Farben für die Seele

Wenn es draußen immer früher dunkel wird und die Natur sich langsam zurück zieht, dann genieße ich diese besondere Stimmung. Heute als wir am späten Vormittag im Auto unterwegs waren, wanderte mein Blick über das Haardt-Gebirge, über dem die Regenwolken beinah wie eine dicke flauschige Decke hingen. Die Weinfelder zeigen noch die schönen warmen Herbstfarben in Gelb, Orange, Rot und Braun mit wenigen grünen Tupfen. Ich mag es, wenn der Nebel über die Landschaft zieht und ihr eine mystische Stimmung verleiht. Ich habe davon leider kein Foto für euch (warum denke ich jetzt bloß an Heidi Klum?) Aber auch mich überfällt manchmal eine Art Herbstblues und dann „male ich mir die Seele wieder bunt“.

Abends leuchten meine Teelichter oder Kerzen und auch der Tee schmeckt wieder so richtig gut! Am Feiertag habe ich mich mit zwei Freundinnen getroffen. Eine der Beiden hatte uns zum späten Frühstück eingeladen und wir hatten eine so schöne Zeit miteinander. Wisst ihr was, ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt oder besser gesagt, den einen Hund auf den Schoß) gepackt. Auch das war ein wunderbares Gefühl, das meine Seele gestreichelt hat. Ich habe dieses Gefühl eines warmen, weichen Hundekörpers so nah bei mir sehr genossen. Die Bailey habe ich für euch fotografiert, als sie später auf dem Sofa lag.

Die ist so knuffig, diese Kleine. Und wisst ihr was, als ich beim Fotografieren war, stellte sich Pedro, der andere Familienhund, mit leicht vorwurfsvollem Blick neben dem Sofa in Position, als wolle er mir sagen:“ He du, schau mal, ich bin auch ein nicht zu verachtendes Fotomodell!“ Ich habe ihn sogleich mal beim „Wort“ genommen.

Wenn das Wetter es erlaubt, laufe ich gerne eine Runde an der frischen Luft. Am Wegesrand ließen sich zumindest in der letzten Woche als die folgenden Fotos entstanden sind noch kleine Schönheiten entdecken.

Ich habe sogar schon Sterne gebastelt. Dafür habe ich außer ein bisschen Klebstoff und ein paar Geschenkbändern nichts gekauft, sie sind aus Katalogpapier entstanden. Ich habe eine ganze Menge hergestellt, die werden auf dem Adventsbasar mit Erlös für den Tierschutz verkauft.

So, das war das Neueste von mir, ich grüße euch. Kommt gut in die neue Woche! Wer Lust hat kann im Blog Herzensauge meinen neuen Textlesen. Bis demnächst.

Eine herzige Begegnung

Ganz zeitig bin ich heute früh losgezogen zu „meinem Weiher“. Die Morgenstimmung wollte ich dort genießen. Und das war wirklich eine gute Idee an diesem wundervollen Herbsttag.

Auf dem Weg zum Weiher komme ich an einer Pferdekoppel vorbei. Als ich auf dem Hinweg daran vorbei lief und die Pferde eigentlich nicht beachtete, bemerkte ich plötzlich, dass ein Pferd ganz nahe am Zaun neben mir herlief. Es war der wunderschöne Hengst. Etwas erstaunt registrierte ich das Verhalten und sagte ihm, dass er ein sehr schönes Pferd ist. Später auf dem Rückweg sah ich schon von Weitem, dass er mich bemerkte und mir entgegen lief. Diesmal fotografierte ich ihn. Er blieb nahe am Zaun bei mir stehen und schaute mich mit seinen lieben Augen an. Wieder sprach ich mit ihm und sagte, dass ich mich sehr darüber freue, dass er zu mir kommt. Dann setzte ich meinen Rückweg fort. Als ich mich kurz vor dem Ende der Koppel noch einmal umdrehte, sah ich, dass er hinter mir her lief. Er blieb am Ende der Koppel bei mir stehen. Als ich mich noch einmal von ihm verabschiedet hatte, schaute er mir noch eine Weile nach. Diese Begegnung hat mich heute sehr berührt, für mich ist so etwas nicht selbstverständlich, ich betrachte das als Geschenk!

Opel – Zoo

Am Sonntag waren wir im Opel – Zoo Kronberg im Taunus. Bisher kannte ich diesen Zoo nur aus dem Fernsehen. Die Anfahrt von ca. 11/2 Stunden hat sich mehr als gelohnt, denn uns erwartete ein Zoo mit ausgesprochen liebenswert, zumeist sehr weitläufig und ansehnlich gestalteten Gehegen. Wir hatten wirklich Glück, denn wir konnten den großen Rundgang noch trockenen Fußes beenden, es zog sich gegen Ende immer mehr zu. Ich hatte nur das Smartphone zu. fotografieren, leider, denn sonst hätte ich euch auch die derzeitige Attraktion des Zoos, die auch uns an diesem Tage dort hingelockt hatte, zeigen können: Die im Juni geborenen Gepardenbabys. Aber die lagen an ihre Mutter gekuschelt im hintersten Eck des Geheges und waren daher nicht sehr gut zu sehen. Ich zeige euch ein paar Eindrücke in der Galerie.

Prinzessin Lilli

Das ist Lilli, die Katze von Freunden. Sie war so winzig, dass sie auf die Hand meiner Freundin passte, als sie in ihrem zukünftigen Zuhause Einzug hielt. Ein Sohn der Familie hatte sie hilflos und verwaist auf der Straße aufgelesen und mit nach Hause gebracht. Sie wurde mit viel Liebe aufgepäppelt und meine Freundin wurde zur Ersatzmama. In der ersten Zeit trug sie das kleine Wesen fast immer auf Hautkontakt mit sich herum. Zuweilen verkroch sich Lilli in das Topfrondell des Küchenschrankes, das sie zu ihrem Lieblingsschlafplatz auserkoren hatte. Ein paar Töpfe mussten weichen. Zu der Zeit als sie ins Haus kam, waren bereits zwei andere Katzen im Haus und so musste sie wohl oder übel die Aufmerksamkeit lange Zeit ihres Lebens teilen. Aus einem sehr traurigen Anlass wurde sie plötzlich zur Einzelkatze und obwohl alle Menschen trauerten, konnte sie diese Emotionen keinesfalls teilen. Sie blühte förmlich auf und ging fortan in ihrer neuen Rolle auf. Ich vergesse nie den Tag, als ich zum ersten Mal seit dem traurigen Anlass zu Besuch bei unseren Freunden war. Ich betrat das Wohnzimmer und sogleich ging mein Blick zum Sofa, wo Lilli auf einem Stapel von Decken und Kissen im wahrsten Sinne des Wortes „thronte“. Es passte alles zusammen: Körperhaltung und Blick strahlten unverhohlene majestätische Eleganz aus. Sie blickte mich gleichermaßen voller Genugtuung und mit milder Duldung an und es war mir so als wolle sie mir mitteilen: Sieh her, hier bin ich, die frischgekrönte Prinzessin, Alleinherrscherin über das Katzenrevier. Von diesem Moment an nenne ich sie nur noch Prinzessin Lilli.

„Gansfamiliär“ und noch viel mehr

Zu Pfingsten hatten wir Besuch von meinem Bruder. Das ist so richtig fein wenn Bruder und Schwester familiäre Zeit miteinander verbringen dürfen. Wir nutzten diese am Pfingstmontag, um einen Ausflug in den Wildpark zu unternehmen. Es war sehr vergnüglich, denn wir konnten das Familienleben von verschiedenen Tieren beobachten.

Es gibt aber auch Einzelgänger, die sich durchaus sehr wohl fühlen.

Da hatten wir wirklich großes Glück, dass wir den Luchs aus nächster Nähe beobachten durften, bisher konnte ich ihn immer nur irgendwo ganz versteckt erahnen. Dieses Mal zog er ausgiebige Runden durch sein Revier.

Ich habe mich in letzter Zeit etwas rar gemacht hier im Blog. Demnächst zeige ich euch noch ein paar Bilder von meinen Unternehmungen.

Schön ist es fern und nah

Letzte Woche war meine ältere Tochter zu Besuch und wir haben die Gelegenheit zu einem Ausflug zur Bundesgartenschau in Heilbronn genutzt. Allzuviele Fotos sind es nicht, ich hatte nur das Handy, aber ein paar Eindrücke findet ihr in der Galerie.

Schön ist es aber auch bei uns in der Nähe. Ich habe gestern eine Wanderung durch unsere Felder zu einem Weiher gemacht, den ich mit Priska als sie noch gesund und munter war öfter zu Fuß besucht habe. Man läuft auf direktem Weg 3,6 Kilometer dort hin und es ist ein richtig kleines Paradies. Gestern war ich zum ersten Mal seit Priska von mir gegangen ist wieder dort und es hat mir sehr gut getan. Ich wurde erfreut von einer Begegnung mit einer Familie der Nilgänse. Hier seht ihr den „Eingang“ vom Feld zum Weiher.

Ich sah von weitem die Gänse am Ufer stehen und überlegte, ob ich überhaupt so nah heran kommen würde, dass ich meinen Platz auf der Bank einnehmen könnte.

Ich ging ganz langsam in Richtung Bank, die Gänsemutter im Blickwinkel, um abzuschätzen , ob sie eventuell ihre Jungen durch mich bedroht sieht. Aber sie war ganz gelassen.

Die ganze Gänsefamilie stolzierte nach einer kurzen Weile direkt auf dem Weg vor mir vorbei, um schließlich an geeigneter Stelle in den See zum Familienbad einzutauchen.

Eine weitere Freude erlebte ich, als ich auf dem Weg zum Weiher ein Feld mit Kornblumen sah. Diese Blumen habe ich hier vorher noch nie gesehen.

Das letzte Foto ist auf dem Rückweg entstanden.

Ein frohes und sonniges Wochenende wünsche ich euch. Für mich wird der Sonntag arbeitsreich, denn ich bin zum ersten Mal als Wahlhelferin aktiv.

Begegnungen in der Stille

Gestern war mein letzter Urlaubstag und da der Ehemann schon wieder arbeitet nutzte ich ihn für einen Besuch im nahegelegenen Wildpark. Bisher waren wir immer gemeinsam dort und jeweils am Wochenende. Da sind natürlich sehr viele Menschen dort unterwegs. Gestern war ich ganz alleine und es war ruhig dort. Eine ganz besondere Stimmung breitete sich aus: Die Stille des Herbstes.

Besonders faszinierend war, dass das Niederwild welches dort frei herumläuft gar nicht scheu war sondern mich bis auf 5 bis 10 Meter herankommen ließ. Ein besonderes Erlebnis welches mich glücklich gemacht hat.

 

Zickenalarm

Heute war es endlich soweit, ich habe das Weihnachtsgeschenk meiner Töchter eingelöst: Ein Fotokurs. Es war für mich ein Crashkurs, denn ich war bisher bei meiner digitalen Spiegelreflexkamera noch nicht über den Automatikmodus hinaus gekommen. Ich bin so ziemlich „beschreibungsresistent“, soll heißen, wenn ich im Web Bedienungstips lese, dann verstehe ich diese nicht wirklich. Ich brauche jemanden neben mir, der mir das zeigt.
Nun waren das heute seeehr viele Informationen auf einmal und ich habe mir beiweitem nicht alles merken können, aber es bleibt die Hoffnung, dass ich es nun soweit verstanden habe, dass ich mir nun mit Nachlesen helfen kann. Fortan gilt es fleißig zu üben, um die Kamera richtig kennenzulernen.
Ich habe mir fest vorgenommen, den Automatikmodus ab heute völlig zu ignorieren.Schaumamaaal, das ist doch schon was und durchaus auch ausbaufähig.

 

Besuch bei den Schafen

Am zweiten Tag meines Besuches in Leipzig sind wir in ein kleines Dorf am Rande von Leipzig gefahren. Dort hat der Nabu Leineschafe, oder besser gesagt eine Nachzüchtung dieser seltenen Schafrasse. Gudrun durfte sich dort vom geschorenen Schaffell etwas mitnehmen. Die Elke hat sich schon Sorgen gemacht, weil ich das Wort „Fell“ benutzt habe. Ich möchte deshalb hier noch einmal betonen, dass alle Schafe noch lebendig sind und sich des Lebens erfreuen!
Bevor wir zum Gelände der Nabu kamen, sahen wir noch einige andere Schafe, der Name der Rasse ist mir entfallen:

Die Leineschafe waren nicht auf der Weide sondern im Stall, denn sie hatten noch Junge.

Zuhause angekommen zeiget Gudrun mir, wie aus dem Schaffell Wolle entsteht. Das war sehr spannend anzuschauen. Das ist natürlich ein aufwendige Prozedur und ist nicht an einem Tag zu bewerkstelligen. Das Schaffell wurde zunächst von groben „Schmutz“ befreit,d. h, von dem was sich so im Schaffell sammelt. Hier ein Blick in den Sack, in dem wir das Fell mitgenommen hatten.
Dann wurde es in warmem Wasser und ein wenig Seife eingeweicht und gewaschen und schließlich zum Trocknen aufgehängt.
Am nächsten Tag wurde das getrocknete Fell nochmal ein wenig auseinandergezogen und dabei lösten sich noch einige Schmutzpartikelchen, wie Strohreste, etc. Dann wurde es in die Kardiermaschiene gelegt, sie hat zwei Walzen, die mit kleinen Nägeln gespickt sind und die sich in entgegengesetzter Richtung gegeneinander drehen.
Dabei ensteht das Wollflies. Aus diesem Flies wir dann die Wolle gesponnen.
Diese wird nochmal gewaschen und hier seht ihr, wie die fertige Wolle zum Trocknen aufgehängt wurde. Sie war wunderbar weich und duftete nach meinem Empfinden sehr angenehm ganz leicht nach Schaf.

Ich habe noch ein bischen was zu erzählen und zu zeigen von meinem Besuch in Leipzig. Demnächst also mehr.

Abschied nehmen

Nachdem ich im Januar von meiner geliebten Hundedame Abschied nehmen musste, ist es jetzt an der Zeit auch den kleinen Garten hinter unserer Scheune loszulassen. Er wird zwecks Wohnbebauung verkauft. Zugegeben, im vergangenen Jahr habe wir uns kaum dort aufgehalten und so verwilderte er zunehmend. Nun sieht es dort hinten so aus.

In den letzten Wochen  habe ich öfter dort gesessen und an die vergangenen Jahre gedacht. Unsere beiden Mädels haben hier viel gespielt, es gab ein Gehege für unsere drei Kaninchen, es stand ein Swimmingpool dort und später ein Trampolin. Priska ist immer mit Vergnügen in den Garten gegangen. Man hat einen schönen Blick auf den Nachbargarten.


Ich höre Kinderlachen und Hundegebell, das leiseste Geräusch aus dem Nachbargarten hatte Priska dazu animiert vehement ihr Revier zu verteidigen. Es war ganz klar, sie war die Chefin im Garten!


Sie liebte es sich hier im Sommer zu sonnen.


Es gab immer etwas zu entdecken.

Und im Herbst bereitete es ihr großes Vergnügen, sich in den Blättern zu wälzen.

Mein Herz ist schwer, während ich diesen Beitrag verfasse, aber es ist auch wieder leicht, weil ich die Lebensfreude spüre, die Priska überall um sich herum versprüht hat.
Ich möchte bewusst Abschied nehmen und den Schmerz nicht verdrängen. Ich bin so unendlich dankbar, dass ich diese süße Maus hier bei mir haben durfte. Sie hat mir so unsagbar viel gegeben. Am Ende bleibt die Liebe!