Ich mag ihn so gerne

Ich kann ihn sehen, spüren und riechen  und wenn ich aufmerksam lausche vernehme ich  die ganz besondere Stille die sich über das Land zu legen beginnt. 

Heute beim Spaziergang habe ich dieser ganz besonderen Stimmung nachgespürt, die sich mit dem Herbst über die Felder legt. Erste bunte Tupfer kann man im Gebüsch entdecken.

Die Farbnuancen verlagern sich auf erdige Töne.

Ich habe mir heute die Frage gestellt, warum ich die Natur im Herbst so besonders mag? Ich kann es im Moment nicht in Worte fassen. 

Die üppige Fülle an den Weinstöcken berührt mich jedes Jahr auf‘s Neue. 

Ich empfinde das Kleid des Herbstes als sehr reizvoll. Ich freue mich, dass ab Montag der Urlaub beginnt. Ein paar Tage fahren wir an den Bodensee und dann werden wir von zu Hause aus noch den ein oder anderen Tagesausflug unternehmen. Es wird viel Zeit zum Lesen sein, genügend Lektüre liegt bereit.

Euch allen wünsche ich einen guten Übergang in den Herbst und freue mich jedes Mal sehr, wenn ich hier Kommentare von euch lesen darf. Lasst es euch gut gehen.

Lebensschätze

In der Regel leben wir so, als wäre unsere Zeit unbegrenzt.
Natürlich wissen wir, dass wir sterbliche Wesen sind, aber in unserem Kulturkreis ist der Großteil der Menschen zu wahren Meistern der Verdrängung geworden.
Auch ich zähle mich zu ihnen und das, obwohl mein Leben für mich von Kindheit an immer wieder Lektionen bereit gehalten hat, die mir die Endlichkeit des Lebens vor Augen führte, so zum Beispiel im Alter von 8 Jahren, als ein Freund von mir starb.
Ihr könnt diese Episode in meinem Schreibblog Herzensauge lesen.

Im Hinblick auf die Vergänglichkeit kann sich so manches Problem als weniger bedeutungsvoll herausstellen. Wenn ich in einer belastenden Situation feststecke, kann es durchaus hilfreich sein, mir vorzustellen, wie ich in etwa 2 Jahren wohl rückblickend darüber denke.
Oder wenn mir der heutige Tag scheinbar nur Anlass zu Ärger und mieser Laune gegeben hat, dann kann die Frage, wie ich empfinden würde, wenn ich wüsste, dass es der Letzte wäre alles verändern.
Ich habe mir auf diese Weise schon öfter über die meinen Kreislauf belastende Hitze dieses Sommers hinweg geholfen in dem ich mir vorstellte, dass in wenigen Wochen schon Herbst ist und dann die dunklere Jahreszeit beginnt, in dem ich mich manchmal nach Sonnenlicht sehne.

Ich sitze hier am Notebook und tippe
diese Zeilen und denke daran, wie unermesslich viele Stunden mir das
Leben schon geschenkt hat. Einige, wenige sind mir noch in
Erinnerung, meist solche in denen mich „das Leben auf die ein oder
andere Art durchgerüttelt hat“. Sie haben es geschafft, sich einen
Platz in den ungeschriebenen Memoiren meines Lebens zu ergattern.

Aber was ist mit den Sternstunden meines Lebens, sie sind
anscheinend dazu prädestiniert, ein Schattendasein zu
führen?
Kürzlich habe ich mich dazu entschlossen, mich den
Erinnerungen an meine Kindheit zu widmen. Ich habe mich z.B. gefragt,
welche Bilder auftauchen, wenn ich an meine Kindergartenzeit denke,
wie das Außengelände ausgesehen hat, wie es innen aussah, womit ich
gerne gespielt habe, an welche Erlebnisse im Kindergartenalltag ich
mich erinnere. Auf diese Weise ist schon in kurzer Zeit recht Vieles
wieder ins Bewusstsein gerückt, was lange verborgen war.
Zum
Beispiel fielen mir zwei meiner Lieblingslieder ein, die unsere
Kindergartenschwester mit uns gesungen hat und ich konnte nachspüren,
was ich beim Singen empfunden habe, das war so etwas wie Helle,
Heiterkeit, Geborgenheit, tiefes Vertrauen in das Leben. Mir wurde
bewusst, wie wertvoll und wichtig diese Ordensschwester, die meine
Kindergartengruppe geleitet hat, für mein Leben war. Sie hatte mir
einiges mitzugeben, was mich positiv geprägt hat.
Ich habe eine
Ahnung, dass sich noch ganz viele Lebensschätze entdecken lassen,
wenn ich mich dafür öffne.

Es fühlt sich gut an

„Alles neu macht der Mai „, heißt es in dem bekannten Sprichwort. Das hat für mich in diesem Jahr tatsächlich zugetroffen, wie ich schon im vorangegangenen Beitrag erzählt hatte. Nun bin ich also ab diesem Monat in meinen neuen Arbeitsrhythmus gestartet und es fühlt sich gut an.
Gestern habe ich eine  ausgiebige Tour durch unsere Felder gemacht. Einen weiten Weg, den ich wahrscheinlich im Jahre 2016 zuletzt gelaufen war, weil Priska ab 2017 zu kränklich war, um solche weiten Wege zu schaffen.

Das war ein Gesummsel und Gebrummsel und überall Vogelgesang: Herrlich!
Ich mag es, wenn sich das frische Weinlaub so elegant der Sonne entgegenreckt.
Und diese Weizenfelder, die fast schon silbrig glänzen mit roten Mohntupfen: Ich liebe diesen Anblick!

Der beste aller Ehemänner hat mir auf meinen Wunsch hin ein Gestell zum Aufhängen der Hängematte gewerkelt.

Das ist so herrlich entspannend, wenn ich dabei den Himmel beobachten kann, die Vögel, die vorbeifliegen und die Wolkengemälde am Himmel.
Demnächst zeige ich euch noch ein paar Fotos von Leipzig. Die laufen zum Glück ja nicht weg.
Bis bald und liebe Grüße an euch alle.

Abschied nehmen

Nachdem ich im Januar von meiner geliebten Hundedame Abschied nehmen musste, ist es jetzt an der Zeit auch den kleinen Garten hinter unserer Scheune loszulassen. Er wird zwecks Wohnbebauung verkauft. Zugegeben, im vergangenen Jahr habe wir uns kaum dort aufgehalten und so verwilderte er zunehmend. Nun sieht es dort hinten so aus.

In den letzten Wochen  habe ich öfter dort gesessen und an die vergangenen Jahre gedacht. Unsere beiden Mädels haben hier viel gespielt, es gab ein Gehege für unsere drei Kaninchen, es stand ein Swimmingpool dort und später ein Trampolin. Priska ist immer mit Vergnügen in den Garten gegangen. Man hat einen schönen Blick auf den Nachbargarten.


Ich höre Kinderlachen und Hundegebell, das leiseste Geräusch aus dem Nachbargarten hatte Priska dazu animiert vehement ihr Revier zu verteidigen. Es war ganz klar, sie war die Chefin im Garten!


Sie liebte es sich hier im Sommer zu sonnen.


Es gab immer etwas zu entdecken.

Und im Herbst bereitete es ihr großes Vergnügen, sich in den Blättern zu wälzen.

Mein Herz ist schwer, während ich diesen Beitrag verfasse, aber es ist auch wieder leicht, weil ich die Lebensfreude spüre, die Priska überall um sich herum versprüht hat.
Ich möchte bewusst Abschied nehmen und den Schmerz nicht verdrängen. Ich bin so unendlich dankbar, dass ich diese süße Maus hier bei mir haben durfte. Sie hat mir so unsagbar viel gegeben. Am Ende bleibt die Liebe!

 

 

 

 

 

Schuhkauf und Wanderung

Am Dienstag nach Ostern hatte mein Mann noch frei und wir sind in die Süd-Westpfalz zum Schuhkauf gefahren. Es gibt in dieser Ecke der Pfalz zahlreiche Schuhfabriken, und landschaftlich ist es dort ebenfalls sehr reizvoll, deshalb haben wir bei dieser Gelegenheit und dem wirklich wunderschönen Frühlingswetter eine kleine Wanderung von Hauenstein aus unternommen.
Wir waren auf dem Schuhfabrikarbeiterweg unterwegs.

Ich stellte mir vor, wie sich  die Arbeiter damals wohl in aller Herrgottsfrühe zu Fuß auf den Weg zu ihrer Arbeitstelle gemacht haben und abends nach einem langen anstrengenden
Arbeitstag diese Strecke wieder nach Hause laufen mussten. Wahrscheinlich haben sie gerade so viel verdient, dass sie mehr schlecht als recht ihre Familie ernähren konnten und Freizeit war wohl fast ein Fremdwort für sie.
Es war an diesem Tag eine Menge  los und ihr seht vielleicht jetzt vor eurem geistigen Auge eventuell eine Horde von Wanderern mit Rucksack und Wanderstock.
Tatsächlich trafen wir aber keinen Menschen und waren doch keinesfalls alleine.
Wie das? Seht selbst:

Es fand eine Krötenwanderung statt. Wir mussten wirklichlich aufpassen, dass wir nicht auf sie getreten sind.

Weil es so schön sonnig war, haben wir auch eine Weile auf dieser einladenden Bank die Seele baumeln lassen.

Aber was macht der passionierte Heimwerker, bevor er sich zum Chillen niederlässt? Er schaut einmal näher hin, um sich Ideen für den Nachbau zu holen. 🙂
Woll ihr mal sehen, welchen Ausblick wir von der Bank aus genießen konnten?

Und mit dem Teleobjektiv herangezoomt:

Ich staune immer wieder über Bäume die auf Felsen wachsen.

Wir haben dann bei der Wanderhütte zum ersten Mal in diesem Jahr ohne Jacke in der Sonne sitzen können. Einfach ein Genuss nach der langen kalten Zeit!
Und hier der Ausblick beim Mittagessen auf den Paddelweiher:

So, nun ist schon wieder die Woche fast herum. Für mich ist Arbeitswochenende mit  jeweils Frühdienst heute und morgen auch noch mal. Aber morgen nach der Arbeit unternehme ich mit Mann und Töchtern einen Ausflug mit Picknik. Die Wetterprognosen sind vielversprechend!
Für euch ein frohes Wochenende. Bis zum Wiederlesen gehabt euch wohl. 🙂

Viele Blumenkinder und ein Bankier

Heute war hier bei uns ein richtig schöner Frühlingstag und die Sonne hat uns nach draußen gelockt, zu einem Spaziergang durch die Felder. Hier seht ihr einen Blick auf unser Dorf.

Diese vielen freundlichen Blumengesichter der kleinen Blumenkinder haben mich ganz besonders erfreut!
Es war sogar warm genug, um sich ein Weilchen auf die Bank zu setzten.

Hier sitzt der Bankier persönlich. Kleines Späßle! Dieses Foto hat mich zu einem Gedicht inspiriert. Auf Herzensauge könnt ihr es lesen.

Sonnenschein fangen

Zugegeben, mit meinen Hunderunden ohne Hund tue ich mich zunehmend schwerer.
Mir fehlt meistens die Motivation dazu. Ohne Priska fehlt der Antrieb.
Aber heute habe ich mich mal wieder aufgerafft, weil die Sonne draußen allzu verlockend strahlte. Es ist zwar immer noch frisch, aber ich konnte den nahenden  Frühling schon erahnen.
Kaum war ich aus der Haustüre heraus, begrüße mich schon ein Vogel auf dem Nachbarsdach mit einem fröhlichen Lied.

Kaum am Feldrand angelangt entdeckte ich die beginnende Blüte mancher Sträucher,an den obersten Zweigen, die der Sonne am nächsten  sind.

Überall zwitscherten die Vögel und nur vereinzelte Wolken zeigten sich am strahlend blauen Himmel.

Mir kam die Zeile aus demLied: „Im Frühtau zu Berge“ in den Sinn:
„Wir sind hinaus gegangen, den Sonnenschein zu fangen, kommt mit und versucht des auch einmal!“
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen frohen Frühling.

 

Blockaden auflösen

Weil sich mir mal wieder eine Schreibblockade in den Weg stellen wollte, habe ich nach einem Weg gesucht, diese zu überlisten. Plötzlich kam mir die Idee, von einem Kartenset mit Impulswörtern eine Karte zu ziehen und über diesen Begriff dann etwas zu schreiben.
Ich zog den Begriff Heiterkeit.
Wie kann ich über Heiterkeit schreiben an einem Tag wie heute, der mit so viel Traurigkeit begann? Seit ich von meiner geliebten Priska Abschied nehmen musste, darf ich jeden Tag ein bischen mehr darüber lernen, wie bunt das Leben ist.
Auf dieser Farbpalette finden sich alle Nuancen von strahlendweiß bis tiefschwarz, von sonnengelb bis nachtgrau und erst wenn diese Farben untereinander gemischt werden, entsteht ein lebendiges Bild.
Während mein Herz fast zerreißt, weil dein Platz neben mir leer ist fühle ich mich gleichzeit warm eingehüllt wie in einen Mantel den du mir mit deiner Liebe gewoben hast.
Ja das geht, es ist kein Widerspruch!
Nun war ich so richtig im Schreibfluss und in mir formten sich die Worte zu einem Gedicht.
Das könnt ihr auf meinem Schreibblog Herzensauge lesen.

Einstimmung auf den Frühling

Meteorologisch hat er längst Einzug gehalten, der Herr Frühling. Er hält sich doch sehr bedeckt, das Wetter lässt ihn jedenfalls nicht erahnen. Offensichtlich hat er Spaß daran, sich ein bissel zu verkleiden. Lange kann es nun aber nicht mehr dauern, bis er seine Maske fallen lässt! Um mir die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, beschäftige ich mich mir allerlei Wohltuendem.
Zum Beispiel mit dem Pflanzen einer Mangopflanze. Wie das geht habe ich kürzlich im Internet gesehen. Wenn der Kern aus dem Fruchtfleisch gelöst ist, wird er von seiner umhüllenden Schale befreit und diese wird in feuchtem Küchenpapier eingeschlagen in einem verschlossenen Plastikbeutel 2-3 Wochen lang aufbewahrt. Danach hat sich ein Keim gebildet und man kann den Kern in Blumenerde einpflanzen.
Ich hoffe das Pflänzchen fühlt sich bei mir wohl und gedeiht gut.

Weil ich gerne ein paar Blüten um mich herum haben mochte, fertigte ich sie mir kurzerhand aus Eierkarton an. Die Idee die Blüten am Draht zu befestigen und mit einem Stein zu stabilisieren habe ich von einer Freundin. Bei ihr war es allerdings nur eine einzelne Blüte und ich fand es schöner mit diesem Trio.

Inzwischen habe ich beruflich ein neues Projekt gestartet. Ich habe bei einer VHS für das Herbstsemester ein Kursangebot zur Klangentspannung eingereicht und es wurde sofort angenommen. Ich habe sogar am selben Tag noch die Kurstermine bestätigt bekommen. So flott ging das noch niemals und ich hoffe, das dieser Kurs zustande kommen wird!
Am selben Tag habe ich auch noch an anderer Stelle meine Arbeit  zur Klangentspannung angeboten, aber davon erzähle ich euch, wenn das klappen sollte mehr.
Heute habe ich erst mal ein neues kreatives Projekt gestartet: Eine Hasenfigur aus Pappmasche. Die folgenden Collagen zweigen euch die einzelnen Arbeitsschritte von der Herstellung des Pappier- Breies, der sogenannten Pulpe, bis zur fast fertigen Figur. Ich habe nachträglich bemerkt, dass die Reihenfolge der Nummerierung bei der zweiten Collage nicht korrekt ist, sei’s drum! Der Hase liegt jetzt zum Trocken und dann kommt noch die Feinarbeit.


Zeitungspapier schnipseln, im warmen Wasser über Nacht einweichen, mit dem Zauberstab pürieren, im Tuch ausdrücken um überflüssiges Wasser zu entfernen. Den Brei mit Kleisterpulver und Holzleim zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Die Figur mit einem doppelt gedrehten Blumendraht und mit Alufolie vor formen und dann mit dem Pappmasche umhüllen und ausformen.
Ich hoffe sehr, dass dieser Hase dann tatsächlich auch stehen kann. Er wird einen Spaten als Stütze bekommen und wenn das Huhn dann letztendlich wirklich nach Huhn aussieht, darf es auf dem Arm Platz nehmen.
Ich werde euch das Ergebnis hoffentlich präsentieren können.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende mit vielen frohmachenden Erlebnissen die euch die Wartezeit auf den Frühling ebenfalls versüßen.

Ein wundervoller Spaziergang und ein Trosthund

Gestern haben wir uns getroffen, zwei Freundinnen und ich. Das Wetter war wirklich traumhaft schön, strahlend blauer Himmel, klar und kalt, wie es sich für den Winter „gehört“. Deshalb haben wir die Gunst der Stunde genutzt und einen langen Spaziergang unternommen.

Es tat so unendlich gut, die frische Luft zu atmen und die Sonnenstrahlen zu tanken.


Hinten in der Mitte des Bildes könnt ihr das Hambacher Schloss mehr erahnen als sehen. Eine geschichtsträchtige Stätte aus Sicht der Weingärten um Edenkoben fotografiert.

Es sind übrigens Handy Fotos, meine Kamera war zu Hause.
Hier auf dem letzten Foto vom Rückweg gefielen mir die Vögel in den Bäümen.
Sie haben gestern richtig schön gesungen, fast wie im Frühling.
Eine meiner Freundinnen hat mir gestern ein sehr rühriges Geschenk gemacht:
Ein kleiner Hund (Steiff Tier, das den Knopf schon verloren hat) aus ihrer Kindheit. Er ist einem Drahthaarfoxterrier nachempfunden,wie man sie früher immer gestilt hat, nur die Farbe stimmt nicht.
Sie sagte zu mir, dass er mich trösten solle, damit ich nicht allzu traurig bin.

Mir ist das großartige Geschenk der Freundschaft gestern wieder einmal ganz besonders bewusst geworden.