Der will einfach nicht spielen!

Vorgestern hatte ich zu einem Freundinnenfest eingeladen. Eine der Frauen brachte ihren Hund mit, der nun zum ersten Mal seit Priskas Tod hier zu Besuch war. Mozart aber war fassungslos, als er das Wiedersehen mit seiner altbekannten Freundin feiern wollte und sie ihn gänzlich ignorierte. Sie wollte einfach nicht mit ihm spielen!

Hubert badet in der Herbstsonne

Gestern hatte Hubert noch ganz entspannt und in der ihm eigenen legeren Haltung, die eine gewisse unaufdringliche Eleganz nicht vermissen lässt, in der goldenen Oktobersonne gebadet. Er hatte dabei seinen Blick gelegentlich gehoben und mitleidig die Löcher in den Feigenblättern gezählt.

Diese Aktion zeigte eine ganz ähnliche Wirkung, als wenn er imaginäre Schäfchen gezählt hätte und machte ihn daher so schläfrig, dass er es nicht schaffte, die genaue Zahl der Löcher auszumachen. Jedesmal wenn er es fast geschafft hatte, fielen ihm seine Augen zu und er dämmerte mit einem leicht dümmlichen aber sehr zufriedenen Lächeln um die Mundwinkel ein Weilchen vor sich hin.

Heute hingegen sieht seineWelt ganz anders aus. Die Sonne hat sich in ihr Versteck hinter die graue Wolkendecke verzogen und an ein genüssliches Nickerchen ist nicht zu denken, stat dessen hat Hubert alle Mühe damit, seine Füße durch eifriges Bewegen der Zehen einigermaßen warm zu halten. Zum Glück kann er sich zu denjenigen zählen, die mit einem gesunden und tiefen Schlaf gesegneten sind, und so erwachte er heute Morgen erst, als die Spuren des nächtlichen Regengusses schon fast wieder verschwunden waren und er schon fast wieder getrocknet war.

Nun geht auch der Oktober seinem Ende zu und deshalb nutze ich heute die Gelegenheit, euch eine kleine Sammlung von noch nicht gezeigten Fotos in die Galerie zu stellen.

Ich bin schon voller Vorfreude, denn heute Abend darf ich gemeinsam mit meiner Freundin Silvia einen meditativen Abend mit Märchen und Klangschalenmeditation halten. Ich finde, dass heute das Wetter perfekt zum Anlass passt.
Seid herzlich gegrüßt und lasst es euch gut gehen. Ich mach mir für heute Abend auf jeden Fall einen guten heißen Tee zum Mitnehmen und für Kerzenschein ist auch gesorgt.

Das Osterhuhn

Das Osterhuhn
Im Garten hinter dem Apfelbaum wohnte in einem verfallenen Schuppen eine Familie Hühner.
Sie lebten schon lange in beschaulicher Eintracht dort und waren eine eingeschworene Gemeinschaft. Der Friede sollte eines Tages gestört werden, als von den Menschen unwillkürlich ein neues Huhn einquartiert wurde. Alle waren sich sofort darüber einig, dass dieser unliebsame Eindringling nur Scherereien mit sich bringen würde, der Platz würde weniger und die Körnerportion würde kleiner werden, das lag doch auf der (Hand) Kralle.
So würdigten sie Aurelia keines Blickes mehr und ließen es nur sehr ungern zu, dass sie auf der Hühnerstange Platz nahm.
Gemeinschaftlich verbündeten sie sich gegen den unliebsamen Gast indem sie alle enger zusammen und insgesamt ein Stück weiter nach rechts rückten, Aurelia ließen sie dabei einfach links (liegen) sitzen.
Seit ihrem Einzug waren nun gerade mal zwei Tage vergangen und das Osterfest stand vor der Tür, als in die eingefleischte Hühnergesellschaft eine gewaltige Bewegung kam.
Henriette,das älteste Huhn, hatte das Wunder als Erste entdeckt.
Fassungslos blieb sie wie angewurzelt stehen, als sie das Ei erblickte, welches Aurelia gelegt hatte.
Es war und blieb auch bei genauerem Hinsehen tatsächlich grün.
Das hatte es noch nie gegeben, alle Eier die Henriette je zu Gesicht bekommen hatte waren makellos weiß, mit Ausnahme der Ostereier.
Diese wurden allerdings eigenhändig von den Menschen jedes Jahr gefärbt und in die Osternester gelegt, die sie für die Kinder im Garten versteckten.
Als Henriette sich aus ihrer Schockstarre lösen konnte, verfiel sie sofort in ein aufgeregtes Geschnatter und lockte damit alle Mitglieder der Hühnerfamilie herbei. Diese stimmten augenblicklich in das Geschnatter mit ein.
Es dauerte auch nicht lange bis die Stalltür sich öffnete und ein Mensch in den Stall hereinschaute, um den Grund des Tumultes auszumachen.
Auch er staunte nicht schlecht und rief erfreut: „Das ist ja phantastisch, da brauchen wir nun gar nicht mehr alle Eier selber färben, unser neues Huhn hilft uns dabei!“
Nun war es offensichtlich, es lag ganz klar auf der Hand, dass Aurelia ein ganz besonderes Huhn war und sie verschaffte sich mit ihrer außerordentlichen Begabung gehörigen Respekt bei den anderen Hühnern.
Sie wurde nun keinesfalls mehr gemieden sondern fast ehrfürchtig in der Mitte der Sitzstange platziert und jedes Huhn bestand darauf, auch einmal direkt neben Aurelia zu sitzen, deshalb wechselten sie sich nun tagtäglich damit ab.
Von den Menschen wurde Aurelia fortan nur noch.“Unser Osterhuhn“ genannt.

(C)Beate Neufeld

Na bitte, geht doch!

Nach einer halben Stunde Indoor-Jogging steige ich gut durchblutet von meinem Trampolin und denke: Eigentlich mache ich das viel zu selten, ich müsste öfter ran! Mitten im Gedankengang halte ich inne und denke: Ne, so nicht!
Also nochmal von Vorne.
Ich steige gut durchblutet von meinem Trampolin und denke: Wie schön, dass ich mich heute zum Sport motivieren konnte!
Schon besser, schließlich hatte ich mir vorgenommen an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten und da ist es mir zuträglicher wenn ich positiv und selbstversöhnlich mit mir umgehe und mich nicht ständig aus Gewohnheit maßregele und negativ bewerte.
Nach dem Duschen sitze ich dann angenehm müde in meinem Sessel und trinke genüsslich einen großen Schluck Mineralwasser. Ich denke mir: Auch heute habe ich wie so oft viel zu wenig getrunken!
Ne, so wird das nichts! Also alles auf Anfang!
Nach dem Duschen sitze ich angenehm müde in meinem Sessel und trinke genüsslich einen großen Schluck Mineralwasser. Ich denke mir: Super, dass du deine drei Tassen Kaffee nun nachträglich mit einem Spritzer Wasser verdünnt hast!
Na bitte, geht doch!

Unverhofft kommt oft


Unverhofft kommt oft


Gestern bekam ich Besuch
ganz plötzlich und unverhofft
ohne Voranmeldung
haben sie bei mir angeklopft


Hätten sie mich gefragt
ich hätte es nicht gewollt
aber das taten sie nicht
der Karsten und der Leopold


In dreister Manier standen sie vor meiner Tür
ahnungslos konnten sie mich überrumpeln
und hielten forsch Einzug
mitsamt ihren Kumpeln


Ja ihr hört ganz recht
es ist ein Graus
ich bin ganz wehrlos
und voll ist mein Haus


Mit lauter lästigen üblen Gesellen
ich fürchte ich werd sie so schnell nicht los
sie machen sich hier breit
und ihre Freude ist groß


Meine Begeisterung hält sich in Grenzen
wehrlos schau ich zu ihrem Tanz
sie treiben es zügellos wild
der Leopold, der Karsten, der Kurt und der Franz


Ihr grübelt schon ob euch wohl einer bekannt
Ich warn euch kommt ja nicht zu nahe heran
sie nutzen das skrupellos aus
und zieh’n euch in ihren Bann  


Deshalb nehmt meine Warnung ernst 
Ihr sollt nicht länger ratlos sein
ich mein es nur gut
und weihe euch ein


Die Übeltäter sind euch längst bekannt
ihr kennt jeden Einzelnen von den Vieren
jeden hinterlistigen erbarmungslosen Wicht
sie lassen euch grüßen die Grippeviren

Es dauert wohl noch ein Weilchen und deshalb sage ich mir: Lachen ist die beste Medizin!

Die beste Medizin

„Dann schlaf dich mal schön gesund“! Ich höre sie noch, die Stimme meiner Mutter, wenn ich als Kind krank war. Das tue ich tatsächlich schon freiwillig, wenn es mich so richtig mit hohem Fieber erwischt hat. Aber dieses Mal war es mir nicht danach, ich wollte nicht „ das Bett hüten“, denn dem passiert auch ohne mein Zutun nichts! Ich weiß inzwischen sehr genau was mir gut tut und so beschloss ich, es mit dem Gesundbasteln zu versuchen. Wie, davon habt ihr noch nichts gehört? Ach naja ist ja auch klar, dass habe ich am vergangenen Samstag selbst erfunden. Mir ging es nicht gut, ein grippaler Infekt war im Anmarsch und ich fühlte mich ziemlich schlapp. Aber den ganzen Tag nur herumsitzen wollte ich auch nicht, daher widmete ich mich dem Basteln in Minischritten. Ja das geht, denn „Kleinvieh macht auch Mist“! Immer ein paar Faltschritte oder ein bisschen Schnipseln, hier und da mal ein paar Klebepunkte setzen und das immer im Wechsel mit Ruhepausen auf dem Sofa oder im Sessel. Zwischendurch natürlich auch eine Dosis von den Mitteln aus der Hausapotheke.

Los ging es mit diesem Leucht-Bäumchen. Die Anregung dazu bekam ich von einer Freundin die mir letzten Freitag ein Ähnliches als Geschenk mitbrachte.Ich suchte also im Web nach Bastel Tutorials und fand auch eine passende Anregung. Nach dieser ist dann mein Leuchte-Bäumchen entstanden. Bei dem Treffen bekam ich von einer anderen Freundin eine weitere Bastelanregung. Sie hatte diese in einer Zeitung gesehen und für mich ausgeschnitten. Sie selber bastelt nicht aber sie hat beim anschauen sofort an mich gedacht und das hat mich sehr gefreut. Also hatte ich mein zweites Gesund-Bastelprojekt, diese Papierengel.

Sie nahmen auch sogleich auf ihrer Himmelsleiter Platz. Für die Bastelfreunde unter euch zeige ich durch das nächste Foto, dass diese Engel ganz einfach nach zu basteln sind.

Die finale Aktion galt der Herstellung einiger Sterne, die nun als Mobile an der Lampenschiene hängen.

Nun fragt ihr euch vielleicht, ob die erwünschte Wirkung auch eingetroffen ist? Also ganz gesund bin ich noch nicht, aber es geht mir schon etwas besser. Das Wichtigste ist aber, dass sich das Gesundwerden auf diese Weise viel unterhaltsamer gestaltet!Und jetzt mach ich mir erst mal einen schönen Tee und wünsche Euch Gesundheit.

Manchmal kommt es ganz anders

Die goldene Herbstsonne hat mich heute hinausgelockt und ich hab meinen kleinen Rucksack gepackt und bin zu einem meiner Lieblingsplätze in „unserem Wald „ gewandert. Ja, ihr kennt ihn bereits. Eigentlich hatte ich es mir das ganz anders vorgestellt. Ich wollte hier nur eine kleine Rast einlegen und in der Stille des Waldes Ruhe, Sonne und Kraft tanken. Was bekam ich: Eine Horde Schulkinder samt Lehrer auf Ausflug. Schon von weitem hallten die Kinderstimmen durch den Wald. Ich konnte zum Glück sofort auf positives Denken umschalten und dachte: Wie schön, dass es diese Kinder gibt, dass sie leben dürfen, sie sind die „Gestalter“ der Zukunft. Ich fand dann tatsächlich am Rande einer Bank noch ein Plätzchen zwischen all den Tüten und Rucksäcken und ließ meinen Blick ins Tal schweifen. Habt ihr das schon mal ausprobiert: Die Stille hinter allen Tönen zu hören? Ich hab das „trainiert“, habe den Impuls vor längerer Zeit einmal von Eckart Tolle aufgegriffen und wenn ich einigermaßen gut drauf bin kann ich auf diese Weise die Geräuschkulisse und alles um mich herum ausblenden und auch im Trubel zur Ruhe kommen. Zumindest eine Zeitlang gelingt das. Heute saß ich eine gute Stunde dort und sah die eine Schulklasse von dannen ziehen, eine zweite Schulklasse kommen und bleiben, wieder weiter gehen, sie wurde just abgelöst von einer kleineren Männerwandergruppe mit „interessanten“ Gesprächsthemen. Ja, ich muss zugeben, da habe ich eine kleine Ausblendepause gemacht. Ich erfuhr also so ganz ungewollt und nebenbei, wie man einer Frau, die mehrfach Geld aus dem „Klingelbeutel“ gestohlen hat, das Diebeshandwerk legt und dass das eine gute Tat ist! Nachdem die Männer ihren Weg fortgesetzt hatten kam sogleich ein Ehepaar, Urlauber wohl, die sich aber vergleichsweise leise unterhielten. Dann gesellte sich eine größere Gruppe Menschen verschiedener Nationalitäten zu „uns“ und ich durfte während einer weiteren kurzen Ausblendepause original gepfälzertes Englisch auch Pfänglisch genannt (seit heute meine neue Wortkreation) genießen. Nachdem diese Gruppe auch das Weite gesucht hatte und ich von Ferne wieder Kinderstimmen hörte und gewahrte, dass diese Schulklasse sich offensichtlich genau das von mir geplante Wanderziel auserkoren hatte, beschloss ich es für heute gut sein zu lassen! Ich trat also den Rückweg an und traf noch Karl, den Käfer, der sich wohl wahrscheinlich wegen des munteren Treibens im Walde einen besseren Überblick verschaffen wollte.Aber ich komme wieder !

 

 

 

Identitätskrise

Es war am 30.Juli, an einem eigentlich perfekten Sommertag, als die Sonne ganz furchtbar traurig am Himmel hing. Sie fühlte sich irgendwie total schlaff, lustlos und zu nichts nutze. Dabei hatte sie sich in diesem Jahr ganz besonders ins Zeug gelegt und bereits gegen Ende des Frühlings begonnen sich warm zu laufen, ganz nach dem Motto: „Der frühe Vogel fängt den Wurm!“ Hochmotiviert war sie zur Hochform aufgelaufen, kaum dass der Sommer ins Land gezogen war.

Sie fühlte sich dabei so gut wie nie zuvor, endlich würde sie die Menschen einmal vollends zufrieden stellen und niemand würde verzweifelt das uralte, verstaubte Klagelied von dem legendären Holländer heraus kramen! Nein, in diesem Jahr sollte keiner, aber auch wahrhaftig Niemand sich dazu veranlasst fühlen, die Frage nach dem vermissten Sommer zu stellen, geschweige denn zu singen!

Aber was war geschehen, die Sonne musste fassungslos zusehen, wie ihr anstatt begeisterten Jubelrufen und Beifallsstürmen nur missmutige, erschöpfte und verärgerte Gesichter entgegenblickten.

Anfangs hatte sie angenommen, dass sie doch noch nicht genug gegeben hatte und sich einfach noch mehr anstrengen müsse. Sie mobilisierte also ihre letzten Kraftreserven und schaffte es tatsächlich, die Thermometer noch um einige Grade  herauf zu drücken. Aber je mehr sie über sich selbst hinauswuchs, desto mehr Ablehnung schlug ihr entgegen.

So kam es wie kommen musste. Sie fühlte sich von Tag zu Tag schlechter und bekam nun sozusagen hautnah zu spüren, was eine Sommerdepression ist. Der Mond hatte sich das mitleiderregende Spiel aus der Ferne eine Weile angesehen um dann schließlich in letzter Sekunde helfend einzugreifen. Er hatte schon längst seine psychologische Ader entdeckt und nahm sich emphatisch die Sonne zur Seite, als sie sich hinterm Horizont beim Sonnenuntergang begegneten.

Er schaffte es in relativ kurzer Zeit ihren Blickwinkel zu verändern,denn bekanntlich ist das der Schlüssel zum Erfolg jeder Therapie.

Einige simple Fragen, die er der Sonne stellte, relativierten die Dramatik der Situation. „Kannst du dich an den Sommer des letzten Jahres erinnern? Weißt du noch, wie die Menschen auf deine Inszenierung reagiert hatten? Ja richtig, ich erinnere mich auch noch sehr gut an ihre Klagen über zu viel Regen und dass es überhaupt zu bewölkt sei und viel zu ungemütlich und dass das ja wohl kein ordentlicher Sommer wäre“.

Der Sonne wurde schlagartig klar, dass sie es egal wie sie sich auch drehte und wendete wohl niemals allen Menschen recht machen könne und so trocknete sie sich ihr Tränen der Enttäuschung ab und ließ den Sommer Sommer sein und schmunzelte bei dem Gedanken an ihre Reaktionen auf den kommenden Winter.

Der Segen der Scheune

Holdrio,die Schreibblockade ist überwunden und es fließen die Wörter wieder „aus der Feder“!

Heute hatte der beste Ehemann von allen die rettende Idee: Wir lassen die Hitze ohne Murren ihrer natürlichen Bestimmung nachgehen und haben unsere Zelte in der Scheune aufgeschlagen.

Während ich einfach nur hier sitze und genieße formt sich  ein Gedicht fast wie von selbst.

Der Segen der Scheune

Ach wie glücklich

kann sich schätzen

jener Mensch

dem vor der Hitze

eine Zuflucht 

ist gegeben

Wie bereichert

und begnadet

wie bevorteilt 

ist sein Leben

Während Andere

hilflos darben

darf er gänzlich

ohne Schwitzen

in der kühlen 

Scheune sitzen

Fotografenherz

Heute morgen, fuhr ich eine Tochter zur Arbeit.
Sie arbeitet neben dem Studium dort wo ich durch sie mein neues Betätigungsfeld gefunden habe.
Da sie weiter weg wohnt übernachtet sie an diesen Tagen der Einfachheit halber meist bei uns.
Und da war sie wieder da, die missliche Situation, wie schon so oft, wenn ich zum Beispiel gerade auf einer Bundesstraße oder eben an einer anderen Stelle mit dem Auto unterwegs bin, die keine Möglichkeit zum Halt bietet: Ich sehe ein wundervoll bezauberndes Motiv welches mein Fotografenherz höher schlagen lässt und muss es einfach „ziehen lassen“.
Das tut mir weh und  ich bedauere es jedes Mal sehr.
Heute war es ein Sonnenaufgang, ein kräftig orangroter Ball, der genau zwischen einer Baumkrone hing.
Deshalb war die Zeit gekommen mir mithilfe eines Gedichtes  „Luft zu machen“.

Fotografenherz
Wo ich gehe wo ich stehe,
ob ich laufe oder fahre,
überall, das ist kein Scherz
begleitet mich mein Fotografenherz.

Ach,  es ist ein groß Verdruss
wenn ich Auto fahren muss
ohne Möglichkeit zum Halt
dann ereilt mich Leiden bald
weil gerade immer dann
wenn ich nicht fotografieren kann,
wenn die Hände mir gebunden,
schlägt es gar zu tiefe Wunden,
denn von überall ringsumher,
und das tut weh gar umso mehr,
springen mich Motive an
von denen nie eins wiederkam.

Ich lege mir ein Album an
das keiner jemals sehen kann,
abgestellt in der hintersten Kammer
des Fotografenherzes,
welch ein Jammer.

So, das musste einfach mal  raus! :-0

Tatsächlich habe ich dann heute doch noch Trost gefunden, denn ich war bei bestem Frühlingswetter mit meiner Tochter im nahegelegenen Wildpark und konnte nach Lust und Laune fotografieren.
Ich werde euch noch mehr Bilder zeigen, heute nur zum Schluss ein kleines Schmankerl:


Fütterung der Wildpferde