Die Schönheit der Vergänglichkeit

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir wie ein weißes Blatt. Was werde ich darauf schreiben? Welche Worte werde ich wählen?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Ideen. Was werde ich denken? Welchen Gedanken werden mich leiten?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Stunden. Was werde ich tun? Wo führt mein Weg mich heute hin?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit all seinen Möglichkeiten. Wie wird meine Wahl ausfallen, worauf lenke ich meine Kraft?

Noch ist der Tag frisch, er liegt vor mir mit den ihm eigenen Gegebenheiten. Mal kann ich wählen, mal muss ich hinnehmen. Heute habe ich mich dafür entschieden, die Schönheit in der Vergänglichkeit zu entdecken.

Herbstfreude

Heute Nachmittag hat mich die Herbstsonne, als sie sich schließlich doch noch aus ihrem Versteck getraut hat, hinaus ins Feld gelockt. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr hinaus, aber dann war ich richtig froh, dass ich die Gunst der Stunde genutzt hatte. Ein Weilchen habe ich auf einer schönen Bank unter einem Birkenbaum gesessen und habe dem Rasseln und Rauschen der Blätter gelauscht. Ein Gedicht ist entstanden, dass ihr im Blog Herzensauge lesen könnt.


Eine besondere Stimmung liegt über der Landschaft, Abschied liegt in der Luft, aber kein trauriger, sondern einer der von der Vorfreude auf das Wiedersehen erzählt. Vorgestern war ich noch einmal am Weiher und habe auch dort und auf dem Weg das Herbstkleid bestaunt, dass sich über die Natur gelegt hat.

Lebensspuren

Als ich gestern im Feld unterwegs war, fielen mir die vielen Schmetterlinge auf, allesamt von der gleichen Art, ich nehme an es waren Kohlweißlinge. 

Ich staunte nicht schlecht, dass sie noch in so großer Zahl und geschäftig unterwegs waren. 

Ich braucht mehrere Anläufe, bis es mir gelang, einen von ihnen zu fotografieren.

Ein sogenannter „abgeflatterter“ Schmetterling kam mir vor die Linse, das Leben hatte schon deutliche Spuren an seinen Flügeln hinterlassen.

Der Anblick berührt mich in meinem Inneren und ich spüre den Empfindungen nach.

Ich denke darüber nach, welche Spuren das Leben bei mir hinterlassen hat? 

Ich glaube nicht, dass wir als unbeschriebenes Blatt auf diese Welt kommen, aber das ist mein persönlicher Glaube und der ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. 

Ungeachtet dessen kann ich zahlreiche Spuren entdecken, die mein derzeitiges Leben von Kindheit an bis jetzt hinterlassen hat. 

Diese Spuren sind natürlich ähnlich wie bei dem Schmetterling auch äußerlich sichtbar und spürbar. Jedoch bin ich auch innerlich heute eine Andere als die, die vor gut 57 Jahren auf diese Welt kam. 

Manches Blessuren die sich in meine Seele eingegraben haben schmerzen mich noch heute, andere Wunden sind verheilt und nur die Narben sind noch zu erahnen. 

Alles was ich erlebt habe, hat mich zu der gemacht, die ich heute bin. 

Im Laufe der Jahre kann ich immer deutlicher das Lernpotential all dessen was mich geprägt hat erkennen und konnte und kann mich dann auch Stück für Stück mit den Erlebnissen aussöhnen, die mir „die Flügel gestutzt“ haben.

Einfach mal drauflos erzählt

Wenn ich angestrengt nach einem Thema suche, über das es sich nach meiner Meinung hier zu schreiben lohnt, dann entsteht im Kopf nicht selten ein Gedankenknäuel, das sich irgendwann verheddert und meinen Schreibfluss lahm legt. Deshalb habe ich heute beschlossen einfach mal drauf los zu schreiben, mal sehen welche Worte und Sätze sich hier zeigen wollen. „Muss ja nicht immer alles durchgeplant werden, kann ja auch mal spontan sein, oder?“, flötet mein inneres Kind. „Na ja, aber ist das dann auch sinnvoll, will das Einer lesen?“, meldet sich der innere Kritiker zu Wort.
Ach wisst ihr was ihr Beiden, ich lass euch jetzt mal alleine diskutieren und zeige derweil ein paar Fotos die sich auf dem Smartphone in den letzten Wochen angesammelt haben und plaudere ein bissel dazu.


Die beiden Fotos sind bei einem Spaziergang entstanden, den ich mit einer Freundin in den Weinbergen in Neustadt an der Weinstraße gemacht habe, als ich sie kürzlich besuchte. Das erste Foto zeigt im Hintergrund die Kirche von Hambach, ein Stadtteil von Neustadt und auf dem zweiten könnt ihr mit etwas Mühe das Hambacher Schloss erkennen. Ich genieße die Abwechslung, wenn ich mal woanders als im Umkreis unseres Dorfes laufen kann. So bin ich in der letzten Woche an einem Nachmittag spontan an das Rheinufer bei Frankenthal gefahren, dass ist nicht sehr weit weg von meinem Wohnort. Da kann man sowohl ausgiebig laufen, als auch ganz entspannt am Ufer sitzen und die Seele baumeln lassen.

Und wenn man ganz großes Glück hat, dann bekommt man spontanen Besuch von einem schwarzen Pudel im Gegenlicht. Als ich da am Ufer saß hab ich auch mal den Blick nach rückwärts gewendet, denn das lohnt sich tatsächlich manchmal, obwohl ein kluger Spruch besagt, man solle nie zurück sondern immer vorwärts schauen.Also ich habe nämlich im Rückwärtsschauen Blümchen entdeckt, die ich dann fotografisch „gepflückt“ und einem Geburtstagskind per Karte geschickt habe.

Aber auch bei uns in den Feldern rund um das Dorf gibt es immer wieder Neues zu entdecken, schon alleine deshalb, weil die Landschaft sich im Jahreslauf stetig verändert. Bei einem meiner letzten Spatziergänge leuchteten die Getreidefelder so wundervoll golden.

Ganz besonders gerne mag ich solche kleinen Schönheiten, die sich dem Auge des Betrachters nur dann offenbaren, wenn er näher hinschaut. In diesem Sinne wünsche ich euch, dass auch ihr viele kleine Schönheiten entdecken werdet, bis wir uns hier wiederlesen.

Kochbuch der Erinnerungen

Kochbuch der Erinnerungen

Immer wenn ein Blaubeerpfannkuchenin der Pfanne brutzelt, sehe ich es vor mir, wie meine Mutter mit roten Wangen und bunter Schürze in der Küche steht und diese spezielle hausfrauliche Energie verbreitet, die den Raum erfüllt und die ich heute noch spüren kann, genau wie den Geschmack auf meiner Zunge. 

Im Laufe meiner Kindheit habe ich solche besonderen Geschmackserlebnisse abgespeichert und mir einen Vorrat im Kochbuch der Erinnerungen angelegt.

Dazu gehören auch die Reibekuchen, oder sollte ich sie treffender „Regenkuchen“ nennen, die mein Vater mit voll freudiger Begeisterung zubereitet hat, allerdings nur, wenn Regenwetter war. Dann saß er hochmotiviert am Küchentisch und rieb eine Kartoffel nach der anderen. Er erzählte, dass früher nur dann Zeit war, solch ein aufwändigeres Essen zuzubereiten, wenn die Feldarbeit ruhte. 

Manchmal durfte ich mir von meiner Mutter ein Essen wünschen und das war dann ganz bestimmt: Kartoffelknödel mit Sauerbraten. Dieses Rezept steht zwar im Kochbuch der Erinnerungen, aber es wird von mir nicht selbst zubereitet, weil niemand aus der Familie diese Vorliebe mit mir teilt. 

Meine Mutter war eine gute Köchin. In jungen Jahren besuchte sie ein Mädchenpensionat. Ich konnte mir das nicht so richtig vorstellen. Es hatte für mich die Assoziation von einer Schulung zur Bediensteten in Haushalten der begüterten Gesellschaft. Aber ich glaube tatsächlich, dass es damals einfach zum guten Ton gehörte, wenn man es sich leisten konnte, seiner Tochter eine derartige Ausbildung angedeihen zu lassen, damit sie eine „tüchtige Hausfrau“ werde. 

Leider hatte meine Mutter den Großteil ihres Lebens wenig Zeit, all das Gelernte auszuleben, denn die Arbeit im eigenen Geschäft forderte sie mehr als genug.

Aber manchmal schaffte sie sich Raum, um unsere Küche in ein duftendes Koch- und Backparadies zu verwandeln. Sie war eine Meisterin im kunstvollen Verzieren von Torten, mehrstöckige versteht sich, je höher desto besser! Dieses Talent habe ich nicht geerbt, aber Pfannkuchen backe ich auch ganz gerne und gar nicht mal so schlecht.

Wenn ich Geburtstag hatte wünschte ich mir viele Jahre lang aus unerfindlichen Gründen immer ein und denselben Kuchen, nämlich  „Kalter Hund“. Es war jedes Mal die gleiche intensive Vorfreude und nachdem ich ein Stück davon gegessen hatte, fragte ich mich jedes Mal, was mich „geritten hatte“ mir diesen viel zu süßen und fettigen Kuchen zu wünschen. 

Wenn es Kartoffelpüree gab dann drückte ich dieses mit Vorliebe auf dem Teller platt, so dass ein Großteil des Tellers damit ausgefüllt war und grub mit meiner Gabel Straßen ins Püree. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich die Lust an dieser kreativen Esskultur verloren habe. 

Ich erinnere mich an den Nudelsalat mit einem  schweinchenrosafarbenen Dressing, ich denke es bestand hauptsächlich außer Mayonnaise und ein wenig Tomatenmark, in der Kindheit habe ich ihn geliebt und heute würde ich mich schütteln, wenn ich ihn serviert bekäme. 

Was lernen wir daraus: Der Geschmack und die Vorlieben mögen sich im Laufe des Lebens verändern, aber die kleinen Glücksmomente bleiben in unseren Erinnerungen immer abrufbar. 

Alles auf Anfang!

Ich weiß nicht mehr wie alt ich war, aber vermutlich war es während meiner Grundschulzeit, als ein Onkel bei uns zu Besuch war. Ich muss erklärend hinzufügen, dass dieser Onkel ein Hobbykünstler war, er malte sehr ambitioniert. Ich sehe mich am Küchentisch sitzen, vor mir ein Blatt Papier und ich male konzentriert und mit Freude ein Bild, dabei ziehe ich mir mit dem Lineal Linien für die Wände des Hauses. Ich höre die Stimme des Onkels hinter mir, der mir über die Schulter sieht. Seine genaue Wortwahl erinnere ich nicht, aber den Tonfall und die Belehrung, dass zum Malen kein Lineal benutzt wird. In diesem Moment wurde bei mir ein Schalter umgelegt, die Freude am Malen war weg und dafür hatte sich die Gewissheit „eingebrannt“, dass ich nicht malen sollte, weil ich es nicht kann!

Zum Glück besteht die Möglichkeit, den Hebel erneut in Bewegung zu setzten und den Schalter wieder in die ursprüngliche Position zu bringen. Alles auf Anfang sozusagen! Das habe ich irgendwann vor nicht allzu langer Zeit getan und es geht mir sehr gut damit. Es ist eine wahre Befreiung. Und die betrifft nicht nur den Bereich Malen sondern steht stellvertretend für das Perfektionsstreben im Allgemeinen. Wer sagt denn, dass wir perfekt sein müssen? Ist das überhaupt möglich? Für mich selbst habe ich erkannt, dass ich niemals perfekt sein kann und werde, und dass es nur darum geht, es so gut wie es mir möglich ist zu tun.

Hallo, wo bist du?

Heute ließen wir uns von wunderbar mildem, vorfrühlingshaften Wetter nach dem Mittagessen zu einem Spaziergang im Wildpark einladen. Die Ziegen begrüßten uns und verbreiteten ansteckende Genießerfreude. Sie lagen total entspannt in ihrem Gehege auf den von der Sonne angenehm gewärmten Steinen. Die Sonne zauberte herrliche Schattenbilder, der Weg wurde mit Streifenmuster dekoriert. Um dem Vorbild der Ziegen zu folgen, lehnte ich mich entspannt an einen Baumstamm und wendete mein Gesicht der Sonne zu, dabei schloss ich die Augen und tankte dankbar die wohltuende Sonnenenergie. Nach einer Weile schaute ich auf und sah eine Menschengruppe den Weg entlang kommen. Der Anblick stimmte mich sehr nachdenklich, denn jeder Einzelne dieser Gruppe starrte beim Laufen unaufhörlich auf sein Smartphone. In mir formte sich die Frage: Wo seid ihr eigentlich?Sie muteten verzaubert an, als ob eine böse Hexe sie dazu verbannt hätte, gefangen in der internetten Welt zu sein. Als ob sie nicht mehr am realen Leben teilnehmen könnten. Ich empfand das Erlebnis in diesem Moment als besonders krass, weil ich so ganz intensiv im Hier und Jetzt gewesen war und es mir so vorkam, als ob diese Menschen nur körperlich anwesend, ihre Seele, ihr Geist aber in andere Dimensionen abgedriftet sei.

Botschaft

Gestern und heute zeigte sich endlich das Wetter von seiner besten Seite. Januartage wie aus dem Bilderbuch: Strahlender Sonnenschein mit angenehm klarer kalter Luft, die für mich belebend und wohltuend wirkt.

Heute ist ein besonderer Jahrestag, vor einem Jahr haben wir von Priska Abschied genommen und sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Es war eine unendlich schwere und schmerzvolle Entscheidung, die bisher schwerste meines Lebens. Ich habe unzählige Tränen vergossen im Laufe des letzten Jahres. Nun ist das sogenannte Trauerjahr vorüber und obwohl es sich nicht in jedem Fall exakt auf eine gewisse Zeitspanne festmachen lässt, für mich scheint es zu passen. Ich hatte für heute eigentlich mit verstärkter Trauer gerechnet und stattdessen fühle ich mich mit einem Gefühl von Neubeginn und freudiger Leichtigkeit beschenkt.
Christine Kempkes-Clüsserath , die ich durch das „Andere Zeiten Fastenforum“ kennenlernen durfte, hat mir mit ihren Beiträgen auf ihrer Seite bei Facebook „Lebens- und Trauerbegleitung“ und über ihren Youtube Kanal „Dienstags um Acht“, wertvolle Unterstüzung geschenkt, für die ich unendlich dankbar bin. Letzten Dienstag sprach sie in einem Beitrag darüber, dass Verstorbene durch ihr Leben eine Botschaft für uns bereit halten. Wenn wir uns dafür öffnen kann diese Botschaft uns stärkend den Weg weisen. Heute an diesem besonderen Tag spürte ich ganz deutlich, was Priska mir mit auf den Weg geben möchte.

Im Eis fand ich am Wegesrand heute Vormittag ein Eisbild.das diese Botschaft verdeutlicht: Ich sehe eine Frau die mit einem Eimer aus der Quelle des Lebens schöpft.

Na bitte, geht doch!

Nach einer halben Stunde Indoor-Jogging steige ich gut durchblutet von meinem Trampolin und denke: Eigentlich mache ich das viel zu selten, ich müsste öfter ran! Mitten im Gedankengang halte ich inne und denke: Ne, so nicht!
Also nochmal von Vorne.
Ich steige gut durchblutet von meinem Trampolin und denke: Wie schön, dass ich mich heute zum Sport motivieren konnte!
Schon besser, schließlich hatte ich mir vorgenommen an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten und da ist es mir zuträglicher wenn ich positiv und selbstversöhnlich mit mir umgehe und mich nicht ständig aus Gewohnheit maßregele und negativ bewerte.
Nach dem Duschen sitze ich dann angenehm müde in meinem Sessel und trinke genüsslich einen großen Schluck Mineralwasser. Ich denke mir: Auch heute habe ich wie so oft viel zu wenig getrunken!
Ne, so wird das nichts! Also alles auf Anfang!
Nach dem Duschen sitze ich angenehm müde in meinem Sessel und trinke genüsslich einen großen Schluck Mineralwasser. Ich denke mir: Super, dass du deine drei Tassen Kaffee nun nachträglich mit einem Spritzer Wasser verdünnt hast!
Na bitte, geht doch!

Wenn nichts kommt, dann komme ich!

Kürzlich hörte ich:
„…Jüngere Menschen können das nicht so gut nachvollziehen, wenn man dann so traurig ist. Wenn man älter ist, dann kommt halt nichts mehr Neues.“
Im Gespräch ging es darum, was gefühlsmäßig geschieht, wenn wir Beziehungen zu Menschen loslassen müssen.
Heute habe ich anlässlich des Dreikönigs Tages über diese Äußerung nachgedacht.
Bei der Geschichte der drei Könige geht es schließlich auch um die Motivation, sich auf den Weg zu machen, sich nicht beirren zu lassen und zielstrebig dem Stern zu folgen.

Ich dachte, warum sollte es denn so sein müssen, dass für älterer Menschen nichts Neues mehr kommt? Klar, in jüngeren Jahren geschehen solche Neuerungen fast automatisch: Geburt, aufwachsen und jeden Tag ein Stückchen selbständiger werden, Kindergarten, Schule, Studium, Beruf, gegebenenfalls Gründung einer Familie, Erziehung der Kinder…
Vielleicht findet irgendwann auch noch einmal ein Berufswechsel statt, dann warten auf die Rente und dann? Ende der Fahnenstange?
Jetzt kommt nur noch der Tod?
Unweigerlich habe ich ab einem gewissen Alter gemerkt, dass die körperlichen Kräfte nachlassen. Zunächst wollte ich das nicht wahrhaben, aber es geht halt nicht mehr alles und schon gar nicht so schnell und ausdauernd wie früher. Ja klar, es liegt auch an mir und meiner Bereitschaft etwas für meine Fitness zu tun, dennoch sind mir heute tasächlich Grenzen gesetzt.
Diese Tatsache ist nicht so leicht zu akzeptieren, aber es ist durchaus sinnvoll die Signale des eigenen Körpers ernst zu nehmen und liebevoll mit ihm umzugehen.
Wenn nicht mehr alles geht, dann kann das auch eine Chance sein, zu lernen eine sinnvolle Auswahl zu treffen, den eigenen Weg zu finden, der meinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. Nicht mehr aus irgendwelchen selber auferlegten Zwängen
( „wenn die/der das kann, dann kann/muss ich das auch können“) mich abzumühen und Kräfte zu vergeuden, die ich anderweitig sinnvoll nutzen könnte!
Ich glaube nicht, dass das Alter unweigerlich die Möglichkeiten einschränkt, Neues zu erleben. Das Neue kommt nicht automatisch auf mich zu, d.h., wenn ich nichts unternehme, dann bleibt alles beim Alten ,dann kommt da nichts.

Manchmal kommt etwas auf mich zu, aber es passiert viel mehr, wenn ich nicht passiv abwarte, ob etwas kommt, sondern mich selber auf den Weg mache!


Es braucht meine Bereitschaft, offen zu bleiben die eigenen Begabungen zu entdecken und Neues zu wagen.
Und so frage ich heute am Dreikönigstag:
Welches Ereignis würde mich locken, so dass ich alles stehen und liegen lasse und meine gesamte Energie darauf fokussiere?
Habe ich ein Ziel und wie finde ich den Weg?
Bin ich bereit ausgetretene Pfade zu verlassen?

Ja, ich habe das frisch begonnene Jahr schon genutzt, um mich auf neue berufliche Wege zu machen. Es war an der Zeit, der Stresspegel war zu hoch. Der alte Weg ist noch nicht ganz beendet, aber ich werde nur noch bis Ende März dort arbeiten. Ich bin bereit, das Neue kann kommen, die Weichen sind gestellt, jetzt bleibt mir tatsächlich nur die Möglichkeit abzuwarten. Auf was?Ja, das werde ich euch erzählen, wenn es soweit ist. Nun braucht es Geduld. Aber die Zeit weiß ich durchaus sinnvoll zu nutzen, Langeweile kommt keine auf!