Mohnblumen-Traum und ein neuer Lieblingsplatz

Am Feiertag war ich schon mal dort, weil ich bei einer Freundin auf Facebook Fotos davon gesehen und mir eine Wegbeschreibung erbeten hatte. Heute war der Himmel voller Regenwolken, aber ich musste einfach bei meiner Laufrunde noch mal einen Abstecher zu „meinem Mohnblumen-Traum“ machen. Hier ist ein kleines Video für euch und ein paar Fotos vom Donnerstag damit ihr mit mir träumen könnt.

Außerdem habe ich am Donnerstag noch einen weiteren Lieblingsplatz für mich entdeckt: Eine Liegebank wurde aufgestellt, einfach wunderbar auf diese Art die Ruhe in der Natur genießen zu dürfen.

Schätzen und Schützen

Heute kam ich wieder an der Stelle vorbei, an der ich „meine Schnecke“ gestern traf. Heute war sie wieder da. Ob sie es wirklich war oder eine ihrer Artgenossen, die im Grünstreifen zahlreich wohnen, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall hatte diese Schnecke heute eine weitere Lektion für mich bereit. Zunächst sah es so aus als ob sie da hinunter wollte, aber dann überlegte sie es sich anders.

Sie zog sich zurück. Da dachte ich mir: Schnecken haben ihren individuellen Rückzugsort, immer dabei. Sie haben die Fähigkeit, gut auf sich zu achten und diese Fähigkeit ist sicher insbesondere bei Schnecken sehr ausgeprägt, denn durch ihre Langsamkeit haben sie ja keine Chance zu flüchten. Dann wurde mir bewusst, dass ich im Laufe meines Lebens immer mehr gelernt habe, mich zu schützen, Verantwortung für mich, für mein Wohlergehen zu übernehmen. Dazu gehören z.B. : Nein sagen, mich aus einer Situation heraus nehmen, mich nicht mit Anderen vergleichen, usw. Die Zeit der Pandemie hat bei mir die Selbstwahrnehmung enorm verstärkt. Ich habe mich viel besser kennengelernt und spüre noch deutlicher, was mir gut tut und was nicht. Ich habe durch die Herausforderungen dieser Zeit gelernt, besser auf mich aufzupassen, mich selber mehr zu schätzen und ernst zu nehmen. Da fällt mir auf, dass die Wörter „schätzen und schützen „ fast identisch sind.
Nur wenn ich mich schätze kann ich mich schützen! Ich habe den Werbeslogan „weil ich es mir wert bin“, in der letzten Zeit öfter gebraucht.

Ja und da schließt sich der Kreis, es passte heute mal wieder alles zusammen: Ich sah beim Vorbeigehen am Kohlfeld diesen Herztropfen. Was er mir wohl sagen möchte?

Wann beginnt der Herbst?

Der Herbst ist ein rauer Geselle, er kündigt sich nicht an. Eine Einladung braucht er nicht, weil er  kommt, wann er will. 
Da gibt es keine Entschuldigung, er ist einfach da. 
Schon ist der Sommer ohne Zögern zur Seite gesprungen und hat dem Herbst bereitwillig Platz gemacht. 
Es scheint eine geheime Absprache zwischen den Jahreszeiten zu geben, sie haben die Rangordnung festgelegt und halten sich an die Regeln. 
Wir hingegen haben oft Mühe und hinken der Realität hinterher. 
Während unser Verstand noch halten will, was längst vergangen ist, öffnen sich  unsere Sinne und vernehmen den erdig herben Duft, spüren die frisch klare Luft, sehen das mild goldene Licht und fühlen eine bitter süße Melancholie, die sich mit Nebelschleiern über die Landschaft legt. 
Unweigerlich hat der Herbst mit seinem unwiderstehlichen wildem Charme unser Herz erobert und lockt uns mit den fallenden Blättern zu tanzen. 

In dieser Woche habe ich mal wieder eine Route gewählt die vom Hauptweg querfeldein führt. Es kamen viele Erinnerungen hoch, denn das letzte Mal als ich dort gelaufen bin war Priska noch dabei. Es ist schon ein paar Jahre her. In der nachfolgenden Galerie seht ihr einen Wegstein, der im Feld steht. Dort hatte ich für Priska gerne Leckerlies draufgelegt und ich sehe es noch vor mir, wie sie mit in die Höhe gestreckten Pfoten hochhüpft, um den Gaumenschmaus zu erreichen.

Lasst es euch gut gehen, genießt wenn ihr es könnt die bunten Herbsttage!

Ein Strauß aber keine Blumen

Mein „großes Mädel“ ist zu Besuch und da nutzen wir natürlich die Gunst der Stunde auch für gemeinsame Unternehmungen. Gestern haben wir eine Straußenfarm besucht. Hier leben mehrere „Straußenfamilien“, die in der Regel aus einem Hahn und 5 bis 6 Hennen besteht.

Diese Farm ist eine sogenannte Aufzuchtfarm, deshalb kann man hier, wenn man zur rechten Zeit kommt total niedliche Küken beobachten. Diese hier waren erst vor ein bis zwei Tagen geschlüpft.

Es ist ein richtig schöner Ort, denn das Gelände ist parkähnlich angelegt und bietet verschiedene Sitzgelegenheiten zum Schauen und Genießen.

Ein besonderes Schmuckstück ist der Seidenbaum mit seiner einzigartig schönen Blüte.

Man kann auch eine kleine Wanderung durch das Außengelände unternehmen, wo sich mehrere Straußengehege befinden. Wir sind noch eine Stück weiter um einen Campingplatz und See gelaufen. Hier hat sich seit meinem letzten Besuch auch einiges getan, das Gelände ist sehr schön gestaltet, z.B. ein Bachlauf wurde angelegt.

Auf den nahegelegenen Feldern konnten wir Störche beobachten.

Es war sehr schwül gestern, deshalb haben wir die Wanderung nicht noch weiter ausgedehnt, rund 4 km schienen uns ausreichend. Wir haben uns als Abschluss auf der Terrasse des zugehörigen Restaurants noch ein Getränk genehmigt.