Hubert badet in der Herbstsonne

Gestern hatte Hubert noch ganz entspannt und in der ihm eigenen legeren Haltung, die eine gewisse unaufdringliche Eleganz nicht vermissen lässt, in der goldenen Oktobersonne gebadet. Er hatte dabei seinen Blick gelegentlich gehoben und mitleidig die Löcher in den Feigenblättern gezählt.

Diese Aktion zeigte eine ganz ähnliche Wirkung, als wenn er imaginäre Schäfchen gezählt hätte und machte ihn daher so schläfrig, dass er es nicht schaffte, die genaue Zahl der Löcher auszumachen. Jedesmal wenn er es fast geschafft hatte, fielen ihm seine Augen zu und er dämmerte mit einem leicht dümmlichen aber sehr zufriedenen Lächeln um die Mundwinkel ein Weilchen vor sich hin.

Heute hingegen sieht seineWelt ganz anders aus. Die Sonne hat sich in ihr Versteck hinter die graue Wolkendecke verzogen und an ein genüssliches Nickerchen ist nicht zu denken, stat dessen hat Hubert alle Mühe damit, seine Füße durch eifriges Bewegen der Zehen einigermaßen warm zu halten. Zum Glück kann er sich zu denjenigen zählen, die mit einem gesunden und tiefen Schlaf gesegneten sind, und so erwachte er heute Morgen erst, als die Spuren des nächtlichen Regengusses schon fast wieder verschwunden waren und er schon fast wieder getrocknet war.

Nun geht auch der Oktober seinem Ende zu und deshalb nutze ich heute die Gelegenheit, euch eine kleine Sammlung von noch nicht gezeigten Fotos in die Galerie zu stellen.

Ich bin schon voller Vorfreude, denn heute Abend darf ich gemeinsam mit meiner Freundin Silvia einen meditativen Abend mit Märchen und Klangschalenmeditation halten. Ich finde, dass heute das Wetter perfekt zum Anlass passt.
Seid herzlich gegrüßt und lasst es euch gut gehen. Ich mach mir für heute Abend auf jeden Fall einen guten heißen Tee zum Mitnehmen und für Kerzenschein ist auch gesorgt.

Herbstfreude

Heute Nachmittag hat mich die Herbstsonne, als sie sich schließlich doch noch aus ihrem Versteck getraut hat, hinaus ins Feld gelockt. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr hinaus, aber dann war ich richtig froh, dass ich die Gunst der Stunde genutzt hatte. Ein Weilchen habe ich auf einer schönen Bank unter einem Birkenbaum gesessen und habe dem Rasseln und Rauschen der Blätter gelauscht. Ein Gedicht ist entstanden, dass ihr im Blog Herzensauge lesen könnt.


Eine besondere Stimmung liegt über der Landschaft, Abschied liegt in der Luft, aber kein trauriger, sondern einer der von der Vorfreude auf das Wiedersehen erzählt. Vorgestern war ich noch einmal am Weiher und habe auch dort und auf dem Weg das Herbstkleid bestaunt, dass sich über die Natur gelegt hat.

Lebensspuren

Als ich gestern im Feld unterwegs war, fielen mir die vielen Schmetterlinge auf, allesamt von der gleichen Art, ich nehme an es waren Kohlweißlinge. 

Ich staunte nicht schlecht, dass sie noch in so großer Zahl und geschäftig unterwegs waren. 

Ich braucht mehrere Anläufe, bis es mir gelang, einen von ihnen zu fotografieren.

Ein sogenannter „abgeflatterter“ Schmetterling kam mir vor die Linse, das Leben hatte schon deutliche Spuren an seinen Flügeln hinterlassen.

Der Anblick berührt mich in meinem Inneren und ich spüre den Empfindungen nach.

Ich denke darüber nach, welche Spuren das Leben bei mir hinterlassen hat? 

Ich glaube nicht, dass wir als unbeschriebenes Blatt auf diese Welt kommen, aber das ist mein persönlicher Glaube und der ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. 

Ungeachtet dessen kann ich zahlreiche Spuren entdecken, die mein derzeitiges Leben von Kindheit an bis jetzt hinterlassen hat. 

Diese Spuren sind natürlich ähnlich wie bei dem Schmetterling auch äußerlich sichtbar und spürbar. Jedoch bin ich auch innerlich heute eine Andere als die, die vor gut 57 Jahren auf diese Welt kam. 

Manches Blessuren die sich in meine Seele eingegraben haben schmerzen mich noch heute, andere Wunden sind verheilt und nur die Narben sind noch zu erahnen. 

Alles was ich erlebt habe, hat mich zu der gemacht, die ich heute bin. 

Im Laufe der Jahre kann ich immer deutlicher das Lernpotential all dessen was mich geprägt hat erkennen und konnte und kann mich dann auch Stück für Stück mit den Erlebnissen aussöhnen, die mir „die Flügel gestutzt“ haben.

Sterne siehst du nicht nur am Himmel

Manchmal wachsen sie sogar aus dem Boden. 🙂

Jetzt wird es Zeit, dass ich mich mal wieder hier melde, denn die Zeit geht „rum wie nix“ und es sammeln sich die Fotos hier an und ich mag euch sie doch lieber zeigen, wenn sie noch halbwegs frisch sind. Diese hier sind von der letzten Woche. Ich war mal wieder in den Feldern rund um den Wohnort unterwegs. Obwohl ich hier schon etliche Male fotografiert habe wird es zumindest für mich nie langweilig, weil sich die Landschaft je nach Jahreszeit und Stand der Sonne und nicht zuletzt wegen den Wolkenformationen ständig in einem neuen Kleid zeigt.

Zur Zeit wächst der Mais sehr fleißig und auch der neue Wein steht sozusagen bereits in den Startlöchern.

Auch abgeerntete Felder bieten interessante Motive, hier der „Spargelwald“ von oben und von unten..-)

Am vorletzten Wochenende war das Haus voll, wir hatten ein Familientreffen bei uns. Da brachte mir die ältere Tochter ein Mitbringsel aus ihrem Urlaub mit. Die Freude über diese wunderschönen Muscheln von Finiste`re ist sehr groß.

Da kann ich mich jedesmal wenn ich daran vorbei gehe freuen.

Ich sagte bereits, dass der Mais fleißig wächst, also dann wollen wir ihn nicht weiter stören und lassen ihn in Ruhe. Ich sag euch Tschüß, bis bald.

Der Kuckuck und der kleine blaue Punkt

Ich bin ja nicht so der „Hitzemensch“, wenn ich das mal so ausdrücken will. Also ich mag die Sonne und den Sommer schon sehr, aber wenn die Temperaturen über die 30 Grad Marke steigen, dann lasse ich es lieber alles etwas langsamer angehen und suche mir dann auch gerne ein schattiges Plätzchen. Nun, heute wurde dieser „kritische Temperaturpunkt“ lange nicht erreicht, aber da ich gerne durch die Felder laufe und es da kaum Schatten gibt, wählte ich heute gerne den Abend. Und ich denke, es war eine gute Entscheidung, denn wer weiß ob ich sonst den kleinen blauen Punkt getroffen hätte?

Außerdem gaben ein paar Vögel noch eine Serenade. Der Eintritt war frei und einen Platz habe ich glücklicherweise auch noch bekommen!

Außerdem musste ich heute noch loslaufen, denn wenn ich ein Versprechen abgegeben habe, dann möchte ich es auch einhalten. Ihr fragt euch vielleicht, wem ich den Spaziergang versprochen hatte?

Diesen Beiden, das sind meine neuen Laufschuhe und die haben nun schon ein paar Tage auf die Premiere warten müssen und wurden langsam schon ungeduldig! Aber ich finde, dass sie heute für‘s Erste zufrieden sein können, denn es wurden immerhin 5,4 km.

Schön ist es fern und nah

Letzte Woche war meine ältere Tochter zu Besuch und wir haben die Gelegenheit zu einem Ausflug zur Bundesgartenschau in Heilbronn genutzt. Allzuviele Fotos sind es nicht, ich hatte nur das Handy, aber ein paar Eindrücke findet ihr in der Galerie.

Schön ist es aber auch bei uns in der Nähe. Ich habe gestern eine Wanderung durch unsere Felder zu einem Weiher gemacht, den ich mit Priska als sie noch gesund und munter war öfter zu Fuß besucht habe. Man läuft auf direktem Weg 3,6 Kilometer dort hin und es ist ein richtig kleines Paradies. Gestern war ich zum ersten Mal seit Priska von mir gegangen ist wieder dort und es hat mir sehr gut getan. Ich wurde erfreut von einer Begegnung mit einer Familie der Nilgänse. Hier seht ihr den „Eingang“ vom Feld zum Weiher.

Ich sah von weitem die Gänse am Ufer stehen und überlegte, ob ich überhaupt so nah heran kommen würde, dass ich meinen Platz auf der Bank einnehmen könnte.

Ich ging ganz langsam in Richtung Bank, die Gänsemutter im Blickwinkel, um abzuschätzen , ob sie eventuell ihre Jungen durch mich bedroht sieht. Aber sie war ganz gelassen.

Die ganze Gänsefamilie stolzierte nach einer kurzen Weile direkt auf dem Weg vor mir vorbei, um schließlich an geeigneter Stelle in den See zum Familienbad einzutauchen.

Eine weitere Freude erlebte ich, als ich auf dem Weg zum Weiher ein Feld mit Kornblumen sah. Diese Blumen habe ich hier vorher noch nie gesehen.

Das letzte Foto ist auf dem Rückweg entstanden.

Ein frohes und sonniges Wochenende wünsche ich euch. Für mich wird der Sonntag arbeitsreich, denn ich bin zum ersten Mal als Wahlhelferin aktiv.

Oh wie das duftet!

Ihr seht es schon auf dem Foto, es braute sich bereits etwas zusammen, als ich heute unterwegs war zum Laufen. Ich musste mir dennoch Zeit nehmen, um vor diesem „Blütenmeer“ stehen zu bleiben. Es duftete einfach himmlisch und der Duft stieg nicht nur mir in die Nase. Beim näheren Hinschauen konnte ich „regen Flugverkehr“ beobachten.

Ich kam gerade noch rechtzeitig zu Hause an, ein paar Tropfen fielen bereits auf den letzten Metern.

Die Blätter fallen

In den letzten Tagen hat dann hier bei uns der November seine „Verkleidung als verlängerter Spätsommer“ abgelegt und zeigt sich nun ungeschminkt. Morgens und abends wird es schon oft neblig und recht kühl. Das gehört so, denn es passt zur Jahreszeit. Die fallenden Blätter haben das Bild der Landschaft jetzt deutlich verändert. 

Ich denke gerade an meine Geschichte „Das stolze Blatt, das nicht fallen wollte“, die ich vor zwei Jahren geschrieben habe.

Die Blätterlücken der Weinreben geben den Blick auf die Kirche im Dorf frei. Ich mag es, hier in den Feldern spazieren zu gehen. Es ist deutlich stiller als im Dorf.

Die frische und sonnige Novemberluft tut mir gut.
Hier habe ich schon eine ganz Weile nicht mehr gesessen, aber die Bank darf jetzt bis zum nächsten Frühling darauf warten 🙂

Die Birken werden silbrig, wenn der Bick auf die Äste frei wird.

Ich komme hier an diesen Platz im Feld gerne hin, wenn ich „etwas auf dem Herzen habe“, es fällt mir leichter, Sorgen loszulassen, wenn ich sie symbolisch hier „ablegen“ kann.
Ich denke heute hier auch an den tragischen Verkehrsunfall, der sich im Nachbarort vor drei Tagen ereignet hat. Ein Fahrradfahrer, 62 Jahre alt, ist von einem Lastwagen, der auf eine Vorfahrtsstraße abbog, überrollt worden und war auf der Stelle tot. In diesem Jahr sind nach meinem Empfinden viele Menschen hier im Umfeld plötzlich und unerwartet gestorben. Was heißt das eigentlich? Kommt der Tod nicht immer plötzlich und unerwartet, weil wir Meister im Verdrängen sind? Ich fühle mich jedes Mal bei solch einem Ereignis innerlich aufgerüttelt. Die Prioritäten verschieben sich im Angesicht des Todes. Je älter ich werde, desto dringlicher ist mein Wunsch, meine Zeit sinnvoll zu nutzen. Mehr darauf zu achten, was mir wirklich von innen heraus wichtig ist und danach zu handeln.
Es gelingt mal mehr und mal weniger gut. Aber auch hier ist der Weg das Ziel!
Ich wünsche euch ein frohes Wochenende.

Ein spätsommerlicher Novembertag

Was war heute bloß mit dem Wetter los?
Wir hatten 18 Grad und strahlenden Sonnenschein. Ich lief ohne Jacke herum und fühlte mich zurückversetzt in den Spätsommer. Nun, das stimmt auch nicht ganz, denn der Spätsommer kam in diesem Jahr eher wie ein verlängerter Sommer daher.
Was ist bloß mit dem Wetter los?
Keine Sorge, ich möchte hier jetzt keinen weitern Artikel über den Klimawandel schreiben, dass haben Andere an zahlreichen anderen Stellen schon zur Genüge getan.
Ich habe mich des Themas auf humorvolle Weise angenommen, in einer Kurzgeschichte, die ihr auf meinem Schreibblog „Herzensauge“ lesen könnt.
Ihr gelangt übrigens über den entsprechenden Button, oben unter dem Headerbild auf diese Seite.
Wir waren heute trotz des prächtigen Wetters im Museum, weil eigentlich Regen angesagt war und wir uns schon auf den Museumsbesuch gefreut hatten.
Unsere Wahl fiel auf das Technoseum in Mannheim. Es ist sehr empfehlenswert und bietet auch für Kinder geniale interaktive Lernmöglichkeiten.
Unter den Ausstellungsstücken entdeckte ich etwas mir bisher völlig Unbekanntes:
DIE WELLENBADSCHAUKEL

Habt ihr so etwas schon mal gesehen? Ich war verblüfft und amüsiert zugleich, als ich die Beschreibung las.

Wir haben dann bei einem leckeren Stück Kuchen in unserem Lieblingscafe`den Ausflug ausklingen lassen. Damit ich noch ein wenig Sonne tanken konnte, habe ich später eine kleine Fotorunde durch unseren Noch-Garten und mit Blick auf den Nachbargarten gemacht.

Warum mache ich das eigentlich

In der letzten Zeit habe ich mir des Öfteren Gedanken darüber gemacht, warum ich eigentlich Zeit investiere zum Bloggen. Was ist für mich die Motivation?
Da ich auch auf Facebook und Instagramm unterwegs bin werde ich ständig mit den Like Buttons konfrontiert. Klar, auf Facebook oder Instagramm benutze ich sie auch. Aber das hat für mich einen anderen „Charakter“, da ist die Reichweite viel größer. Es gibt massenhaft Informationen auf unzähligen Seiten und von den sogenannten Freunden werden doch meist eher kurze Statements abgegeben, oder mal ein Foto eingestellt.
Bloggen ist für mich anders, irgendwie als wenn ich die Tür zu „mein Wohnzimmer“ noch ein Stückchen weiter öffnen könnte, so dass dort Platz wird für die Begegnung mit Menschen, die ich sonst nicht treffen, ja noch nicht einmal kennen würde.
Bloggen ist für mich ein wertvoller Austausch, wie eine Gesprächsrunde bei der Erlebnisse Informationen oder Fotos ausgetauscht werden. Natürlich interessiert sich nicht Jeder für alles oder hat zu jedem Thema etwas zu sagen, aber wenn sich immer nur Einzelne und die Selben in das „Gespräch“ einbringen, dann entbehrt es der Lebendigkeit.
Wenn ich in einem Blog lese, dann sehe ich, dass sich der Blogger viel Mühe gegeben hat, um einen schönen Artikel zusammenzustellen.
Nicht zu jedem Artikel habe ich etwas zu sagen, z.B. weil ich mich mit dem betreffenden Thema noch nicht auseinandergesetzt habe oder weil meine Interessen auf einem anderen Gebiet liegen. Aber in den meisten Fällen nehme ich mir gerne die Zeit, ein paar anerkennende Worte zu schreiben, oder auch manchmal nur einen kleinen Gruß zu hinterlassen.
Ich mag nicht einfach nur auf den Knopf drücken (Like Button), quasi ein Häkchen hinter das von mir Gesehene zu machen und dann flott weiter zum nächsten Blog zu „springen“. Sicher, das wäre zeitsparender, also richtig effektiv, denn dann würde ich viel mehr Blogs mit dem gleichen Zeitaufwand schaffen, aber mit dieser Konsumhaltung würde mir schon bald die Freude verloren gehen.
Weniger ist oft viel mehr, finde ich!
Aus diesem Grund ist es für mich gar nicht schlimm, dass sich hier auf meinem Blog keine Like Buttons einrichten lassen, denn wäre es möglich, hätte ich zwar wahrscheinlich eine leise Ahnung davon, ob da Jemand und wer da draußen mitliest, aber trotzdem würde nicht mehr Menschen zu mir „in meinem Wohnzimmer kommen und sich zu mir an den Tisch setzten“.

So, und nun nehme ich euch mit auf meinen Herbstspaziergang, den ich vorgestern gemacht habe. Es war sozusagen ein Goldener Oktobertag der sich in den November verirrt hat. Wahrscheinlich hatte er getrödelt, sich zu lange verweilt mit Nüssen, Kastanien und Äpfeln ernten und in der Sonne sitzen und sich die Nase wärmen lassen; und so hat er dann den Anschluss verpasst und konnte erst vorgestern hier Einzug nehmen.
Seht selbst, welche Geschenke er mitgebracht hatte.

Machts gut, bis demnächst.