Aus der Bastelecke

Die Susanne hat hier geschrieben, dass sie gerne die beiden anderen Fensterbilder auch sehen möchte, deshalb zeige ich sie in einer Galerie zusammen mit meinen Tischlaternen und der Weihnachtskarte, die ich zum Verkauf mit Erlös für den Tierschutz gebastelt habe.

Nachlese des Sommers

Nun hab ich ‚nen Ohrwurm, denn als ich mich besonnen habe, was ich heute schreiben möchte, fiel mir ein munteres Kinderlied ein, dass ich früher sehr gerne mit meinen Kindergartenkindern gesungen habe: „Der Herbst, der Herbst , der Herbst ist da, er bringt uns Wind, heihussassa. Schüttelt ab die Blätter, bringt uns Regenwetter, heißahussassa, der Herbst ist da! Wahrscheinlich habe ich das hier schon mal erzählt, aber egal. Außerdem wiederhole ich mich sicher, wenn ich betone, dass ich den Herbst sehr liebe. Aber davon genug, denn ich bin eigentlich total vom Thema abgeschweift, möchte ich euch doch noch die letzten Fotos vom nun vergangenen Sommer zeigen. Wenn ich ein Motto wählen wollte, dann würde es lauten: „ Sonne tanken“.

In diesem Sommer habe ich mir sehr oft Zeit genommen, um in der Natur zu verweilen und Sonne zu tanken, so dass ich jetzt das Gefühl habe, dass ich mit meinen „Sonnenvorräten“ gut über die dunklere Jahreszeit kommen werde.

Diejenigen die mich hier öfter besuchen, kennen ihn inzwischen fast genauso gut wie ich: Den Schwanenweiher. Er heißt so, obwohl ich hier schon ewig keinen Schwan mehr gesichtet habe, zumindest keinen echten!

Aber dieser hier ist einer von Zweien, die die Umrandung einer Bank bilden, die am Ufer zum Verweilen einlädt. Oft genug habe ich hier gesessen, um mich in Gedanken jederzeit an diesen Ort zurück spüren zu können. Ich mache das gerne mal zur Entspannung. Das wirkt Wunder: Einfach bequem hinsetzen oder legen, Augen schließen und mit den inneren Augen diesen Ort aufsuchen. Ich kann dann auch die Sonne auf der Haut spüren, den Geruch wahrnehmen, die Geräusche hören. Es ist wie ein kleiner Miniurlaub für die Seele.

Die Kanadagänse haben hier wohl auch noch einmal ausgiebig Kraft getankt für ihren weiten Flug. Beim nächsten Besuch des Weihers in der vergangenen Woche waren sie schon ausgeflogen. Eine sonderbare Ruhe lag über dem Wasser.

Jetzt kann ich sogar schmunzeln, wenn ich dieses Bild anschaue, aber beim ersten Mal, nachdem ich vom Ausflug zum Weiher nach Hause kam und sah, dass ich die zweite Sonnenblume „ abgeschnitten“ hatte, da habe ich mich richtig geärgert. Meine Enttäuschung war sogar so groß, dass ich am nächsten Tag bei der Einkaufsfahrt noch einen kleinen Umweg in Kauf nahm, um noch einmal mit „besserer Kamera“ ein Fotosession im Sonnenblumenfeld abzuhalten. Was soll ich euch sagen: Danach war die Enttäuschung noch größer, denn diese Fotos waren überhaupt nicht gelungen. Ach was soll’s, ich zeig es trotzdem, denn mir gefällt die stattliche und vor Leben strotzende Sonnenblume vor dem sattblauen Augusthimmel so gut. Sonnenblumen zeigen es uns ganz deutlich, wie es funktioniert, mit dem Sonnetanken.

Eine kleine „Welt“ für sich bilden die den Weiher umgrenzenden Bäume. Mich beeindruckt es immer, wenn ich daran denke, wie lange Zeit sie hier schon leben. Sie scheinen sich im Wasserspiegel zuzunicken und zu raunen: „Ja, nun ist er bald da, der Bruder Herbst und wird uns ordentlich rütteln und zausen. Aber das macht uns nichts, wir lassen es geduldig und ohne Angst geschehen, weil wir um das Wunder des ewigen Kreislaufes wissen: Während der Ruhepause im Winter reift schon neues Leben in uns heran, dass nur darauf wartet im Frühling den Weg ans Licht zu finden.“

Beinahe hätte ich noch zwei Videos, die ich auf YouTube hochgeladen habe, hier zu zeigen. Das erste zeigt einen Rundumblick mitten im Feld. Ich liebe meine zweite Heimat!

Beim zweiten Video nehme ich euch mit durch die Wingertzeile (Weinreben) vom oberen zum unteren Ende. Ihr werdet merken, dass so eine Zeile ganz schön lang sein kann. 😉

Ein Ort zum Träumen

Ihr Lieben, die ihr hier noch gelegentlich vorbeischaut, ich habe mich entschlossen, mich (eventuell nur für eine Weile oder eben auch endgültig) vom Bloggen zu verabschieden. Ich habe mich immer riesig über jeden Kommentar von euch gefreut und danke den wenn auch wenigen, treuen Lesern. Es ist mit der Zeit immer ruhiger hier geworden und deshalb habe ich mich in letzter Zeit oft gefragt, mit welcher Motivation ich blogge und ob das überhaupt noch sinnvoll ist. Ich bin kein Mensch dem Smalltalk liegt, es gibt vieles was mir wirklich wichtig ist, was mir am Herzen liegt und was ich hier nicht schreiben kann, denn es ist zu persönlich. Deshalb nehme ich mir die Zeit das Ganze mal mit Abstand zu betrachten und auf mich wirken zu lassen. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute.

Schnittlauchblumen

Bei mir im Kräuterbeet da blüht es kräftig, der Schnittlauch hat sich prächtig rausgeputzt!

Es ist schon erstaunlich, was man entdecken kann, wenn man näher hinschaut: Da sind lauter winzigkleine Blüten in der Blüte versteckt.

Gestern dachte ich, dass es schlau wäre, gleich in der Frühe loszugehen, um meine Wanderung zu unternehmen, aber die Hitze war dann doch viel schneller als ich laufen konnte. Ich kam ganz ordentlich ins Schwitzen und habe mich schließlich irgendwann auf einen schmalen Streifen Wiese die vor einer Mauer und daher im Schatten lag geflüchtet. Wie köstlich kann Wasser schmecken!

Aber ich wurde belohnt mit dem Blick auf ein Meer aus Mohnblumen, die ich so liebe.

Heute gönnte ich mir mein Naturerlebnis dann mit geringem Kraftaufwand, denn ich war zum Einkauf per Auto unterwegs und machte einen Abstecher zu meinem Weiher, an dem mich die Enten schon am Weg erwarteten. Es war ein richtiges Entengetümmel im See, aber seht selbst in der Galerie.

Im Fluss

Heute Nachmittag hab ich einen kleinen Spaziergang durch den Kurpark gemacht, bevor ich einen Besuch bei meiner ehemaligen Arbeitsstelle gemacht habe. Es ist mir nicht leicht gefallen, denn ich habe diese Menschen in der Wohngruppe des Wohnheimes sehr in mein Herz geschlossen und sie also heute nach 2 1/2 Monaten zum ersten Mal wieder gesehen. Ich hatte für jeden ein kleines Ostergeschenk eingepackt und die Freude war groß! Das Leben ist im Fluss, wenn etwas endet wird Platz für Neues. Ich weiß noch nicht genau wie es beruflich weiter geht, ich bin und bleibe offen und bin gespannt was die Zukunft bringen wird. Euch wünsche ich ein frohes Osterfest mit viel Licht im Herzen. Das folgende Foto mit dem kleinen Entenküken habe ich letzte Woche im Wald am Weiher fotografiert, da hatte ich mit einer Tochter eine kleine Wanderung unternommen.

Unverhoffter Besuch

Die Sonne hat mich heute besucht. Zum Glück war ich zu Hause! Sie hat nicht lange gefackelt, kam direkt durch das Fenster. Ich setzte mich ihr gegenüber und nahm mir gerne Zeit. Sie sprühte vor Freude und zauberte auch mir ein Strahlen auf das mein Gesicht. Leider konnte sie nicht lange bleiben, hatte noch einen Termin auf der anderen Seite, wo sie schon bald erwartet wird.

Abends im Garten

Vor einigen Tagen bin ich abends nochmal in den Garten gegangen und habe mich dort sehr wohl gefühlt. Es ist dann alles noch viel stiller als am Tag und die äußere Stille legt sich dann wie eine wohlige Decke über mich und lässt mich auch innerlich ruhiger werden.

Hier ist zwar nicht mein Schreibblog aber ich hatte einfach Freude daran, zu den abendlichen Fotos ein kleines Gedicht zu schreiben. 


Die Sträucher und Bäume kommen zur Ruh

Wald und Felder schließen die Augen zu

Ich schaue in ein gähnendes Blumengesicht 

Sogleich steckt´ s mich an und ich wehre mich nicht

Der lauten Welt sag ich jetzt gute Nacht

Von fern hör ich wie der Mond heimlich lacht

Den ganzen Tag hat er davon geträumt

Dass die Sonne ihm endlich seinen Platz frei räumt

Like Button

Ich wurde nach dem Verbleib meines Like Buttons gefragt. Es ist so, dass mein Bruder meine Webseiten auf „seinen“ Server  umgezogen hat und sie über ein WordPress Plugin läuft. Über Sharrif lässt sich die Funtionalität um ein Like Button nur auf „normalen“ Webseiten erweitern. Es ist also leider nicht zu ändern.

Käschte lese

Wisst ihr was das heißt:“Käschte lese“?

Ich habe es getan und zwar vorgestern. Als ich am Waldparkplatz aus dem Auto stieg, fragte mich ein Mann nach dem Weg zur Michaelskapelle. Klar konnte ich ihm weiterhelfen, denn das ist ja eines meiner beliebtesten Ziele von diesem Standpunkt aus. Als er sah, dass ich zum Boden nach den Kastanien schaute meinte er zu mir: „Lohnt sich das in diesem Jahr?“

Ich antwortete: „Ach, die sind so klein“. Als ich weiter lief lagen doch erstaunlich viele Kastanien auf dem Weg. Als ich das letzte Mal im Wald war, hatte der Wind nur lauter winzig kleine Kastanien heruntergepustet. Ichhatte mir dieses Phönomen mit der Trockenheit in diesem Sommer erklärt. Nun sah ich aber, dass die Exemplare auf dem Weg zwar nicht so dick wie in den vergangenen Jahren waren, aber auch nicht winzig, so mittelmäßig eben. Dann dachte ich mir: Warum sollte ich mich nicht mit diesen etwas kleineren Kastanien zufrieden geben, sie sind doch ein Geschenk des Waldes! Also ließ ich die Kapelle zunächst mal hinter mir und wanderte weiter zu meiner „Kastaniensammelstelle“. Die Ausbeute war nicht besonders groß aber auch nicht besonders klein, so mittelmäßig eben. Ich erinnerte mich an meine Erkenntnis der mir der letzte Ausflug in den Wald bescherte: Es muss nicht immer alles perfekt sein! Ich freute mich an meiner mittelmäßigen Ausbeute und lief zurück zur Kspelle. Dort hingegen durfte ich dieses Mal eine perfekte Ruhe genießen. 

Ich weiß, ihr kennt den Ausblick schon, aber sooft ich dort sitze und schaue, entfaltet sich jedes Mal eine andere Stimmung. Als ich den Waldweg zurück zum Auto lief erfreuten mich die vielen Lichtpunkte, die die Herbstsonne auf den Waldboden malte.

Mir kam plötzlich eine Frage in den Sinn: Wenn der Herbst singen könnte, wie würde sein Lied wohl klingen? Und während ich zum Auto wanderte formte sich ein Gedicht welches ich zu Hause aufschrieb. Ihr könnt es im Schreibblog Herzensauge nachlesen. In unserem Garten steht auch  ein Kastanienbaum, den wir als Ableger von einer Freundin, die am Wald wohnte bekommen hatten. Vor vielen Jahren haben wir ihn gepflanzt und die Früchte waren bisher sehr wenig und ganz klein. In diesem Jahr schenkt er uns riesig große Früchte: Ein Abschiedsgeschenk? Es ist schön und traurig  zugleich, denn wenn der Garten bebaut wird, ist seine Zeit gezählt.

Nun wisst ihr inzwischen was „Käschte lese“ heißt, gell? Die dicksten obenauf habe ich im Garten gesammelt.