Abschied nehmen

Nachdem ich im Januar von meiner geliebten Hundedame Abschied nehmen musste, ist es jetzt an der Zeit auch den kleinen Garten hinter unserer Scheune loszulassen. Er wird zwecks Wohnbebauung verkauft. Zugegeben, im vergangenen Jahr habe wir uns kaum dort aufgehalten und so verwilderte er zunehmend. Nun sieht es dort hinten so aus.

In den letzten Wochen  habe ich öfter dort gesessen und an die vergangenen Jahre gedacht. Unsere beiden Mädels haben hier viel gespielt, es gab ein Gehege für unsere drei Kaninchen, es stand ein Swimmingpool dort und später ein Trampolin. Priska ist immer mit Vergnügen in den Garten gegangen. Man hat einen schönen Blick auf den Nachbargarten.


Ich höre Kinderlachen und Hundegebell, das leiseste Geräusch aus dem Nachbargarten hatte Priska dazu animiert vehement ihr Revier zu verteidigen. Es war ganz klar, sie war die Chefin im Garten!


Sie liebte es sich hier im Sommer zu sonnen.


Es gab immer etwas zu entdecken.

Und im Herbst bereitete es ihr großes Vergnügen, sich in den Blättern zu wälzen.

Mein Herz ist schwer, während ich diesen Beitrag verfasse, aber es ist auch wieder leicht, weil ich die Lebensfreude spüre, die Priska überall um sich herum versprüht hat.
Ich möchte bewusst Abschied nehmen und den Schmerz nicht verdrängen. Ich bin so unendlich dankbar, dass ich diese süße Maus hier bei mir haben durfte. Sie hat mir so unsagbar viel gegeben. Am Ende bleibt die Liebe!

 

 

 

 

 

Wolkenfenster und ein neuer Rahmen

Als ich heute im Wohnzimmer in meinem Sessel saß und aus dem Fenster schaute, blieb mein Blick an den vorbeiziehenden Wolken hängen, schon als Kind habe ich das sehr gerne getan, im Sommer auf dem Rücken in der Wiese liegend.
Diese Beschäftigung empfinde ich als total entspannend. Dieses Wolkenspiel ist für mich ein Sinnbild des Lebens. Das Leben ist ja auch ein stetiger Wandel, was manchmal sehr tröstlich sein kann, manchmal auch sehr schmerzlich, je nach Situation und Blickwinkel.

Heute habe ich diesen Anblick dazu genutzt, mich im Annehmen oder Loslassen zu üben, je nachdem wie man es betrachten will. Schon seltsam, dass zwei auf den ersten Blick total gegensätzliche Begriffe ein und den selben Prozess beschreiben können.
Bei mir ist es der Trauerprozess.
„Lolassen bedeutet nicht Loswerden“, das habe ich im letzten Jahr einmal irgendwo gelesen und es hat mir sehr geholfen, den Prozess des Loslassen besser zu verstehen und auch leichter in mein Leben zu integrieren. Bis dato hatte ich immer Probleme, wenn jemand sagte: “ Das musst du annehmen!“  In mir rebellierte es dann.
„Ich will das doch nicht annemen, ich will das doch so gar nicht wie das ist.“
Diese Aussage die ich las, machte mir deutlich, dass es notwendig ( im wahrsten Sinne des Wortes –  Not-wendig) ist, das Unabänderliche anzunehmen, d,h, mich gegen die unangenehmen Gefühle, mich gegen den Schmerz der Trauer nicht zur  Wehr zu setzten sondern ihn zuzulassen.“ Durch die Trauer hindurch gehen“ ist wahrscheinlich eine gute Beschreibung, es heißt ja auch: „da muss ich jetzt durch“.
Das gilt ja keineswegs nur für Trauersituationen, es gibt ja immer wieder im Leben Gegebenheiten, die wir als lästig, unpassend, hinderlich usw, erleben.
Sicher, nicht immer ist dann das Hinnehmen die beste Lösung! Es gilt herauszufinden, ob es gut und möglich ist, an der betreffenden Situation etwas aktiv zu verändern.
Aber wenn wir uns dazu nicht in der Lage sehen, dann ist es hilfreich, sie anzunehmen.
Jetzt aber genug der Philosophie!

Ich möchte noch einen ganz praktischen Tip weitergeben, der eigentlich wie ich gerade bemerke, die praktische Umsetzung des oben Beschriebenen ist, was die Gegebenheiten betrifft, die man ändern kann!
Ich bekam gestern ein kleines Bild geschenkt, das eine Freundin für mich bei einer Ausstellung gekauft hatte und dann selber eingerahmt hatte. Das Bild gefällt mir sehr gut, aber die Einrahmung dazu gefiel mir gar nicht.
Der Hintergrund war leuchtend orange und der Rahmen glänzend silbern.
Früher hätte ich dann das Bild irgendwo so wie es war im Schrank verschwinden lassen, um es irgendwann zu entsorgen.
Heute dachte ich, nein, ich kann es doch verändern!
Dann nahm ich es aus dem Rahmen, malte den Rahmen mit Acrylfarben an und es kam dann auf einen für mich farbig passenden Hintergrund.
Ist ja alles Geschmacksache!
So sieht es jetzt aus:
Und das Schöne ist, ich habe es meiner Freundin geschrieben und ihr dieses Foto auch geschickt, weil ich beschlossen hatte, ehrlich zu sein und dachte, es ist besser ich lasse sie es sofort wissen, bevor sie es irgendwann in unserer Wohnung entdeckt.
Sie hat sehr positiv darauf reagiert. Sie freute sich, dass ich soviel Freude an dem Bild habe und wir haben beschlossen im Frühjahr einmal die Ausstellung des Künstlers zu besuchen, der ganz in ihrer Nähe wohnt.
Euch allen einen schönen Montag Abend.

 

Die Dankbarkeit ist größer

Die Dankbarkeit ist größer als die Trauer!

In den letzten Tagen habe ich meine Festplatte nach den Fotos aus Priskas Leben abgesucht. Es sind so unzählig viele, dass ich noch nicht über das Jahr 2013 hinweg gekommen bin. Beim Anschauen der zahlreichen Fotos und Videos ist mir einmal mehr bewusst geworden, dasss das Leben ganz und gar nicht so „vorbeirast“ wie es mir manchmal im Rückblick schon erschienen ist.
Wir hatten so unzählig viele wunderschöne und unvergessliche Stunden miteinander.
Ein langes und schönes Hundeleben hatte Priska und dafür bin ich sehr sehr dankbar.
Ich habe es mir seit Anfang diesen Jahres zur Gewohnheit gemacht in einem Kalenderbuch stichpunktartig Tag für Tag die Ereignisse festzuhalten, die mir gut getan haben, für die ich dankbar bin.
Ich glaube, dass sich auf diese Weise das Zeitgefühl ändert und ich dem Empfinden, dass die Zeit wie in einem Hochgeschwindigkeitszug vorbeirauscht,entgegenwirken kann. Schaun wir mal?
Durch diese erhöhte Aufmerksamkeit gelingt es mir auch besser  darauf zu achten mir etwas Gutes zu tun. Dazu gehören zum Beispiel die sportliche Betätigung im Fitnesstudio, Saunabesuche, Aufenthalte in der Natur, Lesen, Basteln, Freunde besuchen.
Im Gespräch höre ich im Allgemeinen ganz oft Äußerungen wie: “ Ach dazu fehlt mir die Zeit, der Tag geht immer so schnell herum, ich komme zu nichts.“
Wenn ich mir die Zeit nicht nehme habe ich sie auch nicht!
Prioritäten setzten ist die Devise!
Das habe ich nicht zuletzt durch den so frühen Tod meines Bruders gelernt.
Nachdem er gegangen war, habe ich mich oft bei Entscheidungen gefragt:
Ist dir das wirklich wichtig?

Mein neues Bastelprojekt ist noch in Arbeit. Ich zeig es schon mal sozusagen auf „halbem Wege“:
Lasst es euch gut gehen!

Wolkenlücke

So kann es gehen: Heute Nachmittag schnappte ich mir hochmotiviert von einer großen Wolkenlücke meine Jacke und zog los zur Hunderunde ohne Hund.
Zurück kam ich pitschepatsche nass.
Auf der letzten Wegstrecke, beim Übergang vom Feld zum Ortseingang, traf ich auf einen ebenso nassen älteren Mann mit einem älteren Hund (er war schon grau um die Nase). Der Mann sagte zu mir: “ So ein Sauwetter!“ und wir lachten ein wenig verzweifelt.
Der Hund wechselte sofort die Wegseite und ging ganz eng neben mir her und stupste mich mit seiner Nase dabei an. Ich kraulte ihn ein bischen und freute mich über diesen Vertrauens- und Sympathiebeweis.

Dieses Bild machte ich kurz bevor es wieder anfing zu regnen.
Ich dachte mir, dass man bei dem derzeitigen Wetter ganz schön bescheiden wird und sich doch schon über ein wenig Helligkeit freuen kann.
Irgendwann wird er Einzug halten, der Frühling.
Bis dahin helfe ich mir z.B. mit einem gelben Tulpenstrauß, wie ich ihn mir heute vom
Einkauf mitbrachte.
Ich habe auch schon lustige bunte Vögel für unsere Wohnzimmerfenster gebastelt.

Schaun wir mal, das wird schon.

Willkommen im neuen Jahr

Der Silvester Abend wurde in diesem Jahr ein sehr ruhiger und beschaulicher. Es ergab sich, dass mein Mann und ich mit unserem Hund, dass wir es uns in trauter Dreisamkeit zu Hause gemütlich machten, denn alle geladenen Gäste waren wegen Krankheit oder anderer Gründe verhindert.
So hatte ich Gelegenheit mein inneres Kind nach Herzenslust spielen zu lassen.
Es hatte Lust auf eine Collage für das neue Jahr. Sie ist noch am Werden, aber ich zeige euch schon mal wie sie jetzt aussieht. Es ist der Garten meines neuen Jahres.

Als ich das vorläufige Ergebnis auf mich wirken ließ, entstand ein Gedicht, das ihr im Blog Herzensauge lesen könnt.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Heute war hier bei uns wunderbares Sonnenwetter und es ist ungewöhnlich warm geworden, um die 13 Grad, nachdem es gestern noch Höchsttemperaturen um die 6 Grad hatte.
Kein Wunder, dass ich ein duseliges Gefühl und leichte Kopfschmerzen hatte.
Ich bin dann am späten Vormittag noch mit Priska losgefahren, weil ich mit ihr zu meine kleinen Lieblingsweiher wollte. Früher konnten wir da zu Fuß vom Haus aus hinlaufen. Der einfacher Weg dauert ca. 50 MInuten bei flottem Tempo. Das geht mit Priska nun leider nicht mehr, einmal in der ersten Jahreshälfte haben wir das noch gemacht, aber da merkte ich, dass sie überfordert war. Ich habe inzwischen eine gute Möglichkeit gefunden, wie wir von einem benachbarten Ort aus in einem kurzen Fußweg zum Weiher gelangen können. Wo ein Wille ist, ist eben auch ein Weg. Und so haben wir heute diesen schönen Ausflug gemacht und es war einfach nur wohltuend bei herrlichem Sonnenschein.

Ich habe zwei Reiher beobachten können,die zunächst als wir ankamen am Ufer saßen und dann auf die Bäume flogen. Bevor ich das Handy zum Fotografieren auspacken konnte, waren sie wieder fort.
Es war so friedlich heute, niemand war außer uns da.

Wir sind ganz gemütlich zweimal um den Weiher gelaufen und haben auch  zwischendurch kurz auf einer Bank verweilt.
Die Pappeln sind schon ganz kahl geworden.


Letztes Wochenende habe ich das ganze Haus weihnachtlich geschmückt.
So früh habe ich das noch nie getan, aber mir war einfach danach, warum also nicht?
Ich freue mich auf morgen Abend, da hütet Robert die Priska und ich kann mit meinen zwei Lieblingsfreundinnen zu einem Märchenabend im Nachbarort fahren.
Märchen tun meiner Seele gut. Brigitta ist die Märchenerzählerin, die auch die Abende mit den Märchenbetrachtungen veranstaltet. Morgen erzählt sie und zwischendurch spielt eine Harfinistin. Das ist eine perfekte Mischung, finde ich.
Jetzt habe ich doch wieder so viel geschrieben und dabei habe ich mich selber antreiben müssen, überhaupt damit zu beginnen. Kennt ihr solche Gedanken wie: “ Ach was soll ich denn schreiben, wen interessiert das schon…“, usw.?
“ Ich mach das jetzt trotzdem „, habe ich mir gesagt, und das sollte ich viel öfter zu mir selber sagen! Punkt!

 

Hinter den Wolken wohnt die Sonne

„Ich hoffe, Sie konnten sich trotzdem ein bischen erholen, trotz des schlechten Wetters? “ , sagte die Vermieterin unserer Ferienwohnung im Wangerland in Ostfriesland zu uns beim Abschied. Ich antwortete ihr, dass mir der Urlaub gut gefallen habe, weil wir das Glück hatten, dass die Regenpausen lang genug waren, um einige schöne Unternehmungen zu machen.
Als ich vorhin  den gestrigen Besuch bei einer Freundin und  unsere Gespräche in mir nachklingen ließ, blieb ich beim Thema : „Perfektionismus“ hängen.
Mir ist  im Laufe des Lebens mein Streben nach Perfektion bewusst geworden und in den unterschiedlichsten Situationen begegnet. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass ich niemals perfekt sein werde, ja dass es meiner Erfahrung nach das Perfekte gar nicht gibt. „Es gibt immer was, was den Himmel hebt“, lautet ein Sprichwort, was ich hier in meiner zweiten Heimat, der Pfalz kennengelernt habe.
Diese Aussage bringt es genau auf den Punkt: Es ist nie gut genug, weder mein Mitmensch, noch ich selbst, nicht mal mein gestriger Tag oder  eben der letzte Urlaub. Es gibt doch immer etwas auszusetzen, so viele Gründe die gegen die Zufriedenheit sprechen. Manchmal geht es sogar noch viel weiter,  und wir werden Zeit unseres Lebens von Schuldgefühlen geplagt, weil wir uns selber unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten nicht verzeihen können. Warum? Weil wir uns unsere eigenen Begrenzungen nicht eingestehen geschweige denn erlauben wollen. Das ist  äußerst tragisch, denn wir scheitern praktisch ständig an unseren eigenen perfektionistischen Ansprüchen. Wann haben wir das letzte Mal erlebt, dass wir vollkommen zufrieden mit einem Ergebnis, einem Erlebnis, einer Begegnung waren?
Ab dem Punkt in meinem Leben an dem wir klar wurde, dass ich niemals ausgelernt haben werde, dass das Leben ständige Entwicklung und Veränderung ist, konnte ich im Rückblick auf verschiedene Lebenssituationen einen anderen Blickwinkel einnehmen. Ich erkannte, dass ich aus dem Stand meiner derzeitigen Erfahrung und Entwicklung vieles heute anders machen würde, aber dass ich es in der jeweiligen vergangenen Lebenssituation nicht anders „gekonnt“ habe. Ich habe mein Bestes gegeben, aber das Beste geben bedeutet eben nicht, dass ich keine Fehler machen darf, sondern nur, dass ich mein Möglichkeiten ausgeschöpft habe.
Mit diesem Blickwinkel der die Möglichkeiten ins Visir nimmt und nicht nur die Begrenzungen,  werden wir in nahezu jeder Situation etwas Gutes oder Wertvolles finden und wir werden mit uns selbst und dann auch mit  unseren Mitmenschen weniger oft ins Gericht gehen und Milde walten lassen.
Selbst mitten im friesischen Schietwetter gibt es immer wieder bezaubernde Lichtblicke, die uns zeigen, dass hinter den Wolken die Sonne wohnt. Es folgen ein paar Handyfotos von verschiedenen Unternehmungen. Ich habe noch viele Fotos die ich mit meiner kleinen Kamera gemacht habe auf der Festplatte. Davon werde ich euch auch noch im Laufe der Zeit das ein oder andere zeigen.

Hundestrand-Schillig

Wilhelmshaven

Besuch bei den Schafen auf dem Deich

Blick auf das Haus in dem unsere Ferienwohnung war (am Ende der Straße, rechts).

Wangermeer

Blick auf das „Zwischenahner Meer“.

Für heute soll es genügen. Ich habe außer Fotos noch ein paar kleine Filmchen gemacht. Liebe Grüße und bis bald.

 

 

 

Bin ich ein FLT?

Diese Frage habe ich mir heute morgen einmal wieder gestellt. Der Impuls kam aus einer Gruppe bei Facebook. Meine Antwort die ich mir dann schließlich selber gab sieht folgendermaßen aus:

Wird dein Rucksack dir zu schwer
Lohnt es sich doch meistens sehr
Eine Pause einzulegen
Und mal näher hinzusehen
Was du alles mit dir schleppst
Möglich dass du dann  entdeckst
Was du dir hast aufgeladen
Musst du gar nicht alles tragen
Denn es kann sehr schnell geschehen
Fremde Lasten trägst du unbesehen
Was zu dir gehört pack ein
Was nicht dein ist lasse sein!

(C) Beate Neufeld

Ihr könnt euch vielleicht denken, was FLT bedeutet? Fremdelastenträger! Mit dieser neuen Wortschöpfung verabschiede ich mich für diese Woche und wünsche euch ein unbeschwertes Wochenende.

 

 

Gedankenflattern

Als ich heute im Blog von Martina „Buchstabenwiese“ kommentierte, flossen erstaunlich viele Worte aus mir heraus. Mir wurde bewusst, dass ich soeben eine Schreibblockade, wie sie mich in letzter Zeit oft ereilt, überwunden hatte. Während dem Schreiben wurde mir noch einmal deutlich, wie wichtig es für mein seelisches Wohl ist, achtsam mit meinen Gedanken umzugehen. Unzählige Gedanken ganz unterschiedlicher Qualität flattern unablässig in meinem Kopf hin und her, ein und aus. Sie sind zunächst leicht und zart wie Schmetterlingsflügel, erst wenn ich sie festhalte, sozusagen einfange, dann setzten sie sich nieder und nehmen Raum ein und wirken gleichzeitig wie Magnete,die weitere Gedanken gleicher Qualität anziehen. Dieses Wirkungsprinzip  kann mir zur Kraftquelle für ein erfülltes und frohes Leben dienen, ebenso kann es seine Wirkung dahingehend entfalten,  dass ich mich kraftlos und ausgelaugt fühle und ich mich mit bleischweren Schritten durch das Leben quäle.Damit ich die wohltuenden von den belastenden Gedanken besser unterscheiden, also sozusagen die Richtung  ausmachen kann, aus der sie jeweils heranflattern, habe ich ihnen Namen gegeben, die allerdings nicht alle meine eigene Erfindung sind. Vom „Inneren Kritiker“ habe ich in psychologischer Fachliteratur gelesen: Er ist es der seine ganze Energie darauf verwendet, alles was ich tue oder bin zu bewerten, natürlich meist sehr negativ. Der Lastenträger wurde von mir so benannt, weil er sich z.B. ständig damit beschäftigt, sich Problemen aufzuladen, die bei näherem Hinspüren überhaupt nicht in meinen Verantwortungsbereich gehören. Ich habe bei Martina schon geschrieben, dass es mir sehr hilft, wenn sich belastende Gedanken bei mir niedergelassen habe, kreativ zu werden. Da habe ich schon mehr als einmal festgestellt, dass ich plötzlich vor einem Bild saß welches, ohne dass ich darüber nachdachte auf das Papier geflossen ist. Direkt aus dem Herzen  heraus, denn sobald sich der Kopf einschaltet, klappt es nicht, dann ist der Kritiker stärker, der mir weißmachen will, dass ich überhaupt nichts zustande bringe.