Neue Aufgaben

Der Mai neigt sich seinem Ende zu. Hier bei uns mutet das Wetter sommerlich an. In mir kribbelt es vor freudiger Aufregung. Es kommt etwas Neues auf mich zu.
Als Priska von uns gegangen war, wusste ich, dass ich mit der nun frei gewordenen Zeit unbedingt etwas Sinnvolles anfangen wollte. Ich bekam dann die Idee, mich ehrenamtlich bei der Offenen Hilfe einzubringen. Die Offene Hilfe ist einTeil der Lebenshilfe die den Freizeitbereich der Menschen mit Einschränkungen begleitet.
Gesagt getan, bewarb ich mich mit einem Angebot zur Klangentspannung und am nächsten Dienstag findet eine Schnupperstunde statt, zu der sich 5 Menschen angemeldet haben. Ich habe bisher im Bereich der Entspannung mit erwachsenen Menschen bei verschiedenen Volkshochschulen gearbeitet.
Dieses Angebot ist völlig anders, ganz neu, es ist ein Experiment, ein Abenteuer. Einen festgelegten Plan zur Gestaltung der Stunde kann ich mir nicht machen, denn der Umgang mit Menschen mit geistigen und körperlichen Einschränkungen verlangt Einfühlungsvermögen und Flexibilität.
Ein bischen was überlegt habe ich mir trotzdem und wir werden sehen…
Eine Phantasiereise soll es sein, die mit den Klängen der Klangschalen begleitet wird.
Das Thema ist ein sonniges Gartenerlebnis.
Dazu habe ich ein Bild gemalt, welches sich jede/r Teilnehmer/in als Erinnerung mitnehmen darf.

Gestern kam dann ein Anruf vom Chef, der mir anbot, meine Arbeitsstundenzahl als Betreuerin im Wohnheim der Lebenshilfe zu erhöhen.
Bisher war es ja nur ein sogenannter Minijob.
Ihr seht, es fügt sich alles zu einem sinnvollen Gesamtbild.
Ich bin dankbar und freue mich.

Herrlich ist es jetzt im Feld spazieren zu gehen. Überall blüht es.
Letzte Woche war ich mal wieder an einem meiner Lieblingsplätze, bei der Schaukelbank.

Von dort hat man einen schönen Ausblick auf ein kleines Biotop mit Benjeshecke und Insektenhotel. Ein Ort um die „Seele baumeln zu lassen“.

Euch allen wünsche ich ein entspanntes Wochenende.
Für mich diesmal arbeitsfrei und deshalb ebenfalls mit viel Zeit zur Entspannung.

Ich mach‘ das jetzt, trotzdem!


Vielleicht habt Ihr Euch jetzt erst mal die Stirn in Falten legend etwas verwundert am Kopf gekratzt und gefragt: Was will sie uns nun damit sagen?
Ich habe heute an meine Kindheit zurück gedacht, an eine ganz bestimmte Szene. Ein Onkel war zu Besuch. seines Zeichens ein sehr ambitionierter Hobbymaler. Er schaute mir über die Schulter, als ich entspannt und vergnügt ein Bild zu Papier brachte. Ich war vielleicht 8 Jahre alt. Er mäkelte, weil ich ein Lineal gebrauchte, um ein Haus zu zeichnen.
Ich erinnere mich nicht mehr an die Einzelheiten unsere Gespreäches, aber ich weiß, dass dieses Ereignis mich stark geprägt hat und die Auswirkungen bis vor nicht allzulanger Zeit meine Lust am Zeichnen und Malen blockiert hat. Ich hatte diesen Satz in mir: „Du kannst das nicht…!“
Heute ist es mir egal, ob “ ich das kann oder nicht“, ich tue es einfach für mich, weil ich Freude daran habe und nun geht es mir gut damit.
Es gibt so viele Gründe, die mich daran hindern können, etwas zu tun, was ich gerne mache, wozu ich Lust habe, was mir einfach gut tut. Zum Beispiel die Stimme in meinem Kopf die mir sagt: “ Dazu ist jetzt keine Zeit, es gibt so viel zu tun, du musst erst dies und das tun, das Leben ist doch nicht zum Vergnügen da, erst die Arbeit dann das Spiel…“
Heute gelingt es mir immer öfter, diese Stimme in mir zum Schweigen zu bringen und ich mache dann trotzdem genau das, was mir gerade Freude macht, und die Arbeit ist mir noch niemals davon gelaufen. Sie ist ganz geduldig mit mir und wartet, bis ich Zeit für sie habe.
Ich bin davon überzeugt bin, dass jeder Mensch mindestens eine besondere Begabung hat, die es wert ist entdeckt und gelebt zu werden. Begabungen verstehe ich nicht nur im künstlerischen Sinne, sondern es schließt alles ein, was mir Freude bereitet, was mir leicht fällt, zu dem ich mich hingezogen fühle. Vielleicht entdecke ich, dass ich besonders gerne anderen Menschen zuhöre, und ihnen damit eine Freude bereiten kann. Vielleicht macht es mir Spaß zu basteln und ich verschenke ab und zu eines meiner Werke oder ich spende es für einen Basar. Vielleicht wohnt in mir die Gabe, mich an der Natur zu erfreuen und ich gebe mir selber mindestens zweimal in der Woche eine Stunde Urlaub vom Alltag für eine kleine Wanderung.
Alles was ich in diesem Sinne tue wird nicht nur mir selber dienen, es wird als positive Kraft in die Welt hinaus fließen.
Alle Begabungen die wir “ ins Leben rufen“ werden gute Frucht bringen.
Das ist ganz besonders in dieser Zeit wichtig, in der der Fokus so oft auf allen möglichen negativen Ereignissen in der Welt liegt. Ich möchte mich nicht auslaugen und entkräften lassen, ich möchte Licht, Freude, positive Kraft, Mut und Hoffnung tanken und weiter fließen lassen, ganz natürlich und selbstverständlich, wie der Löwenzahn, der seine Schirmchen weiter fliegen lässt.

 

Wenn der Herbstwind weht

Ich war heute beim Spaziergang unterwegs und es wehte ein ziemlich frischer, stürmischer Herbstwind. Als ich mich dabei ertappte, wie ich den Kopf senkte und das Gesicht verzog und eine gewisse ablehnende Haltung annahm: “ Hu, das ist aber unangenehm kalt heute“, überlegte ich mir, wie ich meine Einstellung zum Positiven wenden könnte.
Ich ging also in eine „Gehmeditation“ über und lies den inneren Widerstand bewusst los und stellte mir vor, wie dieser Wind, der an den Zweigen der Bäume rüttelt und die Blättern wegfegt, meinen Kopf durchweht und alles mitnimmt, was darin an unnötigem Ballast sich festgesetzt hat.
Es dauerte nicht lange bis ich eine Frische und Klarheit wahrnahm, die ich als wohltuend empfand.
Diese Erfahrung kann ich nutzen, um auch in gewissen belastenden Alltagssituation in eine positive Haltung zu kommen, die mein negatives Gedankenkarussell stoppt und ihm eine andere Richtung gibt.
Und dazu ist eine neue Gedichtkarte entstanden, die ich euch in meinem Schreibblog Herzensauge zeige.
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Für Empathie und Toleranz

Ich schreibe heute diesen Artikel als Beitrag zu der Blogparade
„Schreiben gegen Rechts“ von Bunt und Farbenfroh.
Für Empathie und Toleranz
Der Titel dieser Blogparade löst bei mir ein wenig Unbehagen aus, weil ich davon überzeugt bin, dass Gedanken und Worte Wirkung  haben.
Gegen ist demnach ein Wort, dass ich in Verbindung mit Kraftanstrengung zur Abwehr verbinde und ich es so erlebe, dass ich im Kampf gegen etwas,z.B: „Rechts“, den Menschen, die rechts denken und handeln gleichzeitig große Macht einräume.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, meine Kraft für etwas einzusetzen.
In diesem Fall für Empathie und Toleranz.
So möchte ich heute schreiben für:

Mitmenschlichkeit
Liebvolles Miteinander
Hilfsbereitschaft
Verantwortungsbewusstsein
Vertrauen
Offenheit
Achtung der Vielfalt und Individualität
Gemeinschaft
Freundschaft
Zuwendung
u.v.m.
Ich bin überzeugt davon, dass Jede und Jeder in seinem Umfeld viel bewirken kann, um diese Werte hochzuhalten und zu stärken.
Hier in unserer Verbandsgemeinde in der ich meinen Wohnsitz habe, erlebe ich eine große Hilfsbereitschaft und Engagement, um den bei uns lebenden Flüchtlingen zu helfen, menschenwürdig zu leben und sich zu integrieren.
Jeder hat die Möglichkeit, sich so wie er kann und möchte einzubringen. Ob es nun das Organisieren und Spenden von Möbeln,Haushaltsgegenständen und Bekleidung ist, das Unterrichten der deutschen Sprache oder das Instandsetzen von Fahrrädern, das Kuchenbacken für das Willkommenskaffee oder das Engagement für die Freizeitgestaltung der neuen Mitbewohner.
Hier „packen Viele gerne mit an“ und das freut mich sehr!
Jedes Engagement für Empathie und Toleranz beeinflusst das Gewicht in der Waagschale in eine bestimmte Richtung auszuschlagen.

Das Leben ist bunt

Ich bin bunt und du bist bunt,
dein Nachbar ist bunt und sogar dein Hund.

Bunt sind meine Gedanken und Taten,
bunt sind meine Erfahrungen und Begabungen.
Niemand sieht die Welt ganz genauso bunt gemustert wie ich.

Bunt sind deine Ansichten und deine Erlebnisse,
du siehst die Welt in deinem ganz individuellen Bunt
und wenn du mir davon erzählst kann ich das Muster nur erahnen.

Ich lasse dir dein Bunt und du lässt mir mein Bunt
und so können wir gemeinsam ein wundervolles Bild malen.
Indem sich unsere Farben vermischen, entsteht ein einzigartiges Muster,
das von der Vielfalt und dem Reichtum des Lebens erzählt.

(C) Beate Neufeld

Verantwortung

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Als ich auf der Brücke stand und auf das Wasser blickte, da beeindruckte mich die große Wellenbewegung die von dieser kleinen Ente ausging.
Ich dachte mir, dass auch wir ebenfalls ganz viel in Bewegung setzen,
genau da wo wir gerade sind, ob wir es bemerken oder nicht.
Alles hat Auswirkungen: Ein beherztes Handeln, ein bedachtes Schweigen, ein achtsames Zuhören oder ein deutlicher Widerspruch.
Dieser Verantwortung können wir uns nicht entziehen.
DSCN9925Verantwortung

Nicht zu ernst möchte ich mich nehmen,
aber doch ernst genug, um mich meiner Verantwortung zu stellen.
Ohne mich würde sich die Welt auch weiterdrehen,
aber dennoch wäre sie ein wenig anders,
vielleicht so, als würde ein winziges Puzzleteilchen
zum Großen Ganzen fehlen.

Viele Spuren, die ich hinterlasse sind nicht offensichtlich,
aber eingebettet in die Herzen meiner Lieben
werden sie für immer Wohnung nehmen.
Doch selbst bei scheinbar flüchtigen Begegnungen
kann von meiner Gegenwart ein Impuls ausgehen,
der Grenzen überwinden hilft.

(C) Beate Neufeld
15.06.2015

Nicht perfekt – aber perfekt ich selbst!

Nicht perfekt – aber perfekt ich selbst

Lange Zeit habe ich unglaublich viel
Kraft daran verschwendet,
nach Perfektion zu streben.
Tag für Tag
arbeitete ich verbissen
an einer Maskerade,
die wie maßgeschneidert auf die Rolle passte,
die ich mir selbst erwählt hatte,
um mich stetig immer weiter von mir selbst
zu entfernen.
Wie in einen Kokon gehüllt
wartete mein wahres Ich geduldig darauf,
in die Freiheit geboren zu werden.
Es ist nie zu spät neu zu beginnen.
Heute nutze ich meine Energie,
um Stück für Stück
herauszuschlüpfen
und abzulegen,
was nicht zu mir gehört.
Wie ein Magnet werde ich angezogen
von der leisen Gewissheit,
dass mein Weg das Ziel ist,
und dass ich schon immer perfekt war,
genau so wie ich bin.

(C) Beate Neufeld

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Gedankenwolken

Gedankenwolken

Stetig baue ich an meinem Gedankengerüst,
das mir festen Halt bietet.
Mein Horizont ist überschaubar
und ich wähne mich in Sicherheit.
Ich habe mich eingerichtet,
so wunderbar leicht und luftig,
eingehüllt in meine Gewohnheiten.
Im selbst erbauten Käfig sitzend
zieht das Leben an mir vorbei.
Mal wolkig, mal heiter.

(C) Beate Neufeld

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Viele Menschen, die in meine Entspannungskurse kommen, klagen über das ständige Gedanken- Karussell, das in ihrem Kopf fast unaufhörlich rotiert.
Auch mir ist das nicht fremd. Im Laufe meiner Entwicklung habe ich gelernt, damit umzugehen. Es gelingt mir mal mehr mal weniger gut, daraus auszusteigen.
Trotz wiederkehrender „Rückschläge“ konnte ich immer wieder erfahren, dass das „wahre Leben“
hinter oder zwischen den Gedanken wohnt.
Ein innerer Kraftraum eröffnet sich mir, wenn ich den Zugang dazu finde.
Wo ist dieser Zugang, wirst Du vielleicht fragen.
Überall, wo ich ganz bei mir bin.
Es bringt gar nicht, dies ständig kreisenden Gedanken abzulehnen oder sie bekämpfen zu wollen.
Je mehr ich mich gegen sie zu wehren versuche, desto stärker werden sie.
Wenn ich aber die Position des Beobachters einnehme, wenn ich mich in die Stille begebe und mir solche Fragen stelle wie z.B.:
“ Welcher Gedanke taucht wohl als nächster auf? “
“ Welche Farbe hat mein nächster Gedanke ? “
“ Aus welcher Richtung kommt mein nächster Gedanke? „,
dann kann ich beim aufmerksamen Beobachten feststellen, dass es immer wieder Lücken zwischen den Gedanken gibt. Dieser raum der Stille birgt das, was ich hier “ das wahre Leben “ nenne.
Ich kann diesen Raum auch betreten, wenn ich mich auf die Stille konzentriere, die hinter allen Geräuschen wohnt. Mittlerweile kann ich diesen Raum auch wahrnehmen, wenn es noch so geschäftig um mich herum ist. Einfacher ist es zugegebenermaßen, wenn ich mich in einem ungestörten Raum alleine befinde. In dieser Form habe ich zu üben begonnen.
Immer öfter gelingt es mir nun, auch im Trubel diesen Raum zu „betreten“.
Das Wunderbare ist, dass ich ihn immer bei mir habe, ich muss ihn also nicht lange suchen.
Der Schlüssel liegt im Einlassen auf das oder auch im Loslassen von dem was mich „gefangen“ hält.
Diese Erkenntnisse sind natürlich nicht “ auf meinem Mist “ gewachsen. Frank Kinslow mit seiner “ Quantenheilung“ ,aber auch vor allem Eckart Tolle mit seinem Buch: “ Jetzt – Die Kraft der Gegenwart “ sind mir sehr wichtige Wegweiser.

Euch allen wünsche ich immer wieder kraftvolle und heilsame Momente.

Magic Monday – Verpflichtung?

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Sich verpflichtet zu fühlen kann eine Last sein aber in diesem Fall ist es für mich eher heilsam, denn ich habe auf diese Weise meine Sprache wieder gefunden.

Verpflichtet fühlte ich mich, einen Beitrag zu Paleicas Projekt Magic Monday zu posten, zu dem ich mich angemeldet hatte, bevor es mir die Sprache verschlagen hatte. Dann fiel mir eine Karte ein, die schon lange auf meiner Festplatte ruht und die ich hier schon einmal gezeigt hatte.Ich dachte mir, dass sie ganz gut zu dem Thema für diese Woche: sommerlich passt. Deshalb zeige ich sie an dieser Stelle erneut.
1.Beitrag sommerlichIch habe darüber nachgedacht, was Sommer für mich vom Gefühl her bedeutet. Da sind mir Worte wie: Erfüllung und Lebensfreude in den Sinn gekommen. Mir wurde der Bezug zu meiner derzeitigen Lebenssituation bewusst, in der ich sehr deutlich erfahre, wie wichtig es ist, das Leben so anzunehmen, wie es sich gerade zeigt, sich nicht dagegen zu stellen.

Es fühlt sich nicht immer sommerlich an, was das Leben so zu bieten hat und dennoch ist es mein Leben und es hat immer Gutes und Lehrreiches für mich zu bieten, wenn ich bereit bin und mich dafür öffne. Zur Zeit darf ich lernen, meinen Hang alles kontrollieren zu wollen, abzulegen.
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Nun habe ich viel geschrieben, und es ist gut so wie es ist.
Auch bezüglich des Bloggens werde ich in Zukunft lockerer mit mir selber umgehen und  schweigen oder schreiben ganz so wie es stimmig für mich ist.

Na bitte, geht doch!

Heute ist bestes Frühlingswetter, obwohl der Wetterbericht gestern ab heute nur noch Grau in Grau und Regen gemeldet hatte.
Ich schau da jetzt nicht mehr rein und lasse mich viel lieber überraschen, was da so auf mich zu kommt. 😉

Frühlingswiese5Frühlingswiese3Priska und ich haben auf jeden Fall einmal wieder so richtig Sonne getankt. Es war einfach herrlich.
Frühlingswiese4Da haben auch die Insekten in ihrer neu gebauten Unterkunft nix zu meckern. 😉
Kennt Ihr das da im Hintergrund? Das ist ein Insektenhotel.
Frühlingswiese8Alles grünt und blüht und die Vögel singen und man kann ohne Jacke rumlaufen. Ich ertappte mich dabei, wie ich dachte: Wer weiß wie lange dieses Wetter jetzt anhält, morgen ist auch Regen gemeldet, der kommt dann aber bestimmt. . .
Doch dann wurde mir bewusst, wie verrückt das ist. Ich mach mir doch das Leben selber schwer, wenn ich mich durch diese Gedanken von dem herrlichen Augenblick wegtragen lasse. Ich habe beschlossen, wieder mehr im Hier und jetzt zu bleiben und das Schöne was sich bietet zu genießen.
Frühlingswiese2Es war ein reges Gesummsel und Gebrummsel und es machte mir Freude, diesen fleißigen Wesen zu zuschauen
.
Frühlingswiese7Frühlingswiese1Ich wünsche Euch ganz viele schöne Augenblicke heute und an jedem Tag.

Endlich Winter

DSCN9844-001Nachdem die vergangenen Wochen eher wie ein verlängerter Herbst anmuteten, ist er nun endlich seit gestern hier angekommen: Der Winter. Mir tut die kalte Luft und das wenigstens gelegentliche Weiß sehr gut.

DSCN9851-001Jetzt kann ich auch diese ganz spezielle Stille  spüren, die die Winterlandschaft ausstrahlt. Meine Schwiegermutter hatte heute Morgen genau die richtigen Worte dafür: “ Die Natur ruht “ , sagte sie.
DSCN9846-001Selbst der Fußballplatz legt eine Pause ein, die er sich sicher wohl verdient hat! 🙂

Was bedeutet es für mich: Zur Ruhe zu kommen?
Loslassen, Zulassen, sind Assoziationen die mir als erstes dazu in den Sinn kommen. Zur Ruhe kommen, kann ich auch, wenn ich meinen Blickwinkel auf die Geschehnisse, die das Leben so mit sich bringt, verändere.
Heute kam mir diesbezüglich wie ein Wink des Himmels, und das war er sicher auch, ein Satz in den Sinn, der mir sehr half, meine Perspektive zu verändern.
Ich habe schon eine Weile Mühe damit, meine Kinder, die nun immer seltener zu Hause sind, und sicher sehr bald ausziehen und ihr eigenes Leben leben werden, innerlich los zu lassen. Es gibt Tage an denen es mir gut gelingt und dann wieder habe ich Phasen mit bleierner Traurigkeit. Vom Kopf her weiß ich schon lange, dass ich es mir selber schwer mache, aber der Weg vom Kopf ins Herz ist oft der längste Weg. . .
Nun wehte mir heute wie mit einer leichten sanften Briese dieser Satz in mein Herz:
ICH BIN FREI !
Das bedeutet, ich kann endlich mein eigenes Leben leben, kann die Verantwortung abgeben, die manchmal schon schwer auf meinen Schultern lastete. Je selbstständiger die Kinder wurden, desto drückender wurde diese Last, denn es fiel mir sehr schwer, zu akzeptieren, dass ich nicht verhindern kann, dass sie auch schmerzliche Erfahrungen machen werden, dass ich sie nicht vor den Unzulänglichkeiten des Lebens schützen kann. Sie treffen ihre eigenen Entscheidungen und übernehmen die Verantwortung für die Folgen, die diese mit sich bringen. Das ist gut und richtig so, ich weiß es ja! Andersherum wäre es besorgniserregend, wenn sie jetzt immer noch an meinem „Rockzipfel“ hängen würden. Aber heute kam dieser Satz wie eine Erlösung, wie ein Schlüsselwort, dass mir eine Türe öffnete, die ich schon lange verschlossen  schien:
ICH BIN FREI !

Dankbar atme ich diese neu gewonnene Qualität ein und komme immer mehr zur Ruhe.

Euch allen wünsche ich, dass in Euch all das zur Ruhe kommen kann, was Euch umtreibt und beschwert.
Alles Liebe wünsche ich Euch!