Gute Laune-Backen

Gibt es eigentlich so etwas wie ein Neujahrs-Loch? Wenn ja dann war es das, was mich gestern verschluckt hatte und aus dem ich mich zum Glück abends wieder „herauswurschteln“ konnte. Deshalb beschloss ich heute, als mir der Tag zur Begrüßung ein eher graues Gesicht zeigte, mir die Stimmung auf eigene Faust zu erhellen.

Eigentlich wollte eine Freundin am Nachmittag zu Besuch kommen. Als sie absagte, dachte ich mir: „Die Torte backst du jetzt trotzdem, ein Teil davon lässt sich gut einfrieren und warum sollen wir nicht auch alleine den Beginn des neuen Jahres feiern?“
Gesagt, getan. Ich registrierte erfreut, dass ich während der Zubereitung beschwingt vor mich hin summte.
Der positive Elan reichte auch noch für ein selber gebackenes Brot. „So geht das“, dachte ich. „Gute Laune lässt sich backen! Das werde ich mir merken!“ 😉

In diesen Tagen ist „Das Gute Neue Jahr“ in aller Munde. Hoffnungsvoll oder bangend wird es gewünscht oder herbeigesehnt. Nicht selten heißt es: „Mal abwarten was das neue Jahr für uns bereit hält und hoffentlich wird es besser als das alte Jahr!“
Es scheint so, als ob das neue Jahr schon irgendwo fix und fertig „auf Halde liegt“ und nun auf die Lieferung gewartet wird.
Na hoffen wir mal, dass das Überraschungspacket keine faulen Eier enthält oder sich beim Auspacken herausstellt, dass ein Teil der Ladung schon zu Bruch gegangen ist!
Ich hörte zu und dachte bei mir: „Ne so wird das nix, wenn wir nicht kapieren, dass das neue Jahr nicht im Fertig-Bausatz geliefert wird sondern dass es nur in Eigenproduktion zu haben ist!

Das gute neue Jahr 
kommt nicht 
einfach so,
wenn wir 
zaghaft bangend
oder
zuversichtlich hoffend
darauf warten.

Das neue Jahr 
wird nur 
so gut,
wie wir 
liebevoll achtsam
und
entschlossen tatkräftig 
es werden lassen.

(c) Beate Neufeld
03.01.2021

Danke, liebes altes Jahr

Heute, am vorletzten Tag dieses Jahres, nehme ich mir Zeit zur Rückschau.
Ein Wort habe ich gesucht, mit dem ich meine abschließende Empfindung bezüglich dieses Lebensabschnittes beschreiben kann.
Das Wort lautet: Dankbarkeit.
Es war nicht nur für mich ein Jahr mit ganz besonderen Herausforderungen.
Ein sehr bewegtes Jahr, wie eine Wanderung bei der sich Höhen und Tiefen ständig abwechselten.
Ich durfte neues lernen über mich und über das Leben im Allgemeinen.
Zutiefst dankbar bin ich für Vieles.
Ich bin dankbar für die Liebe und Zuwendung der Menschen, die mir nahestehen und dass wir alle gesund durch das Jahr gekommen sind.
Ich bin dankbar für das wunderbare Frühlingswetter, was die Zeit des ersten Lockdowns so sehr erleichtert hat.
Ich bin dankbar für unseren Wohnort, der mir die Möglichkeit bietet, mich in der Natur zu bewegen und dabei immer wieder neue Kraft zu tanken.
Ich bin dankbar, dass ich im August gemeinsam mit einer Freundin ein kleines Konzert im Freien mit zweien meiner Lieblingsmusikern erleben durfte.
Ich bin dankbar für die zahlreichen wunderbaren Musikerlebnisse per Stream, ein Fest für die Seele.
Ich bin dankbar, auch wenn meine Arbeit im Bereich Stressprävention brach lag und 21 Termine abgesagt werden mussten, denn es blieb dennoch ein Abend im September, den ich mit einer Freundin zusammen gestalte habe und der wurde zu einem ganz besonderen Erlebnis für meine Freundin und mich und für die 5 Menschen die gekommen waren.
Ich bin dankbar, dass ich die Zeit zum kreativen Ausdruck nutzen konnte, ich glaube ich war noch nie so kreativ wie in diesem Jahr.
Noch so Einiges könnte ich aufzählen, für das ich dankbar bin, aber das führt hier zu weit.
Ich gehe mit Zuversicht in das neue Jahr und wünsche euch allen ein liebevolles neues Jahr.

Blick von der Michaelskapelle auf Deidesheim in der weihnachtlichen Nachtmittags-Sonne.

Siehst du das Licht?
Du sagst, du siehst es nicht.
Verändere deine Sicht!
Du wirst es nur mit Augen sehen die nach innen blicken.

Siehst du das Licht?
Du sagst, du siehst es nicht.
Weite deinen Blick!
Du wirst es nur mit Augen sehen die sich über den Horizont erheben.

(c) Beate Neufeld

Weihnachtswunsch

Weihnachtswunsch

Die Wünsche 
sind in diesen Tagen sind 
nicht selten von ganz anderer Art, 
als in den Jahren zuvor.
Wer wünschte sich schon mit seinen Freunden
über den Weihnachtsmarkt spazieren zu können
oder einen spontanen Kurzbesuch bei den Nachbar,
um ihnen ein kleines Geschenk zum Fest zu überreichen?
Wer trug den Wunsch im Herzen
einem Bekannten, den er auf der Straße trifft,
zur Begrüßung die Hände schütteln zu dürfen
oder ein Konzert zu besuchen
und dabei sein Lieblingslied laut mitzusingen?

Die Wünsche 
in dieser Zeit
weisen uns den Weg in unsere eigene Mitte,
unser Herz weiß, was wirklich zählt.
Ich wünsche mir für dich und mich,
dass wir zu unserer wahren Natur erwachen 
und unsere tiefsten Träume
zum Leben erwecken.
In mir wächst der Wunsch, 
dass wir alle gemeinsam 
die Chance ergreifen,
um unsere Erde zu einem 
besseren Ort zu machen.

(C) Beate Neufeld
24.12.2020

Möge euer Weihnachtsfest mit Freude und Liebe erfüllt sein.

Im Schweigen der Gedanken

wenn Vergangenheit und Zukunft 
sich in diesem Moment vereinen
dann steht die Zeit still
und weitet sich unendlich

im Schweigen der Gedanken
wächst aus der Stille
ein lautloser Ton
mit Engelstimmen gesungen

und in unsichtbaren Bildern
spiegelt sich das Sonnenlicht 
wie Liebesfunken sternengleich 
in den Augen deiner Seele

dein ganzes Leben
ist wie ein Puzzlespiel
zusammengesetzt aus 
winzigen Sekundenteilchen

die meisten sind verloren
verschwunden im Niemandsland
verschluckt vom zeitfressenden
Drachen der Unbewusstheit

sichtbar spürbar greifbar
wie kostbare Perlen
offenbaren sich die wahren Schätze 
nur im Kleid des Augenblickes