Weggeschichten

Heute kann ich euch das Ergebnis meines neuesten Bastelprojektes zeigen.

Als ich einer meiner Töchter das Foto geschickt hatte war ihr Kommentar: Das waren doch nur 3 Könige! 🙂
Wenn ich schon mal am Basteln bin, dann bremst mich fast nix. Nein jetzt mal im Ernst: Wenn ich etwas für mich bastele, dann gibt es meist noch “ Ableger“ als Geschenkevorrat. Ihr werdet euch wundern, aber ich habe gestern ganz spontan schon
3 Könige an eine Freundin verschenkt,der es nicht so gut ging, als Trostpflaster sozusagen.
Deshalb ist auch das Gedicht entstanden, was ich gestern für meine Freundin geschrieben habe. Ihr könnt es in meinem Schreibblog Herzensauge nachlesen.
Ich bin nach dem Telefongespräch zu ihr gefahren und habe ihr die Könige und das Gedicht gebracht. Wir sind dann später noch bei wunderschönem Sonnschein mit Priska spazieren gegangen und die Feldblumen blühten fast sommerlich.

Das Gedicht erzählt von dem Weg der 3 Könige und auch in den Märchen werden immer wieder Weggeschichten erzählt. So eine Weggeschichte begegnete uns auch in dem Märchen, welches das Thema der Märchenbetrachtung am vergangenen Montag Abend war. Ich hatte euch versprochen, davon zu bereichten, wenn es mir gefallen hat.
Es war ein sehr anregender und guter Abend und ich werde auch künftig, so wie es mir möglich ist an diesen Abenden, die einmal im Monat stattfinden teilnehmen. Es wird über die Märchensymbolik gesprochen und über das was uns die Märchen mit auf unseren Lebensweg geben können.
Wer sich gerne mit Märchen beschäftigt, der kann hier eine etwas andere Fassung des Märchens: „Feuer im Herzen und Verstand im Kopf“, welches am Montag besprochen wurde, nachlesen.
Seid herzlich gegrüßt.

Ich mach‘ das jetzt, trotzdem!


Vielleicht habt Ihr Euch jetzt erst mal die Stirn in Falten legend etwas verwundert am Kopf gekratzt und gefragt: Was will sie uns nun damit sagen?
Ich habe heute an meine Kindheit zurück gedacht, an eine ganz bestimmte Szene. Ein Onkel war zu Besuch. seines Zeichens ein sehr ambitionierter Hobbymaler. Er schaute mir über die Schulter, als ich entspannt und vergnügt ein Bild zu Papier brachte. Ich war vielleicht 8 Jahre alt. Er mäkelte, weil ich ein Lineal gebrauchte, um ein Haus zu zeichnen.
Ich erinnere mich nicht mehr an die Einzelheiten unsere Gespreäches, aber ich weiß, dass dieses Ereignis mich stark geprägt hat und die Auswirkungen bis vor nicht allzulanger Zeit meine Lust am Zeichnen und Malen blockiert hat. Ich hatte diesen Satz in mir: „Du kannst das nicht…!“
Heute ist es mir egal, ob “ ich das kann oder nicht“, ich tue es einfach für mich, weil ich Freude daran habe und nun geht es mir gut damit.
Es gibt so viele Gründe, die mich daran hindern können, etwas zu tun, was ich gerne mache, wozu ich Lust habe, was mir einfach gut tut. Zum Beispiel die Stimme in meinem Kopf die mir sagt: “ Dazu ist jetzt keine Zeit, es gibt so viel zu tun, du musst erst dies und das tun, das Leben ist doch nicht zum Vergnügen da, erst die Arbeit dann das Spiel…“
Heute gelingt es mir immer öfter, diese Stimme in mir zum Schweigen zu bringen und ich mache dann trotzdem genau das, was mir gerade Freude macht, und die Arbeit ist mir noch niemals davon gelaufen. Sie ist ganz geduldig mit mir und wartet, bis ich Zeit für sie habe.
Ich bin davon überzeugt bin, dass jeder Mensch mindestens eine besondere Begabung hat, die es wert ist entdeckt und gelebt zu werden. Begabungen verstehe ich nicht nur im künstlerischen Sinne, sondern es schließt alles ein, was mir Freude bereitet, was mir leicht fällt, zu dem ich mich hingezogen fühle. Vielleicht entdecke ich, dass ich besonders gerne anderen Menschen zuhöre, und ihnen damit eine Freude bereiten kann. Vielleicht macht es mir Spaß zu basteln und ich verschenke ab und zu eines meiner Werke oder ich spende es für einen Basar. Vielleicht wohnt in mir die Gabe, mich an der Natur zu erfreuen und ich gebe mir selber mindestens zweimal in der Woche eine Stunde Urlaub vom Alltag für eine kleine Wanderung.
Alles was ich in diesem Sinne tue wird nicht nur mir selber dienen, es wird als positive Kraft in die Welt hinaus fließen.
Alle Begabungen die wir “ ins Leben rufen“ werden gute Frucht bringen.
Das ist ganz besonders in dieser Zeit wichtig, in der der Fokus so oft auf allen möglichen negativen Ereignissen in der Welt liegt. Ich möchte mich nicht auslaugen und entkräften lassen, ich möchte Licht, Freude, positive Kraft, Mut und Hoffnung tanken und weiter fließen lassen, ganz natürlich und selbstverständlich, wie der Löwenzahn, der seine Schirmchen weiter fliegen lässt.

 

Aus meiner Elfenwerkstatt

Ich spürte, dass es in mir kribbelt und zibbelt. Kennt ihr dieses Empfinden wenn die Frühlingssehnsucht erwacht?

Da wurde es Zeit, diesem inneren Gefühl Ausdruck zu verleihen. Begonnen hatte es mit den Fensterbildern, die ich euch bereits gezeigt habe. Nun hatte ich Freude daran, weitere Elfen zu basteln.

Dies ist mein allererstes Modell, nur aus verschieden bunten Eierschachtelhütchen. Heute kam dann der Wunsch auf, weitere Elfen in bunteren Farben zu basteln. Morgen bin ich bei einer Freundin eingeladen und überreiche sie als kleines Mitbringsel in einer  Frühlingspflanze sitzend der Gastgeberin.

Meine erste Elfe darf in meiner Frühlingsschale sitzen
„Elfchen“ nennt man auch kleine Gedichte mit elf Wörtern, die  in besonderer Weise angeordnet sind.

Ich habe gerade eines geschrieben und wer weiß, vielleicht fällt euch ja auch eins ein?

Frühling
erwacht leise
wispernd und flüsternd
lockt er zart zum
Neubeginn.
Alles Liebe und einen frohen Sonntag wünsche ich euch.

Eine kleine  Laterne

Gerne erinnere ich mich an meine Kindheit, wenn der 11. November, das Fest des heiligen Martins herannaht. Ich denke an den Laternenumzug mit der festlichen Blasmusik, an das Pferd und den Martin, gespielt von einem Mann der  sich verkleidet hatte und auf dem Pferd reitend den Umzug anführte. An die vielen Laternenlichter, die von uns Kindern durch die Straßen  getragen wurden. Es war zwar erst früher Abend aber weil es ganz dunkel war verbreitete sich eine ganz eigene Stimmung. Ich kann sie im Herzen noch spüren aber sie lässt sich nicht in Worte fassen. Vor mein inneres Auge kommt das Bild vom Bettler, der am Straßenrand saß und vor dem das Pferd Halt machte.Der Martinsmann nahm seinen  Mantel und teilte ihn mit dem Schwert mitten entzwei. Er beugte sich hinunter und gab dem Bettler eine Hälfte. Dieses Geschehen hat mich in jedem Jahr wieder im Innersten berührt. Es hat in mir den Wunsch geweckt, auch zu teilen. Ich erinnere mich, dass ich einmal einige Tüten  voll Kleidung und Spielzeug zum Zirkus gebracht habe, der bei uns im Dorf gastierte. Ich hatte zuvor die Kinder beobachtet, die im abgezäunten  Bereich spielten und die für mich sehr ärmlich aussahen. Später hatte ich eine Freundin, die bei uns im Dorf wohnte und die noch mehrere Geschwister hatte. Der Vater war Alkoholiker und wenn er nicht schlief war er sehr furchterregend aggressiv. Die Mutter war meist bis abends zum Arbeiten unterwegs und so musste Sonja, weil sie die Älteste war, Mutterersatz für ihre Geschwister sein. Sie war sehr dünn und blass, hatte immer alte, abgewetzte Kleidung an und roch nicht gut. Sie sah schmuddelig aus. Mir tat es irgenwie weh, zu erleben, wie sehr sich ihr Leben von meinem unterschied. Ich habe heimlich Spielzeug und Kleidung gebracht, denn der Vater durfte auf keinen Fall etwas merken, sonst hätte er Sonja geschlagen. Aus heutiger Sicht denke ich, dass das Spielzeug und die Kleidung nicht das Wichtigste waren, vielmehr meine Freundschaft, denn mit Sonja wollte sonst keiner spielen.

Ich erinnere mich heute auch an meine schönste Martinslaterne. Sie war aus schwarzer Pappe in die mit Scherenschnitt Märchenfiguren geschnitten und mit buntem Transparentpapier hinterlegt waren. Die Freude an dieser Laterne war groß, aber sehr kurz, denn kaum waren wir im Martins Umzug  losgelaufen, fing sie Feuer, damals hatten wir noch echte Kerzen darin, und brannte im Nullkommanix ab. Ihr könnt euch vorstellen , dass das viele Tränen gab. Dieses Erlebnis habe ich vor einigen Jahren meiner Tochter Rebecca erzählt und daraufhin bekam ich von ihr zum Weihnachtsfest eine Minilaterne, die sie selber gebastelt  hat, sozusagen als Seelentröster und Ersatz für die abgebrannte Laterne meiner Kindheit . In jedem Jahr erfreue ich mich daran.

Für den befreienden Mut

Liebe Leser,
es gab hier in der letzten Zeit wenig zu lesen.Immer wieder ertappte ich mich dabei, dass mir die Worte fehlten.
ich wusste auch nicht so recht, was mit mir los ist.

Eigentlich, sagte ich mir, geht es mir doch gut, wieso fühle ich mich dann so gelähmt?

Heute wurde es mir klar, dass ich mich von den wenig erfreulichen Ereignissen in der Welt
habe „überrollen lassen“ und diese Negativität hat mir immer mehr positiven Kräfte geraubt.

Im Hinblick auf die Weltgeschehnisse erschien es mir irgendwie zu banal, von meinen Erlebnissen zu berichten.

Zur Zeit scheint sich die Waagschale immer mehr mit Ungutem: Gewalt und Hass zu füllen.

Heute wurde mir klar, dass es gerade deshalb wichtiger denn je ist, die andere Waagschale mit positiven und lebensbejahenden Aspekten zu füllen.
Ich habe deshalb beschlossen,ganz bewusst hier in diesem Blog einen Gegenpol zu setzen, den Blickwinkel auf das Gute und Hoffnungsvolle und Kraftspendende zu lenken.
Wer es lesen mag, der ist herzlich dazu eingeladen.
Wem es zu banal erscheint, der kann ja weiter klicken.

Nun genug der Vorrede, ich zeige Euch ein paar Bilder von meinen Lieblingsblumen.
Die Sonnenblumen habe ich schon seit meiner Kindheit besonders in mein Herz geschlossen.
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Wenn ich von weitem ein Feld mit Sonnenblumen erblicke, dann geht mir mein Herz auf.
Diese Blumen strahlen für mich Lebensfreude und Kraft aus.
Sie wenden sich der Sonne zu und sehen selber aus, wie Sonnen.
Sie sind Lichtsucher und Lichtspender zugleich.
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Ich bin auch ein Lichtsucher, daher kommt wahrscheinlich meine starke Beziehung zu dieser Blume.
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Am Montag hatte Priska eine kleine OP, weil ein kariöser Backenzahn gezogen werden musste.
Sie hat die Narkose und den Eingriff gut überstanden, worüber ich sehr froh bin, denn sie ist ja immerhin schon eine alte Dame und ihr Herz ist nicht mehr ganz gesund.
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Nun geht es ihr wieder viel besser und sie hechelt nicht mehr vor Schmerzen, sondern nur noch wie hier, wenn es ihr heiß wird. 🙂

Ich will schreiben:

Gegen die Ohnmacht

Gegen die Resignation

Gegen die Wellen der Gewalt

Gegen die Trostlosigkeit

Ich will meine Augen und mein Herz offen halten:

Für die Widerstandsfähigkeit

Für die Zuversicht

Für das Wachstum der Liebe

Für die Lebensfreude

Ich will mein Leben nicht aus der Hand geben

sondern meine Kräfte mobilisieren

um einen Gegenpol zu setzen:

Gegen die lähmende Angst

Für den befreienden Mut

(C) Beate Neufeld

20.07.2016

Seid alle herzlich gegrüßt, bis bald.

 

Nur hier sitzen

Nur hier sitzen
und genießen
die Ruhe des Sonntags
und lauschen
dem Vogelkonzert
und riechen
den Duft des Lindenbaumes
und spüren
die zarten Sonnenstrahlen auf meiner Haut
und sehen den Tanz der Gräser im Sommerwind
und danken
für das Geschenk des Augenblickes.
(C) Beate Neufeld

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Ich wünsche Euch einen erfüllten Sonntag.

Rückblick auf den April

Liebe Blogfreunde, ich habe lange nichts von mir lesen und sehen lassen. Ich möchte Euch mitteilen, dass es mir gut geht und gleichzeitig die Gelegenheit nutzen, Euch an dem Rückblick auf einen für mich reich gefüllten Monat teilhaben zu lassen.
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Das ist mein Geburtstagsgedicht für dieses Jahr:

Ich  danke heute an diesem Tag
der Quelle allen Lebens,
dass ich hier in dieser Welt,
zu dieser Zeit,
an diesem Ort sein darf.

Die Welt ist nicht perfekt,
und ich bin es auch nicht.
Deshalb glaube ich, dass wir
ganz gut zusammen passen,
mein Leben und ich.

Im Laufe der Jahre habe ich erkannt,  dass dieses Leben
gut genug ist für mich
und oftmals mehr als das.

Und so hoffe ich, dass ich am Ende meines Lebens
auch von mir sagen kann,
dass ich gut genug war
und vielleicht manchmal
auch mehr als das.

(C) Beate Neufeld
05.04. 2016
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Als ich mich auf das Wochenende zum Atemholen vorbereitete, entstand dieses Gedicht:

Lebensbaum
Solange ich lebe
fallen Äste,
im Sturm geknickt,
von meinem Lebensbaum.
Solange ich lebe
treiben Knospen,
wachsen Blätter,
an meinem Lebensbaum.
Solange ich lebe
haben meine Wurzeln
Verbindung zur unendlichen
Quelle der Lebenskraft,
werde ich gestärkt, erneuert und verwandelt
zur Auferstehung
in das unsterbliche Leben.

(C) Beate Neufeld
15.04.2016
April6
An diesem Wochenende in einer Zeit der Stille mit Impulsbesinnung schrieb ich folgendens Gedicht:

Augen der Liebe
DU hast mir Augen der Liebe gegeben,
aber ich habe mir die Brille
der Kontrolle und der Bewertung aufgesetzt.
Nur einen Lidschlag
bin ich von DIR getrennt.
Nur einen Augenblick
von DIR entfernt.
DU forderst mich dazu auf,
die Brille abzusetzen.
Wenn ich den neuen Blick wage,
erkenne ich mich so wie ich bin:
Getragen
gesegnet,
geheilt und
geliebt
in Ewigkeit.

(C) Beate Neufeld
16.04.2016
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Das war in kurzen Ausschnitten mein Monat April. Es begannen in diesem Monat auch noch zwei Kursreihen meiner Klangoase in den Volkshochschulen und gestern Abend durfte ich mit meiner Freundin Silvia einen Abend mit Klang und Märchen veranstalten.

Ich bin froh und dankbar, für alles, was ich an Schönem und Erfreulichem erleben durfte.
Seid mir alle herzlich gegrüßt!

Aufbruchstimmung

Gerade komme ich von meiner Hunderunde mit Priska. Es ist so herrlich sonniges, mildwarmes Wetter. Überall in der Natur idt der „Aufbruch“ zu sehen. Auferstehung inmitten einer Welt, die derzeit gewaltig aus den Fugen zu geraten scheint. Ich brauche diese Hinwendung zur Natur gerade jetzt ganz besonders, um in Verbindung zu bleiben mit „dem Leben“,  um meine Wurzeln zu spüren und aufzutanken, damit der Glaube an den Sieg der Liebe nicht stirbt in mir.
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Heimkehr und ein fröhliches Eierfärben

Am Mittwoch haben wir unsere ältere Tochter vom Flughafen abgeholt. Nun ist sie nach ihrem 1/2 jährigen Aufenthalt in England wieder zu Hause. Unser aller Freude ist groß und so konnte ich mit meinen beiden Töchtern heute am Karfreitag unsere traditionelle Eierfärbeaktion durchführen. Auf dem Foto seht Ihr Eier, die mit einer alten Färbetechnik gefärbt wurden, mit Blauholz und Walnussschalen. Dazu werden die rohen Eier mit stärkerem Seidenpapier (so wie das in welches manchmal Brot eingewickelt wird) umwickelt und beim Einwickeln werden immer wieder kleine Mengen von den Walnussschalenbröseln und den Blauholzbröseln (besonders sparsam verwenden!) eingestreut und mit dem Papier durch Einwickeln am Ei fixiert. Das überstehende Papier wird mit Wolle um das Papier gebunden.. Die Eier in einen kleinen Topf geben und mit kaltem Wasser zum Kochen aufsetzen. Blauholz und Walnussschalen habe ich in der Apotheke gekauft.
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Ich wünsche Euch ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Akustischer Weihnachtskalender

Heute ist meine Beitrag zum akustischen Weihnachtskalender:
Das verborgene Geschenk, online.
Diese Geschichte habe ich nicht erfunden, eine Freundin erzählte mir ihr Erlebnis und ich habe es  nur etwas ausgeschmückt.


Euch allen wünsche ich ein frohes Wochenende und einen schönen vierten Adventssonntag.