Fotografenherz

Heute morgen, fuhr ich eine Tochter zur Arbeit.
Sie arbeitet neben dem Studium dort wo ich durch sie mein neues Betätigungsfeld gefunden habe.
Da sie weiter weg wohnt übernachtet sie an diesen Tagen der Einfachheit halber meist bei uns.
Und da war sie wieder da, die missliche Situation, wie schon so oft, wenn ich zum Beispiel gerade auf einer Bundesstraße oder eben an einer anderen Stelle mit dem Auto unterwegs bin, die keine Möglichkeit zum Halt bietet: Ich sehe ein wundervoll bezauberndes Motiv welches mein Fotografenherz höher schlagen lässt und muss es einfach „ziehen lassen“.
Das tut mir weh und  ich bedauere es jedes Mal sehr.
Heute war es ein Sonnenaufgang, ein kräftig orangroter Ball, der genau zwischen einer Baumkrone hing.
Deshalb war die Zeit gekommen mir mithilfe eines Gedichtes  „Luft zu machen“.

Fotografenherz
Wo ich gehe wo ich stehe,
ob ich laufe oder fahre,
überall, das ist kein Scherz
begleitet mich mein Fotografenherz.

Ach,  es ist ein groß Verdruss
wenn ich Auto fahren muss
ohne Möglichkeit zum Halt
dann ereilt mich Leiden bald
weil gerade immer dann
wenn ich nicht fotografieren kann,
wenn die Hände mir gebunden,
schlägt es gar zu tiefe Wunden,
denn von überall ringsumher,
und das tut weh gar umso mehr,
springen mich Motive an
von denen nie eins wiederkam.

Ich lege mir ein Album an
das keiner jemals sehen kann,
abgestellt in der hintersten Kammer
des Fotografenherzes,
welch ein Jammer.

So, das musste einfach mal  raus! :-0

Tatsächlich habe ich dann heute doch noch Trost gefunden, denn ich war bei bestem Frühlingswetter mit meiner Tochter im nahegelegenen Wildpark und konnte nach Lust und Laune fotografieren.
Ich werde euch noch mehr Bilder zeigen, heute nur zum Schluss ein kleines Schmankerl:


Fütterung der Wildpferde

Heute mal ganz anders

Einen Tag für ganz für mich, mit einer ausgewogenen Mischung aus Fitness und Wellness hatte ich mir heute verordnet, und den bekam ich auch, nur ganz anders als geplant.
Mindestens zehntausend Schritte (nö ich besitze keinen Schrittzähler, ist nur so ein Synonym für ambitionierte sportliche Betätigung) wollte ich laufen und mir danach noch ein Wellnesserlebnis in der Sauna gönnen.
Dann fand ich alles was mein Herz begehrte nach vermutlich nur schlappen 1500 Schritten. So kann es gehen, wenn man ganz spontan einen anderen Weg einschlägt, am murmelnden Bächlein entlang, mit zwei kleinen Schneeglöckcheninseln, die aussahen, als ob der Herr Frühling sie selbst mit beschwingtem Pinsel hingetupft hatte  und begleitet vom munteren Zwitschern der Vögel, die offensichtlich genauso begeistert wie ich den ersten Frühlingstag genießen wollten.

Nur wenige Schritte später lockte mich am Feldrand sogar eine Bank aus gesägten Holzstämmen und es kam mir vor, als ob sie extra für mich dort liegen gelassen wurden. Auch gut, das ist Fitness für die Seele, dachte ich mir und ließ mich nur zu gerne vom schmunzelnden Gesicht der Sonne einladen, mich hier niederzulassen und ihre zarte Wärme zu genießen.

Während ich genüsslich mein Gesicht in ihren Strahlen badete, kam mir in den Sinn, dass ich mir heute die Saunakosten ersparen könnte, denn das hier war doch wohl Wellness in Perfektion und dazu noch gratis. Ich verweilte also anstatt zu trimmen und dachte mit Genugtuung an die anderen Saunagäste, die sich mühsam einen Platz auf der Liege erkämpfen mussten, weil ganz nach deutscher Marnier, die Plätze von denen die zuerst kamen mit Handtuch und Decke belegt wurden, so dass für alle Nachzügler ein freier Platz fast wie der Gewinn in einer Lotterie anmutete. Angesichts dieser Erinnerung nahm ich mitleidig lächelnd die nur um wenige Grade niedrigeren Temperaturen in Kauf. Ich bin ja schließlich genügsam, es muss ja nicht immer um die 100 Grad sein, auch ohne zu schwitzen kann der Körper entspannen, dachte ich bei mir.

Zum ersten Mal in diesem Jahr zog mir die Sonne meine Jacke aus und malte für mich mit den Ästen auf dem Baumstamm der neben mir lag ein zartes Schattenmuster.

Lustige Schäfchenwolken schmückten den perfekt blauen Himmel und das beruhigende Gluggern des Bächleins hinter mir bereitete mir ein Fest für die Sinne.
Hier ein kleines Video.
Irgendwann machte ich mich fast beflügelt auf den Rückweg und war vollkommen zufrieden mit mir und der Welt. Als ich schon fast zu Hause war, wurde ich jäh aus meinen beseelten Träumen gerissen, denn ich bemerkte, dass meine Kamera fehlte. Schnell wurde mir klar, dass ich sie in einem Zuge mit meiner Jacke am Baumstamm abgelegt hatte.
Nun kam ich also doch noch so richtig in Schwung, denn ich lief flotten Schrittes in gutem Walkingtempo zurück zum dem Ort an dem ich mich ganz dem Naturerlebnis hingegeben hatte.
Was soll ich sagen, diese fast perfekt anmutende Achtsamkeitsübung hatte ihre kleinen Tücken, denn ich wurde ausgerechnet von ihr dazu verleitet ganz unachtsam meine Kamera zu vergessen.
Nun ja wer will schon vollkommen sein, ist doch langweilig, oder?

Ich kam nun also doch noch, auch ganz ohne Sauna, ordentlich ins Schwitzen und glücklich trug ich meine wiedergefundene Kamera im sportlichen Schritt nach Hause, denn wenn man einmal in Schwung ist, geht es beinahe wie von selbst. So kam es, dass ich sie doch noch erreichte, die ausgewogene Fitness-Wellness Balance.

Gerangel

Wenn ich über die derzeitige Wetterlage nachsinne, stelle ich mir vor, wie der Frühling und der Winter miteinander rangeln, und auch der Herbst mischt dabei noch fleißig mit. Einer sitzt total entspannt im Schaukelstuhl und denkt sich: Macht ihr mal ruhig euer Ding, ich kann warten!

Hubschrauberlandeplatz

Heute morgen war es grau in grau hier, aber heute Nachmittag kam danndie Sonne raus und hat uns noch einmal richtig verwöhnt. Da bin ich mit Priska zu einem meiner Lieblingsorte hier in der Nähe gegangen. Der Rohrlachweiher ist wie eine kleine Oase.

Ich finde ihn zu jeder Jahreszeit sehr anziehend, aber vielleicht im Herbst am liebsten?
Die herabgefallenen Blätter sind überall präsent und zaubern spielerisch eine lebendiges Muster auf das Wasser.
Dieses Blatt sieht fast aus wie ein Bild auf einer Staffelei.
Auf der anderen Seite des Weihers spielte das Sonnenlicht mit dem Wasser.

Und Priskas Rücken wurde zum „Hubschrauberlandeplatz“. 🙂

Ich kann mich niemals sattsehen an diesem Licht-  und Farbenspiel.


Ein letzter Blick über die Felder in Richtung unseres Dorfes.

Ein wunderschönerHerbsttag geht zu Ende.
Lasst es euch gut gehen. Ich trink jetzt noch einen Tee.

Ein Lob auf die Filter

Ich beobachte es schon seit Jahren:
Um mich herum werden die meisten Menschen immer schöner.
Du stutzt und neigst den Kopf skeptisch zur Seite.
„Na wenn sie da mal nicht maßlos übertreibt, vermutlich ein Anflug von depressiver Verstimmung oder tiefsitzende Minderwertigkeitskomplexe? Möglicherweise ist sie gerade gefrustet, warum auch immer, vielleicht auch der pure Neid?
Ich hingegen schaue wie jeden Tag  in die altersresistenten Gesichter, auf Instagramm und Facebook und bin gleichermaßen erstaunt und fasziniert, wie es die Menschen da draußen bloß schaffen in makelloser Schönheit zu erstrahlen. Ich komm da einfach nicht mehr mit. Selbst die teuersten Antifaltencremes oder das exklusive Shampoo mit Seidenproteinen zeigen bei mir einfach keine Wirkung.
Jetzt dämmert es dir und du weißt wo der Hund begraben liegt.
„Dir kann geholfen werden, klar kannst du da mit, ist doch gar kein Problem, wozu gibt es denn die Filter, damit filterst du dich ganz einfach und idiotensicher auf Knopfdruck strahlend schön.

Upps, da hab ich wohl den Falschen erwischt. Aber so schnell gebe ich nicht auf!

Geht doch!

So, jetzt hab ich mir endlich eine Runde Schlaf verdient! War auch gaaanz schön anstrengend mit meinem Frauchen heute früh. Die ist so ein Langschläfer,  sag ich euch. Um 4.45 Uhr hab ich sie noch relativ schnell aus dem Bett geholt. Ich und meine Blase sind halt auch nicht mehr die Jüngsten. Aber dann ab 6 Uhr war es ’ne echte Quälerei mit Frauchen, die hat mich tatsächlich alle 15 Minuten wieder auf meine Decke geschickt, ganz schön stur, oder? Eeendlich um 7.15 Uhr hatte ich sie dann soweit. Und nu? Nu bin ich platt, also dann mal gute Nacht,  oder so.

Doofer Kong

Hallo Leute, hier bin ich mal wieder: Eure Priska. Wie ihr wisst, sind mein Frauchen und ich ein prima Team. Ich mag sie wirklich megagern, aber manchmal geht sie mir doch auf den Keks. Sie mein es ja nur gutm, ich weiß, ich weiß. Aber diesen doofen Kong hätte es nun wirklich nicht gebraucht!
Dieses Teil ist nur dazu gut, um mir das Kauvergnügen gewältig zu vermiesen. Ich mag es unkompliziert und schnell, ohne lange Umschweife: Rin in dei Schnauze und ratzfatz hinunter damit!. Aber anstattdessen zwängt  mein Frauchen die getrockneten Hühnerhälse lieber in diesen doofen Kong und ich habe meine Last damit.
Seht selbst:

Das ist aber noch nicht alles! Da bleibt jedes Mal so ein kleines Stück drin stecken, das krieg ich nicht raus, da kann ich mich abrackern wie ich will, zum Kuckuck nochmal!

Nun ist er wohl da

Gestern bin ich ihm begegnet. Nein, das stimmt nicht ganz, nicht ihm persönlich..Es ist ja bekannt, daß er seine Gesandtschaft hat. Er hält sich auch in diesem Jahr bedeckt und lässt seine Hilfskräfte  die ganze Arbeit machen. Gestern also war es soweit, ich hatte insgeheim darauf gehofft, seine Ankunft würde noch ein wenig auf sich warten lassen.

So wie es aussieht, hat er sich darauf eingerichtet, eine ganze Weile zu bleiben. Das schwere Gepäck lässt darauf schließen. Habt Ihr ihn schon erkannt?

Leo mag Freeclimbing

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Ich hatte ihn Euch ja bereits vorgestellt, den Leo. Er wohnt immer noch in meinem Kräuterbeet. Freeclimbing ist seine Passion und die Kraft dazu bekommt er nicht durch Eiweisshakes oder dergleichen, nein, er bevorzugt meinen Basilikum. Deshalb hat er wohl auch so eine besonders frische grüne Farbe.
Mein Basilikum hat  ein hübsches Lochmuster in vielen Blättern, man kann von Leo nicht behaupten, dass es ihm an Appetit mangelt. 🙂