Hinter den Wolken wohnt die Sonne

„Ich hoffe, Sie konnten sich trotzdem ein bischen erholen, trotz des schlechten Wetters? “ , sagte die Vermieterin unserer Ferienwohnung im Wangerland in Ostfriesland zu uns beim Abschied. Ich antwortete ihr, dass mir der Urlaub gut gefallen habe, weil wir das Glück hatten, dass die Regenpausen lang genug waren, um einige schöne Unternehmungen zu machen.
Als ich vorhin  den gestrigen Besuch bei einer Freundin und  unsere Gespräche in mir nachklingen ließ, blieb ich beim Thema : „Perfektionismus“ hängen.
Mir ist  im Laufe des Lebens mein Streben nach Perfektion bewusst geworden und in den unterschiedlichsten Situationen begegnet. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass ich niemals perfekt sein werde, ja dass es meiner Erfahrung nach das Perfekte gar nicht gibt. „Es gibt immer was, was den Himmel hebt“, lautet ein Sprichwort, was ich hier in meiner zweiten Heimat, der Pfalz kennengelernt habe.
Diese Aussage bringt es genau auf den Punkt: Es ist nie gut genug, weder mein Mitmensch, noch ich selbst, nicht mal mein gestriger Tag oder  eben der letzte Urlaub. Es gibt doch immer etwas auszusetzen, so viele Gründe die gegen die Zufriedenheit sprechen. Manchmal geht es sogar noch viel weiter,  und wir werden Zeit unseres Lebens von Schuldgefühlen geplagt, weil wir uns selber unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten nicht verzeihen können. Warum? Weil wir uns unsere eigenen Begrenzungen nicht eingestehen geschweige denn erlauben wollen. Das ist  äußerst tragisch, denn wir scheitern praktisch ständig an unseren eigenen perfektionistischen Ansprüchen. Wann haben wir das letzte Mal erlebt, dass wir vollkommen zufrieden mit einem Ergebnis, einem Erlebnis, einer Begegnung waren?
Ab dem Punkt in meinem Leben an dem wir klar wurde, dass ich niemals ausgelernt haben werde, dass das Leben ständige Entwicklung und Veränderung ist, konnte ich im Rückblick auf verschiedene Lebenssituationen einen anderen Blickwinkel einnehmen. Ich erkannte, dass ich aus dem Stand meiner derzeitigen Erfahrung und Entwicklung vieles heute anders machen würde, aber dass ich es in der jeweiligen vergangenen Lebenssituation nicht anders „gekonnt“ habe. Ich habe mein Bestes gegeben, aber das Beste geben bedeutet eben nicht, dass ich keine Fehler machen darf, sondern nur, dass ich mein Möglichkeiten ausgeschöpft habe.
Mit diesem Blickwinkel der die Möglichkeiten ins Visir nimmt und nicht nur die Begrenzungen,  werden wir in nahezu jeder Situation etwas Gutes oder Wertvolles finden und wir werden mit uns selbst und dann auch mit  unseren Mitmenschen weniger oft ins Gericht gehen und Milde walten lassen.
Selbst mitten im friesischen Schietwetter gibt es immer wieder bezaubernde Lichtblicke, die uns zeigen, dass hinter den Wolken die Sonne wohnt. Es folgen ein paar Handyfotos von verschiedenen Unternehmungen. Ich habe noch viele Fotos die ich mit meiner kleinen Kamera gemacht habe auf der Festplatte. Davon werde ich euch auch noch im Laufe der Zeit das ein oder andere zeigen.

Hundestrand-Schillig

Wilhelmshaven

Besuch bei den Schafen auf dem Deich

Blick auf das Haus in dem unsere Ferienwohnung war (am Ende der Straße, rechts).

Wangermeer

Blick auf das „Zwischenahner Meer“.

Für heute soll es genügen. Ich habe außer Fotos noch ein paar kleine Filmchen gemacht. Liebe Grüße und bis bald.

 

 

 

Wir sind angekommen

Herzlichen Dank für all eure lieben Wünsche für unseren Urlaub. Wir sind nachdem wir noch ein paar Lebensmittel eingekauft hatten am frühen Abend hier angekommen. Seht mal wer uns begrüßen hat:

Nachdem wir zu Abend gegessen hatten haben wir einen schönen Spaziergang durch die ländliche Idylle unternommen. Wir wohnen fast direkt hinterm Deich, aber es war dann zu Fuß für heute dennoch zu weit um einen Blick auf die Nordsee zu werfen. Das werden wir morgen aber auf jeden Fall nachholen. 

Darf ich vorstellen: Prinzessin Priska höchstpersönlich bei der heutigen Privataudienz auf ihrem Thron:

 

Herzlichen Glückwunsch

Nun steht sie fest, die Gewinnerin meines Rätsels: Mathilda, du warst die Erste mit der richtigen Lösung. Du gewinnst den allerersten Ausdruck, den ich zur Probe machen lies. Es sind inzwischen ein paar Motive etwas verändert worden, aber die Texte sind geblieben.

Als Zweite hat es Priska richtig geraten und daher möchte ich auch sie belohnen. Manche von euch, die auf meiner Schreibseite Herzensauge lesen, kennen die Geschichten von „Miriam und Valentin und die vielen Fragen“. Ich habe sie in einem kleinen Buch zusammengefasst drucken lassen. Davon bekommst du liebe Priska ein Exemplar.

Also ihr beiden Gewinnerinnen: Sendet mir per Mail ( beate.neufeld@gmx.de ) eure Adresse und dann schicke ich euch die Gewinne zu.

Durchatmen

Heute Vormittag war ich sehr dankbar für ein klein wenig Abkühlung in Form von einer leichten Brise. Seit Tagen hatte mich die Hitzewelle sozusagen lahmgelegt, weil diese Witterung und ich einfach nicht kompatibel sind. Nein, ich will hier jetzt nicht über das Wetter jammern,  denn es ist schließlich Sommer und wenn es derzeit kühl und grau wäre, dann wäre das alles andere als schön.Ich denke, dass es gerade diese Gegensätze sind, die wir hier in unseren Breitengraden auch gerade durch die Jahreszeiten erleben dürfen, die uns unsere Sinne öffnen für die Schönheit der Natur insbesondere  und des Lebens im allgemeinen. Niemals hätte ich diese Brise heute morgen so ausgekostet, wenn ich zuvor die Hitze nicht gespürt hätte. Niemals würden die leuchtenden Sommerfarben mein Herz so sehr erfreuen, wenn ich den kargen Winter nicht erlebt hätte. Also ist alles gut so wie es ist!
Und unserer alten Dame hat die kleine Abkühlung auch gut getan!
Wie ich diese kleinen Farbtupfer im Kornfeld liebe!

Sommerwind
labende Kühlung
auf erhitzter Haut
dankbar genieße ich erquickende
Belebung

 

 

Grüße am Sonntag

In den letzten Tagen konnte ich ein wenig zur Ruhe kommen, durchatmen, Kraft tanken. Es ist seit Anfang des Jahres nicht leicht, weil Priskas Gesundheitszustand sehr wechselhaft ist, eigentlich ein stetes Auf -und Ab. Ihr Immunsystem ist leider nicht stark genug um mit dem Klamydienbefall klarzukommen. Die Behandlung beim Tierarzt zeigt aber jedes Mal ganz erstaunlich schnell Erfolg und sie ist wieder fit. Nur hält das bisher nicht dauerhaft an. Ich möchte mich hier gar nicht zu a usführlich auf dieses Thema einlassen, nur als Erklärung,  warum ich des Öfteren mal schweigsam bin. Ich zeige euch lieber einen Film auf YouTube,  den ich letzte Woche im Garten vom Tierarzt gemacht habe. Ich brachte Priska in einer ziemlich schlechten Verfassung hin, sie war total schwach und apathisch,  konnte sich nur sehr schleppend und unsicher bewegen. Hier sehr ihr sie, und das ist kein Scherz, kurz nach der Behandlung.

Ihr schmeckt auch ihr Futter wieder und besonders die Erdbeeren.

Seit längerer Zeit habe ich mich entschlossen, Priska nicht mehr alleine im Haus zu lassen, denn sie hat wahrscheinlich wegen ihrem beeinträchtigtem Hör- und Sehsinn massive Ängste entwickelt. Es ist im Laufe der Zeit immer schlimmer geworden. Das schränkt mich natürlich in meiner Mobilität und in meiner Freizeitgestaltung enorm ein und belastet mich zusätzlich. Ich möchte keine Mitleid einfordern, denn ich habe mich vor 14 Jahren für Priska entschieden und wir hatten so viel lange wundervolle und unbeschwerte Jahr miteinander, jetzt stehen wir auch das gemeinsam durch.

Entschuldigung

Es tut mir leid, ich habe erst heute entdeckt, dass ich hier viele Kommentare nicht freigeschaltet habe. Ich habe sie alle gelesen und mich auch darüber sehr gefreut. Ich beantworte gewöhnlich jeden einzeln, aber im Moment bin ich etwas „durch den Wind“ und schweige und genieße. Das darf auch mal sein, finde ich. Es wird sich auch wieder ändern. Wenn es mir danach ist, erzähle ich euch, was mich im Moment belastet. Aber für heute schicke ich euch einfach mal dieses Lebenszeichen und viele Grüße. 

Aus meiner Elfenwerkstatt

Ich spürte, dass es in mir kribbelt und zibbelt. Kennt ihr dieses Empfinden wenn die Frühlingssehnsucht erwacht?

Da wurde es Zeit, diesem inneren Gefühl Ausdruck zu verleihen. Begonnen hatte es mit den Fensterbildern, die ich euch bereits gezeigt habe. Nun hatte ich Freude daran, weitere Elfen zu basteln.

Dies ist mein allererstes Modell, nur aus verschieden bunten Eierschachtelhütchen. Heute kam dann der Wunsch auf, weitere Elfen in bunteren Farben zu basteln. Morgen bin ich bei einer Freundin eingeladen und überreiche sie als kleines Mitbringsel in einer  Frühlingspflanze sitzend der Gastgeberin.

Meine erste Elfe darf in meiner Frühlingsschale sitzen
„Elfchen“ nennt man auch kleine Gedichte mit elf Wörtern, die  in besonderer Weise angeordnet sind.

Ich habe gerade eines geschrieben und wer weiß, vielleicht fällt euch ja auch eins ein?

Frühling
erwacht leise
wispernd und flüsternd
lockt er zart zum
Neubeginn.
Alles Liebe und einen frohen Sonntag wünsche ich euch.

Sternstunden

Es gibt Erlebnisse, die so viel Licht verbreiten, dass dieses Licht noch ganz lange leuchtet und ich davon begleitet werde.

Mir ist es ganz wichtig, dass ich mir bewusst Zeit dafür einplane. Nun ja, natürlich geschehen sie auch oft ganz unvorhergesehen, aber ich kann mir solche Lichtblicke auch bewusst in den Alltag holen. Eines dieser Lichtblicke ist in jedem Jahr das adventliche Tanz-und Singwochenende. Ich fahre da meist gemeinsam mit einer sehr lieben Freundin hin und wir genießen dieses Zusammensein mit vielen lieben Frauen, von denen wir die meisten schon lange kennen, aber auch neue Frauen sind jederzeit herzlich willkommen. Es geht schon Freitag mit dem Abendessen los und wir richten es uns so ein, dass wir schon einige Zeit früher am Tagungshaus ankommen, um in der Kapelle zu beten und Kerzen für all unsere Anliegen zu entzünden.

Wir spazieren dann auch gerne noch um das Tagungshaus herum, dort ist es sehr schön. So sind wir dann eingestimmt auf das Wochenende.

Am Samstag ist eine lange Mittagspause die wir wenn es das Wetter erlaubt für einen Spaziergang nutzen. In diesem Jahr war ganz wunderbar sonnig klares Winterwetter. Ich lade euch ein einfach mal mit mir zu gehen und die Ruhe in der Natur zu genießen.

Der See war zugefroren. Rund um den See gibt es kleine Impulse zum Verweilen.


Wir haben getanzt, gelacht, erzählt, gesungen, hatten Stille Zeit für Impulse und ganz viel Freude miteinander.

Das war die Gestaltung unserer Mitte, um die wir herum tanzen. Wenn wir am ersten Abend in den Raum kommen, dann ist es immer spannend, wie die Mitte dieses Mal aussieht. Für mich ist es jedes Mal so, als wenn ich nach Hause komme. Es wirkt seit Beginn der Adventzeit auch heute noch in mir nach. Ich bin dankbar und froh.