Gedanken zum Jahreswechsel

Je länger ich hier auf dieser Erde lebe, desto weniger bedeutend erscheint mir das Silvester Fest. Früher war ich da emotional sehr beteiligt und ich verband mit diesem Ereignis viele Hoffnungen und je nach seelischer Verfassung vielleicht auch Befürchtungen.
Inzwischen ist mir bewusst, dass es eigentlich nur die Erinnerung daran ist, dass wir im Fluss des Lebens mit schwimmen. Es lässt sich nichts festhalten! Wenn ich es dennoch krampfhaft versuche, füge ich mir im Grunde selber Verletzungen und damit auch Schmerzen zu.
Das was wir an Silvester erleben geschieht Tag für Tag, Minute für Minute und Sekunde für Sekunde: Übergang.
Jeder Augenblick ist so gesehen wie ein neues Leben.
Diese Erkenntnis kann sehr tröstlich sein, denn ich habe jeden Moment die Möglichkeit meinem Leben einen neuen Anstrich zu geben, es ist nie zu spät!

Also denn: AUF ZU NEUEN UFERN !

Siegel der Liebe

Zauber des Lichtes

Bild

Gestern als ich mit Priska hier zwischen Frankenthal und Worms am Rhein spazieren ging, hatte ich viele Lichtblicke.

Nur zehn Minuten später war die Landschaft im Nebel versunken.
Wir hatten also die Gunst der Stunde genutzt und haben viele Sonnenstrahlen getankt.

Es tat so gut die Stille zu genießen!

Dankbar bin ich durch den Nebel nach Hause zurück gefahren und war mir des Geschenkes bewusst, dass ich erhalten hatte. Ich war gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Euch allen wünsche ich immer wieder lichtvolle Momente zum Genießen und Auftanken.

Meine Zeit ist immer noch sehr erfüllt und ich habe durch das längere Pausieren entdeckt, wie wertvoll sie ist. Durch den Abstand, den ich gewonnen habe, hat sich mein Blickwinkel verändert und ich spüre jetzt viel deutlicher, was mir wichtig ist und was nicht. Wichtig ist mir, mir keinerlei Verpflichtungen zum Bloggen oder für Blogbesuche aufzuerlegen. Ich werde mehr darauf achten, was mir gut tut!
Daher werden meine Blogrunden nicht mehr so häufig stattfinden und ich blogge nur, wenn ich etwas zu sagen oder zu zeigen habe.
An Projekten möchte ich zur Zeit  nicht teilnehmen.
Seid mir alle lieb gegrüßt!

Schatzkiste

Bild

Okay ich zeig Euch jetzt mal ein paar Bildchen, die ich in den letzten Tagen fotografiert habe, um ein wenig Farbe in den grauen Tag zu bringen:

 Ich hatte mich auf die Suche nach Farbtupfern und kleinen Schönheiten am Wegesrand begeben, die der Herbst zu bieten hat:

Wenn die Landschaft um mich herum langsam karger wird, bemerke ich, dass ich meinen Blick bewusster fokussiere und dadurch noch intensiver „Kleinigkeiten“ wahrnehme, die in der Fülle des Sommers unbeachtet bleiben würden.

Wie in einer Schatzkiste habe ich meine Entdeckungen in mein Herz aufgenommen.  Es kam mir wieder einmal die Geschichte von Frederick in den Sinn:

Frederick ist eine Feldmaus, die nicht wie die anderen Mitglieder der Mäusefamilie die üblichen Vorräte, wie zum Beispiel Nüsse sammelt, sondern Frederick sammelt Sonnenstrahlen und Farben und wird zunächst argwöhnisch und unverständlich von den anderen Mäusen als Faulpelz angesehen. Erst als die Feldmäuse im tiefsten Winter all ihre Vorräte aufgebraucht haben, sind sie offen für das, was Frederick ihnen zu geben hat: Er erzählt so lebendig von den Farben und den Sonnenstrahlen, dass es den Mäusen ganz warm ums Herz wird. Das ist so eine rührend schöne Geschichte in einem wundervoll illustrieren Bilderbuch, die ich meinen Kindergartenkindern und auch später meinen Töchtern immer wieder gerne vorgelesen habe.

Euch allen wünsche ich einen frohen Sonntag, auch oder gerade dann, wenn er nach außen hin grau erscheint! Vielleicht habt ihr ja Lust dazu, Eure innere Schatzkiste zu öffnen und darin ein wenig zu stöbern. 😉

 

 

 

Geschichte: Das rosa Tütchen

Als ich eines Tage wie immer traurig durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank niederließ, um über alles nachzudenken, was in meinem Leben schief läuft, setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.
Es spürte meine Stimmung und fragte: „Warum bist du so traurig “
„Ach“, sagte ich, „ich habe keine Freude im Leben. Alle sind gegen mich, alles läuft schief. Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll.“
„Hmmh „, meinte das Mädchen, wo hast du denn dein rosa Tütchen? Zeig es mir mal, ich möchte da mal reinschauen.“
„Was für ein rosa Tütchen?“, fragte ich verwundert. „Ich habe nur ein schwarzes Tütchen.“ Wortlos reichte ich es ihm.
Vorsichtig öffnete es mit seinen zarten kleinen Fingern das Tütchen und sah hinein.
Ich bemerkte, wie es erschrak. „Es ist ja voller Albträume, voller Unglück und schlimmer Erlebnisse.“
„Was soll ich machen, es ist eben so, daran kann ich doch nichts ändern!“
„Hier nimm“, meinte das Mädchen und reichte mir sein rosa Tütchen: „Sieh hinein!“
Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens, und das, obwohl das Mädchen noch jung an Lebensjahren war.
„Wo ist dein schwarzes Tütchen?“, fragte ich neugierig.
„Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum“, sagte es. „Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rosa Tütchen voll zu bekommen, da stopfe ich so viel wie möglich hinein. Immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden, dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein. Dann geht es mir sofort besser!“
“ Wenn ich einmal alt bin und mein Ende kommt, dann habe ich immer noch mein rosa Tütchen. Es wird voll sein bis oben hin und ich kann sagen: Mein Leben hatte einen Sinn!“
Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab es mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.
Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen.
Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein. es war fast leer, bis auf einen zärtlichen Kuss den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte.
Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz.
Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend, am nächsten Mülleimer mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen.

Verfasser unbekannt

 

 

 

Oase in der Fastenzeit 23

Bild

Erwachen

Ab heute nehme ich mein Leben in die Hand!
Ich will wachsam sein
und die Zeichen meiner Zeit entdecken.
Ich will achtsam sein
und die Hinweise und Führungen
in meinen Erlebnissen erkennen.
Ich will vertrauensvoll sein
und die versteckten Möglichkeiten
in jeder Situation wahrnehmen.
Ab heute nehme ich mein Leben in die Hand!

(C) Beate Neufeld

 

 

Oase in der Fastenzeit 18

Wenn ich an meine Kindheit erinnert werde, dann ist das immer auch eine Chance meinem inneren Kind näher zu kommen. Mein inneres Kind das ist das Ursprüngliche, das Unberührte, das Unbeeinflusste in mir, der Ort an dem ich ganz und heil bin.

Oase in der Fastenzeit 12

Hindernisse

Es gibt Hindernisse, die wir uns unbewusst selber in den Weg gelegt haben, bzw. wir haben den Weg so gewählt, dass wir ihnen zwangsläufig begegnen.
Wenn sich uns etwas in den Weg stellt, können wir dazu veranlasst werden, Rast einzulegen, inne zu halten und uns neu zu orientieren.
Manche Steine die unseren Weg kreuzen, stellen eine Chance dar, an ihnen zu wachsen und zu reifen. Es werden Kraftreserven in uns mobilisiert, von deren Existenz wir keine Ahnung hatten.
Wir können die Steine als Anlass nehmen, einen anderen Weg zu suchen oder sie zu überwinden oder aus ihnen Brücken zu bauen.
Im Rückblick betrachtet waren die Hindernisse, die sich mir in den Weg gelegt haben, meine größten Chancen.