Loslassen

Ich weiß schon gar nicht mehr, wie es sich anfühlt unbeschwert zu sein. Wenn ich aufwache spüre ich schon dieses angespannte Grummeln im Solarplexus was  mir das Durchatmen erschwert.
Ich will sie weghaben die unangenehmen Gefühle, die auf meiner Seele lasten. Tagein, tagsaus frage ich mich, wie ich bloß den Knopf zum Abschalten finden kann. Ich  bin so damit beschäftigt loslassen zu wollen, dass ich gar nicht mehr registriere, dass Loslassen das Gegenteil von Aktion ist. Ich aber bin in Aktion, betreibe Hochleistungssport um mich gegen das zu wehren was mich belastet, weil ich endlich meine Ruhe haben will und wieder mit  Leichtigkeit und Freude, Lebenslust und Kraft durch das Leben gehen möchte.
Vor ein paar Tagen wurde mir bewusst, dass ich mein Ziel nur dann erreiche, wenn ich bereit bin, den Weg zu gehen, durchzugehen, mich nicht länger daran vorbei zu mogeln. Der Weg führt durch diese unangenehmen Gefühle hindurch, sie wollen gesehen und beachtet werden. Nun übe ich mich darin, sie jeden Morgen zu begrüßen, sie „an die Hand zu nehmen“ und zu sagen:  “ Schaun wir mal, was wir heute miteinander erleben. “

Vielleicht fragt ihr euch, was mich belastet. Nur soviel: Es hat mir Priskas sehr wechselhaftem Gesundheitszustand zu tun und damit, dass ich mich mit dem Gedanken anfreunden muss,  irgendwann über kurz oder lang eine Entscheidung treffen zu müssen, die ich niemals treffen wollte. Ich weiß nicht wie es kommt und wann es kommt und was richtig ist weiß ich schon gar nicht.
LOSLASSEN, ZULASSEN, SEINLASSEN.

Heute geht es ihr gut, meiner kleinen Herzenshündin.

Ich mach‘ das jetzt, trotzdem!


Vielleicht habt Ihr Euch jetzt erst mal die Stirn in Falten legend etwas verwundert am Kopf gekratzt und gefragt: Was will sie uns nun damit sagen?
Ich habe heute an meine Kindheit zurück gedacht, an eine ganz bestimmte Szene. Ein Onkel war zu Besuch. seines Zeichens ein sehr ambitionierter Hobbymaler. Er schaute mir über die Schulter, als ich entspannt und vergnügt ein Bild zu Papier brachte. Ich war vielleicht 8 Jahre alt. Er mäkelte, weil ich ein Lineal gebrauchte, um ein Haus zu zeichnen.
Ich erinnere mich nicht mehr an die Einzelheiten unsere Gespreäches, aber ich weiß, dass dieses Ereignis mich stark geprägt hat und die Auswirkungen bis vor nicht allzulanger Zeit meine Lust am Zeichnen und Malen blockiert hat. Ich hatte diesen Satz in mir: „Du kannst das nicht…!“
Heute ist es mir egal, ob “ ich das kann oder nicht“, ich tue es einfach für mich, weil ich Freude daran habe und nun geht es mir gut damit.
Es gibt so viele Gründe, die mich daran hindern können, etwas zu tun, was ich gerne mache, wozu ich Lust habe, was mir einfach gut tut. Zum Beispiel die Stimme in meinem Kopf die mir sagt: “ Dazu ist jetzt keine Zeit, es gibt so viel zu tun, du musst erst dies und das tun, das Leben ist doch nicht zum Vergnügen da, erst die Arbeit dann das Spiel…“
Heute gelingt es mir immer öfter, diese Stimme in mir zum Schweigen zu bringen und ich mache dann trotzdem genau das, was mir gerade Freude macht, und die Arbeit ist mir noch niemals davon gelaufen. Sie ist ganz geduldig mit mir und wartet, bis ich Zeit für sie habe.
Ich bin davon überzeugt bin, dass jeder Mensch mindestens eine besondere Begabung hat, die es wert ist entdeckt und gelebt zu werden. Begabungen verstehe ich nicht nur im künstlerischen Sinne, sondern es schließt alles ein, was mir Freude bereitet, was mir leicht fällt, zu dem ich mich hingezogen fühle. Vielleicht entdecke ich, dass ich besonders gerne anderen Menschen zuhöre, und ihnen damit eine Freude bereiten kann. Vielleicht macht es mir Spaß zu basteln und ich verschenke ab und zu eines meiner Werke oder ich spende es für einen Basar. Vielleicht wohnt in mir die Gabe, mich an der Natur zu erfreuen und ich gebe mir selber mindestens zweimal in der Woche eine Stunde Urlaub vom Alltag für eine kleine Wanderung.
Alles was ich in diesem Sinne tue wird nicht nur mir selber dienen, es wird als positive Kraft in die Welt hinaus fließen.
Alle Begabungen die wir “ ins Leben rufen“ werden gute Frucht bringen.
Das ist ganz besonders in dieser Zeit wichtig, in der der Fokus so oft auf allen möglichen negativen Ereignissen in der Welt liegt. Ich möchte mich nicht auslaugen und entkräften lassen, ich möchte Licht, Freude, positive Kraft, Mut und Hoffnung tanken und weiter fließen lassen, ganz natürlich und selbstverständlich, wie der Löwenzahn, der seine Schirmchen weiter fliegen lässt.

 

Ich sammle Sonnenstrahlen

Gestern war Tag- und Nachtgleiche, d.h. dass ab jetzt die dunklen Stunden merklich zunehmen. Es ist eine gute Gelegenheit, das vergangene Jahr zu reflektieren und sich bewusst zu machen, worin die Ernte des Jahres für mich besteht. Ich nehme wahr, dass es wieder ein bewegtes Jahr war mir ganz vielen Gründen dankbar zu sein.

Es gab helle und dunkle Stunden und sie alle zusammen machen den Reichtum meines Lebens aus. Ich freue mich auf die kommende Zeit, denn ich mag die Kontraste unserer Jahreszeiten.

Wenn ich zur Zeit mit Priska spazieren gehe, achte ich bewusst darauf, welche Pflanzen und Blumen sich am Wegesrand noch finden lassen. Die Vegetation zieht sich immer mehr zurück und dadurch kommen einzelne Pflanzen mehr zur Geltung als in der Fülle des Sommers.

Ich mag es, die verbliebenen Schönheiten bewusst zu bewundern. Ich genieße jeden sonnig warmen Herbstag als Geschenk und nutze ihn um Sonne zu tanken für die dunkle Jahreszeit.

Die Trauben haben die Sonne des Sommers in sich gespeichert und sind zur Ernte bereit. Priska erntet mit Vergnügen die übrig gebliebenen Kartoffeln.

Einen schönen Abend wünsche ich allen, die heute noch hier lesen.

Ein Stück Urlaub im Alltag

Heute möchte ich Euch mitnehmen zu einem kleinen See, gar nicht weit weg von meinem Zuhause. Genauer genommen befindet er sich nah bei dem Wohnort einer lieben Freundin am Waldrand und wenn ich dort bin, dann habe ich das Gefühl, im Urlaub zu sein.
20160706_15042520160706_150044
Eine richtige kleine Oase zum Kraft tanken.
Manchmal braucht es gar keine große Reise dazu.
Wir fahren sowieso eher selten in Urlaub.
Viele Menschen können es kaum abwarten, bis endlich der Urlaub beginnt und haben das Gefühl, vom Stress überwältigt zu werden, wenn nicht bald der Urlaub beginnt.
20160706_151904
Für mein Wohlbefinden ist es ganz enorm wichtig, mir immer wieder solche kleinen Oasen
im Alltag zu schaffen, damit es gar nicht erst soweit kommt, dass der Stress überhand nimmt.
Wie oft höre ich: “ Dazu habe ich keine Zeit!“
Wer hat schon Zeit, wenn er sie sich nicht nimmt?
Es gibt immer eine Aufgabe, die darauf wartet, erledigt zu werden. Das hört niemals auf.
Deshalb ist es wichtig, Prioritäten zu setzen.
Was ist wirklich so wichtig, dass es nicht warten kann?
20160706_151003

In meiner Ausbildung zur Lehrerin für Stressprävention habe ich eine, wie ich finde, sehr gute Methode für das Zeitmanagement kennengelernt,:
Schreibe eine Liste mit allen anstehenden Aufgaben und suche Dir
für jeden Tag nur 3 Aufgaben aus!  Ganz wichtig, nicht mehr!
Die anderen Aufgaben bleiben auf der Liste, die auch immer wieder ergänzt wird,
wenn neue Aufgaben dazu kommen.
Und jeden Abend suchst du dir für den neuen Tag wieder nur 3 Aufgaben daraus aus.
Es versteht sich von selber, dass wir auf diese Art abwägen und nach Wichtigkeit aussortieren.
Das Gute daran, wir überfordern uns nicht und wir haben jeweils am Abend ein Erfolgserlebnis, was unsere Motivation erhöht und es bleibt Zeit für uns um  Kraft zu tanken.
Ich persönlich finde es gerade zu Beginn sinnvoll, wenn es für uns noch ungewohnt ist,
den Tag nicht zu voll zu packen, wenn wir sogar dazu übergehen zu den 3 Aufgaben
eine 4.Aufgabe dazu zu nehmen, diese Aufgabe heißt: Ich tue mir selber etwas Gutes!
Und diese 4. Aufgabe wird natürlich nicht abgehakt und weggestrichen, die bleibt für jeden Tag gleich! 🙂
20160706_152102
Natürlich setzt dieses Vorhaben auch voraus, dass ich mir bewusst bin, was mir gut tut.
Das ist keineswegs selbstverständlich , dass wir das wissen:
20160706_153432
Für mich sind es vor allem neben meiner Familie und dem Hund:
Zeit mit Freundinnen,Spaziergänge in der Natur, sportliche Betätigung im Fitnessstudio,
schreiben, lesen und fotografieren.
20160706_153546
Und was tut Dir gut?

 

Für Empathie und Toleranz

Ich schreibe heute diesen Artikel als Beitrag zu der Blogparade
„Schreiben gegen Rechts“ von Bunt und Farbenfroh.
Für Empathie und Toleranz
Der Titel dieser Blogparade löst bei mir ein wenig Unbehagen aus, weil ich davon überzeugt bin, dass Gedanken und Worte Wirkung  haben.
Gegen ist demnach ein Wort, dass ich in Verbindung mit Kraftanstrengung zur Abwehr verbinde und ich es so erlebe, dass ich im Kampf gegen etwas,z.B: „Rechts“, den Menschen, die rechts denken und handeln gleichzeitig große Macht einräume.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, meine Kraft für etwas einzusetzen.
In diesem Fall für Empathie und Toleranz.
So möchte ich heute schreiben für:

Mitmenschlichkeit
Liebvolles Miteinander
Hilfsbereitschaft
Verantwortungsbewusstsein
Vertrauen
Offenheit
Achtung der Vielfalt und Individualität
Gemeinschaft
Freundschaft
Zuwendung
u.v.m.
Ich bin überzeugt davon, dass Jede und Jeder in seinem Umfeld viel bewirken kann, um diese Werte hochzuhalten und zu stärken.
Hier in unserer Verbandsgemeinde in der ich meinen Wohnsitz habe, erlebe ich eine große Hilfsbereitschaft und Engagement, um den bei uns lebenden Flüchtlingen zu helfen, menschenwürdig zu leben und sich zu integrieren.
Jeder hat die Möglichkeit, sich so wie er kann und möchte einzubringen. Ob es nun das Organisieren und Spenden von Möbeln,Haushaltsgegenständen und Bekleidung ist, das Unterrichten der deutschen Sprache oder das Instandsetzen von Fahrrädern, das Kuchenbacken für das Willkommenskaffee oder das Engagement für die Freizeitgestaltung der neuen Mitbewohner.
Hier „packen Viele gerne mit an“ und das freut mich sehr!
Jedes Engagement für Empathie und Toleranz beeinflusst das Gewicht in der Waagschale in eine bestimmte Richtung auszuschlagen.

Das Leben ist bunt

Ich bin bunt und du bist bunt,
dein Nachbar ist bunt und sogar dein Hund.

Bunt sind meine Gedanken und Taten,
bunt sind meine Erfahrungen und Begabungen.
Niemand sieht die Welt ganz genauso bunt gemustert wie ich.

Bunt sind deine Ansichten und deine Erlebnisse,
du siehst die Welt in deinem ganz individuellen Bunt
und wenn du mir davon erzählst kann ich das Muster nur erahnen.

Ich lasse dir dein Bunt und du lässt mir mein Bunt
und so können wir gemeinsam ein wundervolles Bild malen.
Indem sich unsere Farben vermischen, entsteht ein einzigartiges Muster,
das von der Vielfalt und dem Reichtum des Lebens erzählt.

(C) Beate Neufeld

Du, ich mag dich

Du, ich mag dich

Sprich mit dir, wie mit einem lieben Freund
Denk an dich, wie an an einen geliebten Menschen.
Halte dich selber im Arm, wenn du traurig bist.
Besuche dich jeden Tag und freue dich, dass du da bist.
Erlaube dir du selbst zu sein und hol dich vom hohen Ross des Perfektionismus.
Öffne dein Herz und empfange deine Begabungen als Geschenke.
Nimm dich nur so ernst, dass noch Raum bleibt für ein herzhaftes Lachen.
Schenke dir jeden Tag ein paar liebevolle Worte,
heute könnten sie lauten:
Du, ich mag dich.

(c) Beate Neufeld

Wortschatz

Eine ganze Weile hat es gedauert, bis ich hier im Blog meine Sprache wiedergefunden habe.
Als ich heute früh darüber nachdachte, was der Grund für meine Sprachlosigkeit ist, kamen mir folgende Worte in den Sinn:

Wortschatz

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden wir sie zart und behutsam auswählen und mit Bedacht aneinanderreihen?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würde ihre Melodie uns im Herzen bewegen und in uns nachklingen?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden sie überfließen und die Welt um uns herum mit Liebe fluten?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden wir unseren inneren Reichtum begreifen und daraus schöpfen wie aus einer Schatztruhe?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden sie zu Kunstwerken die uns gegenseitig bereichern und inspirieren?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden wir sie fein dosieren wie ein edles Gewürz?

(C) Beate Neufeld
Worte

Grüße zum neuen Jahr und ein kleiner Rückblick auf unsere letzten Tage im alten Jahr

NEUJAHR

Sekunde für Sekunde
überschreite ich die Grenze
zwischen Alt und Neu.
Ständiger Übergang
ohne Rast und Halt.
Während ich das neue Jahr
beim Namen nenne,
ist es längst den Kinderschuhen
schon entwachsen.
Noch lockt mich der Reiz,
dem unberührten Boden
meine Spuren einzugraben,
mit hoffnungsvollen Wünschen
ist mein Herz angefüllt
bis an den Rand.
Doch schon beim nächsten Atemzug
muss ich Abschied nehmen und erkennen,
das zwischen meinen Händen
mir die Zeit zerrinnt wie Sand.
Nur als Wanderer kann ich
Ruhe finden im Augenblick,
der verborgen liegt,
zwischen dem
was meine Augen erblicken und
was meine Gedanken erfassen können.
Meine Heimat ist
das Zelt der Wandlung.
(C) Beate Neufeld

Liebe Leser und Bloggerfreunde,
Euch allen und mir wünsche  ich ein gesegnetes neue Jahr, in dem wir immer wieder Augenblicke der Ruhe finden, um das Gefühl der heimatlichen Geborgenheit zu spüren.
Möge es uns Kraft geben, auf unserer Wanderung durch die Zeit.

Nun möchte ich eine kleine Rückschau halten,auf die letzten Tage des alten Jahres,
die ich gemeinsam mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern in England erleben durfte.
Wie bereits erwähnt, haben wir unsere ältere Tochter in Bath besucht, die dort ein halbes Jahr ihr Auslandssemester absolviert.
Es war ein wunderschönes Gefühl, sie wieder im Arm halten zu dürfen.
20151224_222001

 

 

 

 

Wir haben für die Kürze der Zeit wirklich sehr viel Schönes und Interessantes erlebt und gesehen.
Begonnen hat es mit dem Hinflug von Frankfurt nach Bristol.
20151224_100744

Die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten ist schon sehr beeindruckend.

An Heiligabend  hatten wir bestes Flugwetter und damit eine reizvolle Aussicht.
20151224_101849

Wir kamen um die Mittagszeit in Bath am derzeitigen Wohnort unserer Tochter an und wurden sowohl zum Mittagessen in der Familie eingeladen wie auch zum Carol Singing am frühen Abend bei den Eltern von Rebeccas Gastgeberin.

Es war ein sehr schönes Erlebnis, denn wir trafen auf ausschließlich freundliche und warmherzige Menschen und wurden sofort intergriert.
Im Wohnraum waren zahlreiche Menschen auf Sesseln, Sofas,Stühlen und auf dem Boden sitzend versammelt: Freunde und Nachbarn,Groß und Klein.
Es gab die traditionellen Mince Pies und für die Erwachsenen Glühwein.
Jeder bekam ein Textheft und wir sangen unablässig traditionelle und lustige Weihnachtslieder. Es machte große Freude.
Den späteren Heilig Abend verbrachten wir dann in unserer Ferienwohnung.
Für heute soll es mit dem Reisebericht genug sein.
Ich werde Euch hier so nach und nach den weiteren Verlauf der Reise erzählen und dazu einige Fotos zeigen.
Das erste Foto ganz oben zeigt übrigens den Weg am Tor von Glastenbury.

Herbstfreuden

image11

Willkommensgruß an den Herbst

Ein Hauch von Abschied liegt schon in der Luft,
für Wehmut bleibt nicht lange Raum.
Im Scheiden heller Sommertage
Klingt leise der Willkommensgruß.
Die bunten Tage ziehen ein,
und ungestüm erobern sie mein Herz
mit ihrem frischen, wilden Charme.

(c) Beate Neufeld

Der frühe Herbst ist schon seit langem meine liebste Jahreszeit.
Ich emfinde diese Stimmung die in der Luft liegt als sehr reizvoll und anregend.
Wechselhaftes Wetter mit warmem mildem Sonnenschein und dann wieder kühles, graues und stürmisches Wetter und diese Palette dann sehr oft an einem einzigen Tag.
Einerseits wird die Landschaft zunehmend karger und doch weitet sich dann mein Herzensblick für die Fülle an Früchten und Farben die der Herbst großzügig ausbreitet.
20151008_121835
Es ist mir oft, als wenn er zu mir spricht: Hier, sieh was ich alles für Dich bereit halte, nimm es in Deine Seele auf, dann hast Du genügend Erinnerungen und Farben, die Dir die kalten und grauen Tage schmücken. Ich habe es schon öfter hier erwähnt, dass mir die Geschichte von Frederick der Feldmaus sehr am Herzen liegt. Auch Frederick sammelt Farben für den Winter.
20151008_122242

In der letzten Woche haben mich ganz besonders die ganz unterschiedlichen Farben und Muster des Weinlaubes angezogen und erfreut.
20151008_12100220151008_12093520151008_121540IMG_20151007_185147IMG_20151007_184936

Ich konnte mich nicht satt sehen daran!
Und dann diese knackigen roten Äpfel, strozend vor Lebenskraft!
Die Reichtum an Früchten, die der Herbst uns schenkt!
20151008_121922

Alle Fotos die ich heute zeige, sind an einem eher tristgrauen Tag bei einem  Spaziergang in der letzten Woche entstanden, an dem ich zu Beginn dachte: Na heute wirst Du Dein Smatphone nicht herausholen zum Fotografieren. Aber dann schaltet ich sofort um und dachte: Nein, gerade jetzt werde ich ganz besonders achtsam sein und bewusst auf die Suche nach schönen Motiven gehen. Und Ihr seht, was ich alles entdecken durfte.
Ich wurde daran erinnert, dass es wie im gesamten Leben immer auf den Blickwinkel ankommt.
So hatte ich Freude daran, den Karotten beim Wachsen zuzuschauen.

20151008_120634Und ich staunte über ein wundervolles Pflanzenmandala mitten im Feld.
20151008_120829

Die Zeit wärend dieses Spazierganges gehörte also in dieser Woche zu meinen besonders schönen Momenten.
Deshalb habe ich den heutigen Beitrag Luiselottes Projekt gewidmet.
20151008_122333

Farben für die Seele

Herbst,
du
wunderbarer
Künstler.
Mit
deiner
zauberhaften
Farbpalette
hüllst
du
meine
Seele
in
einen
warmen
Farbenteppich.

(c) Beate Neufeld

Ganz herzliche Grüße an Euch alle.
Ich wünsche Euch für die neue Woche viele Herbstfreuden!

Mein innerer Schweinehund heißt Harry

27540_web_R_by_phoddoschopp_pixelio.de

Bildquelle: (c) phoddoschopp/pixelio.de

Darf ich vorstellen: Das ist Harry, mein innerer Schweinehund.
Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass ich mit ihm Bekanntschaft machte, und dass ist sehr verwunderlich, denn ich weiß heute, dass er praktisch schon immer bei mir war.
Früher habe ich mich selbst dafür verantwortlich gemacht, wenn ich keine Lust hatte und unangenehmen Betätigungen aus dem Weg gegangen bin.
Dann fühlte ich mich schlecht und schimpfte mich selber faul.
Heute weiß ich ganz genau wer so einen schlechten Einfluss auf mich hat und mich zu solch liderlichem Verhalten anstifteten will.
Er ist der Übeltäter, mich trifft keine Schuld!
Aber seit ich ihn enttarnt habe, hat sich einiges in meinem Leben verändert.
ICH LASS MIR DOCH VON DEM NICHT IN MEINE ANGELEGENHEITEN HINEINFUSCHEN!
Zunächst habe ich viel Energie darauf verschwendet, seine penetrant aufdringliche Stimme zu ignorieren. Aber das ist mir nur ganz selten gelungen.
Neuerdings habe ich eine sehr wirksame Strategie entdeckt:
Ich lasse mich jetzt auf einen Dialog mit ihm ein.
Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich bin wirklich so verrückt und spreche mit ihm.
Das hat einen entsprechenden Vorteil, ich habe die Chance ihn im Gespräch mit meinen Gegenargumenten zu überzeugen.
Ich gebe ja zu, dass ich diese Strategie nicht immer anwende, denn es kann schon ein wenig anstrengend sein, mit ihm zu diskutieren. Aber ich weiß, dass er letztendlich schnell aufgibt, wenn ich ein Thema mit ihm einmal ordentlich „durchgeackert“ habe.
Also zum Beispiel das Thema Training im Fitness – Studio.
Da hat er mich auf folgende Weise mit seiner nervigen Art belästigt:
“ Neee, du kannst heute nicht da hingehen, dein Kreislauf ist nicht in Schuss, du hast doch eh schon leichte Kopfschmerzen, das tut dir nicht gut, die werden nur schlimmer vom Training! “
Da habe ich ihm aber ein Schnippchen geschlagen, in dem ich argumentierte:
“ Weißt du was, das kannst du ja gar nicht wissen, ich werde es einfach ausprobieren. Ich geh jetzt hin, und wenn es wirklich nicht gut tut, dann kann ich immer noch heimgehen! “
Und was soll ich Euch sagen: Er hatte mich angeflunkert, wollte nur nicht alleine daheim auf der Couch liegen, er hat es nämlich viel lieber, wenn ich mich daneben lege und ihm den Bauch kraule!
Aber damit ist jetzt Schluss!
Na ja, ab und zu braucht er ja auch seine Streicheleinheiten, soll ja schließlich auch “ nicht leben wie ein Hund „, aber nicht immer und zu jeder Zeit und nur dann, wenn ich auch will! 😉

Und wie heißt Euer innerer Schweinehund, falls Ihr einen habt?