Wortschatz

Eine ganze Weile hat es gedauert, bis ich hier im Blog meine Sprache wiedergefunden habe.
Als ich heute früh darüber nachdachte, was der Grund für meine Sprachlosigkeit ist, kamen mir folgende Worte in den Sinn:

Wortschatz

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden wir sie zart und behutsam auswählen und mit Bedacht aneinanderreihen?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würde ihre Melodie uns im Herzen bewegen und in uns nachklingen?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden sie überfließen und die Welt um uns herum mit Liebe fluten?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden wir unseren inneren Reichtum begreifen und daraus schöpfen wie aus einer Schatztruhe?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden sie zu Kunstwerken die uns gegenseitig bereichern und inspirieren?

Wären Worte kostbar wie Perlen,
würden wir sie fein dosieren wie ein edles Gewürz?

(C) Beate Neufeld
Worte

Grüße zum neuen Jahr und ein kleiner Rückblick auf unsere letzten Tage im alten Jahr

NEUJAHR

Sekunde für Sekunde
überschreite ich die Grenze
zwischen Alt und Neu.
Ständiger Übergang
ohne Rast und Halt.
Während ich das neue Jahr
beim Namen nenne,
ist es längst den Kinderschuhen
schon entwachsen.
Noch lockt mich der Reiz,
dem unberührten Boden
meine Spuren einzugraben,
mit hoffnungsvollen Wünschen
ist mein Herz angefüllt
bis an den Rand.
Doch schon beim nächsten Atemzug
muss ich Abschied nehmen und erkennen,
das zwischen meinen Händen
mir die Zeit zerrinnt wie Sand.
Nur als Wanderer kann ich
Ruhe finden im Augenblick,
der verborgen liegt,
zwischen dem
was meine Augen erblicken und
was meine Gedanken erfassen können.
Meine Heimat ist
das Zelt der Wandlung.
(C) Beate Neufeld

Liebe Leser und Bloggerfreunde,
Euch allen und mir wünsche  ich ein gesegnetes neue Jahr, in dem wir immer wieder Augenblicke der Ruhe finden, um das Gefühl der heimatlichen Geborgenheit zu spüren.
Möge es uns Kraft geben, auf unserer Wanderung durch die Zeit.

Nun möchte ich eine kleine Rückschau halten,auf die letzten Tage des alten Jahres,
die ich gemeinsam mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern in England erleben durfte.
Wie bereits erwähnt, haben wir unsere ältere Tochter in Bath besucht, die dort ein halbes Jahr ihr Auslandssemester absolviert.
Es war ein wunderschönes Gefühl, sie wieder im Arm halten zu dürfen.
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Wir haben für die Kürze der Zeit wirklich sehr viel Schönes und Interessantes erlebt und gesehen.
Begonnen hat es mit dem Hinflug von Frankfurt nach Bristol.
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Die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten ist schon sehr beeindruckend.

An Heiligabend  hatten wir bestes Flugwetter und damit eine reizvolle Aussicht.
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Wir kamen um die Mittagszeit in Bath am derzeitigen Wohnort unserer Tochter an und wurden sowohl zum Mittagessen in der Familie eingeladen wie auch zum Carol Singing am frühen Abend bei den Eltern von Rebeccas Gastgeberin.

Es war ein sehr schönes Erlebnis, denn wir trafen auf ausschließlich freundliche und warmherzige Menschen und wurden sofort intergriert.
Im Wohnraum waren zahlreiche Menschen auf Sesseln, Sofas,Stühlen und auf dem Boden sitzend versammelt: Freunde und Nachbarn,Groß und Klein.
Es gab die traditionellen Mince Pies und für die Erwachsenen Glühwein.
Jeder bekam ein Textheft und wir sangen unablässig traditionelle und lustige Weihnachtslieder. Es machte große Freude.
Den späteren Heilig Abend verbrachten wir dann in unserer Ferienwohnung.
Für heute soll es mit dem Reisebericht genug sein.
Ich werde Euch hier so nach und nach den weiteren Verlauf der Reise erzählen und dazu einige Fotos zeigen.
Das erste Foto ganz oben zeigt übrigens den Weg am Tor von Glastenbury.

Herbstfreuden

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Willkommensgruß an den Herbst

Ein Hauch von Abschied liegt schon in der Luft,
für Wehmut bleibt nicht lange Raum.
Im Scheiden heller Sommertage
Klingt leise der Willkommensgruß.
Die bunten Tage ziehen ein,
und ungestüm erobern sie mein Herz
mit ihrem frischen, wilden Charme.

(c) Beate Neufeld

Der frühe Herbst ist schon seit langem meine liebste Jahreszeit.
Ich emfinde diese Stimmung die in der Luft liegt als sehr reizvoll und anregend.
Wechselhaftes Wetter mit warmem mildem Sonnenschein und dann wieder kühles, graues und stürmisches Wetter und diese Palette dann sehr oft an einem einzigen Tag.
Einerseits wird die Landschaft zunehmend karger und doch weitet sich dann mein Herzensblick für die Fülle an Früchten und Farben die der Herbst großzügig ausbreitet.
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Es ist mir oft, als wenn er zu mir spricht: Hier, sieh was ich alles für Dich bereit halte, nimm es in Deine Seele auf, dann hast Du genügend Erinnerungen und Farben, die Dir die kalten und grauen Tage schmücken. Ich habe es schon öfter hier erwähnt, dass mir die Geschichte von Frederick der Feldmaus sehr am Herzen liegt. Auch Frederick sammelt Farben für den Winter.
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In der letzten Woche haben mich ganz besonders die ganz unterschiedlichen Farben und Muster des Weinlaubes angezogen und erfreut.
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Ich konnte mich nicht satt sehen daran!
Und dann diese knackigen roten Äpfel, strozend vor Lebenskraft!
Die Reichtum an Früchten, die der Herbst uns schenkt!
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Alle Fotos die ich heute zeige, sind an einem eher tristgrauen Tag bei einem  Spaziergang in der letzten Woche entstanden, an dem ich zu Beginn dachte: Na heute wirst Du Dein Smatphone nicht herausholen zum Fotografieren. Aber dann schaltet ich sofort um und dachte: Nein, gerade jetzt werde ich ganz besonders achtsam sein und bewusst auf die Suche nach schönen Motiven gehen. Und Ihr seht, was ich alles entdecken durfte.
Ich wurde daran erinnert, dass es wie im gesamten Leben immer auf den Blickwinkel ankommt.
So hatte ich Freude daran, den Karotten beim Wachsen zuzuschauen.

20151008_120634Und ich staunte über ein wundervolles Pflanzenmandala mitten im Feld.
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Die Zeit wärend dieses Spazierganges gehörte also in dieser Woche zu meinen besonders schönen Momenten.
Deshalb habe ich den heutigen Beitrag Luiselottes Projekt gewidmet.
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Farben für die Seele

Herbst,
du
wunderbarer
Künstler.
Mit
deiner
zauberhaften
Farbpalette
hüllst
du
meine
Seele
in
einen
warmen
Farbenteppich.

(c) Beate Neufeld

Ganz herzliche Grüße an Euch alle.
Ich wünsche Euch für die neue Woche viele Herbstfreuden!

Mein innerer Schweinehund heißt Harry

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Bildquelle: (c) phoddoschopp/pixelio.de

Darf ich vorstellen: Das ist Harry, mein innerer Schweinehund.
Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass ich mit ihm Bekanntschaft machte, und dass ist sehr verwunderlich, denn ich weiß heute, dass er praktisch schon immer bei mir war.
Früher habe ich mich selbst dafür verantwortlich gemacht, wenn ich keine Lust hatte und unangenehmen Betätigungen aus dem Weg gegangen bin.
Dann fühlte ich mich schlecht und schimpfte mich selber faul.
Heute weiß ich ganz genau wer so einen schlechten Einfluss auf mich hat und mich zu solch liderlichem Verhalten anstifteten will.
Er ist der Übeltäter, mich trifft keine Schuld!
Aber seit ich ihn enttarnt habe, hat sich einiges in meinem Leben verändert.
ICH LASS MIR DOCH VON DEM NICHT IN MEINE ANGELEGENHEITEN HINEINFUSCHEN!
Zunächst habe ich viel Energie darauf verschwendet, seine penetrant aufdringliche Stimme zu ignorieren. Aber das ist mir nur ganz selten gelungen.
Neuerdings habe ich eine sehr wirksame Strategie entdeckt:
Ich lasse mich jetzt auf einen Dialog mit ihm ein.
Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich bin wirklich so verrückt und spreche mit ihm.
Das hat einen entsprechenden Vorteil, ich habe die Chance ihn im Gespräch mit meinen Gegenargumenten zu überzeugen.
Ich gebe ja zu, dass ich diese Strategie nicht immer anwende, denn es kann schon ein wenig anstrengend sein, mit ihm zu diskutieren. Aber ich weiß, dass er letztendlich schnell aufgibt, wenn ich ein Thema mit ihm einmal ordentlich „durchgeackert“ habe.
Also zum Beispiel das Thema Training im Fitness – Studio.
Da hat er mich auf folgende Weise mit seiner nervigen Art belästigt:
“ Neee, du kannst heute nicht da hingehen, dein Kreislauf ist nicht in Schuss, du hast doch eh schon leichte Kopfschmerzen, das tut dir nicht gut, die werden nur schlimmer vom Training! “
Da habe ich ihm aber ein Schnippchen geschlagen, in dem ich argumentierte:
“ Weißt du was, das kannst du ja gar nicht wissen, ich werde es einfach ausprobieren. Ich geh jetzt hin, und wenn es wirklich nicht gut tut, dann kann ich immer noch heimgehen! “
Und was soll ich Euch sagen: Er hatte mich angeflunkert, wollte nur nicht alleine daheim auf der Couch liegen, er hat es nämlich viel lieber, wenn ich mich daneben lege und ihm den Bauch kraule!
Aber damit ist jetzt Schluss!
Na ja, ab und zu braucht er ja auch seine Streicheleinheiten, soll ja schließlich auch “ nicht leben wie ein Hund „, aber nicht immer und zu jeder Zeit und nur dann, wenn ich auch will! 😉

Und wie heißt Euer innerer Schweinehund, falls Ihr einen habt?

Spätsommertag

Spätsommertag

Noch einen Spalt breit ist das Tor geöffnet,
hinter dem der Sommer sich zur Ruhe begeben hat.
Ein Rest von seinem Glanz liegt auf der Landschaft,
die sich nun in einen Mantel aus mildem Licht und zarter Wärme hüllt.
Frische Winde tragen den Ruf des Winters leise lockend an mein Ohr.
Diese Stimme möchte ich jetzt noch überhören
und mich an dem Rausch der Fülle laben.
Nun werde ich zur Sammlerin, die mit weit geöffneten Sinnen
sonnen-glitzernde Farbpunkte und herb-fruchtige Düfte
in der Seelenkammer speichert, als Vorrat für triste Wintertage.

(C) Beate Neufeld

Mit diesem Gedicht, dass ich gerade geschrieben habe, eröffne ich meinen Beitrag zu Luiselottes Projekt:
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Ich war in dieser Woche an einem wundervollen Spätsommertag, wie er im Bilderbuch steht mit Priska unterwegs.
Die nachfolgenden Fotos sind dabei entstanden.
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Euch allen wünsche ich eine neue Woche mit vielen Gelegenheiten, Eure Seele mit Vorräten für die kommenden Wintertage zu füllen.

Glück ist . . .

Für Glück gibt es ganz sicher keine allgemeingültige Definition. Wir erleben Freude und Lust tauf ähnliche Weise, weil unsere Gehirne nach dem selben Plan aufgebaut sind, aber was diese Gefühle auslöst, darin unterscheiden wir uns und deshalb  muss jeder Mensch seine eigene Glücksformel finden.
“ Die Glücksformel “ , so heißt auch das Buch von Stefan klein, das ich gerade einmal wieder aufs Neue begonnen habe zu lesen und  in dessen Einführung die oben aufgeführten Gedanken zu finden sind.
Ebenso fand ich darin den Hinweis, dass unsere deutsche Sprache im Vergleich mit anderen Kulturen sehr wenige Worte für Glücksgefühle kennt. Besonders viele Worte, nämlich ein gutes Duzend, enthält die indische Sprache, um Glücksgefühlen Ausdruck zu verleihen.
Dies ist übrigens mein Beitrag zu dem Projekt von Luiselotte:

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Einen Sonnuntergang zu beobachten, löst bei mir Glücksgefühle aus. Wenn ich mich bemühe, Worte für meine Gefühle zu finden, könnte ich sie am ehesten als Ehrfurcht bezeichnen.

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Lichtstimmungen in der Natur wahrzunehmen und fotografisch in Szene zu setzen machen mich auch glücklich. Ich bin dann ganz zentriert in meiner eigenen Mitte und das erfüllt mich.

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In dem oben erwähnten Buch wurde auch die Dichterin Katherine Mansfield erwähnt, die Glücksgefühle einmal folgendermaßen beschrieben hat:“… als habe man plötzlich einen leuchtenden Schnitz Abendsonne verschluckt…“
In meinem Fall ist es die Abendsonne auf unserem Steingarten.

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Die Kastanien in unserem Garten vermitteln mir ein Gefühl von frischer Lebenskraft.

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Priska ist sowieso an jedem Tag meine kleine Glückssonne.

20150820_203249Beim Abendspaziergang mit Priska mutete dieses Stillleben an der Hauswand wie ein Gemälde an.
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Dieses Foto ist das letzte meiner gesammelten Glücksmomente der vergangenen Woche. Es erinnert mich an eine meiner Grußkarten:
Perleklein

In diesem Sinne wünsche ich Dir und mir eine Woche in der wir empfänglich sind für die Kostbarkeiten im Alltag.

Verantwortung

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Als ich auf der Brücke stand und auf das Wasser blickte, da beeindruckte mich die große Wellenbewegung die von dieser kleinen Ente ausging.
Ich dachte mir, dass auch wir ebenfalls ganz viel in Bewegung setzen,
genau da wo wir gerade sind, ob wir es bemerken oder nicht.
Alles hat Auswirkungen: Ein beherztes Handeln, ein bedachtes Schweigen, ein achtsames Zuhören oder ein deutlicher Widerspruch.
Dieser Verantwortung können wir uns nicht entziehen.
DSCN9925Verantwortung

Nicht zu ernst möchte ich mich nehmen,
aber doch ernst genug, um mich meiner Verantwortung zu stellen.
Ohne mich würde sich die Welt auch weiterdrehen,
aber dennoch wäre sie ein wenig anders,
vielleicht so, als würde ein winziges Puzzleteilchen
zum Großen Ganzen fehlen.

Viele Spuren, die ich hinterlasse sind nicht offensichtlich,
aber eingebettet in die Herzen meiner Lieben
werden sie für immer Wohnung nehmen.
Doch selbst bei scheinbar flüchtigen Begegnungen
kann von meiner Gegenwart ein Impuls ausgehen,
der Grenzen überwinden hilft.

(C) Beate Neufeld
15.06.2015

Den Kinderschuhen entwachsen

Ich möchte Euch heute von unserem Zögling erzählen,der vor mehr als 10 Jahren zu uns kam.
Sein Leben begann unter einem alten Kastanienbaum im Garten einer Freundin.
Er und einige andere zarte Abkömmlinge waren unter einer alten Kastanie gewachsen.
Die Freundin setzte die kleinen Sprösslinge jeweils in einen Jogurthbecher und bot sie ihren Bekannten und Freunden zu Adoption an.
Mein Mann und ich gaben diesem kleinen Baum in unserem Garten ein neues zu Hause, obwohl wir eigentlich nicht glaubten, dass er dort gedeihen würde.
Eine Esskastanie wächst gerne auf sandigeren Böden. Der Wohnort meiner damaligen Freundin war in unmittelbarer Nähe des Pfälzer Waldes, dort wachsen viele Esskastanien.
Aber es ist im Laufe der Jahre ein stattlicher Baum aus ihm geworden.
Leider habe ich in meinem Archiv keine Bilder gefunden, die den Wuchs dokumentieren können.
Das einzige Foto, auf dem man ihn im Herbst des Jahres 2010 sieht, zeigt schon einen deutlichen Unterschied zu heute.

Das erste Foto vom November 2010, das zweite von heute morgen.

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Gestern habe ich unter seinem wunderbar erfrischend grünem Blätterdach gesessen und Lebenskraft getankt.
Dabei sind diese Fotos entstanden.
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Lausche stets auf die Welt wie ein Kind
das über alles staunt.
Hege ein Gefühl der Liebe und Bewunderung
für die gesamte Schöpfung,
vom winzigsten Grashalm
bis zum entferntesten Gestirn.
So wirst du die verloren gegangene Harmonie wiederfinden.

Indianische Weisheit

Ich wünsche uns allen einen harmonischen Ausklang des Pfingstfestes.

Nicht perfekt – aber perfekt ich selbst!

Nicht perfekt – aber perfekt ich selbst

Lange Zeit habe ich unglaublich viel
Kraft daran verschwendet,
nach Perfektion zu streben.
Tag für Tag
arbeitete ich verbissen
an einer Maskerade,
die wie maßgeschneidert auf die Rolle passte,
die ich mir selbst erwählt hatte,
um mich stetig immer weiter von mir selbst
zu entfernen.
Wie in einen Kokon gehüllt
wartete mein wahres Ich geduldig darauf,
in die Freiheit geboren zu werden.
Es ist nie zu spät neu zu beginnen.
Heute nutze ich meine Energie,
um Stück für Stück
herauszuschlüpfen
und abzulegen,
was nicht zu mir gehört.
Wie ein Magnet werde ich angezogen
von der leisen Gewissheit,
dass mein Weg das Ziel ist,
und dass ich schon immer perfekt war,
genau so wie ich bin.

(C) Beate Neufeld

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Bildhauerei – oder was so alles in mir steckt

Heute ist Feiertag, für die Einen Christi Himmelfahrt, für die Anderen Vatertag oder vielleicht auch beides.
Wie dem auch sei: Mein Mann nutzt die Freizeit für sein Hobby: Die Bildhauerei.
Ich sitze derweil im Hof und schaue ihm zu. Dieser Anblick ist für mich inspirierend, es regen sich philosophische Gedanken.
Michelangelo kommt mir in den Sinn, der sich selbst vor allem als Bildhauer sah. Er betrachtete den unbehauenen Stein als etwas, dem er Seele verleihen konnte. Er sagte, dass in dem Stein die Idee für das Kunstwerk bereits schlummert und es nur aus ihm befreit werden müsse.
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Ich sehe Parallelen zu meiner Lebenserfahrung. Im Laufe meines Lebens habe ich mich ständig verändert. Mit zunehmendem Alter habe ich diese Entwicklung immer mehr in meine eigene Hand genommen. Da gab es immer wieder neue Neigungen und Begabungen zu entdecken, die mich bereichert und beflügelt haben, wenn ich sie zum Leben erweckte.
Es ist also mit uns ganz ähnlich wie mit einem Steinblock aus dem ein Kunstwerk entsteht.

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Wenn wir mit liebevoll geduldigem und aufmerksamen Blick in uns hineinschauen, können wir in uns wahrnehmen, was “ Form annehmen “ möchte.

Ich bin gespannt, was noch so alles in mir steckt.
Deshalb wünsche ich mir und Euch immer wieder die vertrauensvolle und neugierige Bereitschaft, die uns die “ Augen öffnet „, für den Reichtum in uns, der entdeckt und gelebt werden will.