Ein guter Anfang

Leider war unsere gestrige Veranstaltung am Ort in Sachen Umweltprojekt nur spärlich besucht. Es mag an den Hygieneregelungen aufgrund der Pandemie und auch am nicht gerade einladenden Wetter gelegen haben, wer weiß das schon so genau. Schade war es schon, aber das Projekt geht weiter und es wird trotzdem seine guten Früchte tragen! Weil tatsächlich nur zwei Kinder da waren, blieben meine vorbereiteten Bastelsets für die Vogelmobilles unberührt. Zum Glück unterliegen sie keinem Haltbarkeitsdatum und können hoffentlich anderweitig genutzt werden.
Eines der beiden anwesenden Kinder baute mit Begeisterung unter der Anleitung von meinem Ehemann sogar zwei Vogelnistkästen.

Es wurden auch von drei Erwachsenen jeweils ein Nistkasten gebaut. Das ist doch schon mal ein guter Anfang, finde ich.
Ich hatte ein interessantes Gespräch mit einer Frau, die unseren Ort und 15 weitere Preisträger betreut vom: Bündnis der Kommunen für Biologische Vielfalt. Sie hielt auch einen informativen Vortrag indem sie unter anderem deutlich machte, wie wichtig es ist, dass Jede und Jeder die Verantwortung zum Umweltschutz nach seinen Möglichkeiten wahrnimmt. Ein Satz blieb bei mir besonders in Erinnerung: Die Gesamtfläche der Naturschutzgebiete in ganz Deutschland beträgt 6% und im Vergleich dazu beträgt die Gesamtfläche der privaten Gärten auch ca. 6%. Sie versuchte dadurch deutlich zu machen, wieviel jeder einzelne Gartenbesitzer bewirken kann!

Ich habe da noch ein paar Bilder von der Mehlinger Heide, die wir in dieser Woche besucht haben, weil sie gerade blüht.

Wir hatten richtig Glück, dass wir frühzeitig losgefahren waren, denn es zogen schon bald auf dem Heimweg Regenwolken auf.

Frühstück am Weiher

Gestern sah es so richtig freundlich aus am Himmel und ich beschloss ,das schöne Sommerwetter sogleich für eine etwas längere Laufrunde als gewöhnlich zu nutzen. Ich wollte mal wieder in „mein kleines Paradies“ zum Weiher. Also packte ich mein Frühstück in den Rucksack und lief vergnügt los.

Wenn ich diesen Baum erreicht habe, ist das Ziel nicht mehr weit. Hier verweile ich mich gerne, denn unter einem Baum stehend fühle ich mich willkommen und geborgen, als wenn ich bei einem Freund zu Besuch bin.

Ganz hinten rechts am Horizont in dem Wäldchen ist der Weiher. Wenn ich hier laufe denke ich oft daran, dass ich wahrscheinlich niemals den Weiher entdeckt hätte, wenn ich nicht wüsste, dass er umwachsen von den Bäumen sich dort befindet. Vermutlich hätte ich die Wegstrecke auch schon längst abgekürzt um den Rückweg anzutreten. Zweierlei Lehre ziehe ich daraus: Es kann gut und bereichernd sein, näher hinzusehen und hinter die „Fassaden“ zu blicken und es kann hilfreich und motivierend sich ein Zeil zu setzen.

Das ist der „Eingang“ vom Weg aus. Für mich mutet es an wie der Eingang zu einer „kleinen Welt in der Welt“, ein ganz wertvoller Rückzugsort.

Das ist mein Frühstücksplatz. Aber was steht denn da, hätte ich heute lieber etwas zum Grillen mitbringen sollen?

Die Nilgänse besannen sich noch einen Augenblick, bevor sie schwimmen gingen. Jetzt war noch Ruhe, aber ein paar Minuten später herrschte ein munteres Treiben, denn auch die Kanadagänse wollten ins Wasser. Flügelschlagend und Spritzend genossen sie das Badevergnügen.

Diese Mal blieb ich gar nicht so lange, denn am Himmel zogen ordentlich Wolken auf. Das sorgte für eine dramatische Atmosphäre, da lachte mein Fotografenherz.

Ich hatte Glück denn der Regen hielt sich in Grenzen und ich bekam nur wenige Tropfen ab.

Naturverbundenheit


In diesen Zeiten der Pandemie und den sich häufenden Naturkatastrophen ist der Warnruf unserer  Erde eigentlich unüberhörbar, aber wie viele Menschen sind bereit hinzuhören? Werden wir endlich die not-wendigen Konsequenzen ziehen? 

Ich konzentriere mich heute bewusst auf das, was jeder einzelne Mensch jetzt sofort tun kann, um eine Veränderung in Gang zu setzen und bin überzeugt davon, dass es nur so gehen wird, wenn jeder bei sich selber beginnt! Da ist jeder noch so kleine und  vermeintlich unbedeutende Schritt wichtig! Wenn wir unseren Blick anstatt immer wieder fassungslos und anklagend nach „oben oder außen“ auf diejenigen die das politische Geschick unserer Welt lenken, zu wenden, einmal bei uns bleiben, dann können wir aus der Opferrolle heraus treten und spüren, dass wir ganz und gar nicht machtlos sind. 

Natürlich ist es gerade im Hinblick auf  die kommende Bundestagswahl essentiell wichtig, sich die Wahlprogramme der einzelnen Parteien genauer anzuschauen und verantwortungsvoll eine Wahl zu treffen. 
Aber heute möchte ich einmal einen ganz anderen Ansatz wählen. 
Das Wort Naturschutz ist in aller Munde. Aber wie wollen wir unseren Natur schützen, wenn wir den Bezug zu ihr fast gänzlich verloren haben?
Wieviel Zeit verbringen wir denn noch in der Natur?

Anstatt eine Naturdokumentation im Fernsehen anzuschauen wäre ein Ausflug in den Wald vielleicht ein guter Einstieg. Womöglich denkt der ein oder andere von euch, dass wenn überhaupt schon einmal das Interesse für eine solche Dokumentation geweckt ist, wir dann schon einen großen Schritt weiter sind als diejenigen, die ihre Zeit mit Computerspielen totschlagen? Ich denke es macht keinen allzu großen Unterschied, denn eine Beziehung lebt von der lebendigen Begegnung von Angesicht zu Angesicht. 

Deshalb finde ich, dass der erste Schritt damit beginnt, dass wir die Verbindung zur Natur wieder bewusst aufnehmen: Naturverbundenheit!
Wie kann diese Verbindung wachsen?
Indem ich mir die Zeit nehme die Natur mit allen Sinnen zu erleben!
Die Rinde des Baumes oder den Wind auf meiner Haut fühlen.
Den Duft des Waldes oder der Blumen riechen.
Das Plätschern des Baches oder die Stimme des Vogels hören.
Die Farben der Äcker oder die Wolkenbilder am Himmel sehen. 
Das heimische Obst in seiner Vielfalt oder die Süße des Honigs schmecken.

Ich möchte hier besonders auf die „Schatztruhe des Waldes“ hinweisen.
Wer in den Wald eintritt, dem eröffnet sich eine ganze Welt. 
Wenn wir uns ganz und gar  auf dieses Erlebnis einlassen, können wir aus seinem  Reichtum schöpfen.
Wer mehr dazu lesen möchte folgt dem Link.

Hinter den zarten Geräuschen lässt sich die Stille zunächst vielleicht nur ahnen, aber wenn wir beharrlich und aufmerksam bleiben, dann lässt sie sich erlauschen.
Welch eine Wohltat, die Seele darf aufatmen!
Der holzig herbe Duft des Waldes entspannt die Nerven. 
Die vielfältigen Grüntöne wirken gleichzeitig belebend und auch beruhigend.
Dein Tastsinn freut sich Über die Weichheit des Moses oder die Zartheit der Blätter, die Rauigkeit des Baumrinde oder die erfrischende Kühle des Wassers im Bach. 
Wann hast du dir zuletzt dieses Erlebnis gegönnt: Nur im Hier und Jetzt da- sein, nichts anderes tun als hören, fühlen, schmecken, tasten?

Mohnblumen-Traum und ein neuer Lieblingsplatz

Am Feiertag war ich schon mal dort, weil ich bei einer Freundin auf Facebook Fotos davon gesehen und mir eine Wegbeschreibung erbeten hatte. Heute war der Himmel voller Regenwolken, aber ich musste einfach bei meiner Laufrunde noch mal einen Abstecher zu „meinem Mohnblumen-Traum“ machen. Hier ist ein kleines Video für euch und ein paar Fotos vom Donnerstag damit ihr mit mir träumen könnt.

Außerdem habe ich am Donnerstag noch einen weiteren Lieblingsplatz für mich entdeckt: Eine Liegebank wurde aufgestellt, einfach wunderbar auf diese Art die Ruhe in der Natur genießen zu dürfen.

Schätzen und Schützen

Heute kam ich wieder an der Stelle vorbei, an der ich „meine Schnecke“ gestern traf. Heute war sie wieder da. Ob sie es wirklich war oder eine ihrer Artgenossen, die im Grünstreifen zahlreich wohnen, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall hatte diese Schnecke heute eine weitere Lektion für mich bereit. Zunächst sah es so aus als ob sie da hinunter wollte, aber dann überlegte sie es sich anders.

Sie zog sich zurück. Da dachte ich mir: Schnecken haben ihren individuellen Rückzugsort, immer dabei. Sie haben die Fähigkeit, gut auf sich zu achten und diese Fähigkeit ist sicher insbesondere bei Schnecken sehr ausgeprägt, denn durch ihre Langsamkeit haben sie ja keine Chance zu flüchten. Dann wurde mir bewusst, dass ich im Laufe meines Lebens immer mehr gelernt habe, mich zu schützen, Verantwortung für mich, für mein Wohlergehen zu übernehmen. Dazu gehören z.B. : Nein sagen, mich aus einer Situation heraus nehmen, mich nicht mit Anderen vergleichen, usw. Die Zeit der Pandemie hat bei mir die Selbstwahrnehmung enorm verstärkt. Ich habe mich viel besser kennengelernt und spüre noch deutlicher, was mir gut tut und was nicht. Ich habe durch die Herausforderungen dieser Zeit gelernt, besser auf mich aufzupassen, mich selber mehr zu schätzen und ernst zu nehmen. Da fällt mir auf, dass die Wörter „schätzen und schützen „ fast identisch sind.
Nur wenn ich mich schätze kann ich mich schützen! Ich habe den Werbeslogan „weil ich es mir wert bin“, in der letzten Zeit öfter gebraucht.

Ja und da schließt sich der Kreis, es passte heute mal wieder alles zusammen: Ich sah beim Vorbeigehen am Kohlfeld diesen Herztropfen. Was er mir wohl sagen möchte?

Wann beginnt der Herbst?

Der Herbst ist ein rauer Geselle, er kündigt sich nicht an. Eine Einladung braucht er nicht, weil er  kommt, wann er will. 
Da gibt es keine Entschuldigung, er ist einfach da. 
Schon ist der Sommer ohne Zögern zur Seite gesprungen und hat dem Herbst bereitwillig Platz gemacht. 
Es scheint eine geheime Absprache zwischen den Jahreszeiten zu geben, sie haben die Rangordnung festgelegt und halten sich an die Regeln. 
Wir hingegen haben oft Mühe und hinken der Realität hinterher. 
Während unser Verstand noch halten will, was längst vergangen ist, öffnen sich  unsere Sinne und vernehmen den erdig herben Duft, spüren die frisch klare Luft, sehen das mild goldene Licht und fühlen eine bitter süße Melancholie, die sich mit Nebelschleiern über die Landschaft legt. 
Unweigerlich hat der Herbst mit seinem unwiderstehlichen wildem Charme unser Herz erobert und lockt uns mit den fallenden Blättern zu tanzen. 

In dieser Woche habe ich mal wieder eine Route gewählt die vom Hauptweg querfeldein führt. Es kamen viele Erinnerungen hoch, denn das letzte Mal als ich dort gelaufen bin war Priska noch dabei. Es ist schon ein paar Jahre her. In der nachfolgenden Galerie seht ihr einen Wegstein, der im Feld steht. Dort hatte ich für Priska gerne Leckerlies draufgelegt und ich sehe es noch vor mir, wie sie mit in die Höhe gestreckten Pfoten hochhüpft, um den Gaumenschmaus zu erreichen.

Lasst es euch gut gehen, genießt wenn ihr es könnt die bunten Herbsttage!

Ein Strauß aber keine Blumen

Mein „großes Mädel“ ist zu Besuch und da nutzen wir natürlich die Gunst der Stunde auch für gemeinsame Unternehmungen. Gestern haben wir eine Straußenfarm besucht. Hier leben mehrere „Straußenfamilien“, die in der Regel aus einem Hahn und 5 bis 6 Hennen besteht.

Diese Farm ist eine sogenannte Aufzuchtfarm, deshalb kann man hier, wenn man zur rechten Zeit kommt total niedliche Küken beobachten. Diese hier waren erst vor ein bis zwei Tagen geschlüpft.

Es ist ein richtig schöner Ort, denn das Gelände ist parkähnlich angelegt und bietet verschiedene Sitzgelegenheiten zum Schauen und Genießen.

Ein besonderes Schmuckstück ist der Seidenbaum mit seiner einzigartig schönen Blüte.

Man kann auch eine kleine Wanderung durch das Außengelände unternehmen, wo sich mehrere Straußengehege befinden. Wir sind noch eine Stück weiter um einen Campingplatz und See gelaufen. Hier hat sich seit meinem letzten Besuch auch einiges getan, das Gelände ist sehr schön gestaltet, z.B. ein Bachlauf wurde angelegt.

Auf den nahegelegenen Feldern konnten wir Störche beobachten.

Es war sehr schwül gestern, deshalb haben wir die Wanderung nicht noch weiter ausgedehnt, rund 4 km schienen uns ausreichend. Wir haben uns als Abschluss auf der Terrasse des zugehörigen Restaurants noch ein Getränk genehmigt.