Auwald und Mosel

Die Freude über Blüten am Wegesrand wächst, wenn sie seltener werden. Am vorletzten Sonntag sind wir zum zweiten Mal in diesem Jahr im Naturschutzgebiet Kühkopf gewesen. Dort habe ich diese Blüte im Gras fotografiert.

Hier der Blick auf den Altrhein. Man wandert dort die meiste Zeit durch den Auwald.

Eine Wohltat für Körper und Seele. Lichtblicke zeigen sich immer wieder, dem der offen ist sie zu entdecken!

Gestern waren wir dann mal wieder am Wasser. Es sollte die Mosel sein. Wir hatten wirklich Glück einen ruhigen Platz am Ufer zu finden. Wir machten es uns mit unseren Campingstühlen und einen kleinen Kuchen und Kaffee Picknick gemütlich. Einfach nur sitzen und schauen und die Seele baumeln lassen. Hier der Blick von unserem Platz als Galerie.

Heute war es dann mal wieder Zeit für mehr Bewegung bei einer Wanderung durch unsere Felder. Aber die Fotos davon zeige ich beim nächsten Mal.

Schnittmenge

Es ist schon spannend, was man beim Malen erleben kann. Auf ganz unterschiedliche Weise entstehen meine Gemälde. Entweder ich lasse die Farben absichtslos über das Papier fließen oder ich setzte ein vorher geplantes Motiv gezielt um, manchmal aber kommt es auch anders als geplant, weil zum Beispiel wie beim oben gezeigten Motiv der Pinsel zu nass war und die Farben ineinander laufen. Geplant waren kreisförmige, einzeln stehende Blütenköpfe. Anstatt mich über das Missgeschick zu ärgern entschloss ich mich dafür einen Kompromiss einzugehen. Ich ließ also dem Pinsel bewusst einen größeren Spielraum und die Farben der Kreise ineinander fließen. Es entstanden Schnittmengen, die mich zum Nachsinnen anregten. Ich dachte über zwischenmenschliche Schnittmengen im weitesten Sinne nach:

Nun genug mit meinen euch vermutlich abstrakt erscheinenden Gedankengängen. Ich zeige euch lieber meine Fotos von Rundherum, um meinen Wohnort aus den vergangenen Tagen.

Viele Kornfelder sind inzwischen schon abgeerntet und die Weintrauben sind schon fast „erwachsen geworden“. Aber hier nochmal das wunderschöne Ährengold.

Wenn ihr ganz genau hinschaut, könnt ihr ganz am Ende des Feldes, ziemlich mittig die Spitze des Kirchturms unserer Dorfkirche erkennen, in deren Nähe ich wohne.

Hell und dunkel wechseln sich immer wieder ab.

So ist das im Leben, zum Glück gibt es immer wieder Lichtblicke, wenn ich mich darauf ausrichte, kann ich sie entdecken. Sie zeigen sich oft ganz anders, als ich mir selber das vorgestellt hatte, aber wenn ich bereit bin, meine engen Grenzen zu verlassen und mich zu öffnen, dann kann das Leben beglückende Überraschungen bereit halten. Ich kann also, um wieder auf mein Thema zurück zu kommen, mit dem Leben gemeinsame Schnittmengen bilden. Dazu bedarf es des Loslassens einengender Bewertungen und Vorstellungen. Die Disteln zeigen deutlich, wie das mit dem Loslassen geht.

Im Loslassen entsteht neues Leben.