelegt und ich sehe es noch vor mir, wie sie mit in die Höhe gestreckten Pfoten hochhüpft, um den Gaumenschmaus zu erreichen.

Lasst es euch gut gehen, genießt wenn ihr es könnt die bunten Herbsttage!

Eine Dose Ravioli umarmen

Bevor der August sich nun verabschiedet möchte ich hier doch gerne noch einige Zeilen und Fotos hinterlassen. Wenn ich auf das Datum des letzten Beitrages schaue, wird mir bewusst, wie sehr ich bei all den „Turbulenzen“ in unserer Welt die Ruhe und den Rückzug brauche. Nicht dass ich jegliche Kontakte vermeide und mich zu Hause vergrabe, nein so ist das nicht! Aber manchmal fehlen mir einfach die Worte um hier zu schreiben und ich gestehe ich mir das selber auch zu. Weniger ist manchmal mehr, Smalltalk ist nicht zwingend schlecht, aber er liegt mir nicht!

Mit einer lieben Freundin habe ich einen Spaziergang im Wald unternommen. Wir liefen an diesem kleinen Bach entlang und lauschten seinem „Gesang“. Der Weg war nicht sehr weit, aber meine Freundin machte mich darauf aufmerksam, dass der Klang sich entlang des Bachlaufs immer wieder veränderte. Spannend fand ich das.

Es gibt sogar einen kleinen Wasserfall zu bestaunen. Die Waldluft, das Grün der Bäume und das Wasser waren einfach nur wohltuend. Dankbarkeit empfand ich darüber, dass der Wald nicht weit ist und ich ihn besuchen kann.

Dann war unsere jüngere Tochter auf Kurzbesuch. Ich freue mich immer riesig wenn ich die Töchter sehen kann. Das obige Foto habe ich bei unserer Abendrunde durch die Felder gemacht.

Der beste Ehemann von allen und ich sind beide sehr gerne am Rhein hier in der Nähe oder auch mal an Neckar und Mosel, die für uns bei einem Tagesausflug erreichbar sind. Hier oben der Blick auf den Rheindamm bei Frankenthal, nicht weit von unserem Wohnort.

Wir waren letzten Sonntag dort und es war sehr windig und wunderbar sonnig.

Sowohl das Gleiten der Wolken am Himmel als auch das vorbeifließende Wasser zu beobachten, empfinde ich als entspannend. Irgendwie kann es dann geschehen, dass auch „innerlich“ etwas in Fluss kommt.

Gestern bei meiner Laufrunde ist mir unter anderem diese pralle Weintraube ins Auge gefallen: Fülle der Natur.

Zur Ernte bereit! Das Erntedankfest naht. Auch bei diesem Anblick wächst die Dankbarkeit in mir für alles was der Erntekorb des Lebens für mich bereit hält.
Gestern als ich bei der ehrenamtlichen Lebensmittelausgabe für Menschen mit „finanziellem Engpass“ in unserer Verbandsgemeinde mithalf hatte ich ein zu Herzen gehendes Erlebnis. Ein Mann dem ich auf Wunsch eine Dose Ravioli weitergeben durfte, umarmte diese glücklich strahlend. Er erzählte mir, wie gerne er diese isst.
Wieder einmal wurde mir deutlich aufgezeigt, dass eben nichts selbstverständlich ist!
Gerade in einer Zeit wie dieser ist es besonders wichtig, Augen und Herz zu öffnen für alles was gut ist im Leben, denn das vergessen wir sehr schnell, bei all den Unwegsamkeiten und Schreckensmeldungen die auf uns einströmen!

Ein Strauß aber keine Blumen

Mein „großes Mädel“ ist zu Besuch und da nutzen wir natürlich die Gunst der Stunde auch für gemeinsame Unternehmungen. Gestern haben wir eine Straußenfarm besucht. Hier leben mehrere „Straußenfamilien“, die in der Regel aus einem Hahn und 5 bis 6 Hennen besteht.

Diese Farm ist eine sogenannte Aufzuchtfarm, deshalb kann man hier, wenn man zur rechten Zeit kommt total niedliche Küken beobachten. Diese hier waren erst vor ein bis zwei Tagen geschlüpft.

Es ist ein richtig schöner Ort, denn das Gelände ist parkähnlich angelegt und bietet verschiedene Sitzgelegenheiten zum Schauen und Genießen.

Ein besonderes Schmuckstück ist der Seidenbaum mit seiner einzigartig schönen Blüte.

Man kann auch eine kleine Wanderung durch das Außengelände unternehmen, wo sich mehrere Straußengehege befinden. Wir sind noch eine Stück weiter um einen Campingplatz und See gelaufen. Hier hat sich seit meinem letzten Besuch auch einiges getan, das Gelände ist sehr schön gestaltet, z.B. ein Bachlauf wurde angelegt.

Auf den nahegelegenen Feldern konnten wir Störche beobachten.

Es war sehr schwül gestern, deshalb haben wir die Wanderung nicht noch weiter ausgedehnt, rund 4 km schienen uns ausreichend. Wir haben uns als Abschluss auf der Terrasse des zugehörigen Restaurants noch ein Getränk genehmigt.

Frühe Freude

Heute war ich früher wach als gewöhnlich und als ich aus dem Fenster schaute lachte mir die Sonne ins Gesicht. Da musste ich nicht lange überlegen und habe mich rasch angezogen und bin sogleich losgelaufen.

Heute bemerkte ich, dass die Wegwarten ihre Hochsaison gestartet haben. Überall am Wegesrand blühten sie üppig.

Gestern habe ich endlich nach längerer Pause wieder mit dem Malen begonnen.

Mit Papier, Pinsel und Farben und einer schönen Musik, die mich beim Malen begleitet geht es mir richtig gut, da kann es schon mal vorkommen, dass ich während die Farben trocknen ein paar Runden zur Musik durch das Zimmer wirbele.

Aber zwischendurch kann ich auch mal ruhig. Hier in meiner geliebten Hängematte, für die mir der beste Ehemann von allen im letzten Jahr als verspätetes Geburtstagsgeschenk die Neuauflage einer genialen Hänge-Konstruktion gebaut hat. Seht mal, er hat sogar einen Abstelltisch für ein Getränk oder als Buchablage angebracht.

Wollt ihr wissen, was ich gerade getan habe, bevor ich begonnen habe diesen Artikel ins IPad zu tippseln? Ich saß auf meinem Sessel und ließ das Bild, was gerade im Werden ist, auf mich wirken. Ich habe mal schnell mit dem IPad ein Foto gemacht. Ist doch praktisch, dann könnt ihr sehen, was ich gerade sehe. :-0 Da auf dem Schrank steht es!

Mit Abstand betrachtet wird klarer, was noch nicht stimmig ist. Als ich das Wort Abstand geschrieben hatte, machte sich just ein leichtes Unwohlsein in mir breit.
Aber nun ist es Zeit, mich für heute von euch zu verabschieden. Macht es gut, bis bald.