Bewegung und Ruhe

Heute bin ich nun nach einer Pause mal wieder hier und möchte euch ein paar Zeilen hinterlassen. Dieser erste Monat des neuen Jahres war bis heute sehr bewegt im positiven Sinne, ja ich glaube dieses Wort trifft die Qualität ganz gut. Manchmal ist das bei mir so, wenn ich innerlich bewegt bin, dass ich dann nach außen eher ruhig werde. Ich glaube es liegt daran, dass ich Ruhe brauche, um alles zu verarbeiten. Aber in der Natur ist im Moment ja auch Ruhe eingekehrt und das wirkt sich auch auf mich aus, manchmal brauchen wir Zeit zum Kraftsammeln. In diesemJahr ist es mir wieder so bewusst geworden, als ich die Weihnachtsdekorationen eingepackt hatte, dass ich die nun entstandene Leere im Zimmer so richtig genießen kann. Ich lasse es meist eine ganze Zeit so und es ist für mich wie eine wohltuendes bewusstes Atemholen. Vor ein paar Tagen las ich in unserer Tageszeitung im Regionalteil einen Bericht über zwei Künstlerinnen, die gemeinsam ihre Bilder ausstellen. Eine der Beiden gestaltet auf eine für mich sehr ansprechende Weise ihre Bilder mit so einer Art gemalter Monatscollage, in der sie auf ihre Erlebnisse in dieser Zeit darstellt, jeder Tag hat ein eigenes Kästchen mit gezeichneten Symbolen. Weil mir zur Zeit die Worte fehlen um all das auszudrücken, was ich erlebt habe, habe ich hier auf meinem IPad ganz simpel und ohne künstlerischen Anspruch den bisherigen Monatsverlauf gezeichnet, inspiriert von den beschriebenen Monatscollagen aber in lockerer Form und nicht speziell für jeden Tag ein Kästchen. Es hat Freude gemacht und den Rückblick auf diese Weise empfinde ich als wohltuend.

Ganz liebe Grüße an euch da draußen. Ich möchte heute einmal Danke sagen für jeden lieben Kommentar, den ich hier lesen darf, für mich ein spürbares und wertvolles Zeichen der Verbundenheit mit euch.

Worauf richte ich meine Aufmerksamkeit?

Der Pessimist findet überall Beweise dafür, dass die Welt schlecht ist und der Optimist lässt sich jeden Tag aufs Neue davon überzeugen, dass der Pessimist auf einem Auge blind ist.

Während meiner Weiterbildung zur Lehrerin für Stressprävention haben wir uns mit diversen Untersuchungen zur sogenannten „Unaufmerksamkeitsblindheit“ beschäftigt. Wer daran Interesse hat, kann hier und hier Informationen dazu finden. Mir ist dieses Thema heute in den Sinn gekommen, als ich den neuen Beitrag von Ruthie anschaute. „I see faces“ gibt es ja nun schon sehr lange Zeit und ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass Ruthie immer neue Gesichter entdeckt. Ich habe dann meine Aufmerksamkeit heute mal auf Entdeckungsreise geschickt und ,siehe da, es haben mich gleich zwei Gesichter angeschaut:

Ich habe mir bewusst keine Vorsätze für das neue Jahr gemacht, denn ich glaube daran, dass jeder Tag, jede Minute oder sogar Sekunde die Möglichkeit zum Neubeginn bietet. Nicht erst seit heute anlässlich des Jahreswechsels übe ich mich also in der Gelassenheit. „Die Köllner“ (zu denen ich mich auch zählen darf) drücken es wie folgt aus: „Et ess wie et ess und et kütt wie et kütt“. Will heißen: „ Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt.“

Mir ist ein gewisser Hang zur Kontrolle eigen, deshalb stellt mich mein „Naturell“ diesbezüglich immer wieder vor Herausforderungen. Annehmen was ist, bedeutet also auch, sich unangenehmen Gefühlen zu stellen, sich nicht gegen das was nicht zu ändern ist zur Wehr zu setzten und dabei unnötige Energien zu verschwenden.
Aber es soll auch nicht in eine resignierte Passivität oder Opferhaltung münden, daher gilt es zu erkennen wo Potential zur Veränderung ist. Und da sind wir wieder beim Thema „Unaufmerksamkeitsblindheit“. Ich möchte mich ganz bewusst auf die positiven Ereignisse des Lebens fokussieren, denn das weckt ungeahnte Kräfte die sich sinnvoll nutzen lassen, um nicht nur mir selbst das Leben sinnvoller und angenehmer zu gestalten. Ich werde sehen, welche Möglichkeiten sich auftun: Heute, morgen und an jedem neuen Tag.

Willkommen im neuen Jahr

Der Silvester Abend wurde in diesem Jahr ein sehr ruhiger und beschaulicher. Es ergab sich, dass mein Mann und ich mit unserem Hund, dass wir es uns in trauter Dreisamkeit zu Hause gemütlich machten, denn alle geladenen Gäste waren wegen Krankheit oder anderer Gründe verhindert.
So hatte ich Gelegenheit mein inneres Kind nach Herzenslust spielen zu lassen.
Es hatte Lust auf eine Collage für das neue Jahr. Sie ist noch am Werden, aber ich zeige euch schon mal wie sie jetzt aussieht. Es ist der Garten meines neuen Jahres.

Als ich das vorläufige Ergebnis auf mich wirken ließ, entstand ein Gedicht, das ihr im Blog Herzensauge lesen könnt.