Momentaufnahme

Hallo Ihr, das bin ich so wie ich gerade hier sitze. Ich mache ein kleines Päuschen mitten im „Budenzauber“. Kennt ihr den Begriff? Als ich ihn zum ersten Mal hörte fand ich ihn amüsant und ich hoffe jedes Mal aufs Neue, dass es mir mit dieser Bezeichnung gelingen möge, der für mich ungeliebten Beschäftigung des Reinemachens einen charmanten Flair zu entlocken. Aber ein Kaffee zwischendurch dient auf jeden Fall auch der Aufrechterhaltung der Motivation. Außerdem freue ich mich nach dieser Arbeit auf meine nächsten Projekte, die ich mit Freude angehe. Ihr seht im Hintergrund unseren zur Bastelwerkstatt umfunktionierten Wohnzimmertisch. Nach Weihnachten ist ja bekanntlich vor Weihnachten und so bin ich in die Produktion für den Tierschutz gegangen.

Das sind kleine Engelchen zum Dekorieren der Zweige und Weihnachtsbäume oder als Geschenkanhänger. Ich habe Tütchen aus Katalogen gefaltet und verpacke die Engel auf diese Weise im Dreier-Set.

Es ist auch ein Servietten-Engel in Arbeit, aber da fehlt noch die schmückende Verzierung.

Des Weiteren steht die Planung der Kursangebote bei Volkshochschulen etc. für das Frühjahrssemester 2020 an und da werde ich nach Möglichkeit mit deutlich mehr Kursen als bisher einsteigen. Die Ausarbeitung der Kurse ist in vollem Gange, denn am Donnerstag werden eine Freundin und ich, mit der ich auch gemeinsam arbeite unseren neuen Kursbereichsleiter einer VHS besuchen, zwecks Kennenlernen. Ich finde das nett und positiv, dass er uns ohne Zwang eingeladen hat, wenn wir Zeit und Lust haben, bei ihm vorbeizuschauen. Er bemüht sich offensichtlich um eine gute Zusammenarbeit und das ist wie wir schon von anderen Kursleitern in anderen VHS erfahren haben nicht selbstverständlich.

So, dann will ich mal wieder ans Werk, der Kaffee ist ausgetrunken. 😉

Einfach mal drauflos erzählt

Wenn ich angestrengt nach einem Thema suche, über das es sich nach meiner Meinung hier zu schreiben lohnt, dann entsteht im Kopf nicht selten ein Gedankenknäuel, das sich irgendwann verheddert und meinen Schreibfluss lahm legt. Deshalb habe ich heute beschlossen einfach mal drauf los zu schreiben, mal sehen welche Worte und Sätze sich hier zeigen wollen. „Muss ja nicht immer alles durchgeplant werden, kann ja auch mal spontan sein, oder?“, flötet mein inneres Kind. „Na ja, aber ist das dann auch sinnvoll, will das Einer lesen?“, meldet sich der innere Kritiker zu Wort.
Ach wisst ihr was ihr Beiden, ich lass euch jetzt mal alleine diskutieren und zeige derweil ein paar Fotos die sich auf dem Smartphone in den letzten Wochen angesammelt haben und plaudere ein bissel dazu.


Die beiden Fotos sind bei einem Spaziergang entstanden, den ich mit einer Freundin in den Weinbergen in Neustadt an der Weinstraße gemacht habe, als ich sie kürzlich besuchte. Das erste Foto zeigt im Hintergrund die Kirche von Hambach, ein Stadtteil von Neustadt und auf dem zweiten könnt ihr mit etwas Mühe das Hambacher Schloss erkennen. Ich genieße die Abwechslung, wenn ich mal woanders als im Umkreis unseres Dorfes laufen kann. So bin ich in der letzten Woche an einem Nachmittag spontan an das Rheinufer bei Frankenthal gefahren, dass ist nicht sehr weit weg von meinem Wohnort. Da kann man sowohl ausgiebig laufen, als auch ganz entspannt am Ufer sitzen und die Seele baumeln lassen.

Und wenn man ganz großes Glück hat, dann bekommt man spontanen Besuch von einem schwarzen Pudel im Gegenlicht. Als ich da am Ufer saß hab ich auch mal den Blick nach rückwärts gewendet, denn das lohnt sich tatsächlich manchmal, obwohl ein kluger Spruch besagt, man solle nie zurück sondern immer vorwärts schauen.Also ich habe nämlich im Rückwärtsschauen Blümchen entdeckt, die ich dann fotografisch „gepflückt“ und einem Geburtstagskind per Karte geschickt habe.

Aber auch bei uns in den Feldern rund um das Dorf gibt es immer wieder Neues zu entdecken, schon alleine deshalb, weil die Landschaft sich im Jahreslauf stetig verändert. Bei einem meiner letzten Spatziergänge leuchteten die Getreidefelder so wundervoll golden.

Ganz besonders gerne mag ich solche kleinen Schönheiten, die sich dem Auge des Betrachters nur dann offenbaren, wenn er näher hinschaut. In diesem Sinne wünsche ich euch, dass auch ihr viele kleine Schönheiten entdecken werdet, bis wir uns hier wiederlesen.

Das Positive wertschätzen

Wenn ich in der Medienlandschaft unterwegs bin muss ich ganz gut auf mich aufpassen, damit ich nicht von dem allgemeinen Wulst an Negativität und Wehklagen überrollt werde. Natürlich habe ich keine rosarote Brille auf, aber ich bin davon überzeugt, dass es in dieser Zeit ganz besonders wichtig ist, den Blick für das Positive nicht zu verlieren. Wo sollen wir denn die Motivation und Kraft zum Leben hernehmen, wenn wir uns immer wieder auf das konzentrieren, was im Argen liegt? Das gilt natürlich nicht nur für den Blick auf unsere Gesellschaft und Politik, sondern auch für das persönliche Umfeld. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich ertappe mich auch oft dabei, mit dem zu hadern, was gerade ist. Wenn es doch nur anders wäre, wenn ich dieses oder Jenes hätte, dann… Kürzlich musste ich mich selbst einmal herzhaft aufrütteln und mir sagen: Hallo, du lebst gerade jetzt, das ist dein Leben, du verplemperst wertvolle Zeit, wenn du immer im Wartemodus bist und diesen Moment nicht auskostest! Deshalb bin ich heute mit meinem Frühstück im Rucksack einfach losgelaufen an einen schönen Platz im Feld und habe ein Picknick gemacht. Ich möchte dankbar dafür sein, dass ich das einfach so machen kann. Kostet ja kein Geld und die Zeit habe ich auch. Wollt ihr mal sehen, wo ich gesessen habe?

So ruhig, nur der Wind, die Vögel und in der Ferne die Kirchenglocken. Einen Hasen habe ich da ich vorbeihoppeln sehen. Nach dem Frühstück wanderte ich noch ein schönes Stückel weiter.

In diesem Jahr fällt mir auf, dass das Bewusstsein für die Natur wieder wächst, es gab rund um unseren Ort mehrer Felder mit Bienenpflanzen und heute als ich das hier sah, hüpfte mein Herz:

Für mich ist der Aufenthalt in der Natur eine unendlich wertvolle Kraftquelle. Ich bin dankbar, dass ich ländlich wohnen darf und nur „ein paar Schritte“ laufen muss um die Landschaft genießen zu können. Die Wegwarten leuchteten heute so schön.

Und die hier wendet sich der Sonne zu, genau wie ich, deshalb schauen wir in die gleiche Richtung.

Das Licht ist immer da, auch wenn manchmal die Wolken davor sind.

Liebe Grüße an euch alle da draußen.

Lebensmomente-Perlen

Ich sitze im Wohnzimmer in meinem Sessel, in den Händen eine Tasse mit Tee. Mein Blick ist auf ein Fenster gerichtet. Ich atme ein und atme aus und mir kommt das Bild einer langen Schnur in den Sinn, auf die ich mit jedem Atemzug eine bunte Perle aufziehe. Wenn jeder Moment eine Perle für mich bereit hält, dann ist die Menge der Perlen, die mir mein bisheriges Leben angeboten hat schon unfassbar groß. Wieviele Perlen werde ich noch erhalten? Aber noch wichtiger scheint mir der nächste Gedanke, der mir in den Sinn kommt: Wieviele von der unermesslich großen Anzahl meiner Lebensmomente- Perlen habe ich aufgefädelt und wieviele habe ich links liegen lassen? Die Lebensmomente-Perlen bergen ein Geheimnis, denn sie lassen sich nur wahrnehmen, wenn ich im jeweiligen Moment wach und bewusst bin, genau in diesem Moment, hier und jetzt! Wenn der Moment vergangen ist, dann lösen sie sich auf in fließen in das Meer der Vergangenheit. 

Mein Blick ist noch immer auf das Fenster gerichtet und ich sehe immer wieder einzelne oder mehrere Vögel ihre Kreise am Himmel ziehen. Dann ein Flugzeug, kurz darauf ein zweites, und während ich da sitze und schaue, es sind insgesamt nur einige Minuten, erscheinen noch zwei  weitere Flugzeuge in meinem Blickfeld. Ich wusste bisher noch gar nicht, wieviele Flugzeuge und Vögel hier tagtäglich vorbeiziehen und sie werden mir zum Sinnbild für bewusst gelebte Zeit, die Momenten in denen ich aufmerksam und wach bin!  

Schwupp simmer im April

Schwupp simmer im April und den Rückblick auf den März hab ich glatt verpasst. Ich bin nicht mehr im Stress, genieße meine Zeit, denn ich habe der alten Arbeitsstelle endlich den Rücken kehren dürfen und bin offen für Neues.
Schauen wir mal, was da kommt.

Ich denke eine kleine Galerie mit Bildern vom März kann dennoch nicht schaden:

Nun sind wir also im April gelandet, mein Geburtstag samt Feierlichkeiten ist vorrüber und ich hab noch die ganze Freude „im Bauch“. Was ist das schön, wenn man mit dem Ehemann und Töchtern den Tag gemeinsam erleben darf.
Wir waren im Senckenbergmuseum in Frankfurt und haben abends in einem unserer Lieblingslokale in Neustadt an der Weinstraße gespeist. In dieser Woche folgte noch ein Brunch mit einigen meiner Freundinnen.



Mit diesen sonnigen Fotos wünsche ich ein frohes Wochenende, und wenn es auch wieder etwas frischer geworden ist, mancherorts wie ich gelesen habe sogar mit Schnee, sollten wir nicht verzagen und uns in Erinnerung rufen, dass der April schon immer gemacht hat was er will. 😉

Rückblick auf den Februar

Meine Zeit ist im Moment sehr intensiv, so möchte ich es einmal ausdrücken. Viele Eindrücke gibt es zu verarbeiten, Langeweile ist ein Fremdwort, es ist gut so wie es ist. Wenn mich so Vieles beschäftigt, dann brauche ich immer Zeit es zu verarbeiten und deshalb kann und möchte ich dann auch nicht im Blog schreiben. Aber heute abend ist eine gute Zeit,um mich mal wieder bei euch zu melden. Ich habe einen Auswahl von den Fotos aus dem Februar zusammengestellt, die ich euch noch nicht gezeigt habe und erzähle euch stichwortartig von einigen schönen Erlebnissen, Highlights sozusagen. Das Wetter war ja nun wirklich traumhaft schön, daher habe ich auch relative viel Zeit draußen verbracht. Schaut selber in der Galerie.

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit bis zum nächsten Beitrag.

Lichtblicke

Nicht nur in dieser Jahreszeit, in der die Sonnenstunden täglich kürzer werden und in der auch sonst der Tag von grauen Wolken verhangen ist, auch in Phasen des Lebens, in denen es etwas beschwerlich wird, sind Lichtblicke ganz besonders wertvoll. 

Ich saß gestern ziemlich müde und ausgelaugt im Sessel und da kam plötzlich die Sonne hinter den Wolken hervor,  um durch das Fenster zu mir zu Besuch zu kommen. Wie eine liebe Freundin, die es gut mit mir meint,  hüllte sie mich mit liebevoller Wärme und Licht ein. Ich schloss meine Augen und tankte dankbar auf. Ich war in letzter Zeit nicht oft im Internet, deshalb habe ich eure lieben Kommentare, die ebenfalls ein Lichtblick für mich sind, erst heute entdeckt und beantwortet. Dieses Erlebnis spiegelt meine derzeitige Lebenssituation wieder, in der nun endlich nach längerer schwieriger Entscheidungsphase wieder Licht am Horizont zu sehen ist. Seid herzlich gegrüßt und passt gut auf euch auf!

Warum mache ich das eigentlich

In der letzten Zeit habe ich mir des Öfteren Gedanken darüber gemacht, warum ich eigentlich Zeit investiere zum Bloggen. Was ist für mich die Motivation?
Da ich auch auf Facebook und Instagramm unterwegs bin werde ich ständig mit den Like Buttons konfrontiert. Klar, auf Facebook oder Instagramm benutze ich sie auch. Aber das hat für mich einen anderen „Charakter“, da ist die Reichweite viel größer. Es gibt massenhaft Informationen auf unzähligen Seiten und von den sogenannten Freunden werden doch meist eher kurze Statements abgegeben, oder mal ein Foto eingestellt.
Bloggen ist für mich anders, irgendwie als wenn ich die Tür zu „mein Wohnzimmer“ noch ein Stückchen weiter öffnen könnte, so dass dort Platz wird für die Begegnung mit Menschen, die ich sonst nicht treffen, ja noch nicht einmal kennen würde.
Bloggen ist für mich ein wertvoller Austausch, wie eine Gesprächsrunde bei der Erlebnisse Informationen oder Fotos ausgetauscht werden. Natürlich interessiert sich nicht Jeder für alles oder hat zu jedem Thema etwas zu sagen, aber wenn sich immer nur Einzelne und die Selben in das „Gespräch“ einbringen, dann entbehrt es der Lebendigkeit.
Wenn ich in einem Blog lese, dann sehe ich, dass sich der Blogger viel Mühe gegeben hat, um einen schönen Artikel zusammenzustellen.
Nicht zu jedem Artikel habe ich etwas zu sagen, z.B. weil ich mich mit dem betreffenden Thema noch nicht auseinandergesetzt habe oder weil meine Interessen auf einem anderen Gebiet liegen. Aber in den meisten Fällen nehme ich mir gerne die Zeit, ein paar anerkennende Worte zu schreiben, oder auch manchmal nur einen kleinen Gruß zu hinterlassen.
Ich mag nicht einfach nur auf den Knopf drücken (Like Button), quasi ein Häkchen hinter das von mir Gesehene zu machen und dann flott weiter zum nächsten Blog zu „springen“. Sicher, das wäre zeitsparender, also richtig effektiv, denn dann würde ich viel mehr Blogs mit dem gleichen Zeitaufwand schaffen, aber mit dieser Konsumhaltung würde mir schon bald die Freude verloren gehen.
Weniger ist oft viel mehr, finde ich!
Aus diesem Grund ist es für mich gar nicht schlimm, dass sich hier auf meinem Blog keine Like Buttons einrichten lassen, denn wäre es möglich, hätte ich zwar wahrscheinlich eine leise Ahnung davon, ob da Jemand und wer da draußen mitliest, aber trotzdem würde nicht mehr Menschen zu mir „in meinem Wohnzimmer kommen und sich zu mir an den Tisch setzten“.

So, und nun nehme ich euch mit auf meinen Herbstspaziergang, den ich vorgestern gemacht habe. Es war sozusagen ein Goldener Oktobertag der sich in den November verirrt hat. Wahrscheinlich hatte er getrödelt, sich zu lange verweilt mit Nüssen, Kastanien und Äpfeln ernten und in der Sonne sitzen und sich die Nase wärmen lassen; und so hat er dann den Anschluss verpasst und konnte erst vorgestern hier Einzug nehmen.
Seht selbst, welche Geschenke er mitgebracht hatte.

Machts gut, bis demnächst.

 

Begegnungen in der Stille

Gestern war mein letzter Urlaubstag und da der Ehemann schon wieder arbeitet nutzte ich ihn für einen Besuch im nahegelegenen Wildpark. Bisher waren wir immer gemeinsam dort und jeweils am Wochenende. Da sind natürlich sehr viele Menschen dort unterwegs. Gestern war ich ganz alleine und es war ruhig dort. Eine ganz besondere Stimmung breitete sich aus: Die Stille des Herbstes.

Besonders faszinierend war, dass das Niederwild welches dort frei herumläuft gar nicht scheu war sondern mich bis auf 5 bis 10 Meter herankommen ließ. Ein besonderes Erlebnis welches mich glücklich gemacht hat.

 

Grauselig ungemütlich und flauschelig gemütlich

Das ist durchaus kein Widerspruch, denn wenn das Wetter genau so ist wie es heute nun mal so ist,dann kann es drinnen umso gemütlicher sein.

Heute musste ich nicht lange überlegen, was ich koche, als ich zum Fenster herausschaute wusste ich es. Mein Vater nannte solches Wetter „Reibekuchenwetter“, weil er von Kindheit an erlebt hatte, dass wenn die Feldarbeit aufgrund des Wetters ruhen musste, Zeit war um dieses etwas aufwändigere Gericht zuzubereiten. Nö, eben nicht die Packung aufreißen und den fertigen Reibekuchenteig in die Pfanne hauen, sondern die Kartoffeln frisch und mit der Hand reiben. Also konnte ich heute nicht anders, ist halt genetisch bedingt ! 😉 Also wurden Kartoffeln gerieben und Äpfel gestückelt und schließlich bruzelte es in den Pfannen und duftete verführerisch süß-würzig nach Apfelbrei.

Und was nun? Ich sitze in eine Decke gemummelt auf dem Sofa und werkele.

Was wird denn das? Ach, ich spanne euch nicht länger auf die Folter und zeige es euch.

Und am Fenster leuchtet es.

Ich wünsche euch auch einen flauschelig gemütlichen Sonntagabend.